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Leselupe.de > Gereimtes
Einst und heute (fette Jahre)
Eingestellt am 01. 10. 2010 22:49


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wittig
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2010

Werke: 12
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Einst war ich schlank und durchtrainiert -
heut bin ich mÀchtig, ungeniert.
Auch war ich freundlich, lieb und nett -
dato bin ich nur noch fett.

Das Treppensteigen fiel mir leicht -
nun schwitze ich beim Abstieg gleich.
Beim Sex da geht schon lang nichts mehr -
Lust spĂŒr ich nur noch beim Verzehr.

Einst wollte ich die Welt bewegen -
heut möcht ich mich ins Bett nur legen.
Oft fragt ich mich was Atmung ist -
jetzt spĂŒr ich sie bei jedem Mist.

Den Lippen fÀllt das Lachen schwer -
doch das Weinen noch viel mehr.
Der Spiegel zeigt mir mein Gesicht
und ich sag nur, das bin ich nicht.

Einst war ich straff und attraktiv -
heut blĂŒht die TrĂ€gheit ganz massiv.
Und Tag fĂŒr Tag schwör ich mir nun -
ab morgen werd ich etwas tun.

Doch wie gewohnt und unspontan
verfall ich stetig meinem Wahn.
Drum werd ich baldigst aufersteh`n
um danach schwer zur Ruh zu geh`n.


__________________
DW - Wer viel zitiert, sich selbst verliert.

Version vom 01. 10. 2010 22:49
Version vom 01. 10. 2010 23:20
Version vom 02. 10. 2010 09:15
Version vom 02. 10. 2010 09:35

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
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Hallo wittig,

grundsÀtzlich ein Thema, das sich zur humorvollen Inszenierung anbietet; schade nur, dass es sich in Wiederholungen mit anderen Worten verliert und keine Spannungskurve hat. Da wÀre weniger mehr und eine Pointe gefragt.
Diese zwei augenfÀlligen Fehler korrigiere bitte bald möglichst:

quote:
Den Lippen fÀllt das lachen schwer -
doch das weinen noch viel mehr.

GrĂŒĂŸe von Elke



__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Pelikan
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Wittig,
ich bin auch der Meinung, dass dies ein Thema ist, welches man humorvoll gestalten kann. Es ist ja nicht so, dass ich keinen Humor hier sehe, sondern ich finde, dass hier einiges
irgendwie "doppelt", vom Sinn her.
Zum Beispiel spricht die 1. Strophe vom "einst war ich
schlank und durchtrainiert", was ja nicht viel anderes bedeutet als das in der 5. Strophe behauptete: "einst
war ich straff und atraktiv". Auch spricht die zweite Zeile
von "heut bin ich mÀchtig" und die vierte beteuert "bin ich nur noch fett", was vom Sinn auch nicht viel anders ist.
Wobei ist in der ersten Strophe einen kleinen Fehler sehe
und zwar es fehlt ein Komma hinter mÀchtig. Ohne Komma ergibt es einen anderen Sinn:


quote:
Einst war ich schlank und durchtrainiert -
heut bin ich mÀchtig ungeniert.


MĂ€chtig ungeniert bedeutet fĂŒr mich: Ich bin mĂ€chtig schamlos, benehme mich ungeniert. Dies kann auch ein Schlanker tun. Schenkt man dem Ganzen jedoch ein Komma:


Einst war ich schlank und durchtrainiert -
heut bin ich mÀchtig, ungeniert.


bekommt es ein Gegengewicht zum "schlank und durchtrainiert",
sprich:Heut bin ich mĂ€chtig (im Sinne von KörperfĂŒlle, von
wummig etc.) und dies ungeniert.

In der 4. Strophe reitet man wieder auf dem Gewicht herum
(zum zigsten Male) - jetzt ist es der Spiegel,
welcher das Gewicht zeigt.

Fazit ist, man könnte dieses Gedicht kĂŒrzen/straffen.
Die Inhaltlichen Doppelungen streichen. Zum Beispiel könnte der Spiegel in der 4. Strophe mal das Gesicht zeigen, anstatt des Gewichtes - auch Gesichter werden dicker, können aufgedungsen wirken, resigniert, desinteressiert.

Was mir absolut nicht gefÀllt ist die letzte Strophe.
Die hat nicht nur keinen Humor, die ist auch sprachlich
geradezu verquĂ€lt und steht im krassen Gegensatz zu den anderen, die ja fließen.

Ich wĂŒrde sogar sagen, man sollte diese Stophe weglassen und
das Gedicht mit der vorletzten enden lassen:



quote:
Doch wie gewohnt und unspontan
verfall ich stetig meinem Wahn.
Drum werd ich baldigst aufersteh`n
um danach schwer zur Ruh zu geh`n.


mit herzlichen GrĂŒĂŸen, Pelikan








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wittig
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2010

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Einst und Heute

Liebe ENachtigall, lieber Pelikan

Vielen Dank fĂŒr eure nette UnterstĂŒtzung.

Selbst mir gefiel die letzte Strophe nicht sonderlich, jedoch diente sie mir als Alibi. Ich wollte damit das leidige Thema
Schlankheitswahn und Fettleibigkeit mit einem Augenzwinkern abschließen, um nicht falsch verstanden zu werden.

Nun ist sie weg - und ich fĂŒr mich gut dabei.

lg Dirk
__________________
DW - Wer viel zitiert, sich selbst verliert.

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wittig
AutorenanwÀrter
Registriert: Sep 2010

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Ich meinte natĂŒrlich "ich FÜHL mich gut dabei" .

Manchmal können meine Augen den Fingern nicht mehr folgen.

lg Dirk
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DW - Wer viel zitiert, sich selbst verliert.

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