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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Einkaufen.
Eingestellt am 02. 04. 2002 18:45


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Renton
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

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Mist. Schon 15:30 Uhr. In einer halben Stunde schlie√üt der Supermarkt. Mein Einkauf m√ľsste aber in dieser Zeit zu erledigen sein, denke ich.
Hmm... ich glaube, jetzt habe ich alles. Ach nein, was ist denn das? Ach, ist das sch√∂n! Ein Teller mit wundersch√∂nem Jagdmotiv. Dieser w√ľrde sich prima als Geschenk f√ľr meinen Schwiegervater eignen. Aber ist der denn auch Sp√ľlmaschinenfest? Am Besten ich befrage einen Verk√§ufer dazu. Aber es ist keiner weit und breit zu sehen. Noch 20 Minuten. Ah, dort ist einer. Aber er ist nicht allein. Nein, da sind noch f√ľnf andere Menschen um ihn herum und stellen Fragen. Ich schlie√üe mich ihnen wohl besser an.
Der Angestellte, ein untersetzter dunkelhaariger Mann, scheint kaum Zeit zu haben. Alle rennen sie hinter ihm her. Nur ab und zu bleibt er f√ľr einen kurzen Moment stehen und eine der Personen kann ihre Frage formulieren.
Die erste der f√ľnf ihm nachlaufenden Personen, ist eine √§ltere blonde Frau mit rotem Lippenstift und Pelzmantel, welche aufgeregt mit einem Wischlappen in der Hand rumwedelt und ziemlich hilflos erscheint. Sie erkundigt sich danach, wo sie zu diesem Lappen den geeigneten Stiel findet. Da sie der Beschreibung des Verk√§ufers nicht ganz folgen kann, geht er, allen voran, zu der Stelle im Laden, an der sich die gesuchten Objekte der Frau befinden. Alle folgen ihm. Mich eingeschlossen.
Kaum greift die nun zufriedene und sichtlich beruhigtere Dame nach ihrem Stiel, gibt auch schon ein Mann ein paar T√∂ne von sich, wahrscheinlich um anzudeuten, dass nun er an der Reihe ist. Er ist etwa 20 Jahre alt, relativ gro√ü und hat dunkle l√§ngere Haare. Ich sch√§tze, er ist Student. Sehr ruhig fragt er den hastig weiterlaufenden Verk√§ufer, w√§hrend des Gehens, nach einem Mittel, womit man beim Fensterputzen die Scheiben bespr√ľhen kann. Schnell, und in ebenso abgehackter wie schneller Sprache, √§u√üert der Verk√§ufer, wo das Reinigungsmittel zu finden ist. Der Student bedankt sich und l√§uft im schnellerem Schritt zum beschriebenen Ort. Wieder folgen die restlichen drei Personen, sowie meine Person, dem Verk√§ufer.
Die n√§chsten zwei Personen, die dem Verk√§ufer ihre Fragen aufdr√§ngen, sind ein √§lteres Ehepaar, welches sich, angetan von der Hast des Verk√§ufers, f√ľr eine Hose interessiert und danach fragt, ob der Supermarkt hier auch den Service bietet, Kleidung zu √§ndern, in diesem Fall zu k√ľrzen. Der Verk√§ufer verneint kurz. Er bleibt aber zum ersten Mal stehen, w√§hrend er eine Antwort gibt. Nachdem das Ehepaar sich sichtlich entt√§uscht abwendet, l√§uft der Verk√§ufer weiter, ohne auch nur die Frage der f√ľnften Person abzuwarten.
Es ist 15:45 Uhr. Nun meldet sich eine junge br√ľnette Frau, die M√ľhe hat dem Verk√§ufer zu folgen, zu Wort. Sie fragt ihn, wo sie denn Geschenkpapier finde. Der Verk√§ufer stoppt abrupt und weist mit seinem rechten Arm in eine bestimmte Richtung. Er sagt kein Wort. Er scheint genervt. Sie rennt sogleich aufgeregt zum Regal, ohne sich auch nur noch einmal umzuschauen.
Ich schaue auf die Uhr: 15:50 Uhr. Prima. Noch 10 Minuten. Das m√ľsste zu schaffen sein. Ich muss ja nur meine Informationen einholen, zur Kasse laufen und bezahlen. Nachdem ich meine Frage gestellt habe, schaut der Verk√§ufer mich fragend an. Dann zuckt er mit den Schultern. Er nimmt die Verpackung des Tellers. Er schaut abwechselnd auf Verpackung und auf die meine Person. Mir scheint, als sei er ahnunglos. Er entschuldigt sich und meint, er habe keine Zeit und wisse auch nichts genaueres.
Ich nehme den Teller etwas traurig an mich, packe ihn zur√ľck ins Regal und begebe mich zur Kasse, mit dem Wissen wieder kein sch√∂nes Geschenk f√ľr meinen Schwiegervater gefunden zu haben.
Es ist 15:58 Uhr. Im Supermarkt kehrt langsam Ruhe ein. Ich bin einer der letzten Kunden. Ich zahle.

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Renton,
das ist zwar etwas aufzählerisch,aber dennoch liefert es Bilder dazu..vor allem die älteren Herrschaften..die auch gleich noch ändern lassen wollen.
Ja,und solch Art von Verkäufern gibts ja auch..

"Stoisch (kann man das so nennen,denn er läuft doch so.. rum..?)oder ohne eine Miene zu verziehen..entschuldigt er sich,schaut auf seine Armbanuhr und entschuldigt sich damit,das leider nun das Geschäft schliesse und ich mich bitte zur Kasse begegebn soll." Na toll!
Nur so ein gedanke..
lG
Sanne

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