Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m√ľssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5437
Themen:   92201
Momentan online:
249 Gäste und 13 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Krimis und Thriller
Eine ganz normale Stadt
Eingestellt am 16. 01. 2003 22:03


Autor
Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.
Joerg Feierabend
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Nov 2002

Werke: 8
Kommentare: 7
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Werter Freund!

Vier Jahre sind ins Land gegangen, seit uns die allseits bekannte Geschichte trennte. Sehnsucht an alte Freunde und Zeiten trieben mich dazu, deine Adresse ausfindig zu machen, und dir sofort diesen Brief zukommen zu lassen. Bin in 2 Tagen da.

Vaccin


Als Schendel aus dem Bahnhof auf die Stra√üe tritt, findet er keine Menschenseele vor, sogar im Zug ist er allein gewesen. Feuer f√ľr seine Zigarette hat er gebraucht, da ist er durch den Zug gelaufen. Kein Mensch war da. Aber ein Hut, ein Mantel und eine Aktentasche. Er nahm an, den Besitzer auf der Toilette zu finden, die auch tats√§chlich verschlossen war. An die T√ľr hat er geh√§mmert, gebr√ľllt, es w√§re eine Kontrolle, aber die T√ľr blieb verschlossen.
Nun treffen seine Blicke auf das gepflegte Bauwerk des Hotels. Wut √ľberkommt ihn bei dem Gedanken an seinen Koffer, der im Zug geblieben ist. Er h√§tte nicht erst rausspringen d√ľrfen, um dann den Koffer nachzuholen. Sie haben nicht einmal gehalten. Nur die Fahrt gedrosselt, falls jemand abspringen wollte. Sein Fu√ü bleibt an einer Treppenstufe h√§ngen. Platschend f√§llt er auf die restlichen Stufen, rollt von da zwei Meter durch den Stra√üenstaub. Der Staub kitzelt ihn in der Nase. Niesend erhebt er sich, klopft seinen Mantel ohne Erfolg ab.
Eine kleine Herde Menschen l√§uft auf allen Vieren √ľber Schendel hinweg, jemand bl√∂kt, aber er wendet sich resignierend um. Der Himmel ist grau wie die H√§user und Schendels vorhin noch schwarzer Mantel. M√ľde, ver√§rgert schleppt er sich ins Hotel hinein. Die Halle ist leer.
Hinter dem frisch geputzten Tresen wirbelt eine Staubwolke. Schendel sucht einen Klingelknopf, findet ihn nicht. Gereizt schl√§gt er mit der flachen Hand auf das Holz, ruft mit nicht zu lauter Stimme nach einem Portier. In den hinteren R√§umen r√ľhrt sich nichts. Noch zweimal schl√§gt er auf den Tresen, bis ein nicht mehr junger Mann hinter einem Vorhang zum Vorschein kommt.
"Sie w√ľnschen?"
"Ein Zimmer."
Der Portier beugt sich √ľber den Tresen: "Sie haben kein Gep√§ck dabei?"
"Nein."
Der Portier nennt den Zimmerpreis, im voraus zu bezahlen. Der Gast sucht vergeblich nach seiner Brieftasche.
"Mach da√ü du rauskommst, Drecksau." Das G√§stebuch fliegt an seinen Kopf. Den Arm zur Deckung hochgerissen, ergreift Schendel die Flucht, rennt, die T√ľr hinter ihm zukrachend, auf die Stra√üe, rennt gegen etwas Weiches, Warmes. Der Mann st√ľrzt, f√§llt gegen einen der viereckigen, steinernen Blument√∂pfe, die hier zur Zierde stehen, wie jemand gemeint haben mu√ü. Der Sch√§del des Umgerannten bleibt auf einer der vier Kanten liegen, so als h√§tte man ihn daran aufgeh√§ngt. Seine Augen sind blau, seine Lippen rot und sein Haar ist braun. Seine Augen starren ihn an, seine Lippen lallen und durch seine Haare l√§uft Blut.
Schendel ergreift entsetzt diesen Kopf, hebt ihn von der Kante des klobigen Blumentopfes, l√§√üt ihn wieder zur√ľcksinken. Er sieht sich um. Die Stra√üe auf und ab, sieht an die Fenster, aber keines Menschen Auge verfolgt die Szene. Au√üerdem wird es gleich regnen.
Wieder nimmmt er den Kopf des Mannes auf, l√§√üt ihn zur√ľckfallen auf die Kante, noch einmal greift er danach, schl√§gt seinen Kopf ein-, zweimal auf, solange bis er endlich aufh√∂rt, ihn anzustarren. Schendels H√§nde werden wieder ruhiger. Er wischt das Blut an der Jacke des wesenlosen Gesch√∂pfes vor ihm ab. Noch einmal sieht er die Stra√üe entlang, doch kein Zeuge will sich zeigen.

"Unfall!"
"Unfall?"
"Ja, Unfall!"
"Wie kommt das Blut auf seine Jacke?"
"Er selbst war es. Das gibt es öfters."
"Wieso hat er dann kein Blut an den Händen?"
"Er hat es ja abgewischt."
"Ja, nat√ľrlich. Nehmen Sie ihn mit." Angewidert hebt er mit einem Kollegen den Leichnam in den Wagen. Die T√ľr klappt zu. "Ich kann leider nicht auf das abschlie√üende Ergebnis warten, wissen Sie. Ich mu√ü n√§mlich weiter. Mein Bruder hat heute Geburtstag und da darf ich nicht zu sp√§t kommen."
"Viel Vergn√ľgen, Herr Inspektor."
"Danke schön."
Zappelnd wendet er sich zum Gehen um, macht ein paar Schritte, sieht sich noch einmal um, trippelt ein paar Schritte r√ľckw√§rts, sagt einige Gru√üworte, bevor er mit dem R√ľcken den Laternenpfahl rammt, sich dann endg√ľltig umwendet und wegl√§uft.

Endlich im Leichenschauhaus beginnt ihre Arbeit. Es ist das erste Mal, da√ü sie froh ist, hier allein zu arbeiten. Sie will fliehen aus Eutin, wo kleine Staubklumpen durch die Stra√üen wehen, wo die Z√ľge ihre Fahrt nur verlangsamen, ohne zu halten, wo seit langem schon niemand mehr gestorben und noch weniger geboren worden sind. Seit Jahren hat sie nur noch am Schreibtisch gesessen und die Spinne in einem der Winkel des Raumes beobachtet. Gestern ist sie gestorben. Sie lag in ihrem Netz, in dem nicht eine Fliege, nicht einmal eine M√ľcke war, obwohl sie jede Nacht die Lampe brennen und das Fenster offen stehen lie√ü. Sie mu√ü verhungert sein. So lange hat sie gewartet. Trotzdem ist sie verhungert. Sie wird jetzt seinen Kopf amputieren. Sie wird ihn auf indianische Weise pr√§parieren. Ganz wie es in einem ihrer vielen B√ľcher steht. Da steht auch, viele Leute w√ľrden viel geben f√ľr so einen pr√§parierten Kopf. Damit w√ľrde sie fliehen aus diesen Stra√üen, in denen nur Staubb√§llchen, nicht einmal Bl√§tter entlanggeweht wurden. Das Blut mu√ü aus seinen Haaren gewaschen werden, bevor sie beginnen kann. Sie will sein Genick nicht zers√§gen. Sie hat Angst davor, seinen K√∂rper zu ber√ľhren. Mit dem Tranchiermesser oder der Axt w√§re es nur ein Schlag.

"Ein schöner Kopf, wirklich. Ich danke ihnen, daß sie an mich gedacht haben." Er nimmt ihn in die Hände, wendet und dreht ihn unter der Lampe.
"Sie haben sicherlich mein Buch gelesen, nicht wahr? Ja, nat√ľrlich haben sie, wie h√§tten sie denn sonst meine Adresse haben sollen.", kichert der dunkel gekleidete Mann, w√§hrend seine zitternden H√§nde den Kopf in weiches Papier einwickeln, um ihn dann behutsam in einen Karton zu legen. Er wirft ihr einen Umschlag auf den Schreibtisch, stiert sie mit Froschaugen hinter Brillengl√§sern an, macht ihr ein ungeschicktes Kompliment, welches sie √ľberh√∂rt. Sie √∂ffnet den Umschlag, der voll zugeschnittenem Zeitungspapier ist, auf jedem Schein ein Betrag eingetragen. Zusammen w√§ren Sie das Zehnfache von dem vereinbarten Betrag f√ľr den Kopf.

Hinter Baccer knarrt der Schl√ľssel im Schlo√ü und √ľber die Schwelle tritt, wie er glaubhaft versichert, das Traumpaar des Jahres. Baccer und Vaccin laufen sich schreiend in die Arme. Lachend und johlend tanzen sie, Wange an Wange, als Paar in das Wohnzimmer hinein. H√§tte man sie auf offener Stra√üe in dieser Stadt gesehen, w√§ren sie angezeigt worden, hier aber ist nur eine verst√§ndnislose Haush√§lterin, die, obwohl sie durchaus mit menschlichen Qualit√§ten versehen und h√ľbsch zu nennen ist, nur ein einziges Mal einen Mann f√ľr ihre Person zu interessieren vermochte. Er ist ihre gro√üe Liebe gewesen, der, der sich heute Vaccin nennen l√§√üt, ausgerechnet heute ist er wieder da, nachdem er ihr damals emotionslos Rache schwor, als sie sagte, sie liebe ihn nicht mehr. Sie sagte es zu ihrer Mutter, die sie fragte, nicht zu ihm, der vielleicht etwas Rationaleres erwartet hatte, da sie nie ein Zeichen in dieser Richtung hatte deutlich werden lassen, so da√ü es f√ľr ihn √ľberraschend kommen mu√üte. Damals, als sie ihm sagte, sie liebe ihn nicht mehr, erwiderte er leidenschaftslos, er w√ľrde Rache nehmen. Und ausgerechnet heute ist er wieder da, nachdem sie endlich sich wieder hat verlieben k√∂nnen, in diesen Mann mit Namen Baccer.
Der Himmel ist grau. Niemand kann sich mehr erinnern, ihn jemals anders gesehen zu haben oder wer hier die H√§user gebaut hat, keiner der Anwesenden, dem die Namen etwas bedeutet h√§tten, sind ja schlie√ülich schon lange tot oder so etwas. Sechs Fu√ü soll ein Loch tief sein. Dieses ist keine drei Fu√ü tief. Niemanden k√ľmmert es. Die Witwe steht weinend am Kopfende des Grabes, dem Himmel dankend, wenigstens bei der Leichenhalle eine so freundliche √Ąrztin vorgefunden zu haben. Schade nur, da√ü sie schon den Sarg verschlossen hatte, einen letzten Ku√ü wollte sie ihm auf die erkalteten Lippen dr√ľcken, sein d√ľnnes Haar noch einmal streicheln. Doch sie war um Minuten zu sp√§t gekommen. Die betrunkenen Trauerg√§ste umringen sie. Sie hat sie direkt aus der Kneipe mitgenommen. Der einzige Platz, wo man hier noch auf Menschen treffen kann. Und auch nur selten.
Aber heute waren welche da. Sie feierten irgendeinen "Arschtritt in den Himmel", sie begriff nicht, was damit gemeint war und es war ihr auch egal. Sargträger brauchte sie und sie wollte nicht so allein sein auf dem Begräbnis des Mannes, den sie so umschwärmt hätte, der vielleicht sogar ihr Mann hätte sein können, wenn er sie nur beachtet hätte.
Ein Träger rutschte aus, die anderen traten ihn johlend noch tiefer in den Dreck, um ihn gleich mitzubeerdigen, wie sie sagten, aber ihm gelang die Flucht. Wie rauh, wie pietätlos Männerhumor doch sein konnte. Danach hatten sie den Sarg auch noch in den morastigen Dreck sinken lassen, weil sie sich ausruhen mußten, sagten sie, setzten sich auf den Sarg und rauchten.
Jetzt lag er schon in der Grube. Nicht ganz richtig zwar, doch er lag. Taue waren keine vorhanden, da hatten sie ihn einfach reinfallen lassen. Der kirchliche W√ľrdentr√§ger ist nicht da. Er bleibt unauffindbar. Sie will nichts sagen, fragt aber die Umstehenden, ob von ihnen nicht jemand ein gutes Wort w√ľ√üte. Einer der Totengr√§ber nimmt sein Organ aus der Hose, pinkelt ins offene Loch. Gl√ľckw√ľnsche gellen durch die Luft. Alle pinkeln in die Grube.
Die Trauernde schl√§gt die H√§nde vor das Gesicht, bittet, man m√∂ge die Grube verschlie√üen. Es regnet. Man erwidert ihr, sie w√ľrden f√ľr den Regen nicht extra bezahlt. Und sie steht allein.

"Ich k√∂nnte die vereinbarte Summe verzehnfachen. Aber K√∂pfe brauche ich nun einmal nicht mehr." Er l√§chelt. Einfach so verzehnfachen. Als w√§r`s nichts. Sie beneidet den Mann, der f√ľr eine Leidenschaft soviel ausgeben konnte. Sie beneidet ihn um all die gl√ľcklichen Jahre, die er bestimmt schon gehabt hat damit. Sie denkt wehm√ľtig-sarkastisch an Heirat und den Wohlstand, aber f√ľhlt instinktiv, da√ü sie nach kurzer Zeit ausgestopft mit blauen Knopfaugen und gespreizten Beinen bei ihm liegen w√ľrde. Auf einmal kommt es ihr auf ein paar Tage oder Wochen, vielleicht auch ein ganzes Jahr nicht mehr an. Leute sterben hier nicht oft. Sie wird warten und dann f√ľr immer aller Sorgen ledig sein. Ihr Lebensstil ist bescheiden. Sie schimpft sich eine bl√∂de Kuh, die gek√∂pfte Leiche so schnell f√ľr die Beerdigung freigegeben zu haben. Vielleicht kann man sie noch ausgraben. "Verstehen Sie..." Vertraulich fl√ľsternd beugt er sich vor: "Ich br√§uchte einen vollst√§ndigen, pr√§parierten Menschen. Eine Frau w√ľrde ich nat√ľrlich einem Mann vorziehen." Ein zaghaftes L√§cheln stiehlt sich auf seine Lippen. Es ist hei√ü in diesem Raum. Man sollte das Fenster √∂ffnen. Geradezu stickig hei√ü ist es hier. "Das F√ľnfzehnfache f√ľr eine Frau." Seine Blicke gehen zur Decke, seine H√§nde fahren unruhig in seinen Hosentaschen herum, suchen ein Taschentuch, um den d√ľnnen Schwei√ü von der Stirn zu wischen.
"Ja." R√§uspern. "Das F√ľnfzehnfache f√ľr eine unverg√§ngliche Frau. In sitzender Pose bitte." Als er sie in einer Mischung von Gier nach Erf√ľllung seiner Tr√§ume, j√§mmerlicher Angst eines immer Gepr√ľgelten, Leidenschaft, geboren aus einer schnellen Idee und Besitzlust mit starren Froschaugen anstiert, √∂ffnet sie emotionslos eine Schublade, entnimmt vier Skalpelle und rammt sie dr√∂hnend in die Tischplatte.

"Ich liebe dich nicht. Lange nicht mehr."
"Wieso läßt du dich jetzt Vaccin nennen?"
"Falsch. Ich lie√ü mich damals Vaccin nennen. Was h√§tte es f√ľr einen Eindruck gemacht, wenn ich jetzt mit einem anderen Namen auftauchen w√ľrde?"
"Dann hast du gar nicht gewußt, daß ich hier bin?"
Er gähnt.
"Du bist nicht wegen mir gekommen?"
Grunzend dreht er sich auf die andere Seite.
"Wärest du nicht gekommen, wenn du gewußt hättest, daß ich hier bin?"
Die Frage bleibt ohne Antwort.

Vor dem Regen fliehen sie in die Kneipe zur√ľck. Man spielt Karten und man trinkt. Schendel ist einer von ihnen. Er war auch auf dem Begr√§bnis, so wie Baccer desgleichen dabei war. Es war sehr lustig. Schendel sitzt jetzt auf dem Tisch. Er erz√§hlt. Erz√§hlt, da√ü es mehr als nur ein Unfall, da√ü es seine Tat war.
Man applaudiert ihm. Ein kleiner Buckliger, der sich f√ľr seine Anwesenheit entschuldigt, reicht ihm ein Glas in die Hand, man prostet ihm zu. Wie denn diese Stadt hie√üe, fragt er noch. Niemand antwortet ihm, zu sehr ist man mit Gl√ľckw√ľnschen besch√§ftigt. Man applaudiert ihm, bis er seine Frage vergessen hat.

Der kleine Mann mit dem Pappkarton unter dem Arm weicht zur√ľck. "Ich m√∂chte betonen, da√ü ich nur meine, wenn sie wieder einen Todesfall haben." Das Taschentuch wischt √ľber seine Stirn: "Sie wissen ja, wo sie mich erreichen k√∂nnen. Guten Tag." Er st√ľrzt aus dem Zimmer, an der flennenden Witwe vorbei.

Baccer taumelt aus der Kneipe auf die Stra√üe hinaus, froh wenigstens noch stehen zu k√∂nnen. Er will jetzt zur √Ąrztin. Will endlich das Verh√§ltnis ausbauen. Sie soll endlich ja sagen zu ihm, genauso wie seine Haush√§lterin ja auch ja zu ihm gesagt hat. Danach will er endg√ľltig verschwinden. Raus aus diesen Stra√üen, in denen nur dichter Nebel liegt und Abwasserkan√§le ger√§uschvoll unter der Stra√üe entlanggluggern. Er geht auf alle Viere nieder, Beine mit Unterleib und dem was daranh√§ngt voran, weil er es f√ľr einen besonders guten Einfall hielt.

"Ich bin immer noch eine junge Frau, Vaccin. Warum also kommen wir nicht √ľberein? Du nimmst mich, hast die Genugtuung mich gedem√ľtigt und deinen besten Freund betrogen zu haben und daf√ľr gibst du mir Geld. Ich will hier weg, wei√üt du?"

An der weinenden Witwe vorbei. Sie sieht sie an. Sie sch√§tzt sie auf unter drei√üig. "Aber bitte, lassen Sie sich nicht so √ľberw√§ltigen." Kein Wort kommt √ľber die schluchzenden Lippen. Mitf√ľhlend legt die √Ąrztin ihren Arm um die Patientin, dabei ekelt sie nichts so an wie die Trauer anderer Menschen, als wenn sie nicht so schon Sorgen genug h√§tte! Die Dame in Schwarz hat sich gefangen. Es war nicht der Tod selbst, nur diese unanst√§ndige Beerdigung. Aber jetzt war zum Gl√ľck gut f√ľr sie gesorgt. Sie hatte, als sie noch an Horoskope glaubte, vor vielen Jahren, f√ľr diesen Mann eine Lebensversicherung abgeschlossen, weil sie ihn im Traum als tot gesehen hatte. Sie hatte zwar auch davon getr√§umt, da√ü er um ihre Hand anhalten w√ľrde, jedoch gesprochen hatte sie nur einmal mit ihm. Es war ein Kleinm√§dchentraum, der da auf eine Verkaufskanone von Versicherungsvertreter getroffen war. Eine eigentlich l√§cherliche Illusion, die sie da so lange gepflegt hatte. Aber es w√§re ihr peinlich gewesen, nicht immer √ľberall einen Partner erw√§hnen zu k√∂nnen. Entlastend blitzten noch zwei Gedanken durch ihr bescheidenes Gehirn, der eine, wie klug sie doch war, diese Versicherung abgeschlossen zu haben, der andere, da√ü sie sich jetzt eine gebildete Freundin leisten konnte.
Es mu√üte sch√∂n sein, jemanden zu haben, der zumindest ein wenig abh√§ngig von einem war. Es war schlie√ülich gen√ľgend Geld da, damit k√∂nnte sie als noch junge Frau den M√§nnern und dem Leben wieder nachstellen. Sie w√ľrde ihrer - ihrer - also der √Ąrztin nat√ľrlich ein Angebot machen, das sie nicht ablehnen konnte. Den M√§nnern w√ľrde sie es mit diesem wirtschaftlichen R√ľckhalt schon zeigen.
Sie brauchte nur noch aus diesem tristen Grau, diesem ewigem Nebel herauszufahren und das Geld zu holen. Die √Ąrztin hat inzwischen eine Beruhigungstablette aufgezogen, denn die in Schwarz ist kaum √§lter als drei√üig. Doch die Dame lehnt ab, sie habe Angst vor Spritzen, au√üerdem sei ihr jetzt viel besser zumute. Die √Ąrztin versucht darauf zu bestehen, denn nur so sei eine dauerhafte Besserung zu erwarten, die Patientin wehrt jetzt aber schon l√§chelnd ab, f√§ngt stattdessen an zu erz√§hlen, von dem Mann den sie nie wirklich kennenlernte, sich aber allt√§glich und n√§chtlich ertr√§umte.
Aber Frau Doktor ist unkonzentriert, h√∂rt nicht hin, knetet die Giftspritze in ihrer Hand. Es war wohl doch nur so eine verr√ľckte Idee. Dann wird sie eben warten m√ľssen. Sie resigniert schulterzuckend und erleichtert und h√∂rt wieder zu, als sie gerade um eine Tasse Kaffe oder einen Lik√∂r gebeten wird. Gutgelaunt, froh einmal Gesellschaft von ihrer Art und ihrem Alter zu haben, schenkt Sie Cognac aus. Die jetzt schon sehr aufgebl√ľhte Witwe hustet √ľber das harte Getr√§nk, beginnt irgendetwas von einem Vorschlag, den sie zu machen habe, schenkt sich nach, erz√§hlt weiter, aber die Gedanken ihres Gegen√ľbers sind schon wieder woanders, dort wo das F√ľnfzehnfache ihr mehr als nur ein Leben in Bescheidenheit garantiert h√§tte.
Da st√ľrmt Baccer trampelnd in die Praxis, br√ľllt ihren Namen. Die √Ąrztin l√§uft ihm entgegen: "Schrei nicht so, Idiot!" W√ľtend rei√üt er sie an sich, will sie in ihr Zimmer zerren, sie verweigert sich ihm, versucht schon wieder ihn abzuwimmeln. Seine Bewegungen werden langsamer, er ist mi√ütrauisch, sogar eifers√ľchtig, st√∂√üt sie von sich, um in ihren Privatraum zu st√ľrzen, sieht "die von der Beerdigung".
"Was ist mit ihr?"
"Besuch. Was geht es dich an?"
Baccer resigniert etwas, fällt fast in sich zusammen. Trotz seiner Trunkenheit stellt er sich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Mit einem Mal lächelt Frau Doktor:
"Trink doch noch etwas mit ihr. Ich habe noch zu tun. Komm r√ľber, wenn du fertig bist. Nimm meine Geheimreserve aus dem Medizinschrank."
Baccer grinst wieder, und die √Ąrztin schlie√üt l√§chelnd die T√ľr hinter ihm. Die Gedanken der nicht mehr Trauernden und Baccers scheinen sich irgendwo zu treffen. Sie denkt, da√ü er der Freund ihrer Gastgeberin sein m√ľsse. Wie lustvoll, wie sehr pralles Leben es w√§re, wenn sie ihn, nun da sie sich so vieles leisten k√∂nne, auf die Schnelle verf√ľhren w√ľrde! Und Baccer produziert sich, stellt sich in Positur und die "Geheimreserve" auf den Tisch. Minuten sp√§ter st√ľrzt er aus der Halle, kreischt die mit Skalpellen hantierende √Ąrztin an, was sie mit der von der Beerdigung gemacht h√§tte.
Im Laufe eines dramatischen Gespr√§chs, erf√§hrt der heulend zusammenbrechende Baccer, da√ü er sich wohl in der Flasche vergriffen haben m√ľsse. Dieses w√ľrde sie ihm vielleicht noch glauben, aber ganz bestimmt werde sie nicht vor Gericht aussagen, da√ü sie die Mitschuldige daran sei. Er h√§tte ja fragen k√∂nnen, oder?
Au√üerdem wolle er ihr bestimmt nicht erz√§hlen, da√ü eine eben noch Trauernde sich freiwillig spontaner Liebe in einer Arztpraxis mit ihm hingegeben habe. Er winselt sie um Hilfe an und eine Stunde sp√§ter hat sie ihm ihren Plan von der Pr√§paration und dem Verkauf der Leiche erz√§hlt. Dieses zuk√ľnftige Geld ist ihre Lebensversicherung, um nicht als einzige Zeugin einem Verzweiflungsakt von seiner Seite zum Opfer zu fallen.
"Du mu√üt mir noch mir noch einen Gefallen tun, Baccer. √úberbring doch bitte dem Leiter der Nervenheilanstalt dieses Medikament." Eine blaue Dose rollt √ľber den Tisch.
"Warum sollte ich?"
"Um mir auch einen Gefallen zu tun, denke ich." Mißgelaunt steckt er die Dose ein. "Sonst noch etwas?"
"Nein danke. Komm morgen wieder."
"Das werde ich. Und sei froh, daß ich dich heute gehen lasse."
"Die Freude ist ganz deinerseits. Was w√§re, wenn ich mich mit dem zehnfachen begn√ľgen w√ľrde? Oder gar beides w√ľrde haben wollen?"

Sie sei zwar nur eine Haush√§lterin, aber sie liebt ihn, sie liebt ihn und sie liebt ihn. Au√üerdem wird sie trotzdem viel f√ľr ihn tun.
"Warum denn das?"
"Du bist doch nicht arm, oder?", fragt sie erschrocken.
"Baccer ist es. Warum also ihn?"
"Weil er da war. Du hattest ihn mir vorgestellt. Baccer will mich heiraten und von hier wegbringen."

"Herrn Dr. Schwindtler, bitte. Ja, ich warte."
"Schwindtler."
"Guten Tag. Hier spricht eine entfernte Kollegin von ihnen."
"Ah, Sie sind es. Was kann ich f√ľr Sie tun?"
"Erinnern Sie sich noch an die beiden Wölfe? Ich hatte als Todesursache Sturz angegeben. Sie wissen, was ich meine?"
"Nat√ľrlich."
"Ich habe eben einen Mann zu Ihnen geschickt, mit dem Auftrag Ihnen ein Medikament zu √ľbergeben. Ich m√∂chte, da√ü Sie ihn dabehalten. Das l√§√üt sich doch machen, oder?"
"Selbstverständlich. Eine Hand wäscht die andere."
"Wunderbar. Bitte melden Sie sich heute abend noch einmal bei mir."
"Selbstverständlich."
"Fein. Bis dann."
"Bis dann." Aus der feuchten Hand eines Arztes in einer Nervenheilanstalt f√§llt der H√∂rer auf die Gabel. Seine gesamte Arbeit ist in Gefahr. Sie f√§ngt an Forderungen zu stellen. F√ľr eine Sekunde dachte er daran, an ihr Kollegenethos zu appellieren, verwarf die Idee aber sofort wieder. Wenn er ihren Wunsch erf√ľllte, w√ľrde sie ihn damit weiter erpressen k√∂nnen.

Es ist vier Uhr nachmittags als der in dieser Stadt neu eingetroffene Schendel völlig betrunken unter dem Tisch zusammensackt. Wie vergänglich der Ruhm doch ist. Vorhin noch hat ihn jeder gefeiert, und jetzt kennt ihn keiner mehr. Außerdem muß er doch noch diesen anderen, wie heißt er doch gleich, treffen. Extra wegen ihm, nach so vielen Jahren, hergekommen. Aber er wird sich schon noch bemerkbar machen, sie werden ihm schon zujubeln, ihnen allen wird er es zeigen, nachher, nachher, wenn er wieder so ein bißchen... Er schnarcht.

"Ah, Sie kommen sicher von meiner geschätzten Kollegin, nicht wahr?"
"Das hier soll ich Ihnen geben." Baccer wirft die Dose auf den Schreibtisch.
"Danke. Aber kommen Sie doch bitte auf einen kleinen Rundgang mit. Ich möchte Ihnen meine - "Menagerie" zeigen." Lustlos wandert Baccer an der Seite des Doktors durch die Korridore.
Gelegentlich tritt der Mann im wei√üen Kittel an eine T√ľr, √∂ffnet ihr kleines Sichtfenster und n√∂tigt Baccer hineinzusehen. "Was Sie bisher gesehen haben, waren, wenn man so sagen kann, normale Verr√ľckte. Hier aber ..., " Er schiebt Baccer vor die √Ėffnung, "sehen Sie ein besonderes Exemplar von einem Patienten. Was glauben Sie, f√ľr was er sich h√§lt?"
"F√ľr eine Maus."
"Richtig. Sie haben es an den Bauten erkannt, nicht wahr? Herrlicher Fall." Er tut selbst noch einen schnellen Blick hindurch, dann eilen sie auch schon zur n√§chsten T√ľr.
"Und hier: Was glauben Sie, will er darstellen?"
"Eine Katze."
"Wieder richtig." Begeistert tritt er an das Sichtfenster.
"Neulich hat sich ein Vogel durch die Gitter in das Katzenzimmer verirrt, sie ist sofort auf ihn losgesprungen und hat ihn gefressen. Mit jeder Feder. Vor zwei Wochen machten wir ein Experiment. Wir lie√üen die Katze und die Maus auf den Hof. Sie beide wu√üten nicht, was der andere darstellte. Sie haben einander solange nicht beachtet, bis wir der Maus ein St√ľck K√§se hinwarfen."
Eine neue T√ľr, ein neues Sichtfenster.
"Hier noch eine Maus. Fällt Ihnen etwas an der Einrichtung auf?"
"Da steht eine Mausefalle."
"Gut. Behalten Sie sie im Auge, vielleicht tut sich etwas. Wo hatte ich mich doch gleich noch unterbrochen? Ah ja, wir warfen der Maus ein St√ľck K√§se hin..."
Die Maus schn√ľffelt in der Luft, kriecht leise durch das Heu, n√§hert sich... ".... laut quiekend, wodurch die Katze nat√ľrlich sofort..." ... erkennt das Ger√§t aber als eine Falle ... " ... nicht getrennt h√§tten, h√§tte die Katze sie umgebracht." .. die Falle schnappt zu, die Maus l√§uft unbehelligt quiekend und schreiend in ihre H√∂hle zur√ľck.
"Machen Sie mit allen diesen - "Tieren" Experimente?"
Ein Schatten des Bedauerns tr√ľbt das fr√∂hliche Arztgesicht. "Leider nicht mehr. Wir hatten einmal zwei W√∂lfe, als wir die beiden zusammen auf den Hof lie√üen, vertrugen sie sich untereinander sehr gut, nur da√ü sie die W√§rter angriffen. Ich √ľbertreibe nicht, wenn ich sage, da√ü das zwei wahre H√ľnen waren. Leider waren die beiden nicht auf einen Angriff gefa√üt und so gen√ľgte ein einziger Bi√ü, um einem mir sehr ergebenen Mann das Lebenslicht auszul√∂schen. Der zweite konnte sich noch wehren, allerdings h√§tte auch er sein Leben lassen m√ľssen, wenn wir nicht rechtzeitig herbeigeeilt w√§ren. Leider starb einer der W√∂lfe an einer Kopfverletzung, als wir ihn abzuwehren versuchten. Wirklich bedauerlich. Heute machen wir nur noch sehr kleine, an und f√ľr sich unbedeutende Experimente. Aber darum geht es nicht. Sehen Sie, wir geben den Patienten einen neuen Lebensinhalt. Eine Identit√§t, mit der sie leben k√∂nnen. Irgendwann m√∂chten sie Menschen sein. W√∂lfe, Gesch√§ftsleute, Katzen und M√§use Ehepartner und so weiter und so fort. Eine einfache, aber geniale Idee, nicht wahr?" Der Arzt l√§chelt versunken, wird aber schnell wieder fr√∂hlich.
"Ich sehe, Ihnen ist das Thema etwas komplex. So sind wir √Ąrzte nun einmal. Wir vergessen immer, da√ü wir die anderen nicht mit Fachgespr√§chen langweilen sollen. Trotzdem m√∂chte ich Ihnen noch ein Angebot machen. Kommen Sie, wir gehen in mein B√ľro."

"Wegen mir bist du nicht da, Vaccin. Weshalb dann?"
Er pr√ľft seine Krawatte im Spiegel: "Ein M√∂rder hat mich hergef√ľhrt."
"Wer ist es?"
"Ich." Die Krawatte ist in Ordnung

"Hier Schwindtler. Ihr Patient ist bis jetzt noch nicht hiergewesen."
"Warten Sie. Ich werde ihn aufsuchen und sofort persönlich vorbeikommen."
Baccer kommt gerade herein. "Warum bist du nicht da gewesen?"
"Ich hatte keinen Grund."
"Komm mit!"
"Warum sollte ich?"
"Wegen dem Mädchen."
"Damit habe ich nichts zu tun."
"In Ordnung. Hilf mir sie einzuladen, dann fahren wir zusammen hier raus."
Nach vollendeter T√§tigkeit klebt sie die Adresse des Empf√§ngers auf den Pappkarton, in den sie den pr√§parierten K√∂rper taten. Sie erz√§hlt, wie sie dazu gekommen ist. Sie m√ľ√üte jetzt nur noch schnell ihren Kollegen in der psychiatrischen Pflegeanstalt besuchen, dann w√ľrden sie den K√∂rper pers√∂nlich abliefern und dann w√ľrde ein ganz neues Leben f√ľr sie beide beginnen.

"Zu Herrn Dr. Schwindtler." Die T√ľr vor ihnen schwingt auf.
"Tag."
"Tag. Nun erf√ľllen Sie meinen Wunsch, ich habe nicht viel Zeit." Die √Ąrztin winkt mit dem Kopf in Richtung Baccers. Auf einen Wink treten zwei kr√§ftige W√§rter in den Raum, legen der schreienden √Ąrztin die Zwangsjacke an.
"Einen Moment." Baccers Hand angelt in die Brusttasche der Gefesselten, um ihre Brieftasche herauszuholen. Noch ein Wink und die beiden Kraftmenschen greifen ihn an. Baccer gibt aus der Jackentasche einen Warnschuß ab.
"Den Koffer."
Fröhlich resignierend öffnet der Nervenspezialist einen kleinen Koffer auf dem Schreibtisch.
"Die obersten B√ľndel anheben." Baccer vergewi√üert sich von der Richtigkeit des Betrages, verschwindet dann l√§chelnd durch die offene T√ľr, ohne auf die kreischende Stimme einer gefesselten, am Boden liegenden √Ąrztin zu h√∂ren, die seinen Namen quietscht. "Ratte" und "Meerschweinchen" nennt er sie, als er geht. Aber da ist noch ertwas anderes zu kl√§ren...

"Du hast mit dem Mädchen geschlafen, Vaccin. Das war gegen unsere Abmachung. Sie sollte mir gehören."
"Duellieren wir uns."
"Ja, duellieren wir uns."
Schendel erwacht unter dem Tisch. Er tritt nach drau√üen. Neue Taten wollen von ihm getan werden. Er ist der Gr√∂√üte. Sie werden ihm alle zu F√ľ√üen liegen. Alle. Er taumelt nach drau√üen.

Von links kommt das Mädchen. Sie setzt sich auf eine Bank um den Sieger abzuwarten. Auf der anderen Seite kommt Schendel. Neben Baccer verhält er. "Was ist hier los?"
"Ein Duell."
Schendel zieht die Pistole und schie√üt auf Vaccins Bauch und Brustkorb. Er ist der Gr√∂√üte. Sie werden ihm zu F√ľ√üen liegen. Alle. Br√ľllend entleert Baccer sein Magazin auf Schendel: "Habe ich dir erlaubt, zu schie√üen, du St√ľck Mist, habe ich es dir erlaubt?" Ein Schu√ü, die Frage, ein Schu√ü, die Frage,...
Das M√§dchen geht auf Baccer zu, legt den Arm um ihn. Mit dem Koffer und dem M√§dchen geht er √ľber die Stra√üe. Vaccin schie√üt durch seinen Sch√§del. Das M√§dchen zieht den Arm zur√ľck, f√§ngt den Koffer und die Autoschl√ľssel in seiner Hand auf, Baccer f√§llt in eine Pf√ľtze.
Vaccin geht auf sie zu.
Das Mädchen legt zärtlich den Arm um ihn:
"Sag, wer war der andere Mann, der auf dich geschossen hat?"
"Ein guter alter Freund von mir. Ich hatte ihn vorgeschickt, um Baccer zu erledigen und dich zu mir zu bringen."
"Ist alles so gelaufen, wie du es dir vorgestellt hast?"
"Ja, alles lief nach Plan."
Engumschlungen fahren sie mit Baccers Auto davon, verscherbeln seine Fracht, Vaccin ver√§u√üert bei der Gelegenheit auch gleich seinen lebenden Ballast an dieselbe Adresse, einen Monat sp√§ter versetzt er den Inhaber der Adresse samt seinem inzwischen mit blauen Knopfaugen pr√§pariertem Ballast an einen bekannten Nervenspezialisten, den wieder an die √Ėffentlichkeit, nimmt den blau√§ugigen Ballast als Erinnerung an seine einstige gro√üe Liebe, seine Rachegedanken und als Schlafzimmerschmuck wieder zur√ľck, l√§√üt alle anderen wo sie sind und erzielt bald darauf einen sehr guten Preis f√ľr den Verkauf der √Ėffentlichkeit, deren h√∂chster Anf√ľhrer er unter dem Jubel des Volkes wird.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Rainer
???
Registriert: Jul 2002

Werke: 0
Kommentare: 791
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Rainer eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo jörg feierabend,

gratulation zu diesem unklassischen, rasanten und mit klischees herrlich spielenden krimi - er hat mir viel freude gemacht. vielleicht mu√ü ich mich erst einlesen, aber so langsam komme hinter den "sinn" deiner schreibe; es ist halt keine kost f√ľr schnell-mal-zwischendurch.
eine frage habe ich aber noch: wie konnte die ärztin bei der wolf/wärter-sache helfen - ist mir irgendwie unklar.

gruß

rainer

Bearbeiten/Löschen    


Joerg Feierabend
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Nov 2002

Werke: 8
Kommentare: 7
Die besten Werke
 
Email senden
Profil
Dank, Dank :-)

gratulation zu diesem unklassischen, rasanten und mit klischees herrlich spielenden krimi - er hat mir viel freude gemacht.

Das ist schön. Man hört ja gern auch einmal, daß irgendetwas auf Anhieb eingeleuchtet hat. Passiert mir leider nicht sehr oft.


vielleicht mu√ü ich mich erst einlesen, aber so langsam komme hinter den "sinn" deiner schreibe; es ist halt keine kost f√ľr schnell-mal-zwischendurch.

Tjaaa .... ich wollte eigentlich immer besonders leicht und locker und unterhaltsam schreiben. Aber leider werde ich im Grabenkrieg zwischen Anglisten und Germanisten zerrieben.


eine frage habe ich aber noch: wie konnte die ärztin bei der wolf/wärter-sache helfen - ist mir irgendwie unklar.

Nuuuun, ein kleines Gef√§lligkeitsgutachten zur rechten Zeit. Unpassende Verletzungen m√ľssen eben nur passend erkl√§rt werden.

Danke dir f√ľr deine herzerw√§rmende Lesefreude.


Winkewinke,

Jörg

Bearbeiten/Löschen    


Zur√ľck zu:  Krimis und Thriller Ein neues Thema ver√∂ffentlichen.     Antwort ver√∂ffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!