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Leselupe.de > Science Fiction
Eine ganz normale Nacht im Down
Eingestellt am 06. 07. 2004 12:04


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DarkWriter
Festzeitungsschreiber
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Dunkelheit hält die Stadt umfangen. Winter, eisige Temperaturen und all der Scheiß. Wolken hängen am Firmament, bedecken es und lassen keinen noch so kleinen Stern oder gar das Eckchen eines Mondes durchblitzen. Es ist so duster wie im Arsch einer Kuh, und damit Schluss.
Ein unangenehmer, kalter Wind fegt durch die Straßen. Er treibt den Unrat vor sich her, scheucht alte Lappen und Pappschachteln über den Beton und nimmt den Gestank von verrotten Abfällen oder Fäkalien mit sich. Einzig den menschlichen Abfall, den Abschaum der Gesellschaft, den kann er nicht von seinem Platz vertreiben. Ein paar Junkies kauern in Ecken und Nischen, suchen Schutz vor der Kälte. Doch sie zittern nicht allein wegen der Minusgrade, sondern auch, weil sie kein Bigfly mehr haben. Bigfly – und du vergisst dein beschissenes Leben. Kauf es dir bei deinem Dealer um die Ecke und erlebe den Kick absoluten Glücks. Welcher Gott verdammte Wichser kam eigentlich auf die Idee, Drogen zu legalisieren und sie wie Schokolade unter die Bevölkerung zu schmeißen? Gib den Affen Zucker. Wäre es wenigstens Heroin oder Kokain. Aber nein. Es muss ja Bigfly sein – der schlimmste Stoff seit Crack. Geht ins Blut, macht sofort süchtig und zermatscht einem binnen drei Jahren das Gehirn. Was am Ende einer Drogenkarriere bleibt, ist bestenfalls der Tod. Schlimmstenfalls vegetiert man sabbernd und stinkend in einer Ecke irgendwo im Down Quarter vor sich hin und starrt den Menschen nach, die noch nicht so weit sind wie man selbst. Bis man an einer Lungenentzündung, Unterernährung oder sonst einer beschissenen Krankheit krepiert. Andererseits – wen kümmert es? Die Regierung? Bestimmt nicht. Seit dem Zusammenbruch des Systems 2059 interessiert sich kein Schwein mehr um die Menschen hier im Down Quarter. Sie wurden längst abgeschrieben, und würden sie morgen vom Erdboden getilgt, wäre es eine Entlastung für das Konsortium, welches so etwas wie eine Ordnung aufrecht erhält. Eine merkwürdige Ordnung überdies, denn das Konsortium angeschlossener Wellen für Rundfunk und Television sorgt sich überwiegend um Einschaltquoten, Werbeträger und darum, seine verschissenen Sendungen in jeden verdammten Haushalt des Landes zu transportieren. Waren sie nicht zu gerne bereit, jedem Haushalt einen Multiplex-Screen zu sponsern? Und zahlen sie nicht sogar den Strom für jene, die ihn sich nicht leisten können? Wer kann das schon? Strom leisten, meine ich. Niemand im Down und kaum einer der Unterschicht. Aber das Konsortium, das kann es sich leisten, Strom in jedes Haus zu schicken – nur damit die Multiplex-Screens laufen und die geschniegelten Sprecher in geschniegelten Anzügen von einer geschniegelten und besseren Welt philosophieren, welche die Produkte der Werbenden bieten können. Schokolade für die Kleinen, Chico für die Erwachsenen und Bigfly für alle. Dabei können sich die Menschen im Down kaum einen Laib Brot leisten, geschweige denn einen Kasten Chico. Wo doch gerade dieses Bier mit dem Geschmack wilder Glücksbeeren und dem süßen Flavor echter Cola die Stimmung aufbessern kann. Die ganze Welt trinkt Chico. Kann die Welt irren? Also – besorg auch du dir dein Chico und erlebe den Geschmack und die Wirkung der Glücksbeeren. Wissen Sie, was Glücksbeeren sind? Ich nicht. Hab noch nie welche gesehen und auch in keinem Lexikon gefunden. Vielleicht eine Züchtung von Chico Industries. Oder diese verfluchten Dinger heißen eigentlich ganz anders und wurden allein zu Marketingzwecken umgetauft. Am Ende sind es ordinäre Waldfrüchte, und die Wirkung ist jene eines Placebos. Der Schmerz verschwindet, so lange man an die Scheiße glaubt.
„Ist ja eine üble Gegend hier. Allein möchte ich nicht durch das Down laufen.“
Die Stimme meiner angehenden Kollegin reißt mich aus meinen Gedanken. Es ist ihr erster Abend bei uns, und mir fiel die Aufgabe zu, sie einzuweisen. Nicht, dass ich mich um den Job gerissen hätte. Obwohl sie hübsche Titten hat und in ihrer Jugend als Nutte anschaffen ging. So wie fast alle Frauen aus der Unterschicht. Auch heute trägt sie eine etwas aufreizende Kleidung, denn die enge Hose zeigt ihren knackigen Arsch. Trotzdem ist sie mir irgendwie lästig. Nicht, wie eine Schmeißfliege aber so wie ein leichter, kaum wahrnehmbarer und doch vorhandener Kopfschmerz.
„Gewöhn dich lieber an diesen Mist. Demnächst wirst du alleine durch das Down patrouillieren. Je eher du dich mit dem Gestank, den Junkies und auch den Gefahren hier abfindest, umso besser. Wir brauchen keine Mauerblümchen, sondern Mitarbeiter, die sich selbst für Helden halten. Verstanden, Süße?“
„Ja, verstanden. Aber nenn mich nicht Süße. Diese Kacke musste ich mir auf dem Strich und im Puff oft genug anhören. Ich hab einen Namen, okay?“
„Alles klar, Süße.“
Sie schmollt, aber das geht mir am Allerwertesten vorbei. Soll sie die Beleidigte spielen, wenn sie meint. Besser, als mich voll zuquatschen.
Wir passieren eine Kreuzung und bleiben kurz stehen. Die Hauptstraße des Down. Früher konnte man hier noch einigermaßen gut einkaufen, aber inzwischen sind die meisten Geschäfte verlottert, stehen die Läden leer. Einzig die Neonreklame einiger weniger Sexshops flackert schwach. Girls – Girls – Girls oder Super-Sex heißen die Läden, die nun – weit nach Mitternacht – ihre Rollläden längst geschlossen haben. Niemand, der jetzt noch unterwegs ist kauft sich einen Dildo, eine Gummipuppe oder einen Pornoschinken für den Multiplex-Screen. Schau rein bei Seven-Seven-Sex-Productions. Schieb die Scheibe in den Multiplex-Reader und du glaubst, die Pussy der Darstellerin riechen und schmecken zu können. Eine Lüge, so wie jeder verdammte Slogan, den das Konsortium in den Äther schickt. Aber die Menschen glauben daran, weil sie sonst nichts mehr haben, woran sie glauben können. Also glauben sie der Werbung, glauben dem Konsortium und schlingern unaufhaltsam einem noch viel größeren Crash entgegen.
Wir überqueren die Kreuzung, die ausnahmsweise etwas beleuchtet ist und laufen hinein in eine enge, schmuddelige Gasse. Hier sieht es noch schlimmer aus als in jeder Straße, aus der wir kommen. Meine Begleiterin – sie heißt Florence oder Florentine oder so ähnlich – schüttelt sich etwas. Offenbar ist sie einen derart üblen, penetranten Geruch nicht gewohnt. Mülltonnen liegen umgekippt mitten auf dem Weg, ihr Inhalt über Meter verstreut. Kot und Urin am Rand, dazwischen ein Typ, der mehr tot als lebendig in den tiefschwarzen Himmel starrt. Er wird diese Nacht nicht überleben. Wir wissen es, und er weiß es auch. Noch ein paar Stunden, dann hat er es hinter sich.
„Muss das sein? Diese Gegend? Willst du mich abhärten?“
„Nein, Süße – das will ich nicht. Wir treffen einen Kontaktmann, der Informationen für unsere Gruppe hat. Geht um einen Dealer oder so. Keine Ahnung. Also halt die Klappe und sperr die Ohren auf, damit du was lernst.“
Wieder schweigt sie. Ihre Lippen bilden einen dünnen Strich, ihre Augen huschen unruhig umher. Ihr gefällt dieser Mist so wenig wie mir. Aber dies ist ja auch kein Ausflug zur Sommerfrische und keine Vergnügungstour. Es ist Arbeit. Auch wenn wir dafür keinen müden Brüssel-Cent sehen und niemandem erzählen können, was wir hier tun. Unsere Gruppe arbeitet im Verborgenen; subversiv, sozusagen. Ein Zusammenschluss von Leuten, die die Schnauze gestrichen voll haben von all dem Müll, der täglich passiert. Die kotzen könnten, wenn sie nur über die Straße gehen oder an das Down denken.
Gewiss, es gibt eine Polizei. Auch wenn sie nicht mehr so heißt, sondern sich Sicherheitsabteilung des Konsortiums nennt und auf ihren Uniformjacken Werbung trägt. Sicherheit – made bei Chico. Oh yeah, Baby – fühl dich sicher mit dem besten Bier der Welt. Aber was ist das für eine Sicherheit, welche diese Männer und Frauen bieten sollen? Doch nur die Sicherheit, dass sie keinen müden Finger rühren werden, wenn man sie braucht. Wer sich auf sie verlässt, ist verlassen. Andererseits gibt es ohnehin kaum Gesetze, die zu überwachen es Wert wären. Drogen, Prostitution und jede nur erdenkliche Form der Perversion – legal. Aktiv werden diese Polizisten erst, wenn es einen Oberschichtler trifft. Dann kommt das große Aufgebot. Aber wenn es den kleinen Bürger auf der Straße erwischt – drauf geschissen. Außerdem sind all diese Wichser ohnehin so korrupt, dass man es schon drei Meilen gegen den Wind riechen kann. Steck mir all die schönen Scheinchen zu, und du kannst jede Nutte töten, die du erwürgen, aufschlitzen oder sonst wie ermorden willst.
Unsere Gruppe hatte es sich zum Ziel gesetzt, hier Abhilfe zu schaffen. Jene zu erwischen, die sonst ungeschoren davon gekommen wären. Dealer, brutale Zuhälter und sonstiges Gewürm. Sie nennen es Selbstjustiz? Wir nennen es Gerechtigkeit. Wo sich niemand sonst um Regeln schert, wo Gewalt und Korruption herrschen, muss ja jemand aktiv werden. Warum wir? Warum nicht? Wer uns dazu berief? Niemand. Aber wer will es uns verbieten?
„Wie heißt denn dieser Informant? Und woher weiß er...“
Sie schweigt, als sie meine rasche Handbewegung bemerkt. Ein Abwinken, denn dies ist eindeutig der falsche Moment für Fragen. Vor uns, knapp 50 Meter entfernt, liegt eine weitere Gestalt auf dem Boden. Seine Schuhe sind hübsch, seine Hose auch. Kein Junkie.
Eine böse Ahnung beschleicht mich, und rasch greife ich nach meiner Waffe. Eine Sig-Sauer mit elektronischer Nutzerkennung. Nur ich kann sie abfeuern, denn so will es der Chip im Griff der Pistole. Florence – ja, so heißt sie wohl – tut es mir gleich, und gemeinsam nähern wir uns dem am Boden liegenden Mann.
„Verfluchte Scheiße“, entfährt es mir, als ich ihn erkenne. Es ist Roland – unser Informant. Er liegt dort, seine toten Augen glotzen uns entgegen und rund um seinen Kopf hat sich eine riesige Blutlache ausgebreitet. Jemand musste ihm die Kehle aufgeschlitzt haben.
„Wir sollten hier verschwinden. Wer weiß, wer ihn auf dem Gewissen hat. Gut möglich, dass sich der Killer noch hier irgendwo rum treibt und sich als nächstes auf uns stürzt.“
„Gut gedacht, Süße. Also – geordneter Rückzug, ohne aufzufallen. Nicht zurückschauen, nicht...“
Ein Schuss zerfetzt die relative Still. Meine Begleiterin wird getroffen und fällt rücklings auf die Leiche. Ein Stöhnen entflieht ihrer Kehle, bevor sie zur Seite rollt. Ich selbst suche hinter einer weiteren Mülltonne Schutz, höre kurz darauf hektische Schritte, die sich rasch entfernen. Der Killer – wer immer er auch sein mag – flieht. Vielleicht, weil er keinen Schusswechsel riskieren will und nur aus dem Hinterhalt mutig ist.
Zwei Sekunden verstreichen, dann vier und fünf. Schließlich verlasse ich meine Deckung und eile zu Florence. Sie bewegt sich nicht mehr, ein hässliches Loch klafft zwischen ihren Titten und der Stoff ihres Overalls ist um das Einschussloch herum verbrannt. Blut fließt unter ihrem Rücken hervor.
„Schade“, murmele ich, „warst eine Schönheit.“ Kopfschüttelnd richte ich mich wieder auf und lasse die Waffe im Halfter verschwinden. Dann gehe ich, verlasse die Enge Gasse und steige drei Straßen weiter in meinem Wagen. Ich hasse es, wenn das passiert. Nun müssen wir wieder einen Kollegen oder eine Kollegin anwerben, müssen wir wieder jemanden einarbeiten. Trauer spüre ich keine. Und auch keine sonderliche Wut auf den Täter. Jeder tut, was er zu tun hat. Erwischen wir den Wichser, töten wir ihn. Für Florence und all die anderen, die er auf dem Gewissen hat.
Für den Moment jedoch will ich nur noch abschalten, schiebe eine kleine Audio-Plex in das Lesegerät des Wagens. Alter, sehr alter Sound ertönt. Queen hieß die Gruppe, und sie rockt noch immer. Ohne Subliminal-Botschaften und ohne, dass man vorher einen Joint rauchen muss, um den Vibe zu spüren. Im Rückspiegel verschwinden die Häuser und Gassen, gehen über in den Vergnügungsbereich mit seinen Konsumstuben, Bordellen und Stripshows. Der Abend endet, einige leben und andere sind gestorben. Letztlich aber war es eine ganz normale Nacht hier im Down.

Ende

© by G. Arentzen 2004



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MarleneGeselle
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Einleitung

Hallo DarkWriter,

dein Beitrag liest sich wie eine Tagebuchaufzeichnung, nicht wie eine Kurzgeschichte.
Das meiste handelt von der geschichtlichen Entwicklung und den Gefühlen des Protagonisten. Die reale Handlung tritt m. E. viel zu weit in den Hintergrund.
Es bleiben da auch noch zu viele Fragen offen.
Wie kommt eine Prostituierte in den Sicherheitsdienst?
Warum ist der Prot. selber noch bei der Truppe, wenn ihn der Laden so nervt?
Warum wird überhaupt so viel Geld für die Drogenbekämpfung ausgegeben, wenn das "Konsortium" kein materielles Intetresse dran hat?
Der Informant, eigentlich die wichtigste Person im Stück, wird nur am Rande erwähnt. Welche Art von Nachrichten soll er überhaupt übermitteln? In so eine gefährliche Gegend geht doch auch der Abenteuerlustigste nur, wenn es dringend ist.

Grüße
Marlene

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jon
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Sehr stilsicher – klasse!
Nur: Ich weiß auch nicht, was das Ganze soll; es ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, eine Kulisse für etwas, was im nachfolgenden Roman passieren wird. (In diesem Roman müsste zum Beispiel auch geklärt werden, was das für eine "Selbstjustiz-Gruppe" ist und was genau sie tut. Und in dem Roman müsste die Story stehen…)
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Es ist nicht wichtig, was man mitbringt, sondern was man dalässt (Klaus Klages)

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DarkWriter
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Ursprünglich veröffentlicht von jon
Sehr stilsicher – klasse!

Danke sehr
Nur: Ich weiß auch nicht, was das Ganze soll; es ist nicht mehr als eine Momentaufnahme, eine Kulisse für etwas, was im nachfolgenden Roman passieren wird. (In diesem Roman müsste zum Beispiel auch geklärt werden, was das für eine "Selbstjustiz-Gruppe" ist und was genau sie tut. Und in dem Roman müsste die Story stehen…)

Ja, in der Tat - es ist ein Prolog. Der nachfolgende Roman klärt diese Sachen - aber ich war mir meines Prologs nicht sicher. Normalerweise schreibe ich in der Vergangenheit, dies ist mein erster Gegenwarts-Titel :-)


Grüße

Dark
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DarkWriter
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Re: Einleitung

Hallo,

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Ursprünglich veröffentlicht von MarleneGeselle
Hallo DarkWriter,


dein Beitrag liest sich wie eine Tagebuchaufzeichnung, nicht wie eine Kurzgeschichte.

Ja, das war auch so beabsichtigt. Kühl, ohne große Emotionen. Sachlich.

Das meiste handelt von der geschichtlichen Entwicklung und den Gefühlen des Protagonisten. Die reale Handlung tritt m. E. viel zu weit in den Hintergrund.
Diese Story ist ein Prolog für einen Roman. Ich wollte nur mal sehen, wie er wirkt. Ehrlich gestanden kam er genau so rüber, wie ich es wollte.
Es bleiben da auch noch zu viele Fragen offen.
Warum ist der Prot. selber noch bei der Truppe, wenn ihn der Laden so nervt?

Ist er nicht, ist ja nicht beim Sicherheitsdienst, sondenr bei einer illegalen Selbstjustiz-Gruppe.
Warum wird überhaupt so viel Geld für die Drogenbekämpfung ausgegeben, wenn das "Konsortium" kein materielles Intetresse dran hat?
Wird nicht - Drogen sind legal.
Der Informant, eigentlich die wichtigste Person im Stück, wird nur am Rande erwähnt. Welche Art von Nachrichten soll er überhaupt übermitteln? In so eine gefährliche Gegend geht doch auch der Abenteuerlustigste nur, wenn es dringend ist.
Der Informant ist in meinen Augen nicht der wichtigste Mann, sondern nur eine Randfigur. Wichtiger sind imho die geschichtlichen und sozialen Punkte, die zur Sprache kommen.


Grüße und Danke

Dark
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dan
Wird mal Schriftsteller
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dein prolog (s.o.) gefällt mir gut. die düstere stimmung kommt echt gut rüber. das ganze erinnert mich sehr an 'shadowrun' (sogar das jahr stimmt) und anteile auch an klassiker wie 'blade runner'.

das einzige manko: der gegenwartserzählstil. präteritum wäre meiner meinung nach besser.

gibt es den zugehörigen roman schon? oder muss der noch geschrieben werden?

mfg
dan

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(c) by dan

ein gutes buch genügt

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