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Leselupe.de > Kurzprosa
Einstmals in Jemen
Eingestellt am 15. 10. 2004 17:54


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Nina K
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Violettes Licht vibriert in der Luft und die Zikadenschreie versterben mit der Glut des sinkenden Tages. Am Treffpunkt bin ich viel zu fr├╝h, wie jedes Mal bisher. So lasse ich mich auf die verdorrten Grassoden fallen. Blicklos suche ich Wolken, dann wei├č ich es pl├Âtzlich: Heute warte ich erstmals umsonst.

Schatten sammeln sich zu T├╝rmen und breiten sich aus. Die Dunkelheit flutet den Tag. Unter den fleischigen B├╝schen sammeln sich Gl├╝hw├╝rmchen. Wenn das Warten auch sinnlos ist, will ich nicht fort. Ein magischer Ort: F├Ąllt mir ein.

Die Mondsichel schwingt sich als altdeutsches Z am Horizont. Mich erinnert das an meinen Vater. Der Mond nimmt heutÔÇÖ zu, so lehrte er mich. In der Schw├Ąrze des Himmels verstecken sich Sterne und hoffen auf einen Namen; frivoles Verhalten im lichtklaren Sein. Wollen Sterne denn Namen: Frage ich mich?

Die Stille schweigt niemals. Auch das lerne ich in dieser Nacht. Zerlumpt wirft ein letzter Windhauch die Bl├Ątter. Dann sammelt sich K├╝hle am Boden und sucht noch nach Tau. D├╝rstend strecken sich Halme; vertrocknet sind sie schon fast so, wie mein Mut. Erinnerungsfl├╝sternd klingt gepresst mein: Ich wusste.

Verschwenderisch ist der Heimweg in Kummer getaucht. Die aufschwingende Sonne verpassend, kehre ich ihr den R├╝cken. Trotzig schwirrt eine M├╝cke durch kalten Dunst. Als sich das erste Licht am Horizont kelternd entdeckt, rinnt diese Tr├Ąne. Glasklar erbricht sich die Wahrheit: Ich war heute wirklich zum letzten Mal dort.


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bonanza
Guest
Registriert: Not Yet

am anfang schw├╝lstig ├╝berfrachtet - klingt dein text
ungekonnt nach anf├Ąngerehrgeiz.

aber dann entsch├Ądigen die n├Ąchsten abs├Ątze. die sind
hervorragend und klar geschrieben. nur am ende f├Ąllst
du wieder zur├╝ck in die verkrampfung, deine gef├╝hle besonders dicht und metaphorisch her├╝berzubringen.

bon.

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