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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Einladung zum Essen
Eingestellt am 30. 01. 2010 09:52


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Carina M.
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2009

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Die Einladung kam ├╝berraschend. Rita freute sich auf den Abend mit Fred, obwohl sie wusste, dass er eigentlich ein Chaot war aber eine letzte Chance wollte sie ihm noch geben.
Fred wollte sie von zu Hause abholen um dann mit ihr zu ihrem Lieblingsrestaurant zu fahren.
Er kam.
P├╝nktlichkeit aber war keineswegs eines seiner positiven Merkmale.

Rita hatte sich chic gemacht f├╝r diesen Abend. Schwarzer Minirock, schwarzes Top und den Silberschmuck angelegt, der modisch aber dezent war.
Dazu die hochhackigen Schuhe, halterlose Str├╝mpfe, seidenglatt. Ein leiser Hauch von *Obsession, mit leicht zimtiger Note, den Duft den sie so sehr mochte, ging von ihr aus.

Dann stand er vor ihr und sie dachte: "Ist ja wieder einmal typisch f├╝r ihn."
Sie hatte gehofft, er w├╝rde sich diesmal auch ein wenig M├╝he geben mit seiner Kleidung aber er hatte nur seine alte, schmuddelige, verbeulte Jeans an. Dazu ein T-Shirt, dessen einstige Farbe nicht mehr genau zu definieren war.
"Ich sollte mir dadurch nicht die Laune verderben lassen",
dachte sie sich, "was hatte ich denn auch erwartet?"

Sie betraten das Lokal und wies ihnen den reservierten Tisch zu. Auf die Frage des Kellners, nach den Getr├Ąnken, antwortete Fred "Zwei Bier"
"Nein, f├╝r mich bitte eine Cola".
Sie mochte kein Bier und das h├Ątte er wissen m├╝ssen.
Warum macht er das nur immer? Er bestellt einfach ohne R├╝cksicht auf ihre W├╝nsche.

ÔÇ×Na, wenigstens kann ich mir mein Essen selber aussuchen,ÔÇť dachte Rita.
Sie schaute in die Speisekarte und w├Ąhlte dann die Leber nach Zigeuner Art, mit Paprika und ger├Âsteten Zwiebeln, dazu gab es einen gemischten Salat.
Fred nahm den extragro├čen Grillteller mit verschiedenen Fleischsorten, Reis, Pommes frites und Krautsalat.

Der Ober brachte das Essen und w├╝nschte : ÔÇ×Guten Appetit.ÔÇť
Rita faltete sorgf├Ąltig ihre Serviette auseinander.
Fred griff gleich zu Messer und Gabel und machte sich sofort ├╝ber seinen Teller her und fing an das Essen gierig in sich hineinzuschaufeln.
"Wann hat er das letzte Mal etwas gegessen?", fragte sich Rita

Leicht glitt das Messer durch die zarte Leber, sie nahm es mit der Gabel vorsichtig auf und f├╝hrte sie langsam zum Mund.
Beinahe, w├Ąre sie ihr von der Gabel gerutscht, als sie h├Ârte wie er anfing zu schmatzen.
"Na, Bravo", ging es ihr durch den Kopf, "es scheint ihm ja wirklich sehr gut zu schmecken."


Aber Rita wollte sich den Appetit nicht verderben lasen, es geschah schlie├člich nicht sehr oft, dass sie zu einem Essen eingeladen wurde. So konzentrierte sie sich auf ihren Teller mit dem Reis und der k├Âstlichen Leber. Auch der gemischte Salat, schmeckte vorz├╝glich. Der gr├╝ne Blattsalat mit Tomaten, Gurke, Radieschen, frischen Zwiebeln mit Joghurtso├če, sah richtig lecker aus.

Befremdet schaute Rita auf seine Finger, die pl├Âtzlich auf ihrem Teller herumsuchten. Fred angelte nach ein paar Salatbl├Ąttern, nach der Zwiebel und einem St├╝ck von der Leber, das sie sich gerade abgeschnitten hatte.
Sie schaute ihn an, auf seinen Mund, der von der Salatso├če umrahmt war.

Fred erz├Ąhlte ununterbrochen von seinen neusten Errungenschaften und wie toll ihn die M├Ądels doch f├Ąnden. Alles mit vollem Mund.
Wenn ab und zu mal ein bisschen aus seinem Mund auf den Teller zur├╝ckfiel, st├Ârte ihn das wohl nicht allzu sehr oder er nahm es schon gar nicht mehr zur Kenntnis.

Dazu fuchtelte Fred mit dem Messer st├Ąndig vor ihrem Gesicht herum und manchmal zuckte Rita zusammen, wenn Fred ihr damit zu nahe kam.
Heftig und unruhig bewegte er seine H├Ąnde und seinen Kopf, auf dem sich schon die Haare stark lichteten
Fred war in seinem Element. Er r├╝lpste, nachdem er einen tiefen Zug aus seinem Bierglas nahm.

Auch das noch.
Da kann einem der Appetit aber wirklich vergehen und auf einen Nachtisch verzichtete sie gerne. Er schlug vor, noch einen Kaffee bei ihr zu Hause zu trinken, als kr├Ânenden Abschluss sozusagen. Dabei blinzelte er mit seinen listigen Augen, in denen ein verd├Ąchtiger Schimmer glitzerte.
"Oder vielleicht doch lieber ein Glas Wein?"


Freds s├╝ffisantes L├Ącheln, welches unter seinem Schn├Ąuzer zu erkennen war, sprach B├Ąnde.
Rita dachte nur,ÔÇť wenn er so sich so verh├Ąlt, wie er isst - dann will ich das lieber nicht riskieren.ÔÇť

Es war die letzte Einladung die sie von ihm angenommen hatte.
Sie war satt.


__________________
Alles was ich schreibe ist haschen nach Wind

Version vom 30. 01. 2010 09:52

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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

hallo carina,
abgesehen von etwas zu vielen details ├╝ber das essen, ist die geschichte nicht stimmig:

"...ihrem Lieblingsrestaurant zu fahren. -
es geschah schlie├člich nicht sehr oft, dass sie zu einem Essen eingeladen wurde."
es ist ihr lieblingsrestaurant, obwohl dann wiederum gesagt wird, dass sie nicht oft eingeladen wird, also geht sie dort sonst allein essen?

es ist also nicht ganz zu verstehen, dass sie sich dann so auf das essen mit diesem typ freut, weil sie ihn und seine schlechten gewohnheiten ja bereits kennt, auch aus vorangegangenen einladungen:

"Ist ja wieder einmal typisch f├╝r ihn." -
Warum macht er das nur immer? -
Es war die letzte Einladung die sie von ihm angenommen hatte."

es w├Ąre also besser, wenn dies die erste einladung zum essen mit diesem msnn w├Ąre und sie erst dadurch seine schlechten manieren erkennt.

liebe gr├╝├če suzah



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Carina M.
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Hallo Suzah,

erst mal vieles Dank f├╝rs Lesen und deinem Kommentar zu meiner Geschichte.

Du wei├čt doch, die Hoffnung stirbt zuletzt und das dachte sich sicherlich Rita.
Letzte Chance f├╝r den Typ, bevor sie endg├╝ltig aufgibt.

Die Geschichte ist in soweit stimmig, weil sie genauso passiert ist.
Dass ich das Essen so genau beschrieben habe liegt daran, dass eine Schreibaufgabe hie├č: *Beschreiben Sie ein Essen und was dabei passierte.*

Liebe Gr├╝├če aus einer verschneiten Winterwelt,
Carina
__________________
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suzah
Guest
Registriert: Not Yet

hallo carina,

ok jetzt verstehe ich, warum du es so geschrieben hast, obwohl dein prot eigentlich h├Ątte wissen m├╝ssen, dass dieser typ sich unver├Ąndert mies benimmt. vielleicht solltest du etwas mehr herausarbeiten, warum (sie liebt ihn trotz allem?) sie dem typ noch eine chance geben wollte. das geht nicht so ganz daraus hervor.

liebe gr├╝├če suzah

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Carina M.
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Hallo Suzah,

ich denke du hast Recht, ich sollte es zu Anfang ein bisschen deutlicher werden lassen, damit der Leser nicht zu viel gr├╝beln muss.
Die liebe Rita ist sehr geduldig aber selbst ihr wird das irgendwann zu viel oder zu wenig, wie man's nimmt.
Ob sie ihn liebt...hm wei├č ich nicht.

Lieben Gru├č,
Carina
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Carina M.
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Hallo Steyrer.
danke f├╝rs Lesen und deinen Vorschlag.

Warum sollte ich in der Ichform schreiben?
Es ist Ritas Geschichte und darum hat sie auch nichts im Tagebuch zu suchen.

Noch Fragen?

Lieben Gru├č,
Carina

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Carina M.
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So... ich habe nun den Anfang der Geschichte von Rita und Fred etwas umgeschrieben und hoffe, es wird jetzt ein bisschen verst├Ąndlicher.
LG Carina
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