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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Einkauf
Eingestellt am 02. 04. 2006 09:19


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Elfi
???
Registriert: Feb 2006

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Gestern nach der Arbeit: mit fast schon h├Ąngendem Magen und dem Korb am Arm ging ich zum Auto. Die Sonne goss ihre ersten, warmen Fr├╝hlingsstrahlen auf die Erde, als ich vom Hof abbrach und die mit Birkenb├Ąumen ges├Ąumten, idyllischen Wirtschaftswege entlang fuhr. Endlich erreichte ich die Bundesstra├če und f├Ądelte mich in den Verkehr ein. Eine halbe Stunde Zeit blieb mir, zuerst den Einkauf im Drogeriemarkt zu erledigen und p├╝nktlich zu Haus zu sein, um das Essen zu bereiten, ehe meine Tochter aus der Schule zur├╝ck k├Ąme.
Schon erreichte ich unser Dorf und fuhr zum Drogeriemarkt am anderen Ende unseres elysischen Dorfes, in dem fast jeder jeden kennt und parkte meinen Wagen ein. Nachdem ich meine Geldb├Ârse aus dem auf dem Beifahrersitz stehendem Korb zog, blickte ich f├╝r einen Moment durch die Frontscheibe hinaus. Vor dem von mir angepeiltem Ladenlokal stand ein Junge an den preisreduzierten Warenk├Ârben. Er war in etwa zehn Jahre alt und sein Tornister hing ihm schwer an den Schultern.
Ich verlie├č den Wagen und schloss ab, ehe ich den Parkplatz Richtung Gehweg lief. Der Junge mit dem zotteligen, dunklen Haar drehte mir sein Gesicht zu, gr├╝├čte freundlich und sah mich mit seinen braunen Augen gro├č an, als ich den Gru├č erwiederte. Taxierend lie├č ich meine Augen ├╝ber seine ganze Erscheinung schweifen: der dunkle Anorak und seine blaue Jeans waren um Nummern zu gro├č, aber laut meiner Tochter war das momentan echt hipp. Bewegungslos stand er an diesem Warenkorb und in seinen H├Ąnden hielt er eine Tube Haargel von der Sorte, die ich immer benutzte. An ihm vorbei eilend, betrat ich den Laden und erledigte den Einkauf, ehe ich vielleicht f├╝nf Minuten sp├Ąter zur├╝ck auf dem Gehsteig ankam. Noch immer befand sich der Junge mit der Tube Haargel in der Hand an diesem Warenkorb, w├Ąhrend eine weitere Frau an ihm vorbei zum Drogeriemarkt lief. Inzwischen war ich an meinem Wagen und schloss auf. Nachdem die Tube Zahnpasta, die Wattepads und meine Geldb├Ârse im Korb lagen, setzte ich mich auf den Fahrersitz. Noch hatte ich die Wagent├╝r ge├Âffnet, und w├Ąhrend ich mir umst├Ąndlich aus der Mittelkonsole des Wagens ein Hustenbonbon angelte, stierte ich zu diesem Jungen, auf dessen Hinterkopf ich blickte.
`Tue es nicht! Bist du dir sicher, dass du das brauchst?┬┤, dachte ich und wickelte das Hustenbonbon aus, ehe ich es in meine Backentasche schob. Abermals blickte ich zum dunklen Hinterkopf des Jungen.
`Lass es, Junge!┬┤
Der Junge drehte sich vage zu meinem Wagen um, ehe er abermals zu seinen H├Ąnden starrte. Inzwischen verschloss ich die Wagent├╝r und lie├č den Motor an, um aus der Parkl├╝cke zu rollen. Eine weitere Frau lief, ohne ihm Beachtung zu schenken, an ihm vorbei zum Drogeriemarkt, w├Ąhrend ich r├╝ckw├Ąrts auf die Stra├če rollte. `Lass es, Junge!┬┤
Der Junge mit dem viel zu schweren Tornister legte die Tube Haargel in den Warenkorb und ernfernte sich auf dem Gehweg, wobei er sich in meiner Richtung drehte und mich fast entgeistert ansah. Wie auf dem B├╝rgersteig einbetoniert stand er breitbeinig da, bis ich mit meinem Wagen an der n├Ąchsten Stra├čenenfahrt wendete, ehe er weiter Dorfausw├Ąrts lief.
Es lie├č mir keine Ruhe, und anstatt sofort nach Haus zu fahren, kurfte ich durch die Dorfstra├čen. `Lass es, Junge!┬┤
Etwa f├╝nf Minuten sp├Ąter fuhr ich abermals am Drogeriemarkt vorbei, um in der nachfolgenden Stra├če zu wenden und ich sah den Jungen, der etwa einhundert Meter von jenem Laden entfernt langsam nach Haus trottete.

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