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Leselupe.de > Kindergeschichten
Eisbad
Eingestellt am 02. 10. 2009 18:11


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Lio
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„Verdammt, verdammt, verdammt!“, rief Benjamin und feuerte die KrĂŒcken auf den Boden. Dann stand er etwas unbeholfen in der Mitte seines Zimmers. Benjamin hatte nĂ€mlich einen Gipsfuß und konnte deshalb nur mit den KrĂŒcken laufen.
Eine Weile lang stand er einfach nur da und dachte darĂŒber nach, wie er jetzt in seine Playmobilspielecke gelangen könnte. Die KrĂŒcken lagen ja auf dem Boden und bĂŒcken konnte er sich nicht so gut, weil er nur auf einem Bein stehen konnte.
Weil er so angestrengt nachdachte, vergaß er sogar, was am Morgen passiert war. Als seine Mama aber den Kopf durch die TĂŒr steckte, um zu sehen, was los sei, erinnerte er sich wieder an alles.
„Verdammt, verdammt, verdammt!“, fing er wieder an zu rufen und schaute seine Mama böse an.
„Was ist denn los? Ist was passiert?“, fragte seine Mama.
Aber Benjamin hatte keine Lust, ihr zu antworten. Er setzte sich auf den Boden und kroch zu seiner Playmobil-Burg.

„Verdammt und zugenĂ€ht!“, flĂŒsterte er noch einmal, als er zu spielen anfing, und dann erinnerte er sich wieder daran, wie seine Patentante immer sagte, dass sie dies oder jenes umbringen wĂŒrde. Sie sagte zum Beispiel: „Das schlechte Wetter bringt mich noch um!“, oder „Die verstopften Autobahnen bringen mich noch um!“. Deshalb flĂŒsterte Benjamin jetzt: „Dieser blöde Gipsfuß bringt mich noch um!“

Der Grund fĂŒr Benjamins schlechte Laune hatte nĂ€mlich mit seinem Gipsfuß zu tun. Ihn störte es vor allem, dass die anderen Kinder nach dem LĂ€uten immer von den SchulbĂ€nken aufsprangen und nach draußen rannten, wĂ€hrend er mit den KrĂŒcken hinter ihnen her humpeln musste. Noch viel schlimmer war aber, dass die Lehrer und Lehrerinnen ihm dann immer die TĂŒren aufhielten und ihm dabei halfen die Treppen hinunter zu steigen. Bis jetzt war alles immer glimpflich verlaufen, aber heute Morgen war genau das passiert, was Benjamin immer zu verhindern versucht hatte. Als die Englischlehrerin Frau Aarlt mit ihm die Treppe hinuntergegangen war und fĂŒr ihn seinen Rucksack hielt, kam der dicke Norbert zufĂ€llig vorbei gerannt. Als er Benjamins Rucksack in den HĂ€nden von Frau Aarlt sah, blieb er mit aufgeblasenen Backen stehen und starrte sie an. Dann drehte er sich um und rannte wieder weg. Aber Benjamin hatte noch ganz genau gehört, was der dicke Norbert beim Umdrehen gemurmelt hatte: „Totaler Streber!“. Und genau das hatte er in der großen Pause dann auch ĂŒberall herum posaunt: Dass Benjamin ein „totaler Streber“ sei, weil er sich von der Frau Aarlt den Rucksack tragen ließe.

Als Benjamin jetzt daran dachte, was am Morgen passiert war, runzelte er wieder die Stirn und vergaß sogar mit dem Playmobilritter zur Burg zu reiten.
Benjamin war der Meinung, dass er jetzt in ernsten Problemen steckte. Ein Streber zu sein, war nĂ€mlich nicht ohne. Wer einmal ein Streber war, bekam diesen Ruf nur ziemlich schwer wieder los. Außerdem konnten Streber keine Bandenmitglieder der „Bad Dogs“ werden und bei denen wollte Benjamin mitmachen. Er hatte sich sogar schon nach der Mutprobe erkundigt, die darin bestand bis zur Mitte des vereisten Schulteichs zu gehen.
Auf einmal fiel es Benjamin wie Schuppen von den Augen. NatĂŒrlich, das war die Lösung. Er musste am nĂ€chsten Tag nur auf den vereisten Schulteich stapfen und hĂ€tte damit sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Erstens wĂ€re er dann kein Streber mehr, weil sich Streber so etwas nicht trauen, und zweitens wĂ€re er dann ein vollwertiges Mitglied der „Bad Dogs“. Sofort war Benjamins schlechte Laune verflogen und er freute sich jetzt sogar auf den morgigen Schultag.

Als Benjamin am nĂ€chsten Morgen ins Klassenzimmer humpelte, wehte ihm im wahrsten Sinne des Wortes ein kĂŒhles LĂŒftchen entgegen. Sein Platz in der vorletzten Reihe war besetzt. Da saß jetzt Daniel. Der einzige freie Platz befand sich in der ersten Reihe, genau gegenĂŒber vom Lehrerpult. Als Benjamin nach vorne ging, hörte er sogar irgendjemanden „Streber“ zischen, aber das juckte ihn jetzt ĂŒberhaupt nicht mehr. Er wusste ja, dass spĂ€testens nach der großen Pause einiges geklĂ€rt wĂ€re. Noch bevor die Chemielehrerin Frau Baktus den Klassenraum betreten hatte und alle schon saßen, stand Benjamin auf, drehte sich zur Klasse um und sagte: „Übrigens werde ich nachher noch auf den Teich gehen!“ Da brach ein großes Durcheinander im Klassenzimmer aus und auch als Frau Baktus schon an der Tafel stand und „Hey, Hey, Hey!“ rief, wollte keine rechte Ruhe einkehren.
Es war nĂ€mlich erst Dezember und bis jetzt hatte sich noch niemand getraut auf den Teich zu gehen. Sogar die großen Siebt- und AchtklĂ€ssler waren immer nur am Rand gestanden und hatten mit der Fußspitze die Dicke des Eises getestet. „Kann man noch nicht drauf gehen!“ hatten sie jedes Mal einhellig geurteilt.

Als dieses Mal die Pausenglocke lĂ€utete, rannte niemand hinaus, so dass Benjamin nicht mit Frau Baktus alleine zurĂŒckblieb. Man tat jetzt sogar alles erdenkliche, um Benjamin behilflich zu sein. Florian hielt ihm die KlassentĂŒr auf, Öktan trug seinen Schulranzen und Alina kontrollierte den Boden auf PfĂŒtzen, damit er mit den KrĂŒcken nicht ausrutschte.
Als sie beim Teich angelangt waren, war Benjamin dann aber doch etwas mulmig zu Mute. Genau zehn Schritte brauchte man zur Mitte des Teiches. Das hatten sie ja schon x- Mal ausgemessen. Aber Benjamin hatte keine Ahnung, wie er mit den KrĂŒcken auf dem Eis laufen sollte. Außerdem sah das Eis wirklich ziemlich dĂŒnn aus und Benjamin war nicht so scharf darauf ein „Eisbad“ zu nehmen.
Aber er war sich natĂŒrlich auch im Klaren darĂŒber, dass es jetzt kein ZurĂŒck mehr gab. Wenn er jetzt klein bei geben wĂŒrde, wĂ€re er fĂŒr alle Ewigkeit ein „totaler Streber“ und die Mitgliedschaft bei den Bad Dogs könnte er außerdem vergessen.
Um die Dicke des Eises zu testen, klopfte Benjamin erst einmal mit der KrĂŒcke auf die EisoberflĂ€che und nickte dazu stirnrunzelnd mit dem Kopf. Genauso nickte sein Papa immer, wenn er etwas Wichtiges in der Zeitung las und dass die Dicke des Eises jetzt etwas ganz besonderes Wichtiges war, darĂŒber gab es fĂŒr Benjamin keinen Zweifel. Dann sagte Benjamin, „nun mal sehen!“. „Nun mal sehen!“, sagte Opa Ernst nĂ€mlich immer, wenn ihm Benjamin seine neuen Playmobilfiguren prĂ€sentierte oder ihm sein Zeugnis zeigte. Benjamin fand, dass man gut „nun mal sehen!“ sagen konnte, wenn man die Dicke einer Eisschicht testete. „Nun mal sehen!“ klang nĂ€mlich sehr erwachsen.
Nachdem er eine Weile auf der EisoberflĂ€che herum geklopft hatte, bemerkte er, dass seine MitschĂŒler ungeduldig wurden. Deshalb platzierte er vorsichtig beide KrĂŒcken auf die EisoberflĂ€che und schwang sich dann mit seinem gesunden Bein herĂŒber. Zu seiner Erleichterung stellte er fest, dass das Eis unter ihm hielt, als er mit seinem gesamten Gewicht darauf stand. Es knackte nicht einmal. Um ihn herum war es jetzt still geworden. Alle schauten ihm gespannt zu. Aus den Augenwinkeln sah Benjamin, dass sogar die großen Siebt- und AchtklĂ€ssler, die ein paar Meter weiter weg standen, zu ihm herĂŒber blickten.
Vorsichtig setzte er die KrĂŒcken ein weiteres Mal in Richtung Mitte des Teiches auf.

Es war schwierig einen guten Halt zu finden, weil das Eis spiegelglatt war. Aber auch nach dem zweiten Nach-Vorne- Schwingen stand er sicher auf dem Eis. Von einem Knacken oder einem Riss im Eis keine Spur. Benjamins Herz, das die ganze Zeit ziemlich wild geschlagen hatte, beruhigte sich ein wenig. Er murmelte noch einmal „nun, mal sehen!“ in sich hinein und setzte ein weiteres Mal die KrĂŒcken aufs Eis, schwang sich nach vorne und dann nochmal und nochmal. Er war fast bei der Mitte angekommen, als er vom Rand des Teichs die erboste Stimme des Aufsichtslehrers Herrn RĂŒge hörte, der schrie, er solle sofort da ÂŽrunterkommen. Der Ruf von Herrn RĂŒge erschreckte Benjamin so sehr, dass er halb herumfuhr, dabei das Gleichgewicht verlor und der LĂ€nge nach auf den zugefrorenen Teich klatschte. Der Aufprall seines Körpers aber hatte zur Folge, dass das dĂŒnne Eis jetzt doch ganz bedenklich knarrte, und gerade als Benjamin sich halb aufgerichtet hatte und nach seiner KrĂŒcke greifen wollte, machte es „Krattschhh“ und brach unter ihm weg. ZunĂ€chst erst einmal wusste Benjamin gar nicht so richtig, wie ihm geschah, als das Eis unter ihm brach und er in das kalte Teichwasser stĂŒrzte. Als Benjamin untertauchte, stellte er sofort zwei Dinge fest: Erstens, dass das kalte Wasser pikste und zweitens, dass seine Klamotten ziemlich schnell ziemlich schwer wurden. Zum GlĂŒck war der Teich nicht so tief, so dass er bald Boden unter die FĂŒĂŸe bekam. Als er stand und mit dem Kopf wieder aus dem Wasser guckte, bemerkte er, dass sich da am Ufer ein ziemliches Spektakel abspielte. Herr RĂŒge ruderte wild mit den Armen und bedeutete ihm zurĂŒck ans Ufer zu kommen, die MĂ€dchen kreischten, ein paar seiner MitschĂŒler grinsten, andere ahmten Herrn RĂŒge nach. Benjamin fand, dass das ziemlich witzig aussah, wie sie mit ihren Armen vor sich herum wedelten. Er fand, dass das so aussah als ob sie MĂŒcken fangen wollten.
Plötzlich bekam er von der Seite ein Seil gegen den Kopf. Er schaute nach links, in die Richtung, aus der das Seil geworfen worden war, und sah die großen Siebt- und AchtklĂ€ssler, die zu ihm herĂŒber riefen, er solle sich am Seilende festhalten. Das tat Benjamin dann auch. Bald hatten ihn die großen Siebt- und AchtklĂ€ssler herausgezogen und Benjamin lag, mit klappernden ZĂ€hnen und am ganzen Körper zitternd, vor ihnen am Ufer.
„Wir haÂŽm doch gesagt: kann man noch nicht drauf gehen!“, sagte einer von ihnen zu dem zitternden Benjamin. Dann kam auch schon Herr RĂŒge angestĂŒrmt und wollte mit Benjamin sofort ins Lehrerzimmer, um ihm trockene Klammotten anzuziehen. Herr RĂŒge war sogar so aufgeregt, dass er vergaß, dass Benjamin mit seinem Gipsfuß ja gar nicht laufen konnte. Die KrĂŒcken lagen aber immer noch auf der vereisten TeichflĂ€che, genau neben dem Loch, in das Benjamin hinein gefallen war. Erst als Gil, der AnfĂŒhrer der Bad Dogs, auf den Gipsfuß von Benjamin zeigte und Herrn RĂŒge sagte, dass Benjamins Fuß gebrochen sei, schlug sich Herr RĂŒge mit der flachen Hand auf die Stirn, nahm Benjamin kurzer Hand Huckepack und galoppierte mit ihm Richtung Lehrerzimmer. Fast die ganze Klasse rannte mit dem galoppierenden Herrn RĂŒge mit.
Als sie vor der LehrerzimmertĂŒr standen und Herr RĂŒge seinen SchlĂŒssel heraus kramte, passierte dann schließlich doch genau das, was Benjamin davon ĂŒberzeugte, alles vollkommen richtig gemacht zu haben. Gil, der AnfĂŒhrer der Bad Dogs, flĂŒsterte ihm nĂ€mlich zu, dass er ĂŒberhaupt kein „totaler Streber“ sei, sondern die Mutprobe bestanden habe und jetzt Mitglied er Bad Dogs wĂ€re. Das machte Benjamin mit einem Schlag richtig glĂŒcklich, denn trocken werden, das wĂŒrde er schnell. Da musste er sich mit einem Handtuch nur ein bisschen abrubbeln und dann frische Sachen anziehen. Ein Mitglied bei den Bad Dogs zu sein, das konnte dagegen nicht jeder von sich behaupten. „Totale Streber“ schon gar nicht. Aber ein „totaler Streber“ war Benjamin ja jetzt sowieso nicht mehr.








Version vom 02. 10. 2009 18:11

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Raul Reiser
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Eisbad

Lieber Lio,
das erinnert mich ein bisschen an eine Szene aus KĂ€stners "Das fliegende Klassenzimmer".
Das muss kein Nachteil sein.
Aber ich meine, das Risiko, da abzusaufen, ist ein bisschen minimiert in Deiner Darstellung.
KĂ€stners Figur - ich erinnere grad nicht seinen Namen - war viel tiefer motiviert, sein Leben zu riskieren.
Bei Dir schwingt die Gewissheit des Überlebens mit - das passt fĂŒr mich nicht ganz zur Schilderung.
Es ist viel mehr Verzweiflung, wo eine/r sein Leben riskiert.
Das eigene Leben ist Alles!!
Viele GrĂŒĂŸe
Raul

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Donkys Freund
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Registriert: Not Yet

quote:
„Verdammt, verdammt, verdammt!“, rief Bernhard und feuerte die KrĂŒcken auf den Boden. Dann stand er etwas unbeholfen in der Mitte seines Zimmers. Bernhard hatte nĂ€mlich einen Gipsfuß und konnte deshalb nur mit den KrĂŒcken laufen.
Eine Weile lang stand er einfach nur da und dachte darĂŒber nach Komma wie er jetzt in seine Playmobilspielecke gelangen könnte. Die KrĂŒcken lagen ja auf den dem Boden und bĂŒcken konnte er sich nicht so gut, weil er nur auf einem Bein stehen konnte.
Weil er so angestrengt nachdachte, vergas vergaß er sogar, was am Morgen passiert war. Als seine Mama aber den Kopf durch die TĂŒr steckte, um zu sehen, was los sei, erinnerte er sich wieder an alles.
„Verdammt, verdammt, verdammt!“, fing er wieder an zu rufen (und hörte auch auf, besser: "rief er wieder") und schaute mit vor Zorn gerunzelten Augenbrauen (konstruiert)seine Mama an.
„Was ist denn los? Ist was passiert?“, fragte seine Mama.
Aber Bernhard hatte keine Lust Komma ihr zu antworten. Er setzte sich auf den Boden und krabbelte zu seiner Playmobil-Burg.

„Verdammt und zugenĂ€ht!“, flĂŒsterte er noch einmal, als er zu spielen anfing und dann erinnerte er sich wieder daran, wie seine Patentante immer sagte, dass sie dies oder jenes umbringen wĂŒrde. Sie sagte z.B. zum Beispiel „das Das schlechte Wetter bringt mich noch um!“, oder „die Die verstopften Autobahnen bringen mich noch um!“. Deshalb flĂŒsterte Bernhard jetzt Doppelpunkt „dieser Dieser blöde Gipsfuß bringt mich noch um!“

Der Grund fĂŒr Bernhards schlechte Laune hatte nĂ€mlich mit seinem Gipsfuß zu tun. Ihn störte es vor allem, dass die anderen Kinder nach dem LĂ€uten immer von den SchulbĂ€nken aufsprangen und nach draußen rannten, wĂ€hrend er mit den KrĂŒcken hinter ihnen her humpeln musste. Noch viel schlimmer war aber, dass die Lehrer und Lehrerinnen ihm dann immer die TĂŒren aufhielten und ihm dabei halfen die Treppen hinunter zu steigen. Bis jetzt war alles immer glimpflich verlaufen, aber heute Morgen war genau das passiert, was Bernhard immer zu verhindern versucht hatte. Als die Englischlehrerin Frau Aarlt mit ihm die Treppe hinuntergegangen war und fĂŒr ihn seinen Rucksack gehalten hatte, kam der dicke Norbert zufĂ€llig vorbei gerannt Dann war doch schon alles vorbei: hielt. Als er Bernhards Rucksack in den HĂ€nden von Frau Aarlt sah, blieb er mit aufgeblasenen Backen stehen und starrte sie an. Dann drehte er sich um und rannte wieder weg. Aber Bernhard hatte noch ganz genau gehört, was der dicke Norbert beim Umdrehen gemurmelt hatte: „totaler Totaler Streber!“. Und genau das hatte er in der großen Pause dann auch ĂŒberall herum posaunt: dass (?) der Bernhard ein „totaler Streber“ sei, weil er sich von der Frau Aarlt den Rucksack tragen ließe.

Als Bernhard jetzt daran dachte Komma was am Morgen passiert war, runzelte er wieder die Stirn und vergas vergaß sogar mit dem Playmobilritter zur Burg zu reiten.
Bernhard war der Meinung, dass er jetzt in ernsten Problemen steckte. Ein Streber zu sein Komma war nĂ€mlich nicht ohne. Wer einmal ein Streber war, (der) bekam diesen Ruf nur ziemlich schwer wieder los. Außerdem konnten Streber keine Bandenmitglieder der „Kaulquappen“ werden und bei denen wollte Bernhard mitmachen (bei denen Bernhard mitmachen wollte?). Er hatte sich sogar schon nach der Mutprobe erkundigt, die darin bestand bis zur Mitte des vereisten Schulteichs zu gehen.

Ich breche hier mal ab...
Das zieht sich durch, auch sprachlich.

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Lio
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Hallo Raul Reiser und Donkys Freund,

vielen Dank fĂŒr eure Kommentare!

zu R.R.:

quote:

KĂ€stners Figur - ich erinnere grad nicht seinen Namen - war viel tiefer motiviert, sein Leben zu riskieren.
quote:



Da stellt sich die Frage, ob es gleich immer um Leben und Tod gehen muss. Dass der Prot. aber ausreichend motiviert ist, weil er kein "totaler Streber" sein will, wird aber, glaube ich zumindest, ziemlich deutlich.

zu D.F.:

quote:

aber schon in der Überschrift steht die halbe Pointe. Das Ende ist fĂŒr eine Kindergeschichte sicherlich ausreichend, mehr aber nicht
quote:


Aber es soll doch gerade eine Kindergeschichte sein???

quote:

Ich empfinde die Geschichte etwas dahergerotzt.
quote:


Das wĂŒrde ich nicht sagen. Ich gebe mir bei allen meinen Texten ziemlich MĂŒhe. Einen Text "dahergerotzt" zu schimpfen, finde ich ehrlich gesagt etwas daneben.

quote:

Schluderigkeiten wie "z.B." (abgekĂŒrzt) oder "7. Und 8. KlĂ€ssler", "x- Mal", "1. und 2." (nicht ausgeschrieben), "denn trocken werden, das wĂŒrde er schnell" unterstreichen den Eindruck.
quote:


Da hast du tatsÀchlich Recht. Da werde ich mich noch einmal dransetzen.

Noch einen schönen Samstag!

Lio

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