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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Eine Woche Fegefeuer
Eingestellt am 21. 01. 2008 00:12


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Limba
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Eine Woche Fegefeuer

„….und führe meine Schäfchen nicht in Versuchung, Herr!“, beschloss er die Predigt.
Im vollsten Bewusstsein seiner Bedeutung, selbstgefällig fast, schmunzelte Pastor Kleinert jovial über die Gemeinde hinweg. Und er hatte allen Grund dazu, seine Welt war noch in Ordnung.
„Gehet hin in Frieden!“
Segnend hielt er seine Hände ausgestreckt über die noch immer schweigende Menge und eine Menge an Menschen war es tatsächlich, die die Kirche der ländlichen Kleinstadt wie jeden Sonntag füllte.
Irgendwo darin verloren, nicht zu weit vorn, aber auch nicht in den Hinterbänken, erhoben sich die vier Freundinnen mit allen anderen. Es war schon ein Privileg, dass ihre Väter die Klassenkameradinnen zusammensitzen ließen, obwohl sie mit ihren sechzehn Jahren eigentlich noch in die Bande der Familie gehörten. Ohne Kontrolle waren sie deshalb aber nicht, wie sich sofort zeigte. Das erleichterte Aufatmen Nicolettas wurde augenblicks von Susannes Vater mit einem strafenden Blick gerügt. Das gehörte sich nicht! Soweit ging das Privileg nämlich nicht, dass sie ganz für sich saßen, es hatte sich nur eingebürgert, jeden Sonntag von einem anderen Elternteil flankiert zu werden.
Auf dem Vorplatz war es damit aber vorbei, endlich. Zwar durften sie noch nicht gehen, es gehörte sich eben, dass die Erwachsenen nach der Andacht noch eine Weile beisammen standen, wenigstens konnten die Mädchen ein wenig miteinander tuscheln.
„Und führe meine Schäfchen nicht in Versuchung“, äffte Nicoletta an Maritas Ohr Kleinert nach, „der alte Schleimer! Wisst Ihr noch, wie der uns immer unter Kinn gekitzelt hat im Kommunionsunterricht! Und noch viel ekliger ist, dass er neuerdings immer mit seinem salbungsvollen Blick nach unten auf unsere Möpse schielt.“
„Nicoletta!“, bremste Christin, die schüchternste unter den vier, doch nicht ohne lächeln zu müssen. Die ließ sich aber nicht stoppen:
„Möpse sag ich, besonders auf deine, du hast eben die größten von uns, Christin.“
„Wirklich?“, fragte die errötend und es war nicht nur Schamhaftigkeit.
„Hm!“ nickte Nicoletta fast genauso gravitätisch, wie eben noch der Pastor:
„Ich und >sein< Schäfchen! Am liebsten würde ich dem mal richtig eins auswischen!“
Susanne, das Lästermaul, stichelte ein wenig: „Das traust du dich nie!“
„Und ob!“
„Außerdem, wie willst Du das anstellen, ohne dass der alte Schleimer sofort deinen Alten die Bude einrennt! Zwei Wochen Stubenarrest, das käme dabei raus!“
Doch die schlitzohrige Marita grinste übers ganze Gesicht:
„Ich wüsste schon, wie!“
Die vier steckten ihre Köpfe noch dichter zusammen.

Montagnachmittag. Nicoletta zog unentschlossen die Kirchentür hinter sich zu. Vielleicht hätte sie Erleichterung verspürt, wenn jemand zu sehen gewesen wäre, aber die Reihen gähnten verweist, keine Ausflucht blieb. Sie fasste sich ein Herz und klopfte an die Sakristei.
Kleinert öffnete und blickte sie erstaunt an, doch schnell besann er sich.
„Was möchtest du, mein Kind?“, fragte er gemessen und schon wanderte sein Blick wieder salbungsvoll nach unten, Richtung Ausschnitt.
Nichts Besseres hätte er tun können, das war es, was Nicoletta noch gebraucht hatte. Entschlossen antwortete sie:
„Ich habe gesündigt, ich möchte beichten!“
„Besser spät, als nie“, brummte der Pastor etwas ungläubig, aber nicht, ohne mit erhobenem Zeigefinger ihre Nachlässigkeit in diesem Punkte zu bestrafen, „nötig wirst du es ja haben, bitter nötig!“




Es war gut, dass sie sein Gesicht nicht sehen konnte hinter dem Vorhang des Beichtstuhls, so blieb ihr wenigstens eine Ahnung von Schutz, von Intimität:
„Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, es ist mir so peinlich.“
„Nur Mut, der Herr weiß es sowieso schon, befreie deine Seele!“, erklang es aus der verschwundenen Welt hinter dem Vorhang.
Nicoletta dachte an den Blick von eben, entschlossen begann sie:
„Ich habe sündige Gedanken….“,
nichts war zu vernehmen,
…„sehr sündige Gedanken!“
„Fahre fort“, unterbrach er ihr Schweigen mit belegter Stimme.
„Immer wenn ich dusche und das warme Wasser auf meiner nackten Haut herab rinnt, überkommt mich eine unbeschreibliche Wollust.“
…unterdrückter Atem war alles, was er hören ließ.
"Ich drücke den Spender, bis das Duschgel hervorströmt. Meine Hände verreiben ganz langsam den Glibber, erst auf den Armen, vorn auf den Schenkeln, den Po, dann hinauf über den Bauch. Erst da traue ich mich an die Busen, sie sind doch noch so fest, so klein! Ich weiß es genau, es ist eine Sünde, wenn die dunklen Warzen gierig meine Hände herbeisehnen, sich ihnen entgegenrecken, ich will es ja nicht, aber ich kann nicht anders, wenn die kleinen Spitzen durch meine Finger gleiten, muss ich sie sanft reiben!“…..
Grabesstille!
„Lieber Gott, was soll ich dagegen tun? Es überkommt mich! Jeden Tag! Ich muss mich doch auch unten waschen, gründlich, das hat Mama gesagt, es ist so schlimm, es ist so süß, ich könnte stöhnen, wenn mein Mittelfinger die weiche Furche zerteilt, das Innere berührt, die Knospe streift…Reinheit kann doch keine Sünde sein?“
Sie horcht….Nichts!
„Herr Pastor? Sind sie noch da?“
Es hüstelt ein paar mal hinter dem Vorhang, „ja!“
Es vergeht eine ganze Weile.
„Herr Kleinert?“
„Ja, ja! Du musst beten, mein Kind! Viel beten!“ Fast wie ein Hilferuf hörte sich das an.
„Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes….."

Dienstagnachmittag. Als es an der Sakristeitür klopft, schreckt Kleinert regelrecht auf.
„Wer da?“
„Susanne Wengert, Herr Pastor, ich möchte beichten!“
Das kann doch bald kein Zufall mehr sein, dachte sich der Pastor, was, wenn die Kleine…?
Immerhin, er schreitet angemessen Richtung Beichtstuhl, ihr Blick aber brennt in seinem Rücken wie ein Höllenfeuer.
„Du hast gesündigt, mein Kind?“
„Oh ja! Viel zu sehr!“
Stille
„Hast du gelogen, gar geflucht?“, fast wie Hoffnung klang seine Frage.
„Nein, das nicht! Na ja, vielleicht auch ein, zwei mal, aber das brennt mir nicht so sehr auf der Seele.
Papa hat gesagt, dass Onanie eine furchtbare Sünde ist! DAS habe ich gemacht!“
„Du bereust es also, mein Kind, ich erteile Dir die Ab…“
„Nicht so schnell Herr Pastor, es bedrückt mich doch so sehr!“
Mit einem ergebenen Luftholen: „Fahre fort, Susanne.“
„…abends, wen ich alleine in meinem Zimmer bin und in meinem Bett liege, dann kommen die Träume. Ich liebe doch Angelo, den Pizzaboten…“
„Du hast doch nicht mit Ihm geschl..!“
„Aber Herr Pastor! Niemals!“, und leiser fortfahrend, "es ist nur so, dass meine Finger das tun, was er machen sollte…“

Mittwochsmesse:
„…und wer begehrt seines Nächsten Weib, wer sich der Wollust hingibt, der ist ein großer Sünder vor dem Herrn!“ Wie Flammenzungen peitschen seine Worte über die wenigen Omas, denen der sonntägliche Kirchgang zu wenig deuchte, für ihr Seelenheil.

Donnerstagnachmittag. Christin braucht gar nicht an die Sakristei zu klopfen. Als ob sie erwartet würde, fliegt die Türe auf. Kleinert starrt sie an, mühselig die Fassung wahrend.
„Ich möchte…“
„Ja, ich weiß, du willst beichten!“
Ergeben trottet er vor dem Mädchen her. „Ach, wenn sie doch nur noch eins wäre!“, schießt es ihm durch den Kopf.
„Ich habe gesündigt, Herr Pastor.“
Ein unterdrückter Seufzer ist hinterm Vorhang zu vernehmen. „Du auch, Christin!“, denkt er.
„Ich habe meine Entschuldigung gefälscht, weil ich Angst vor der Mathearbeit hatte!“
Atemlose Stille, dann, fast zaghaft:
„Und sonst nichts?“
„Nnnein, nicht wirklich, ich bereue es auch ganz doll!“, sprudelt es aus ihr hervor.
Mit einer Stimme, als ob eben ein lachender Sommertag angefangen hätte, flötet Herr Pastor geradezu:
„Vergeben, vergeben, alles vergeben, mein Kind!“, und fast ein wenig entschuldigend, wegen seiner der Sündhaftigkeit so wenig angepassten Aufgeräumtheit:
„Wo du es doch so innig bereut hast! Bete noch ein paar Vaterunser, auch einige Avemaria,
In nomini patri….“, fiel er vor Aufregung ins Latein…
„Danke, Herr Pfarrer, aber ich hätte da noch eine Frage.“
„Nur zu, Kind!“
„Ist es denn eine Sünde, wenn zwei Mädchen unter der Bettdecke sich gegenseitig streicheln? Ich meine nur, weil heute Nacht die Marita bei mir schlafen will…“

Freitagvormittag. Beichtstunde! Mit wehendem Ornat eilt Kleinert vom Altar zum Marienstandbild, vom Sankt Georgbildnis zum Heiligen Antonius. Was da weht, ist eine frische Soutane, die andere musste er am Dienstagabend in die Wäsche geben.
Ein ums andere Mal schlägt er das Kreuz, doch der heilige Georg wollte ihm diesen Kampf nicht abnehmen!
Marita kam.
„…ihre wundervollen großen, weichen Busen, wer soll da widerstehen! Ich liebkoste sie, ganz sanft! Da, sehen sie“, dabei streckte Marita ihre Hand unter dem Vorhang durch zum Pastor,
„meine Hand ist jung und weich, kann wundervoll streicheln“, die Hand verschwand wieder,
„Christin hielt es wohl nicht mehr aus, sie ergriff meine Hand, führte sie langsam hinab, hinein…
mein Mund aber, meine Lippen suchten und fanden ihre üppigen Brüste…“

Sonntagsmesse. Da saßen sie! Alle vier! In der ersten Reihe! Sie hatten die Eltern gebeten, eher in die Kirche zu dürfen, weil sie doch sooo gerne dem Altar nahe sein wollten! Wer kann da schon nein sagen.
Ihre Röcke waren kurz, so kurz, fast wollte es dem Pastor scheinen, als ob er kleine, zarte Hände sehe, die sanft den winzigen Stoff nach oben schöben.
Kleinert war froh, dass er ein Pult wie eine Festung vor sich hatte.
Und wenn je ein inbrünstiges Gebet gesprochen wurde, dann dieses:
„Oh Herr! Führe mich nicht in Versuchung!“



__________________
Reden ist Silber! Ist Schweigen Gold?

Version vom 21. 01. 2008 00:12
Version vom 21. 01. 2008 00:45

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MDSpinoza
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Kl. Tip: "In nomini patri, filii et spiritu sacti" heßt es korrekt.

Nettes Geschichtchen!
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Lieber ein verführter Verbraucher als ein verbrauchter Verführer...

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Sack oder Asche, das "n" muß rein. Mea culpa, mea maxima culpa.
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