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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Ende der Leidenschaft
Eingestellt am 08. 04. 2002 16:35


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itsme
???
Registriert: Mar 2002

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Perfekt, es ist 16:50 Uhr. Im Hotel ist eingecheckt und im voraus bezahlt. Von hier zum Flu├čufer sind es nur 200 m, und dann 1 km Spaziergang am Ufer entlang bis zu dem kleinen Gasthof am Deich unter alten B├Ąumen, mit guter K├╝che; f├╝r das Abendessen zu zweit geradezu ideal. Das ist auch ok. Die Sonne scheint warm, und es wird eine warme Vollmondnacht werden. Meine Frau glaubt mich auf einer Gesch├Ąftsreise. Die wird den Abend sicher nicht alleine verbringen. Irgendwelche Kerle hat sie immer, die ihr die Abende vers├╝├čen. Sie macht sich nicht mal mehr die M├╝he das Bett neu zu beziehen anschlie├čend.

Alles gecheckt, alles perfekt. Ein guter Einstieg f├╝r den Abend ist dieses Stra├čencafe am Rathausplatz mit seinen echten Korbst├╝hlen. Richtig malerisch ist es, bis auf den Kellner. Der k├Ânnte ablenken. Er sieht zu gut aus, und er l├Ąchelt so entspannt. Trotzdem, das Ambiente stimmt f├╝r dieses 3D Treffen. Hier trinken wir erstmal einen Kaffee, wenn sie ihre Klamotten aufs Zimmer gebracht hat. Werd locker Mann, alles ist gut. Es ist nicht dein erstes Blind date. Du hast zwei Personen eingecheckt, und den Schl├╝ssel in der Tasche. Die Flasche Champagner von Aldi ist in der Mini Bar. Und wenn es sich vorher ergibt...... tr├Ąum nicht, der geborene Verf├╝hrer bist du nun auch nicht.

Sie wird dich erkennen hat sie gesagt. Ich sie auch. Sie wird mich nicht ├╝berraschen. Ich werde gegen├╝ber vom Hoteleingang warten, auf der anderen Stra├čenseite. Da hab ich die ├ťbersicht. Morgen Abend mu├č sie wieder zu Hause sein bei ihrem Mann, hat sie gesagt. Sie kann sich das einrichten, sagt sie. Sie ist oft auf Messen f├╝r ihren Arbeitgeber. Das f├Ąllt nicht auf. Die k├Ânnen so clever sein diese Weiber, richtige Mistst├╝cke eben....aber warte. Der Kellner hat bestimmt bis sp├Ąt abends Dienst. Was solls, dann sitzen wir in diesem Gasthof oder, besser noch, wir trinken den Champagner auf dem Zimmer. Was sie wohl f├╝r Klamotten tr├Ągt? Es ist 17:15 Uhr. Nein, bestell jetzt kein Bier. Das gibt Mundgeruch, und wenn du einmal anf├Ąngst ....du kennst die Wirkung. Ok, ich zahl mal, und geh noch etwas durch die Stra├čen.

Sch...., ich werde zu sp├Ąt sein, wenn das so weitergeht mit dem Stau. Ich h├Ątte die S-Bahn nehmen sollen. Wie lange wird er warten? Ich habe vergessen seine Handy Nummer einzustecken. Er wird warten. Er wei├č, da├č ich bis 15:00 Uhr arbeiten mu├č, und er war so hei├č auf das date. Ich habe ein Bild von ihm. Seine Stimme am Tel klingt sympathisch, und irgendwie so sinnlich. Sie denken wohl, das kommt bei Frauen immer gut. Na ja, wenn er so ist, wie ich ihn mir denke..... H├Âr jetzt auf damit. Werd nicht naiv. Du wei├čt doch auf was das hinausl├Ąuft. Du willst es doch garnicht anders. Wie die mir im B├╝ro alle auf die Beine gestiert haben. Ich h├Ątte mich unterwegs umziehen sollen. Ich wollte die im B├╝ro doch nicht hei├č machen mit dem knappen Rock. Hoffentlich kommt er ├╝berhaupt. Leichtgl├Ąubig ist er ja. M├Ąnner halt. Nicht mal eine Handy Nummer hat er von mir. Er wird kommen. Der Verkehr l├Ąuft jetzt besser. Ich kann doch p├╝nktlich sein. Was er sich wohl ausgedacht hat f├╝r heute Abend? Ob er gleich zur Sache.......wenn nicht er, dann ich. Ich kann┬┤s kaum erwarten. Champagner wollte er ja mitbringen. Meine Utensilien sind jedenfalls griffbereit. Ich werde mal zwei Querstra├čen entfernt vom Hotel parken. Mein Auto braucht er nicht zu sehen. Die Reisetasche ist ja nicht schwer.





Das mu├č sie sein. Sie steht jetzt schon f├╝nf Minuten vor dem Hoteleingang, und die Beschreibung pa├čt. Geh jetzt mal m├Âglichst locker, und mit viel Selbstbewu├čtsein in deinem L├Ącheln ├╝ber die Stra├če. Teufel, dieser Mini, und erst die Beine darunter. Sie sieht ja noch besser aus, als auf dem Foto. Ob ich nicht doch.....nein, es bleibt dabei. Es wird Zeit damit anzufangen.

"Hallo Julia! Du bist doch Julia?" Als sie sein strahlendes L├Ącheln erwidert, umarmt er sie. "Sch├Ân, da├č es endlich geklappt hat." "Ich freu mich auch." Und nachdem sie ihn einmal von Kopf bis Fu├č, mit anerkennendem Kopfnicken, gemustert hatte, f├╝gte sie ein ?ehrlich?, und ein weiteres L├Ącheln hinzu. Es folgte die ├╝bliche leichte Konversation ├╝ber das augenblickliche Befinden, den schrecklichen Stra├čenverkehr, das Gl├╝ck mit dem Wetter, und schlie├člich die gegenseitige Versicherung ausgesprochener Sympathie, ja mehr noch; beide sahen sich in dem Gef├╝hl der Anziehung, das sie schon nach wenigen S├Ątzen im Chat empfunden hatten, best├Ątigt.

Die kritische Phase der realen Kontaktaufnahme war gemeistert, die Atmosph├Ąre heiter, ja fast schon beschwingt. "Komm, ich zeig dir das Zimmer. Dann bist du auch gleich deine Tasche los." "Eine gute Idee. Wir m├╝ssen ja nicht hier auf der Stra├če herumstehen. Dann kann ich mich auch gleich etwas frisch machen." Sie l├Ąchelte vielsagend ..... oder viel versprechend? Was versprechend? Er nahm ihre Tasche und ging voraus auf dem kurzen Weg durch die kleine Eingangshalle, vorbei an der Rezeption, und die eine Treppe hinauf bis zu dem Zimmer ganz in der N├Ąhe des Treppenhauses. Zu gerne h├Ątte er sie vorgehen lassen, um einen Blick unter diesen sommerlich luftigen, verf├╝hrerisch kurzen Minirock zu erheischen, aber das geh├Ârte sich nicht. Zu gerne w├Ąre sie vorausgegangen, um ihm einen Blick unter ihren mit bedacht gew├Ąhlten Minirock und eventuell den String darunter zu gew├Ąhren, aber das geh├Ârte sich nicht.

Sie fand das Zimmer angenehm. Durch die geschlossenen Vorh├Ąnge fiel nur ged├Ąmpftes Licht, und es war, im Vergleich zu der Hitze drau├čen, angenehm k├╝hl. Ansonsten lie├č sich zu dem Zimmer wenig sagen. Es enthielt das ├╝bliche Ensemble eines Mittelklasse Hotels: Einbauschrank mit Mini Bar, Schreibtisch nebst Stuhl und ein franz├Âsisches Bett. Aus der schon heiteren, machte sie eine gel├Âste Stimmung, indem sie sich mit einem herzhaften Seufzer auf eben dieses Bett fallen lie├č. "Ein paar Minuten Entspannung in der Waagerechten nach diesem Verkehrsstress tun gut", meinte sie. Sein breites L├Ącheln konnte man auch schon als unversch├Ąmtes Grinsen bezeichnen. "Stress wollen wir heute abend nicht oder?" Er nahm das unangenehm besetzte Wort auf, w├Ąhrend er sich zu ihr auf die Bettkante setzte, und ├╝berlie├č es ihr, auf den ersten Teil ihres Wortes zur├╝ckzukommen. Sein Grinsen behielt er im Gesicht. Ihre Hand auf seinem Oberschenkel und ihr Grinsen er├╝brigten eine Antwort. Wie pr├Ąchtig sich ihre Br├╝ste in seine H├Ąnde schmiegten, und nicht ein Haar unter dem winzigen Fetzen Stoff zwischen ihren Schenkeln. "Warte", sagte sie, "Du hast doch Champagner mitgebracht."

Sein Jackett und sein T-Shirt lagen bereits am Boden, und er nestelte an seinem G├╝rtel herum. "Klar, der Champagner." Beinahe h├Ątte er seine Vors├Ątze vergessen. "Warte", sagte sie wieder, nachdem sie angesto├čen, und einen gro├čen Schluck k├╝hlen Champagners getrunken hatten. "Warte, la├č mich kurz ins Bad. Machs dir bequem inzwischen. Das ist es doch nicht in den Jeans oder?" Sie schaute auf die Beule in seiner Hose, und sie l├Ąchelte wieder. Als sie zur├╝ckkam, engte ihn nichts mehr ein. Sie nahm ein Glas vom Nachttisch, ging etwas umst├Ąndlich um das Bett herum und reichte es ihm. "Cheers," sagte sie, "auf eine unverge├čliche Nacht." Er nahm einen gro├čen Schluck von dem Zeug, das den Kreislauf so anregt. "Warte," sagte sie wieder, "ich hab noch was vergessen," und ging erneut ins Bad.

Als sie zur├╝ckkam, lag er, wie erwartet, in einem Ohnmacht ├Ąhnlichen Schlaf, lang ausgestreckt auf dem Bett. Die KO-Tropfen sind verl├Ą├člich. Sie nahm die Angelsehne, die sie aus dem Bad geholt hatte, und schn├╝rte damit energisch und geradezu einschneidend fest dieses m├Ąnnliche Werkzeug nebst Anhang zwischen seinen Beinen ab. ?Wenn er zu sich kommt, wird es nur noch lebloses Fleisch sein. Ein Mann weniger, der seine Frau betr├╝gt?, murmelte sie. Rasch raffte sie ihre Sachen zusammen. Bevor sie es einpackte, leerte sie ihr Glas in einem Zuge. Lange bevor ihr Mann, der als Kellner in einem Stra├čencafe am Rathausplatz arbeitet, zu Hause sein w├╝rde, wird sie wie immer f├╝r ihn bereit sein. Bereit f├╝r diesen Schweinehund, der st├Ąndig mit anderen Frauen v...., von dem sie aber nicht loskommt. Die M├Ąnner, die sie in letzter Zeit, in schnellerer Folge, auf der Suche nach der ultimativen Liebe, ansonsten zwischen ihre Beine gelassen hatte, erwiesen sich allesamt als hormongesteuerte L├╝stlinge .....wie ihr Mann. Sie f├╝hlte sich geradezu euphorisch. Endlich hatte sie gehandelt.

Eilig verl├Ą├čt sie Zimmer und Hotel. Eilig f├Ąhrt sie durch die Stra├čen. Nur schnell nach Hause in die Badewanne, und die Fingerabdr├╝cke von diesem geilen Mistkerl abwaschen. Dem Kribbeln in ihren Zehen schenkt sie keine Beachtung. Endlich entspannt in der Wanne, sp├╝rt sie das Kribbeln auch in den Waden. Ob das Wasser zu hei├č ist, denkt sie. Als sie es auch in den Oberschenkeln sp├╝rt, ist sie beunruhigt. Sie will aufstehen, raus aus der Wanne, aber die Beine versagen ihren Dienst. Sie hat keine Kontrolle mehr ├╝ber ihre Beine. Angst bef├Ąllt sie. Sie denkt an den letzten Chat mit diesem Mistkerl. Von Sokrates hatte er geschrieben, der, weil er die Regeln der Gemeinschaft nicht beachtete, zum Tode verurteilt wurde. Im Kreise seiner J├╝nger mu├čte er den Schirlingsbecher trinken. Der Mistkerl beschrieb es genau: "Es begann mit einem Kribbeln in den Zehen, und es wurde ein langsamer, schmerzloser, aber sicherer Tod. So machten es die Griechen mit allen, die ihnen unliebsam wurden". Die L├Ąhmung schritt fort. Ihre Blase entleerte sich in die Wanne. Sie wurde schl├Ąfrig. Ihr letzter Gedanke bevor f├╝r sie das Licht dieser Welt ausging: "Chats k├Ânnen so mi├čverst├Ąndlich sein. Ich h├Ątte aufmerksamer lesen sollen."

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GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

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clever

Hallo itsme,

guter Trick, das unter Erotisches abzulegen, nicht etwa unter Krimi; so ist die Geschichte wirklich ├╝berraschend und spannend.

Gru├č
Gabi

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catsoul
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 40
Kommentare: 115
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Hallo itsme

tolle Geschichte und ich kann Gabi nur zustimmen. *l├Ąchel*

[Als sie zur├╝ckkam, lag er, wie erwartet, in einem Ohnmacht ├Ąhnlichen Schlaf, lang ausgestreckt auf dem Bett. Die KO-Tropfen sind verl├Ą├člich. ...]
den Absatz hab ich gleich nochmal lesen m├╝ssen, weil ich nicht glauben wollte was da passiert. *g*
Ich liebe ├ťberraschungen und das war eine

lG
cat


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itsme
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 18
Kommentare: 289
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............

Die Geschichte w├Ąre auch etwas f├╝r die Vatikanzeitung, als Mahnung f├╝r potentielle Ehebrecher. Ich sollte sie denen mal anbieten ;-)
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catsoul
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Aug 2001

Werke: 40
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*rofl*

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Silvi Degree
Hobbydichter
Registriert: Jan 2002

Werke: 0
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Spannungs -G├Ąnsehautgef├╝hl

Hi,itsme,toll hin bekommen,erzeugt dieses Spannungs -G├Ąnsehautbekommgef├╝hl.
M├╝sste eigentlich noch eine Abteilung"Erotikkrimi" geben...

Liebe Gr├╝├če
Silvi

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