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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine Schneeflocke geht auf die Reise
Eingestellt am 23. 01. 2016 21:38


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LUPESIWA
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2015

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Am blauen Himmel bewegt sich eine dicke wei├če Wolke tr├Ąge hin und her.In ihrem Bauch aber geht es wild zu. Tausende kleine Schneeflocken schubsen und dr├Ąngeln sich zum Wolkentor und warten sehns├╝chtig darauf, dass es sich ├Âffnet. Sie sind sehr aufgeregt und freuen sich, dass sie auf die Erde hinunter schweben d├╝rfen. Auf dem langen Weg nach unten lassen sie sich gern auf m├Ąchtigen alten B├Ąumen nieder. Kleine H├Ąnge, Wiesen und Wege h├╝llen sie samtig wei├č ein und verwandeln die Str├Ąucher und B├Ąume in hell glitzernde M├Ąrchengestalten.
Endlich ist es soweit. Die Wolke zieht ihre Schutzh├╝lle auseinander und gibt den Weg frei. Wie ein riesengro├čer Schneeball fallen die Flocken heraus, wirbeln lustig kreuz und quer, tanzen auf und nieder und schweben in alle Richtungen davon.
├ťber der Wolke sitzt der Bruder Wind. Er bl├Ąst seine Backen auf, pustet die Schneeflocken wieder zusammen und schickt sie ein weites St├╝ck in Richtung Osten.
Ganz hinten in der Wolke hockt noch eine Schneeflocke und tr├Ąumt vor sich hin. Sie tr├Ąumt immer wieder, einmal die ganze Welt zu sehen. Aber sie wei├č auch, dass es Fleckchen auf der Erde gibt, wo keine Schneeflocke hinkommt.
"Eh, du Schlafm├╝tze. Willst du auch nach unten? Dann beeile dich, ich schlie├če gleich meine T├╝r", ruft die Wolke ungeduldig.
"Klar will ich nach unten. Wo sind denn alle hin", fragt die kleine Schneeflocke erstaunt.
"Schon lange auf dem Weg, du Traumsuse", antwortet die Wolke lachend und gibt ihr einen Schubs.
Vor der verschlossenen Wolkent├╝r dreht sich die Schneeflocke um sich selbst und trudelt los. Aus der Ferne h├Ârt sie noch leises S├Ąuseln von den anderen Schneeflocken. Aber es ist zu sp├Ąt.
Bruder Wind hat sich wieder zur Ruhe gelegt und pfeift leise vor sich hin. Es weht kein L├╝ftchen. Die Schneeflocke ist ein wenig traurig. Richtig Spass macht es nur mit allen zusammen. Am liebsten tummeln sich die Schneeflocken zwischen den Kindern. Beim Schlitten fahren, Schneemann bauen oder Schneeball werfen k├Ânnen sie sich mit austoben und sich auf die dicken M├╝tzen, Schals oder auf die kalten Nasen der Kinder setzen.
Pl├Âtzlich wird es ganz dunkel.Ein gro├čer Schwarm Kraniche zieht ├╝ber sie hinweg. "Hallo kleine Schneeflocke. Deine Freunde sind uns gerade begegnet. Sie tanzen nach Osten. Hast du sie verpasst?", fragt einer mitleidig. "Leider k├Ânnen wir dich nicht mitnehmen. Wir fliegen in den warmen S├╝den der Sonne entgegen!"
Weg sind sie und die kleine Schneeflocke wird immer trauriger. Sanft trudelt sie tiefer und tiefer. Da schie├čt ein heller Strahl auf sie zu und sie bleibt daran kleben. Es wird ihr richtig warm und ihre Kristalle schmelzen dahin. Die Schneeflocke wird kleiner und kleiner. Auf einmal bekommt sie einen derben Sto├č und drei gro├če Schneeflocken ziehen sie in ihre Mitte.
"Was machst du da? Du sitzt auf einem Sonnenstrahl. Ruck zuck gibt es dich nicht mehr!", ruft eine vorwurfsvoll. Dann pusten alle drei einige Kristalle auf die kleine Schneeflocke.
Die erz├Ąhlt ihre Geschichte und alle vier schweben und turdeln der Erde entgegen. Die D├Ąmmerung senkt sich herab. Im Zwielicht entdecken sie einen gro├čen Schneemann mit Wollm├╝tze und lustiger M├Âhrennase. Sie lassen sich auf seinem breiten R├╝cken nieder und sind sehr zufrieden mit ihrem kurzen Schneeflockenleben.



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Die Tr├Ąume sind frei

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