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Leselupe.de > Humor und Satire
Eine weitere Verschwörungstheorie um Falco
Eingestellt am 06. 02. 2018 14:36


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Hagen
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Eine weitere Verschwörungstheorie um Falco

Diese Verschwörungstheorie um Falco, der am 6. Februar 1998 gestorben ist, beginnt bei Claude de Broderie, einem guten Freund von Falco.
Claude de Broderie, war Student der KFZ-Technik. Sein Studium verdiente er sich als Lastwagenfahrer. Als er das Studium nach unzähligen Semestern schließlich abschloss, ging er zunächst zur Polizei. Der Streifendienst füllte ihn vorerst ganz aus, bis ihm allerdings von ein paar übermütigen Jugendlichen die Dienstwaffe geklaut wurde.
Nun war Claude de Broderie nicht mehr zu halten, zumal die Verfolgung einiger Bankräuber aufgegeben werden musste, weil in den Polizeiwagen keine ausreichende Bewaffnung vorhanden war und die Polizeiwagen von den Gangstern gnadenlos zusammengeschossen wurden! Die Nachrüstung eines Simca Aronde mit schwerkalibrigen Waffen unter der Motorhaube brachte jedoch nichts, da der Wagen regelmäßig nach einigen Salven in Flammen aufging.
Dieser Umstand machte eine komplette Neukonstruktion erforderlich, und da war Claude de Broderie in seinem Element. Für die Firma Tallboot entwickelte er einen komplett neuen, waffenstarrenden Wagen. Unter strengster Geheimhaltung wurde noch die Firma Dassault Aviation mit ins Boot geholt, welche die Bewaffnung, vier 20-mm-Hispano-Kanonen, oder wahlweise zwei 30-mm-DEFA-Kanonen aus der der Dassault MD.450 Ouragan bzw. der Mystère, zur Verfügung stellte. Mit den beiden 30-mm-DEFA-Kanonen glich die ‘Demoiselle‘, wie das Fahrzeug fortan genannt wurde, einer rollenden Festung. Zu Hilfe kam der Umstand, dass die Modewelle der Bumpers mit einigen Jahren Verspätung aus Amerika nach Frankreich rüber schwappte, sodass die äußere Form der ‘Demoiselle‘, zunächst nicht auffiel.
Bei Tallboot entschloss man sich die ‘Demoiselle‘ auch für Jedermann anzubieten. Lediglich einige hübsch verchromte Blenden wurden, selbstverständlich ohne die Bewaffnung, in den Fahrzeugen, angebracht. Als ‘Demoiselle HK 500‘, ein schlichtes Straßenfahrzeug, wanderten die Wagen in die Showrooms. Dassault Aviation verbat sich daraufhin jegliche Rückschlüsse auf ihr Mitwirken, die Firma Tallboot tat es ihr gleich und feuerte Claude de Broderie.
Tallboot versuchte sogar, die Straßenversionen des ‘Demoiselle‘ zurückzurufen. Diese Aktion blieb jedoch ohne Erfolg, im Gegenteil, es war eine der besten Werbekampagnen, die man sich vorstellen kann.
Nun war guter Rat teuer, denn mittlerweile verkauften sich diese Autos recht gut. Als Lösung bot sich an, dass Claude de Broderie die Autos in Eigenregie verkaufte, und das tat er auch. Er nannte diese Wagen ‘Demoiselle HK 69‘ und setzte sogar noch einen drauf: Mit der verbesserten ‘Demoiselle HK 1000‘ gelang ihm ein ganz großer Wurf, der sogar Falco beeindruckte. Er kaufte einen derartigen Wagen und war sehr zufrieden damit. Bei dem Kauf lernte er Claude de Broderie persönlich kennen und es entstand eine echte Männerfreundschaft.
Als dann ein Banküberfall mit einem ‘Demoiselle HK 1000‘, der nachträglich mit zwei 20-mm-Revolver-Maschinenkanonen Pontiac M39A1 ausgerüstet worden war, ganz einfach absolviert wurde, entschloss man sich doch die Produktion einzustellen, da Claude de Broderie inzwischen als Roadie bei Falco arbeitete. Allerdings suchte man einen Schuldigen und irgendein Jurist kam auf die Idee, Claude de Broderie für den entstandenen Schaden haftbar zu machen, weil diese Fahrzeuge unter seinem Namen vertrieben worden waren.
Doch der war längst in der Dominikanischen Republik, um die Sache mit Falcos Tod zu faken. Claude de Broderie hatte nämlich zwischenzeitlich mal ein Konzert des Sängers ‘Falco‘ alias Hans Hölzel besucht und war fasziniert von dessen Musik. Claude de Broderie gelang es Falco Backstage aufzusuchen, man kam miteinander ins Gespräch und beschloss Falcos Tod zu faken, weil Falco ‘die Schnauze voll von dem ganzen Rummel‘ hatte. Sein Traum war, als ganz einfacher Lastwagenfahrer zu arbeiten.
Silvester 1997 hatte Falco seinen letzten offiziellen Live-Auftritt in der ‘Excalibur City‘. Anfang 1998 flog Falco zurück in seine karibische Wahlheimat, die Dominikanische Republik.
Am 6. Februar 1998 starb Falco bei einem Autounfall auf der Straße zwischen den Städten Villa Montellano und Puerto Plata. Bei der Ausfahrt vom Parkplatz der ‘Turist Disco‘ rammte ein Bus seinen Geländewagen – Falco war sofort tot. Bei der Obduktion wurden ein Blutalkoholwert von 2,5 ‰ und große Mengen an Kokain sowie Marihuana nachgewiesen; - nur es war nicht Falco!
Wie der Fake genau ablief, ist bis heute ungeklärt, fest steht jedoch, dass irgendein Junkie wissentlich oder unwissentlich sein Leben für Falco gelassen hat. An der Vorbereitung und Ausführung dieses Plans war jedenfalls Claude de Broderie beteiligt.
In der Folgezeit wurde das Gerücht verbreitet, Falco hätte sich selbst das Leben genommen. Dies lag in erster Linie an der entsprechend interpretierten Textzeile „Muss ich denn sterben, um zu leben?“ aus dem Titel ‘Out of the Dark‘; - allerdings entstand das Lied bereits einige Jahre vor Falcos Tod und wurde auch nicht von ihm geschrieben, sondern von Torsten Börger.
Fest steht jedoch, dass Falco seine wahre Berufung als Lastwagenfahrer gefunden hat. Zusammen mit Claude de Broderie und einem unkaputtbaren Saurer-LKW betreibt er irgendwo in Algerien eine Speditionsfirma; - und ist glücklich dabei.

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