Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92233
Momentan online:
440 Gäste und 19 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Humor und Satire
Elvis ist schon wieder tot.
Eingestellt am 20. 01. 2003 09:22


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
pleistoneun
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Apr 2002

Werke: 173
Kommentare: 57
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um pleistoneun eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Wer war dieser Mann, der von sich behauptete, Elvis zu sein? Ein gelockter Schwarzafrikaner, 70-j├Ąhrig mit nur einem Bein, das andere war irgendwo in den senegalesischen B├╝rgerkriegswirren abf├╝├čen gekommen. Wer war diese Pers├Ânlichkeit, die von sich behauptete, der gr├Â├čte Rock┬┤n┬┤Roll S├Ąnger der Welt zu sein? War es dieser Sengalese, dieser pygm├Ąenhafte F├Ąhrtensucher, mit gespaltener Oberlippe und wulstiger Zunge? Kann aus diesem Mund so engelhafte Musik stammen?

Die Fachwelt wollte es genau wissen, entsandte Kritiker, alte Kritiker, die den Elvis von damals noch gut kannten, junge Kritiker, die unvoreingenommen ihre Urteile abgaben, wei├če Kritiker, schwarze Kritiker und sogar gelbe. Aber alle Welt sah den kleinen Buschbewohner als das Elvis-Original an, niemand fand Widerspr├╝che oder Gegenargumente. Alles schien so zu stimmen, bis eines Tages ein Jungkritiker den beweis forderte: "Er soll f├╝r uns singen!" F├╝r diesen Moment hielt die Welt den Atem an. Sogar die V├Âgel stellten ihren Gesang ein, denn sie wollten sich der Stimmgewalt des gro├čen Meisters unterwerfen.

Der kleine Senegalese betrat einbeinig den mit Fachpublikum aus allen Herren L├Ąndern v├Âllig ├╝berf├╝llten Saal. Fotografen und Mediendienste, Nachrichtenschreiber und Journalisten, alle wie sie da sa├čen, fokussierten sie ihre Aufmerksamkeit auf ihn, auf den kleinen Mann aus dem Busch, der dem Rock┬┤n┬┤Roll gleich seinen verlorenen Sohn zur├╝ckbringen w├╝rde. Im hinteren Teil des Saals stand jemand auf und zog eine Waffe. Langsam n├Ąherten sich die dicken Lippen dem Mikrophon, ├Âffnete sich der Mund um in K├╝rze der Menschheit zu zeigen, dass der Totgeglaubte lebt. Der Abzug wurde gedr├╝ckt und das Projektil verlie├č in Richtung senegalesisches S├Ąngerherz den Lauf der Waffe. Der Schuss verfehlte sein Ziel nicht. Mit schmerzerf├╝llten Augen sackte der S├Ąnger auf der B├╝hne zusammen und war tot.

Das Publikum erhob sich bed├Ąchtig aus ihren Sitzen, kn├Âpfte seine R├Âcke zu und verlie├č so als ob sie es geahnt h├Ątten den Saal. Ja leider, Elvis ist schon wieder tot.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


margot
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 298
Kommentare: 3340
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

ein hauch mark twainsche satire.
__________________
schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Humor und Satire Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!