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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Eine kleine Oper in Wurst
Eingestellt am 29. 04. 2004 13:41


Autor
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Melchior
???
Registriert: Oct 2001

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Eine kleine Oper in Wurst!

Ich w├Ąre jetzt in der Stimmung ein wenig zu schwimmen. Andererseits m├Âchte ich jetzt sofort bitte ganz viele Stubenfliegen t├Âten.
Komm gib mir deinen Fu├č, wir gehen. Morgen, oder lieber nicht, da ich nicht wei├č, was zu schreiben.
Oder ein Sonett!
Kein Wasser, Zeit und Raum, dabei w├Ąre sie heute nackt gekommen wie gegangen. Kaleidoskope aus Zigarettenpapier; Ich m├Âchte mich in deiner Kniekehle verbei├čen.
Gewollte Briefe verkommen zur puren Absurdit├Ąt, w├Ąhrend die Fliegen vor dem nahen Regen zittern.

__________________
Melchior

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deja vu

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Melchior
???
Registriert: Oct 2001

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...

Schon

Also, ... deja vu. Ich bin, ach ich wei├č nicht - einerseits angetan, dass der Text nicht wieder v├Âllig durchgefallen ist, andererseits h├Ątte ich mir f├╝r diesen (pers├Ânlich) so wichtigen und bedeutnden Text eine gr├Â├čere ├ľffentlichkeit gew├╝nscht - Achtung ich sag's: Feedback.

Naja - immer weiter....

"Wir unterhalten einander zur totalen verbl├Âdung!!!!"

ein Zitat aus Holsted I
__________________
Melchior

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Bernd
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Registriert: Aug 2000

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Es ist ein sehr bildhafter Text, expressionistisch, sehr scharf und leicht absurd.
Wurst: - Fleisch in D├Ąrmen verarbeitet, zieht in Wasser, wird aufgegessen. Wurst aber auch: Arme Wurst, armes W├╝rstchen, ungl├╝cklicher, schwacher Mensch (aus Sicht anderer).
Stubenfliegen: setzen sich auf W├╝rste, legen ihre Eier. Die Wurst beginnt zu leben.

Fliegen summen, machen einen verr├╝ckt, krabbeln ├╝ber die schwei├čnasse Stirn. Wer will da nicht zuschlagen.

Gib mir deinen Fu├č: ich kann nicht selbst laufen. Hilf mir.
Oder: Ich bedarf mehr als meiner F├╝├če um vorw├Ąrtszukommen. Oder gib mir deinen Versfu├č.

Es gibt ja viele M├Âglichkeiten. Das Sonett ist nicht wirklich darunter. Sonst w├Ąre der Text ein Sonett (Selbstbez├╝glich). Doch ein Gesang ist er wohl.

Nackt gekommen und gegangen. Der Mensch kommt nackt zur Welt und das letzte Hemd hat keine Taschen. Der Regen naht.

Sind es gar Eintagsfliegen?

Der Regen reinigt die absurde Luft.

Die zu Zigarettenpapier gefaltet ist.

Eschers Bild des Dreiecks. Penroses Parkett.


Heute gef├Ąllt mir der Text besser, als beim ersten Lesen.

__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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