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Leselupe.de > Ungereimtes
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Eingestellt am 27. 06. 2008 17:58


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HerbertH
???
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Lang hab ich Leben getrunken,
gedankenlos. Gedanken
des Loses, nun denke ich sie.

Das Los der Gedanken, trunken
macht's mich, den lang
schon Enthaltsamen.

Lang hab das Ist ich gelebt,
oberfl├Ąchlich. Ob es flach
ist und bleibt, es wird mir
nun wichtig, mein Leben.

Ob Erleben dauerhaft sei,
das Ist aber l├Ącherlich?
Ich tauche, aus der Tiefe,
noch l├Ąchle ich, an die Oberfl├Ąche.

Version vom 27. 06. 2008 17:58

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Thys
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo HerbertH,

im Prinzip gef├Ąllt's mir.
der Text "scheint" beim ersten Lesen etwas widerspr├╝chlich.
Absicht?!

In Strophe 1 trinkst Du gedankenlos (vor Dich hin). Dann
erkennen die Gedanken Dein Los, Du akzeptierst, denkst sie.

In Strophe 2 wirst Du von der neu erkannten gedachten
Erkenntnis trunken (nat├╝rlich dieses Mal ohne Alk).
Enthaltsam interpretiere ich hier als Lebensenthaltsam.

In Strophe 3 kommt die Quintessenz aus 1 und 2. Die
Erkenntnis, dass ein reales Leben (wie auch immer) in jedem
Fall besser als ein bet├Ąubtes ist.


Ob Erleben dauerhaft sei,
das Ist aber l├Ącherlich?

Das ist meiner Meinung nach ├╝berfl├╝ssig.


Ich tauche, aus der Tiefe,
noch l├Ąchle ich, an die Oberfl├Ąche.

Das sieht hier jetzt wie ein kompletter Widerspruch aus.
Ich sehe es aber so. Aus der dumpfen, dunklen Tiefe des
Suffs an die Oberfl├Ąche des bewussten (Er)Lebens.

"Noch l├Ąchle ich". Ein zwiesp├Ąltiges Gef├╝hl. Die Freude
├╝ber die Erkenntnis, ├╝ber den Abschied vom Suff und
gleichzeitig eine schlummernde Angst, was LI erwartet und
ob sich die "neuen" Hoffnungen erf├╝llen.

Gru├č

Thys

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HerbertH
???
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Hallo Thys,

zum Teil widerspr├╝chlich, vielleicht auch gebrochen: Das ist gewollt, weil auch Thema, insbesondere soll das Komma hinter der Tiefe stehen.

Die von Dir angef├╝hrten Zeilen sind letztlich auch dem Spiel mit der Sprache geschuldet, aber auch stark thematisch f├╝r mich:

Alkohol ist nicht das Thema, wie es vielleicht scheint, die erste Zeile f├╝hrt den Leser da sicherlich leicht auf die falsche F├Ąhrte.
Ich denke mal über eine Änderung dieser Zeile nach.

Denn eigentlich geht es mir um die Wahrnehmung des eigenen Erlebens, ob das oberfl├Ąchlich oder tiefgr├╝ndig ist, ob man so leicht an der Oberfl├Ąche dahinpl├Ątschert oder es schafft, genauer ├╝ber sich nachzudenken.

Vielen Dank f├╝r die Auseinandersetzung mit dem Gedicht.

Liebe Gr├╝├če

Herbert

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HerbertH
???
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Ich habe einige kleine Änderungen vorgenommen, damit klarer zum Ausdruck kommt, was mir wichtig ist.

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