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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Elias
Eingestellt am 02. 06. 2004 08:35


Autor
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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

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Es war der erste sch├Âne Sonnentag meiner Ferien und ich begab mich zu der n├Ąchsten freien Bank am Strand-Kinderspielplatz, um dort mein Buch auszupacken und wie gew├Âhnlich zeitweise ├╝ber seinen Rand hinweg das bunte Treiben zu beobachten. Neben mir sa├č eine junge Frau in einem langen schwarzen Nylonrock und dunkengr├╝nem T-Shirt. Ihr dunkelbraunes Haar war in einem lockeren Zopf zusammengebunden. Sie schob einen Doppelkinderwagen vor und zur├╝ck, um das darin liegende Kind in den Schlaf zu wiegen. Ihr Dreij├Ąhriger stellte sich vor Sie hin und wollte auf die Toilette. Diese befand sich allerdings etwas weiter weg und ich bot ihr meine Hilfe an. "Ich k├Ânnte mit ihm in die Richtung gehen, wenn er es denn alleine kann!" "Er kennt Sie nicht!" sagte sie zu mir und lief ein paar Schritte, bis zum Anfang des Sandstrandes. Janus musste sich noch etwas gedulden.
Eine Bekannte bekam von ihr den Auftrag, sich solange zu dem Kinderwagen zu setzen, w├Ąhrend sie mit Janus davonging.
Nach ihrer R├╝ckkehr lie├č die Frau, auch eine junge Mutter, uns wieder allein und sie kl├Ąrte mich auf: "Wir machen hier eine Mutter-Kind-Kur!", und w├Ąhrend der Zeit lernte ich auch noch ihr drittes Kind kennen. Es war etwa vier bis f├╝nf Jahre alt. "Zu Hause habe ich noch ein Kind, doch dieses ist schulpflichtig."

Janus wollte nicht auf den Spielplatz. Er blieb in der N├Ąhe der Mutter und schob vor der Bank den sp├Ąrlichen Sand mit einem Sch├╝ppchen hin und her. Auch ihr gr├Â├čeres Kind hatte einen recht christlichen Namen und ich sprach sie daraufhin an.
"Ja, " sagte sie, "das ist auch unsere Einstellung, ich komme aus Russland, zu Hause waren wir mit 12 Geschwistern.
und ich h├Ątte gerne noch mehr Kinder gehabt, doch leider ist das nicht mehr m├Âglich." Sie versorgte mit gro├čer Ruhe und Geduld Elias, welcher nach langem Schlaf aufgewacht war. Ich holte uns bei dem sch├Ânen Wetter einen gro├čen Topf Eis und f├╝r die Kinder eins nach Wunsch. Die Kinder und ich hatten gleich Gelegenheit, dieses Eis zu verspeisen. Bis ihre Mutter soweit war, dauerte es eine Ewigkeit, denn f├╝r sie gab es immer etwas zu tun. Als ich den Strand verlie├č, sah ich sie wieder auf der Bank sitzen und in Ruhe das Eis verspeisen. Ob es nicht inzwischen fl├╝ssig war?

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