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Leselupe.de > Gereimtes
Einspruch!
Eingestellt am 17. 10. 2008 13:32


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Vera-Lena
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Einspruch!

Das Wiesel von Herrn Morgenstern
den Marmor hat es heut sehr gern.
Es gleitet wie auf Rutschesocken
hinab von diesem großen Brocken.
Den Kiesel mochte es nicht mehr,
es wurde Revolutionär
und rief: Herbei, ihr, Maus und Igel,
doch schenke ich euch keinen Ziegel,
auch keinen Stein mit Kalkgehalt,
ich war nie eine Reimgestalt
und fühle mich auch nicht geschmeichelt,
wenn man mich frech mit Reimen streichelt.
Schon gar nicht liegt mir die Ästhetik.
Wo bleiben Wahrheit hier und Ethik????!!!
So schrie es tierisch wieselrisch
und machte endlich reinen Tisch.

(Das ästhetische Wiesel von Christian Morgenstern
vertreten von der Anwaltskanzlei Vera-Lena & Partner)






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Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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OlafMietender
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dies lesend denk ich vor mich hin:
wie gut, dass ich kein wiesel bin
und keinen anwalt nötig habe.

und weiter denk ich noch dazu:
oh Morgenstern! hin ist die ruh'.
gewiss drehst du dich um im grabe,

da man dein geistreiches gedicht
so schräggereimt verhohnepicht ...

mit gruß: OM, der reimer.


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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Da scheinst Du den guten Morgenstern nicht so gut zu kennen, lieber Olaf.

Solche geistreichen, humorvollen Menschen können über sich selbst lachen, und sie würden ein solches Gedicht als Hommage auffassen. Wenn ich davon nicht überzeugt wäre, hätte ich diesen Text nicht geschrieben. "Das Wiesel" von Christian Morgenstern ist ein derart hochkarätiger Text, dass er sich durch nichts und gar nichts auch nur irgendwie ankratzen lässt.

Schade, dass Du das anders siehst! Deine Bewertung erscheint mir nicht gerechtfertigt.

Liebe Grüße von Vera-Lena
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OlafMietender
Festzeitungsschreiber
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schade einerseits, liebe Vera-Lena, dass es gerade dir, die du doch Morgenstern-kennerin und -liebhaberin bist und den feinen humor des geistreichen meisters nebst seiner fähigkeit, über sich selbst lachen zu können, zur verteidigung deines textchens ins feld führen musst, eben daran zu gebrechen scheint - an humor und der fähigkeit, über dich selbst lachen zu können. mich deucht, du nähmest deinen text sehr ernst. mag aber sein, ich irre mich ...

gut aber andererseits, dass Morgensterns "Wiesel" - wie du ja selbst betonst - "ein derart hochkarätiger Text [ist], dass er sich durch nichts und gar nichts auch nur irgendwie ankratzen lässt." - insofern bist du allemal auf der sicheren seite, selbst mit einer derart unbeholfenen und kindlich zwangsgereimten (gleich im zweiten vers musst du den satzbau vergewaltigen, damit der endreim stimmt; elegant ist das nicht; "mehr - Revolutionär", "Ethik - Ästhetik" sind unrein; die ganze chose wirkt furchtbar gezwungen, da ist keinerlei leichtigkeit oder brillanz in der sprache; "statt geist und witz und dichterethik: die abziehbildchen-nullästhetik) "hommage".

beste grüße, OM.

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OlafMietender
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ich bedauere selten etwas.

seltsam, vorhin hatte ich den eindruck, der text sei dir wichtig ...
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