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Leselupe.de > Horror und Psycho
Einer von vielen...
Eingestellt am 16. 03. 2005 17:27


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Blackmail
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Schriftsteller-Lehrling

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Einer von vielen…
Er lag da und wusste, dass er bald sterben wird. Es war nur noch eine Frage der Zeit. Die Kugel hat seine Bauchdecke durchschlagen und er sp√ľrt wie sich seine Magenfl√ľssigkeit langsam in seinem ganzen Bauch verteilt. Die reine Furcht sprach aus seinen Augen, er wusste er w√ľrde bald sterben! Es gab so viele Dinge die er niemals gesehen bzw. erlebt hat.
Er dachte st√§ndig an seine Familie, seine Mutter, warum hat er es ihr nicht gesagt bevor er ging. Drei so einfache Worte. Vergessen hat er es schlicht weg. Seine gro√üe Liebe hat er niemals gefunden. Der Sanit√§ter hat gesagt er soll auf die Wunde dr√ľcken und alles w√ľrde wieder gut werden. Er konnte es ihm nicht glauben, denn er lag bereits in seinem eignen lauwarmen Blut.
Wer hat Ihn erschossen? Er wusste es nicht. Wie sollte er es auch wissen, schlie√ülich hat nicht er diesen Krieg begonnen. Wie kann er jemanden hassen den er nicht kennt? Einen von vielen Soldaten die sich ein Feuergefecht geben. Das er der N√§chste sein w√ľrde h√§tte er niemals gedacht. Gestern noch hatte er mit seinen Kameraden Witze gerissen und morgen wird er in einem h√∂lzernen Sarg nachhause geschickt. Seine kleine Schwester wird es niemals verstehen, man wird ihr Bilder von Ihrem tapferen gro√üen Bruder zeigen, aber sie wird mit der Zeit vergessen.
F√ľr einen kurzen Augenblick verzieht sich sein ganzes Gesicht und er bittet um noch mehr Morphium. Er will jetzt nicht sterben, nicht mit 23 Jahren. Er hatte eine Freundin zu Hause und er liebte sie, genoss es mit ihr zusammen zu sein. Das wird er niemals wieder tun k√∂nnen, niemals wieder wird er sie k√ľssen. Niemals wieder wird er den Duft Ihres Nackens vernehmen. In diesem Augenblick war der einzige Duft den er vernahm Staub gemischt mit Schiesspulver. Als er seine Hand vom Bauch nimmt, um sie anzusehen ger√§t er in Panik. Sie war voller Blut und er schrie: "Ich sterbe, mein Gott ich sterbe!"
Es war nicht wie in diesen Hollywood Streifen, an dem die Soldaten f√ľr Ehre und Ihr Vaterland starben. Nein, er hatte einfach nur Angst vorm sterben. Hatte Angst, dass es keinen Himmel f√ľr Soldaten gibt. Tr√§nen str√∂mten sein verdrecktes Gesicht hinunter. Er dreht sich links und rechts mit der Hoffnung jemand zu sehen der ihm die Hand halten konnte und bei dem er seine Beichte ablegen konnte. Doch da waren nur √§ngstliche Kinder die zusammengekrault in Deckung lagen. Die Luft war hei√ü und der Staub brannte in den Augen. Der Soldat spuckte Blut und wusste jetzt ist es vorbei. Als dann pl√∂tzlich eine wei√üe Nebelschwarte vorbeizog. Man h√∂rte wie jemand schrie: ‚ÄěGiftgas!‚Äú. Einige rannten weg, aber das n√ľtze nichts, da ein Maschinengewehr sie von hinten niedergemetzelt hat. Andere zogen sich mit zitternden H√§nden panisch die Gasmasken auf. Unser Soldat hoffte so sehr er w√ľrde das Bewusstsein verlieren und nicht einen qualvollen Tot zu sterben. Doch selbst dieser Wunsch sollte ihm nicht gew√§hrt werden. Mit der Hoffnung Erl√∂sung zu finden, stotterte er ein paar Worte aus dem Mund, eben all das was er noch im Kopf hatte: ‚ÄěVater unser‚Ķ vergebe uns unsere S√ľnden‚Ķ!‚Äú Als er das Gas einatmete fing er an zu husten und das Blut spritze aus seinem Mund. Seine Atemr√∂hre fing an zu brennen, er versuchte nach seinem Waffe zu greifen damit dies endlich ein Ende nehmen sollte. Doch ihm fehlte die Kraft‚Ķ
So starb er tausend furchtbarer Tode, sein Name wird niemals in einem Geschichtsbuch stehen.
F√ľr was er gek√§mpft hat wissen wir nicht, denn er ist nur einer von vielen.

__________________
Wer kämpft, kann verlieren, doch wer nicht kämpft,hat bereits verloren.

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Arezoo
???
Registriert: Feb 2005

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Er lag da und wusste, dass er bald sterben wirdw√ľrde. Es war nur noch eine Frage der Zeit. Die Kugel hathatte seine Bauchdecke durchschlagen und er sp√ľrtsp√ľrte wie sich seine Magenfl√ľssigkeit...

Hmm... Da sind sehr viele Zeitenspr√ľnge in deinem Text. Er k√∂nnte gewinnen, wenn du in komplett ins Pr√§sens setzen w√ľrdest.
Alles in allem finde ich den Text sehr pathetisch und schwerfällig. Das ganze Blut und der Bauchschuss, dann noch das Giftgas...
Und, mir ist beim Lesen aufgefallen, dass ich kein Mitleid mit dem Soldaten hatte. Nun bin ich auch ziemlich abgebr√ľht...
Du bist schon auf dem richtigen Weg, dein Soldat bleibt namenlos, dass finde ich gut.
Trotz allem ist mir seine Charakterisierung zu unpersönlich. Da gibt es kaum wirklich individuelle Details, die ihn mir näher bringen. Du kratzt zu sehr an der Oberfläche.
Ja, es ist Krieg. Da sterben Menschen. Zivilisten und Soldaten. Was macht den Tod deines Protagonisten besonders?
Warum soll ich unter all den Toten ausgerechnet mit ihm Mitleid haben?

Und dann heißt es, nur so by the way, nicht 'Atemröhre' sondern, wenn schon denn schon, dann 'Luftröhre' (lat. Trachea).
Und ich denke, bei einem Giftgas-Angriff, tritt der Tod durch Ersticken ein.
Entweder, weil der Gasaustausch in der Lunge blockiert wird oder die Atemmuskulatur gelähmt wird.
In jedem Fall ist das Ergebnis eher unblutig.
Oder er ist vorher durch die Schussverletzung verblutet.

So, das erst mal kurz und knapp.

Liebe Gr√ľ√üe,
Arezoo
__________________
Das Leben hat zwei Geschichten, die wirkliche und die erträumte.
Schim'on Peres

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Blackmail
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Schriftsteller-Lehrling

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Hallo,

ich habe es absichtlich Oberflächlich geschrieben, das sagt eben der Titel aus: "Einer von vielen..."
Der Krieg ist etwas sehr unpers√∂nliches, da nimmt kein Mensch R√ľcksicht auf deine Pers√∂nlichkeit. Es sollten auch mehr Gedankenfetzen sein, die letzten Gedanken bevor man stirbt...
Diese Person "Soldat" braucht auch kein Mitleid da es Krieg ist und mitten Krieg gibt es glaub ich kein Mitleid. Wie man bei einem Giftgasangriff stirbt könnten wir streiten...

Trotz allem danke f√ľr deine konstruktive Kritik.

Blackmail
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Wer kämpft, kann verlieren, doch wer nicht kämpft,hat bereits verloren.

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MDSpinoza
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... kommt aufs "Gas" an. Phosgen (Gr√ľnkreuz) wird bei Kontakt mit Wasser zu HCl und CO2 umgesetzt, der Tod tritt ein durch das Anschwellen der ver√§tzten Lungenschleimh√§ute das dauert etwa einen Tag und ist begleitet von blutigem Husten.
Senfgas (Gelbkreuz) wirkt auf der Haut √§hnlich, dringt durch die Haut in den Blutkreislauf und f√ľhrt zu irreparablen Nervensch√§den.
Adamsit und Lewisit sind "nur" Hautreizstoffe, die das Opfer nicht zwangsläufig töten, aber dauerhaft schädigen.
In der Anfangszeit des "Gaskrieges", etwa 1916, setzte man sogar Chlorgas ein. Das hydrolysiert in der Lunge (w√§√üriges Medium) zu HCl und HClO. Letzteres, ais "Domestos" bekannt, wirkt als Oxidationsmittel und zerst√∂rt die Alveolen (feinste Lungenbl√§schen), was dazu f√ľhrt, da√ü die Lunge regelrecht von Gewebsfl√ľssigkeit geflutet wird.
Modernere Giftstoffe wie Tabun, Soman, Sarin aus den 30er Jahren oder VX aus den 70ern greifen das Nervensystem an, nachdem sie, zum Teil mit Hilfe von Schleppersubstanzen, direkt durch die Haut aufgenommen wurden. Sie blockieren den Abbau von Acetylcholin, einem Botenstoff des peripheren Nervensystems. Das Opfer stirbt durch wahnsinnige Krämpfe, durch die sogar Knochen brechen können, und anschließenden Atemstillstand durch Lähmung der Atemmuskulatur.
Auch nichttödliche Vergiftungen hinterlassen bleibende Schäden.
__________________
Lieber ein verf√ľhrter Verbraucher als ein verbrauchter Verf√ľhrer...

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Jarolep
???
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Hallo Blackmail,

Respekt, du wagst dich an die Themen heran, die allgemein als schwierig gelten, weil da schon alles und gleichzeitig nichts gesagt wurde. Wie der Krieg zum Beispiel, oder Tod.

Die Angst des Soldaten vor dem Tod sp√ľrt dein Leser nicht, wie sehr du auch versuchst, diese mit allen Mitteln (Mutter, die gro√üe Liebe, die er nie mehr finden wird, die kleine Schwester) zu schildern. Es k√∂nnte daran liegen, dass du selbst als Autor nie diese Angst so richtig gesp√ľrt hast, du kennst sie also nicht.

Ich rede jetzt nicht vom Krieg, Gott bewahre uns alle von diesen Erlebnissen. Es gibt aber auch allt√§gliche Erlebnisse, wo einem bewusst wird: "Mensch, das war knapp", salopp ausgedr√ľckt.

Dasselbe gilt f√ľr den Schmerz, den du zu schildern versuchst. Es ist nicht die durchschossene Bauchdecke mit Magenfl√ľssigkeit, nicht die Giftgasattacke und das viele Blut, die schrecklich sein sollten. Auch nicht der Schmerz selbst und die anschlie√üende Morphiuminjektion. Es k√∂nnten die anschleichende K√§lte, der Durst und das Schwinden des Bewusstseins (med. traumatischer Schock)sein. Der Schmerz stellt nichts Besonderes dar - in den Finger geschnitten, Fu√üball gespielt - Knie verrenkt, Blinddarm operiert - das kennen die meisten und f√ľrchten sich nicht (mehr).

Was ich sagen will: das, wor√ľber man schreibt, sollte man auch leben. Irgendwo irgendwann habe ich gelesen, Schreiben ist ein fast schizophrener Zustand, in dem man sich in seinen Helden versetzt und sein Leben durchlebt, mit seinen Augen sieht usw. und das Ganze gleichzeitig auf sich reflektiert: was h√§tte ich gemacht, wie w√ľrde ich reagieren? Und f√ľr beides braucht man Erfahrungen, sonst sieht das Ganze wie aus dem Finger gesaugt aus.

Nichts f√ľr ungut. Dass du dir dieser Themen annimmst, ist schon viel.

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Zarathustra
Routinierter Autor
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zuerst einmal Respekt!!

Servus Blackmail,
... zuerst einmal Respekt f√ľr deine Geschichte; - sie hat etwas..

Allerdings fehlt mir etwas der strukturierte Aufbau. Auch die Sprache/ Ausdruck scheint mir verbesserungsfähig.
('entschuldige)

quote:
Es gab so viele Dinge die er niemals gesehen bzw. erlebt hat.


Dieses Erinnern, dieses Hoffen, .. das meine ich, könntes du besser herausarbeiten.

Er dachte ständig an seine Familie, seine Mutter, warum hat er es ihr nicht gesagt bevor er ging. Drei so einfache Worte.

Was waren das f√ľr Worte? K√∂nnte er sie jetzt im Delirium nicht vor sich hinmurmeln...?

Seine große Liebe hat er niemals gefunden.

und was ist mit seiner Freundin, von der du später schreibst?

Der Sanit√§ter hat gesagt er soll auf die Wunde dr√ľcken und alles w√ľrde wieder gut werden. Er konnte es ihm nicht glauben, denn er lag bereits in seinem eignen lauwarmen Blut.
quote:
Wie sollte er es auch wissen, schließlich hat nicht er diesen Krieg begonnen.
der Satz ist wirklich gut... auch das was du dann schreibst..

Die Luft war heiß und der Staub brannte in den Augen. Der Soldat spuckte Blut und wusste jetzt ist es vorbei. Als dann plötzlich eine weiße Nebelschwarte vorbeizog.
Also Nebelschwarte gefällt mir nicht.. .ehrlich!

quote:
sein Name wird niemals in einem Geschichtsbuch stehen.
F√ľr was er gek√§mpft hat wissen wir nicht, denn er ist nur einer von vielen.

Der Schluss ist wirklich klasse..

L.G. hans

__________________
Was sind das f√ľr Zeiten, wo ein Gespr√§ch √ľber B√§ume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen √ľber so viele Untaten einschlie√üt! (Bertold Brecht)

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Blackmail
gesperrt
Schriftsteller-Lehrling

Registriert: May 2004

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Re: zuerst einmal Respekt!!

Servus,

>danke f√ľr deinen Beitrag.


Allerdings fehlt mir etwas der strukturierte Aufbau. Auch die Sprache/ Ausdruck scheint mir verbesserungsfähig.
('entschuldige)

>hast Recht, ist mehr spontan entstanden und in einem Guss...

Er dachte ständig an seine Familie, seine Mutter, warum hat er es ihr nicht gesagt bevor er ging. Drei so einfache Worte.

Was waren das f√ľr Worte? K√∂nnte er sie jetzt im Delirium nicht vor sich hinmurmeln...?

"Ich liebe dich." Drei so einfach Worte... also ich sags meiner Mum so oft ich kann... auch wenn ich ganz genau weiß das sie es bereits weiß... ach du verstehst was ich meine...

Seine große Liebe hat er niemals gefunden.

und was ist mit seiner Freundin, von der du später schreibst?

Es ist seine Freundin klar, seine Jungendfreundin... eine mit der er ins Bett steigt aber keinerlei soziale Beziehung pflegt, versteh mich nicht falsch... er mag sie w√ľrde sie aber nicht als seine gro√üe Liebe bezeichnen...

Der Sanit√§ter hat gesagt er soll auf die Wunde dr√ľcken und alles w√ľrde wieder gut werden. Er konnte es ihm nicht glauben, denn er lag bereits in seinem eignen lauwarmen Blut.
quote:
Wie sollte er es auch wissen, schließlich hat nicht er diesen Krieg begonnen.
der Satz ist wirklich gut... auch das was du dann schreibst..

Die Luft war heiß und der Staub brannte in den Augen. Der Soldat spuckte Blut und wusste jetzt ist es vorbei. Als dann plötzlich eine weiße Nebelschwarte vorbeizog.
Also Nebelschwarte gefällt mir nicht.. .ehrlich!

Keine Ahnung?

quote:
sein Name wird niemals in einem Geschichtsbuch stehen.
F√ľr was er gek√§mpft hat wissen wir nicht, denn er ist nur einer von vielen.

Der Schluss ist wirklich klasse..

Danke Mann, Blackmail
__________________
Wer kämpft, kann verlieren, doch wer nicht kämpft,hat bereits verloren.

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