Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂŒssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92210
Momentan online:
201 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine kleine Igel-Geschichte
Eingestellt am 13. 02. 2003 16:22


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 207
Kommentare: 2337
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um heike von glockenklang eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Mimi und Fufu
Wir halten zusammen

Mimi und Fufu sind zwei Igelgeschwister. Mimi heisst das IgelmÀdchen und Fufu der Igeljunge.
Heute haben sie Geburtstag und sind nun drei Monate alt. Sie glauben, dass sie alt genug sind, um sich einmal die große, weite Welt anzuschauen. Bisher hat es ihre Mama nicht erlaubt, die Wohnung ohne ihre Begleitung zu verlassen.
Doch heute haben sich Mimi und Fufu vorgenommen, nichts zu erzÀhlen. Bei passender Gelegenheit wollen sie einfach davonhuschen.
Nun, diese Gelegenheit ergibt sich, als Mama auf Futtersuche geht. Mit ihren kleinen flinken FĂŒĂŸchen laufen Mimi und Fufu aus ihrer ach so langweiligen Wohnung.
Die große, weite Welt beginnt fĂŒr die beiden schon nach einigen Metern von ihrem Zuhause. Erst einmal stecken sie ihre NĂ€schen in die Luft.... Sie ist feucht. Es hat geregnet. Das Gras ist nass. Mimi meint, sie bekommt einen Schnupfen bei den nassen FĂŒĂŸen, die sie jetzt schon hat. Fufu sagt darauf: „Stell dich nicht so an! Sonst mag ich gar nicht mehr mit dir gehen!“ Das mochte Mimi bestimmt nicht. Darum sagt sie schnell: „Das Gras ist zwar nass, dafĂŒr riecht es aber so gut, wie es nur riecht, wenn es geregnet hat!“ Um Fufu zu zeigen, daß sie es ganz ernst meint, steckt sie ihr SpitznĂ€schen ins Gras und schnuppert ganz krĂ€ftig. Fufu sagt: „Nun komm endlich weiter. Ich will noch mehr sehen!“
Schon ist er ein StĂŒckchen vorausgeeilt. „So warte doch, du bist gemein!“ ruft Mimi verĂ€rgert. Fufu hört nicht auf sein Schwesterchen. Er will sich jetzt nicht von seiner Entdeckungsreise ablenken lassen. Wer weiss, wann es noch einmal solch eine Möglichkeit gibt... Wenn Mama erst einmal gemerkt hat, dass ihre Kinder entwischt sind, ist es mit dem Verreisen aus.
Die Sonne rÀkelt sich zwischen den Wolken am Himmel. Einige Sonnenstrahlen kitzeln Fufu keck an seiner Nase... Davon muss er niesen. Er schaut nach oben, um zu sehen, was ihn da geneckt hat. Oh, wie ist der Himmel so hoch. Wie mag die Sonne wohl hinauf gekommen sein? Ja, was ist denn das? Da sind ja lauter bunte Streifen am Himmel.
„Mimi, schau mal hoch in die Luft!“ ruft Fufu. „Die bunten Streifen, ob das die Himmelsleiter ist?“ „Ich weiss nicht. Einmal hat Mama mir eine Leiter gezeigt. Die Menschen benutzen eine Leiter. Diese hat schrĂ€ge Hölzer, die man Trittleisten nennt“, meint Mimi zögernd. „Ich verstehe. Aber der liebe Gott hat bestimmt eine besondere Leiter. Eine Leiter ohne Tritte, mit der steigt er in sein Wolkenhaus...“, vermutet Fufu. Er ist schon ziemlich ĂŒberzeugt davon. Mimi antwortet: „Wahrscheinlich hast du recht. Mama sagt, der liebe Gott kann alles. So jetzt will ich weiter!“ und lĂ€uft los.
Boing! Da hat sie nicht aufgepaßt. Sie ist gegen einen Randstein von Peters Garten gerannt. Das tut ihr so weh, dass sie weinen muss. Im ersten Moment ist Fufu Ă€rgerlich. Mimi hat ihn beim SchnĂŒffeln gestört. Doch dann lĂ€uft er zu Mimi und tröstet sie: „Komm, es geht gleich vorbei. Laß uns schnell die großen Blumen beschnuppern. Dann denkst du nicht mehr an deinen Schmerz!“ Mimi schluchzt und schnieft noch mal. Aber dann möchte sie gerne die Blumen sehen. Vor den Blumen bleiben sie lange stehen.
Von dem Duft sind sie fast benommen. Fufu weiss, wie diese Blumen heissen. Er hat es von Peters Mutter gehört. Es sind Dahlien.
Mimi möchte jetzt zu dem grossen Baum gehen. Hier kann man sicher gut fangen und verstecken spielen. Gerade dreht sie sich um, da hört sie lautes Bellen. Harro, Peters Dackel ist es. Mimi ist sehr erschrocken und hat Angst.
Doch wenn der Harro kommt, wird sie es ihm schon zeigen! Fufu hat das Bellen auch gehört und ruft Ă€ngstlich: „Mimi, was machen wir, wenn er zu uns kommt?“ „Das, was wir von Mama gelernt haben...“ Weiter kommt Mimi nicht.
Da steht Harro böse knurrend vor den kleinen Wichten. Sie kugeln sich blitzschnell zusammen. Nun sehen sie wie stachelige BĂ€lle aus. Harro wird immer wĂŒtender. Er fletscht die ZĂ€hne, sein Nackenhaar strĂ€ubt sich. Harro schnappt nach Mimis Fell. Doch, oh je, welch ein Graus! Mimis Stacheln haben ihn fĂŒrchterlich gestochen. Laut jammernd lĂ€uft er davon.
Vorsichtig schaut Fufu, ob die Luft rein ist. Begeistert ruft er: „Bravo Mimi, dem hast du es aber gezeigt!“ Jetzt atmet auch Mimi auf. „Ja, dem hab ich’s aber gezeigt. Komm jetzt lieber schnell heim, fĂŒr heute habe ich genug!“
Fufu denkt auch so. Gemeinsam gehen sie heim. Ein flaues GefĂŒhl haben sie im Bauch. Sie wissen ja, dass sie ausgerissen sind. Wird Mama schimpfen?
Vor der WohnungstĂŒr schaut Fufu noch mal Mimi an und sagt:
„Egal was kommt, wir halten zusammen!“


Erstmals in der Stadteilzeitung Fritz-Erlersiedlung im Juni.1982 veröffentlicht.
Es gibt zur story von mir gezeichnte karikaturen.
hkeuper-g

__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

ein wunderbares geschichtchen. mit viel sinnlichkeit
transportiert. ja, bei allem schnĂŒffeln und entdecken
auf der kleinen abenteuerreise, muß man immer mit gefahren
rechnen. und dann mĂŒssen wir menschen- oder igelkinder
zusammenstehen. selbst wenn mama böse ist. wahrscheinlich
wird sie gar nicht wirklich böse sein, sondern bei aller
schimpferei uns kinder glĂŒcklich zuhause begrĂŒĂŸen.

heike, bestimmt bist du eine gute igel-mama.

schöner text
ralph
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

Bearbeiten/Löschen    


heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 207
Kommentare: 2337
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um heike von glockenklang eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
vielen dank,

oh ralph , ich bin zutiefst gerĂŒhrt. so viele nette wort aus deiner hand.
diese geschichte schrieb ich fĂŒr mein erstes kind.als es die ersten buchstaben schreiben konnte nĂ€mlich mimi und fufu.
bis bald
heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

Bearbeiten/Löschen    


Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
Kommentare: 8220
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Heike,
schliese mich Ralphs Meinung an, nette Geschichte und es ist fĂŒr Kinder immer etwas besonderes und macht doch viel Freude, kleine Geschichten selbst, fĂŒr sie, zu verfassen.

Das könnte ja eine ganze Serie an Igelgeschichten geben..?

lG
schönen Tag Euch
Stoffel

Bearbeiten/Löschen    


heike von glockenklang
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2002

Werke: 207
Kommentare: 2337
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um heike von glockenklang eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
na liebe stoffel,

das freut mich aber sehr das du meiner geschichte und damit auch mir aufmerksamkeit schenkst. leider werden die igelgeschichten nicht fortgesetzt den die kinder denen ich diese geschichten schrieb tragen inzwischen schuhgrĂ¶ĂŸe 46-48!aber so nach und nach werde ich im schwelgen an nostalgische erinnerungen meine geschichten von einst wiedermal veröffentlichen.
inzwischen schreibe und spiele ich lieber fĂŒr erwachse. ich probiere mich aus ohne den anspruch auf perfektion zu haben.
ich mag einfach lebendigkeit und lebensfreude im menschlichen miteinander ausdrĂŒcken.
sich den kopf ĂŒber semantik, orthographie (und was es da nicht noch alles fĂŒr tolle worte gibt)zu zerbrechen
ĂŒberlasse ich denen die glauben oder hoffen, durchs schreiben einmal berĂŒhmt zu werden.
im klitzekleinen stil hatte ich das alles schon. ich will einfach nur genießen.
ich wĂŒnsche dir ein wundervolles frĂŒhlingswochenende.
heike
__________________
Wenn das Leben dir einen Kinnhaken gibt, kĂŒhle dein Kinn und lass dich auf deinem Weg nicht beirren.
H Keuper-g /13.07.06

Bearbeiten/Löschen    


Stoffel
gesperrt
One-Hit-Wonder-Autor

Registriert: Jun 2002

Werke: 468
Kommentare: 8220
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Hallo Heike,

denke genau so..:-)
im Klitzekleinen, wie Du das nennst, hatte ich es auch schon..und von vielem anderen hab ich auch keine Ahnung.
Der SchuhgrĂ¶ĂŸe nach zu urteilen, sind das ja schon richtig große MĂ€nner *lach*

lG
schönes Wochenende
Susanne

Bearbeiten/Löschen    


8 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂŒr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂŒck zu:  Kindergeschichten Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!