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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Eine letzte Chance
Eingestellt am 30. 06. 2014 16:15


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Lady DArbanville
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2014

Werke: 4
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„Mist verdammter!“ Ich lege mein Kopf auf den Tisch, die Hände zu einer weichen Kuhle darunter. Wieso, wieso mache ich das nur? Ich habe noch fünf Tage bis zu der Prüfung, fünf Tage! Das ist nichts! Nie würde ich fertig werden und dass, obwohl ich schon seit Wochen über meinen Büchern liege.
„Ich bin zu dumm für so etwas! Dumm, dumm, dumm!“ Ich schlage meine Hände über dem Kopf zusammen und schaue mich in meinem Zimmer um. Zum Glück ist keiner da, der mich für meine Selbstgespräche schief anschauen könnte. Nur mein kleiner Hamster sitzt in seinem Käfig und schaut mich erwartungsvoll an. Erst jetzt wird mir bewusst, dass es wohl schon Nacht sein musste.
„Oh Teddy, habe ich dich vergessen mein Kleiner? Dir geht es gut, hm? Du hast keinen Prüfungsstress, keine Geldsorgen und niemanden, der von dir erwartet jedes Semester tadellos zu bestehen.“ Er schaut mich nur weiterhin erwartungsvoll an. „Jetzt rede ich schon mit meinem Hamster…“ Nachdenklich lege ich ihm sein Futter in den Käfig und setze mich wieder über meine Bücher.
Mein Handy klingelt, eine neue Nachricht. Meine Ex.
Ich weiß was ich getan habe war furchtbar, aber ich bitte dich ein allerletztes Mal, gib uns noch eine Chance!
Ich werfe mein Handy in die Ecke, eine unglaubliche Wut kocht in mir hoch, sie durchströmt mich und wandelt sich in einen stechendes Gefühl in meinem Herzen um. Fast als wäre es gebrochen.
„Euch werde ich es allen zeigen. Ich zeige euch wie sehr es euch leidtun wird! Ich will nicht mehr! Ich kann einfach nicht mehr!“ Verzweifelte Tränen kullern mein Gesicht herunter, ich kann sie einfach nicht mehr zurückhalten. Ich werfe mich auf mein Bett, die Gedanken strömen durch meinen Kopf und schmerzen wie Messerstiche.
Meine Bücher, ich in einem Prüfungssaal, durchgefallen. Die enttäuschten Gesichter meiner Eltern. Meine Exfreundin. Dieser Typ, mit seinem fast schon zufriedenen Grinsen als er mich sieht.
„Euch werde ich es zeigen!“ Schreie ich ein letztes Mal. Voller Wut nehme ich ein kleines Päckchen aus einer Schublade und hole den Whiskey aus dem Schrank. Ich werde es endlich tun. Dieses Mal keinen Rückzieher, jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Ich werfe die kleinen, runden Tabletten in das Glas und schütte den Whiskey hinterher. Ein letztes Mal tief Atmen. Keiner wird mich vermissen, aber es wird ihnen leidtun. Sie werden sich die Schuld geben und alles bereuen.
Ich setzte an, trinke einen kleinen Schluck. Igitt, der Nächste dann wohl besser auf Ex. Ich setzte an. Es Klopft an meiner Tür.
„Wirklich?!“ Ungläubig starre ich die Tür an, besser ich öffne jetzt, als dass später jemand einfach dazukommt und mich auch noch rettet. „Es ist offen.“
Eine Frau, brünett, groß, kommt herein und lächelt mich an. „Kann ich dir helfen?“ frage ich sie so abweisend wie möglich.
„Nein, ich bin nur eine Freundin deines Mitbewohners.“
„Und was willst du?“
„Dich Fragen wie es dir geht.“ Ich muss verächtlich schnauben. Ich komme mir vor wie in einer schlechten Fernsehshow.
„Ich denke nicht, dass dich das etwas angeht.“ Ich blicke sie an. Sie lächelt.
„Tu es nicht.“ Sie schaut auf das Glas und schaut mich an.
„Ich weiß nicht von was du sprichst.“ Sage ich völlig unschuldig. Sie setzt sich neben mich.
„Ich meine das da. Tu es nicht. Es gibt so viel wofür es sich zu leben lohnt. Du hasst dein Studium? Dann breche es ab, egal was deine Eltern sagen. Du wurdest betrogen? So etwas kommt vor, dann war sie wohl nicht die Richtige für dich, denn die wartet noch irgendwo da draußen. Alles keine guten Gründe, siehst du. Du würdest es nur bereuen.“
Woher konnte sie das alles wissen? Ich blicke sie verwirrt an.
„Woher… Woher weißt du das?“ Mir rollt eine Träne über die Wange. „Du.. du kannst doch gar nicht...“
„Weißt du, es gibt Dinge die passieren, ohne dass der menschliche Verstand sie nachvollziehen kann. Ich verspreche dir aber, ich werde immer für dich da sein, egal was passiert.“
Eine wahnsinnige Müdigkeit überkommt mich plötzlich, ich will noch etwas zu ihr sagen, doch ich fühle mich so müde… und zufrieden.

Die hellen Sonnenstrahlen wecken mich, ich schrecke auf. Das Glas steht noch voll neben mir. Sie ist weg. Ich laufe in Richtung Tür, ich muss meinen Mitbewohner unbedingt fragen wer sie war, ich will sie wiedersehen! AUA! Ich sehe auf den Boden, dort liegt ein kleiner Anhänger. Ich hebe ihn auf. Mein Mitbewohner öffnet die Tür, unhöflich wie er ist, ohne zu Klopfen.
„Hey, du weißt nicht zufällig wo meine Schlüssel sind?“ Ich schüttele den Kopf und er möchte schon wieder die Tür schließen.
„Hey, warte mal kurz!“ Er dreht sich um. „Wer war diese Frau von gestern Abend? Hattest du was mit ihr?“
„Man, ich weiß zwar echt nicht was du gemacht hast, aber ich war gestern den ganzen Abend vor dem PC, hier war sicher keine Frau. Vielleicht solltest du weniger Whiskey trinken, hm?“ Er geht.
Ich schaue den kleinen Anhänger in meiner Hand an. Es ist ein silberner Engelsflügel.

__________________
Lady D'Arbanville

Version vom 30. 06. 2014 16:15

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USch
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Lady D,
eine gut nachvollziehbare, lebendig beschriebene Prüfungssituation. Mein Sohn steckt auch gerade in der Endphase des Bachelors und steigert sich in den Stress der Abschlußarbeit.

Formal mußt du da noch mal ran: Kommata, Zeitenwechsel (ich würde alles im Präsens fprmulieren) und ein paar Flüchtigkeitsfehler, z.B.

quote:
Zum Glück ist keiner da, der mich für meine Selbstgespräche schief anschauen konnte
Da muss es wohl könnte heißen.
LG USch

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Lady DArbanville
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2014

Werke: 4
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Hallo USch!

Ja die Prüfungszeit verlangt einem einiges ab, ich bin selbst gerade erst damit durch!
Vielen Danke, ich habe versucht zu verbessern was ich finden konnte!
__________________
Lady D'Arbanville

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