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Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Einsamkeit und Tod
Eingestellt am 19. 02. 2007 09:20


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caijotie
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Feb 2007

Werke: 3
Kommentare: 0
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Die Welt ist ein Krebs, der sich selbst auffri├čt
Die Erde ist der warme Brei aller Toten,
Das Universum ein Lungenbl├Ąschen
Die sanfte Leere. Der tiefe Horizont. Das wei├če Rauschen
Die duftende Ewigkeit. Der Raum fri├čt die Zeit
Der Himmel ist ein blaues Auge, das sich nicht mehr schlie├čt
Bl├Ątterfall und Schweigen. Die Stille kommt mit Fl├╝geln
Blaugr├╝ne H├╝gel, kahle Birken, wei├če Finger, schaumige Wiesen
Gr├╝ne Geister und Vogelschaum. Hier sind die Winde verankert…
Moose, K├Ąfer, denkende Sandhaufen, Urschlamm, ein grauer Zeh
Der Regen ist alt geworden…
Das Gras unter den H├Ąnden ist verlockend wie ein Selbstmord
In jedem Baum, in jedem Ast w├Ąchst die Wahrheit…
Ein welkes vorj├Ąhriges Blatt schaukelt langsam zur Erde:
Ein Gleiten, ein Loslassen, das ohne Wissen sein Ziel kennt…
Seelenbeschrittene F├Ąden. Unbelebte Pl├Ątze im Innern, schweigend und wund
Das Ged├Ąchtnis besteht aus Fangarmen, Adern, Blasen, Rissen und Milben
Die Liebe gleicht einer Larve, die beim Schl├╝pfen stirbt
Die Asche der Vergangenheit w├Ąchst an den F├╝├čen herauf
Die Zeit springt zur├╝ck. Wie ein Klumpen kommt die Kindheit in die Kehle
Bilder wie Faulblasen. Gekammerter Schmerz. Erinnerungen wie Brandeisen
Die Zeit gerinnt zu etwas Gewesenem, zu etwas Verwesendem
Die Zukunft ist ein schmutziger verschlossener Spiegel
Leben ist Staub zwischen den Zehen
Leben ist Staub zwischen den Z├Ąhnen
Leben ist Staub bei├čen
Leben ist Ertrinken, durch Wasser fallen, zu Boden
Der Mensch, der nicht wird, vergeht…
Die Welt l├Âst sich auf, Zeitfetzen zur├╝cklassend
Man ist da und lebt ungeboren
Man ist noch nicht geboren und stirbt bei der Geburt
Die Lungen f├╝llen sich nicht,
Das Herz f├Ąngt nicht an zu schlagen
Am Ende des Lebens bl├Ąht sich der sterbende Stern ein letztes Mal auf und br├╝llt
Hinter dem ├ťbergang verrottet das Auge Gottes
Der Tod ist der Aufstieg in die ├Ąu├čersten Bereiche der M├╝digkeit
Der Wunsch kommt auf, wieder zum Ausgangspunkt zur├╝ckzukehren:
In die Geb├Ąrmutter
Ins Unbewusste
Ins Formlose
In die mondhelle Nacktheit

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