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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eine unheimliche Rettung
Eingestellt am 20. 09. 2006 10:14


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klanghoff
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Eine unheimliche Rettung

Der Wald war Neles einzige Chance den fragenden Blicken der Nachbarn zu entgehen. Wie jeden Samstagnachmittag wuschen sie auf den Garagenauffahrten ihre Autos. Nele brauchte frische Luft.
Als sie die Waldgrenze erreichte, verlangsamte sie ihre Schritte. Treu blieb Ihr kleiner Husky „Gauner“ an den Fersen. Sie atmete durch, aber ihre Brust schmerzte, als bohrte in ihr ein Stachel. Als ihr Vater die Verabredung ins Schwimmbad platzen ließ, hatte der Schmerz begonnen. Ihr Vater hatte es bevorzugt, mit seinem Kollegen zum Tennisspielen zu gehen. Das war nicht das erste Mal. Liebte Papa sie ĂŒberhaupt? TrĂ€nen rollten ĂŒber Neles Wangen.
Der GerĂ€uschpegel der Kleinstadt verebbte, und das Summen der Insekten, die sich im niedrigen GebĂŒsch tummelten, eröffnete eine neue GerĂ€uschkulisse. Ganz in der NĂ€he sollte eine Ă€ltere Frau wohnen, die alle „die Hexe“ nannten. Ihren richtigen Namen kannte keiner. Niemand wusste, wie lange sie schon mit ihren beiden SchĂ€ferhunden einsam in der hölzernen HĂŒtte wohnte. Die Gedanken fingen an, in Neles Kopf zu spuken.

Von Ferne vernahm sie ein MotorengerĂ€usch. Zaghaft drehte sie sich um. Ein großer dunkelgrĂŒner GelĂ€ndewagen tauchte hinter der Kurve auf. Ihr stockte der Atem. Panikartig zog sie Gauner hinter eine Böschung am Abhang und presste sich kĂ€ferklein auf den Laubboden. Der große Wagen nĂ€herte sich. Nele hob den Kopf und versuchte durch das BrombeergestrĂŒpp hindurch zu spĂ€hen. Die Hexe saß am Steuer. Als sie an Neles Versteck vorbeifuhr, bellten die großen SchĂ€ferhunde wild auf der AblageflĂ€che. Der GelĂ€ndewagen verlangsamte, und ein SchĂ€ferhund sprang hinunter. Er kam geradewegs auf ihr Versteck zu. Nele wurde kreidebleich. Dann ertönte eine Trillerpfeife. Der SchĂ€ferhund machte kurz vor Nele kehrt und sprang zurĂŒck auf den Wagen. Dieser setzte sich wieder in Bewegung.
Gauner hatte sich die ganze Zeit dem Verhalten seines Frauchens angepasst. Nun sprang er auf einmal wie ein aufgeschrecktes junges Reh aus seinem Versteck. Er schien etwas zu wittern und folgte der Böschung abwĂ€rts. Dabei zog er so stark an der Leine, dass Nele verzweifelt auf ihrem Hosenboden hinterher rutschten musste. „Halt ,stopp!“, schrie sie. Ihr Fuß verhakte sich in einer Wurzelschlinge, und sie stolperte. Dunkelheit umfing sie mit schwarzen Armen.

Als sie ihre bleiernen Augenlider wieder heben konnte, spĂŒrte sie einen pochenden Schmerz an ihrem Vorderkopf. Ihre Hand ertastete eine PfĂŒtze an der Stirn. Blut! Sie erschrak. Und Gauner? Er war wie vom Waldboden verschluckt. Es schien ewig, bis sie sich wieder auf den Waldweg schleppen konnte. Dann vernahm sie erneut ein MotorengerĂ€usch. Fortlaufen konnte sie nicht. Ein grĂŒner GelĂ€ndewagen hielt dicht neben ihr. Man half ihr ins Auto. Kurze Zeit spĂ€ter erreichten sie das Krankenhaus der Kreisstadt. Ein Arzt nĂ€hte ihre Wunde in der Notaufnahme und stelle eine GehirnerschĂŒtterung fest. Ihre Mutter traf wie ein aufgescheuchtes Huhn im Krankenhaus ein. Die Retterin ging.
Tage spĂ€ter besuchten Nele und ihr Vater „die Hexe“. Es war unweit des Ortes, wo Nele gestĂŒrzt war. Vor der kleinen Kate, die von hohen Tannen umragt wurde, entdeckte Nele mehrere HasenstĂ€lle. „Gauner muss die Hasen gerochen haben.“, sagte sie zu Papa. Eine Frau trat hinter ihrer HaustĂŒr hervor. Sie hatte die langen grauen Haare zu einem Dutt zusammen gebunden und ihre kleinen Augen blitzten freundlich ĂŒber die kleinen runden BrillenglĂ€ser. Nun wich auch noch der letzte Rest an Unbehagen, den Nele vor dem Besuch gespĂŒrt hatte. „Hallo Nele, ich bin Maria. Wie geht es dir?“, fragte sie mitfĂŒhlend. „Och, ganz gut“, antwortete ihr Nele, „wir wollten uns bedanken, fĂŒr die Hilfe.“ Ihre Augen trafen sich auf einer Ebene. „Dein Hund hat dich gerettet. Er kam zu meinen StĂ€llen, und ich bemerkte den Ausreißer. Als ich seine Adresse im Halsband fand und ihn zurĂŒckbringen wollte, traf ich auf dich. Aber kommt erst einmal herein“, bat sie die beiden. Sie folgten ihr in den niedrigen Holzraum. Anstelle eines langen Tisches mit brodelnden SĂ€uren und einem Hexenbesen in der Ecke, wie es sich die Leute erzĂ€hlten, erinnerte der Raum eher an eine Schweizer SkihĂŒtte. An der Wand neben der Sitzecke stand eine Kommode. Auf ihr stand ein großes Foto. Maria war darauf zu erkennen, aber es musste schon Jahrzehnte her sein. Neben ihr stand ein großer schlanker Mann und zwischen den beiden ein MĂ€dchen, etwa in Neles Alter. „Und wer ist das da?“, fragte Nele neugierig und zeigte auf das Foto. „Das bin ich mit meinem Mann und meiner Tochter Katharina. Beide sind vor 32 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen.“ Dann stockte Maria. Sie setzen sie sich in die Sitzecke und Maria schenkte ihnen Tee ein. „Sie fehlen mir. Was gibt es Schöneres, als die eigene Familie?“, fuhr sie fort. Neles Papa blickte zu seiner Tochter. „Ja,“ stimmte er nickend zu. Ein sanftes LĂ€cheln entfaltete sich ĂŒber seinem Gesicht. Nele wurde es wohlig warm. An dem Tag verbrachten sie einige Stunden bei Maria. So viel Spannendes erzĂ€hlte sie aus ihrem Leben. Als sie gingen versprach Nele: „Ich besuche dich bald wieder, Maria.“ Beide lĂ€chelten und winkten sich zum Abschied.

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klang

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flammarion
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eine

im ansatz recht gute geschichte. stĂ€rkere gliederung tĂ€te gut. und ich glaube nicht, dass am hundehalsband zu lesen war, wo nele gestĂŒrzt ist, die stelle ist unlogisch.
lg
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Old Icke

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klanghoff
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Eine unheimliche Rettung

Hallo Flammarion,
danke fĂŒr Deine Kritik.
Im Hundehalsband stand die Adresse des Hundes, was ja ĂŒblich ist. Als die Ă€ltere Dame den Hund zurĂŒckbringen will, trifft sie auf Nele, die ja auf dem Waldweg sitzt, und hĂ€lt an. Eigentlich wird das durch die Geschichte klar.
Liebe GrĂŒĂŸe von Kerstin
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klang

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flammarion
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stimmt.

habe ich ĂŒberlesen. tschuldigung.
lg
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Old Icke

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