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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine kleine Kindergeschichte zu Halloween: Wullibald vom Dachboden
Eingestellt am 09. 10. 2005 16:03


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Mick Tales
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Wullibald vom Dachboden

Wullibald vom Dachboden

Der kleine Wullibald Schreckstein spukte mit seinen Eltern auf dem Dachboden zwischen Kisten und Ger├╝mpel hinter dem Kamin. Familie Schreckstein war n├Ąmlich eine echte Gespensterfamilie.

Manchmal lugte der kleine Wullibald neugierig durch einen Deckenspalt in die Wohnung der Menschenfamilie, die unter den Schrecksteins lebte. Gerne h├Ątte er einmal mit den Menschenkindern gespielt,denn die st├Ąndige Spukerei auf dem Dachboden fand er ziemlich langweilig. Doch Vater und Mutter Schreckstein hatten Wullibald den Umgang mit Menschen ausdr├╝cklich verboten.

Eines dunklen, k├╝hlen Herbstabends h├Ârte Wullibald von unten helles Kinderlachen und Musik. ÔÇ×Das ist wohl wieder mal ein Menschenkinderfest, bei dem ich nicht mitmachen darfÔÇť, dachte sich Wullibald traurig. Doch als er durch die Deckenritze sah, erblickte er im Wohnungsflur lauter gut gelaunte kleine D├Ąmonen, Vampire, Hexen und wei├če Bettlaken-Nachtgespenster, wie er selbst eines war.

ÔÇ×Den Umgang mit anderen Gespenstern haben mir Papa und Mama nicht verbotenÔÇť, dachte sich Wullibald und hui ÔÇô schon war er durch den Deckenspalt in die Wohnung geschwebt.

Die Party war toll. Die kleinen Gespenster spielten viele lustige Spiele und Wullibald war mittendrin dabei. Auf dem Wohnzimmertisch stand ein gro├čer orangener K├╝rbis mit ausgeschnitzten Augen, Nase und zackigem Mund. Rundherum lagen Teller mit Unmengen von Kuchenst├╝ckchen, Schokoladeriegeln und Bonbons. So etwas Leckeres hatte es auf Wullibalds Dachboden nie gegeben. Mit beiden Gespensterh├Ąnden stopfte er so viel S├╝├čes in sich hinein, wie nur in seinem Gespensterbauch Platz fand. Und das war sehr, sehr viel.

Pl├Âtzlich erklang von oben eine schaurig hallende Stimme, die nur Wullibald h├Âren konnte: ÔÇ×Wuuuhhllibaaald! Komm sofort nach Hauuuse!ÔÇť Das war Vater Schreckstein! Ohne sich zu verabschieden, zischte Wullibald aus dem Wohnzimmer in den Flur und hinauf zur Deckenritze.

Doch oh je! So sehr er sich auch bem├╝hte, er passte nicht mehr durch den schmalen Spalt. Gespenster k├Ânnen sich n├Ąmlich nur dann hauchd├╝nn machen, wenn sie keinen Bauch voller Schokolade haben.

Jetzt klingelte es auch noch an der Wohnungst├╝r und jede Menge Menscheneltern kamen in den Flur, um ihre Kinder abzuholen. Vor lauter Spa├č und Aufregung hatte Wullibald gar nicht gemerkt, dass er das einzige echte Gespenst auf der Halloweenparty gewesen war. Gerade noch rechtzeitig konnte er sich hinter einem Vorhang verstecken.

Erst als keine Menschen mehr zu sehen waren, schwebte Wullibald wieder hervor, um sich ein besseres Versteck zu suchen. Vor dem Kinderzimmer fand er einen Karton, der ihn an die Kisten auf dem Dachboden erinnerte. In dem Karton lagen Halloweenkost├╝me. Er wuschelte sich zwischen einen Vampirumhang und die breite Krempe eines Hexenhuts und schlief ein. F├╝r jemanden, der nicht an Gespenster glaubt, sah er jetzt aus wie ein einfaches kleines Bettlaken.

Als Wullibald aufwachte, war er wieder zuhause. Die Menschenmutter hatte am Morgen die Kiste zur├╝ck auf den Dachboden gestellt.

Weil ihrem kleinen Wullibald nichts passiert war, freuten sich Vater und Mutter Schreckstein so unheimlich, wie sich nur Gespenster freuen k├Ânnen, und sie verga├čen ihren ganzen ├ärger ├╝ber sein unerlaubtes Verschwinden.

Wullibald erz├Ąhlte ihnen lieber nicht, dass er sich schon fest vorgenommen hatte, im n├Ąchsten Jahr wieder auf eine Halloweenparty zu gehen. Nur mit der Nascherei w├╝rde er sich dann bestimmt zur├╝ckhalten.

Vielleicht kommt er ja auf eure Party ÔÇô wer wei├č?

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