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Leselupe.de > Kindergeschichten
Elch Willi geht auf Reisen (reloaded)
Eingestellt am 25. 11. 2008 12:32


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Godjes
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Dec 2004

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Elch Willi hat genug. StÀndig hacken die anderen Elche auf ihm herum und das nur, weil er mit OhrwÀrmern und Hausschuhen durch den Wald lÀuft. Okay, von weitem sieht es wirklich ein wenig lustig aus, wenn er so durch den Schnee stapft. Aber hier, in Skandinavien, ist es ihm einfach zu kalt, um wie die anderen Elche barhufig herumzulaufen.

Deswegen hat Willi einen Entschluss gefasst. – Er will in die WĂŒste. Hatte ihm doch einer seiner Zugvogel-Freunde erzĂ€hlt, dass es dort nie schneit und viel wĂ€rmer ist. Genau das Richtige fĂŒr ihn. Von seinem Traum erzĂ€hlt er den anderen Elchen nichts, halten sie ihn doch eh schon fĂŒr einen Spinner. Also macht er sich auf den Weg.

Willi ist jung und krÀftig, kommt aber trotzdem nur langsam voran. Seine Schuhe behindern ihn. Deshalb und weil er angst vor den Menschen hat, ist er auch nur nachts unterwegs, oder spÀt am Abend.

Nach einem langen Marsch ĂŒber Felder und Wiesen kommt er in die NĂ€he einer kleinen Vorstadt. Schon von weitem hört er Kinder singen und ihm liegt ein Geruch in der Nase, den er irgendwo her kennt. Neugierig schleicht er sich nĂ€her an das Haus, aus dem der LĂ€rm zu kommen scheint.

Vorsichtig, ganz vorsichtig streckt er seine große Nase durch das Fenster. Eine Frau steht am KĂŒchentisch. Sie hat eine silberne Form in der Hand mit der sie in eine braune Masse sticht. – Kekse, Schokokekse, wie lecker. Ewig hat er keine mehr gegessen. Weiter hinten im Raum verzieren Kinder die Kekse mit Zuckerguss. Sie scheinen Spaß zu haben.


Aber was ist das?

Die Kekse sehen ja aus, wie er selbst. Elch- Kekse.
KopfschĂŒttelnd macht sich Willi wieder auf den Weg. Da niemand zu sehen ist, bleibt er auf der Straße durch die Stadt. Schleicht von Haus zu Haus und schaut in viele Fenster. Bald lĂ€uft er an einem Haus mit großen, bunten, beleuchteten Fenstern vorbei. ein Kaufhaus. Davor bleibt er erschrocken stehen, vor ihm steht ein Elch. Er hatte nicht damit gerechnet, dass er hier einem seiner BrĂŒder begegnen wĂŒrde. Doch als er ihn mit der Nase anstupst fĂ€llt dieser um – Pappe. Es ist einfach nur Pappe. Schnell macht Willi sich davon.

„Es ist also Weihnachtszeit“, schießt es Willi durch den Kopf. Er erinnert sich noch gut daran, wie die Menschen in seinem Land dieses Fest vorbereiten. Sie holen BĂ€ume aus den WĂ€ldern und es riecht ĂŒberall nach Zimt und gebrannten Mandeln. Ähnlich wie hier.

Der Morgen dĂ€mmert schon. Viel zu lange ist er durch die Straßen gezogen. Er braucht ein Versteck. Da entdeckt er einen offenen Stall. Er steht neben einem großen Haus aus Stein. Dort will er sich bleiben und sich ausruhen.

Kaum, dass er eingeschlafen ist, wird er von lautem Stimmengewirr geweckt. Kinder stehen um ihn herum, die sogar mit dem Finger auf ihn zeigen. Aber sie lachen ihn nicht aus. Sie freuen sich ĂŒber Willi, denn sie haben noch nie in ihrem Leben einen echten Elch gesehen. Auch die Kinder vom Abend sind dabei.

Sie strecken ihm einen ihrer Elchkekse entgegen.

Da sein Hunger grĂ¶ĂŸer ist, als seine Angst, nimmt er sie und lĂ€sst sich von den Kindern streicheln.

Irgendwie ist hier alles viel herzlicher. (stellt er fest) Die Menschen scheinen ihn zu mögen. Deshalb beschließt Elch Willi hier zu bleiben. Die WĂŒste lĂ€uft ihm ja nicht weg. Und irgendwie ist es hier auch viel wĂ€rmer, als Zuhause.

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