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Leselupe.de > Horror und Psycho
Endgültig
Eingestellt am 19. 11. 2001 14:14


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paradise_lost
Hobbydichter
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Nico Laasen war heute früher dran als an den anderen Samstagen. Gemächlich fuhr er die B10 entlang in Richtung Stuttgart. Im Radio lief Land und Leute, eine eher langweilige Sendung, die er nicht besonders mochte, die er jedoch auch nicht bewusst wahrnahm, da er mit seinen Gedanken ganz wo anders war. Endlich wieder ein Heimspiel, die letzten beiden hatte er verpasst, weil einmal mehr lästige Familienfeiern ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht hatten. Erst hatte er versucht, sich klamm heilich davonzustehlen, doch seine Frau Monika hatte ihm deutlich zu verstehen gegeben, wo seine Prioritäten zu liegen hatten. * Kommt überhaupt nicht in Frage, spinnst Du jetzt völlig ? Du mit Deinem Fußballwahn * * Ach komm, die anderen lachen mich doch aus, wenn ich sage, dass wir zu Hause Kindergeburtstag haben. * Alles hatte er versucht, doch vergebens. So war ihm nichts anderes übrig geblieben, als heimlich im Videotext die Ergebnisse der Spiele zu verfolgen. Er war jedesmal peinlich berührt, wenn eines der Kinder auf seinem Weg durchs Wohnzimmer neben ihm stehen blieb und neugierig schaute was er da trieb. * Ist das nicht langweilig Onkel, da bewegt sich ja gar nichts ? * * Verschwinde und spiel Topfschlagen * ,zischte er, denn gerade war das 1:1 im Spitzenspiel zwischen Leverkusen und Bayern München gefallen. * Topfschlagen war aber schon *, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen. Er verdrehte die Augen und stieß ein Stoßgebet aus * dann ess halt noch etwas Kuchen * *Ich mag keinen Kuchen mehr *, er hasste störrische Kinder, besonders wenn es nicht seine eigenen waren. Ärgerlich drehte er den Kopf , ließ seinen Blick hinüber ins Esszimmer wandern, niemand zu sehen, gut, allem Anschein nach waren alle im Garten. Er versuchte so grimmig wie möglich zu schauen, kniff die Augen zusammen und fletschte die Zähne * Verpiss Dich Du kleine Kröte*, der Junge stand zitternd vor ihm, Tränen kullerten. Sofort schämte er sich in Grund und Boden für diese Entgleisung, * Tut mir Leid *, stammelte er, doch der Junge war bereits schreiend davongelaufen. Am Abend hatte ihm Monika dann die Leviten gelesen. *Wie konntest Du Dich nur so daneben benehmen. Einen kleinen Jungen zu verängstigen, nur weil der dich erwischt hat wie du heimlich Videotext geschaut hast. Wenn Du mich fragst, dann bist du nicht mehr ganz bei Trost ? *, dann war sie ohne ein weiteres Wort zu verlieren ins Bett gegangen. Er hatte sich noch im ZDF das aktuelle Sportstudio angesehen und im Anschluss bei DSF Eurogoals. Als auch er zu Bett ging, war es bereits nach 2 und Monika schlief tief und fest. Ihr Atem ging ruhig und gleichmäßig, sie schnarchte ein wenig. Er warf noch einen letzten Blick ins Kicker Jahrbuch, trug die aktuellen Ergebnisse in die dafür vorgesehenen Felder ein und begann damit die neue Tabelle zu berechnen. Als er endlich damit fertig war und die Tabelle überflog lächelte er zufrieden, schließlich hatte der VFB 2:0 in Dortmund gewonnen und stand erstmals seit 5 Jahren wieder auf einem UEFA Cup Platz.

Die nächsten Tage vergingen schleppend, fast schien es, als würde die Zeit still stehen. Monika sprach nur das nötigste mit ihm und auch Marco, sein 6 jähriger Sohn, verhielt sich auffallend distanziert. Muttersöhnchen, dachte er bei sich, doch es beschäftigte ihn mehr, als er zugegeben hätte. Marco war sein ein und alles und es schmerzte ihn, dass sich ein Graben zwischen ihnen aufgetan hatte, aber er wusste nicht wie er ihn hätte überwinden können. Dann, endlich ein Lichtblick.

Am Mittwoch abend wollte er sich wie immer mit seinen Freunden im Le Clochard treffen, um Champions League anzusehen. Monika hatte ihn gebeten zu Hause zu bleiben, da sie sich nicht sonderlich wohl fühlte, aber er hatte nur erbost auf ihre Bitte entgegnet * Die Jungs warten auf mich, spätestens um 1/2 3 bin ich wieder hier *, dann hatte er rasch seinen Schlüssel in die Jackentasche gesteckt und sich aus dem Staub gemacht. Die ganze Fahrt über war er wütend auf sich, Gott und die Welt, Mittwoch war Mittwoch, das musste sie doch verdammt noch mal verstehen. Als er den Passat in eine Parklücke vor der Kneipe bugsierte fiel ihm ein, dass er Monika zuvor nicht einmal einen Abschiedskuss gegeben hatte. Er beschloss ihr am nächsten Tag einen Blumenstrauß zu kaufen, dann würde sich ihr Zorn schon wieder legen, sicher würde die Stimmung insgesamt dadurch endlich wieder besser werden. Angesichts dieser hervorragenden Idee besserte sich seine schlechte Laune augenblicklich. Das schlechte Gewissen, das ihn die ganze Zeit über geplagt hatte, wurde von der Vorfreude auf das Spiel und seine Kumpel verdrängt. Es war ein großes Hallo als er die Kneipe betrat. Hier fühlte er sich immer noch zu Hause, auch wenn er nur noch sporadisch vorbeischaute, zumeist mittwochs wenn es Champions League im Fernsehen gab. Wie nicht anders zu erwarten, war es Henning, der es sich nicht verkneifen konnte ihn aufzuziehen * Na, heute Ausgang , kein Kindergeburtstag * Die anderen brüllten vor Lachen, während es in Nico innerlich brodelte. Wie konnte Henning ihn nur so bloßstellen. Viel hätte nicht gefehlt und er hätte ihn am Kragen gepackt um ihm eine ordentliche Tracht Prügel zu verabreichen, gerade noch rechtzeitig besann er sich eines besseren. Vor Wut heftig schnaubend setzte er sich an das andere Ende des Tisches, inständig hoffend, dass dies die einzige Erniedrigung dieser Art bleiben würde. Aber es blieb bei diesem frommen Wunsch. Wieder und wieder fing einer seiner Kumpel damit an, ihn aufzuziehen. Irgendwann platzte ihm dann der Kragen und ohne sich zu verabschieden verließ er die Kneipe. Sein Zorn war noch nicht verraucht, als er nach Hause kam und so dauerte es keine 5 Minuten und er und Monika hatten die heftigste Auseinandersetzung seit sie verheiratet waren. Als er sich am nächsten Morgen fragte, worum es bei der Auseinandersetzung am Abend eigentlich gegangen war, konnte er sich beim besten willen nicht mehr an die Ursache erinnern.

Den Rest der Woche gingen sie sich aus dem Weg, keiner sprach mehr als nötig und so war es auch nicht verwunderlich, dass Marco die Spannung die zwischen seinen Eltern herrschte bemerkte. Er war zutiefst betrübt, als er abends vor dem Schlafengehen mit seinem Kuschelmonster über seinen Fußballverrückten Vater redete. * Weißt Du Kuschel, eigentlich ist er ja ein ganz lieber Kerl *, Marco verteidigte seinen Vater aufgewühlt, und obwohl es entschieden anderer Meinung war, nickte das Kuschelmonster um ihn aufzumuntern. Erst einmal in Fahrt sprudelte es aus Marco nur so heraus * Aber wenn es um Fußball geht, ist er einfach nicht mehr der selbe, verstehst du das Kuschel, er ist wie ausgewechselt *. Die Augen des Kuschelmonsters blitzten verärgert, * Du verstehst mich *, Marco unterdrückte seine Tränen, schließlich wollte er ein großer, starker Mann sein, aber das gelang ihm nur selten, wenn seine Eltern sich wieder gestritten hatten. Wenn er darüber nachdachte stritten sie sich ausschließlich wegen Fußball, in dieser Beziehung war mit seinem Dad einfach nicht zu reden. * Ach Kuschel, * sagte Marco verzweifelt, * manchmal wünschte ich, mein Daddy hätte ein für alle Mal die Nase voll vom Fußball *. Marco schloss die Augen und schlief ein. So bemerkte er auch nicht , wie sich die Lippen des Kuschelmonsters fast unmerklich bewegten. In einer längst vergessenen uralten Sprache stieß es einen Fluch aus, dann lächelte es zufrieden.


Als Niko mit dem roten Passat von der B10 in Richtung Gottlieb Daimler Stadion abbog, spürte er das bekannte Kribbeln im Bauch. Jedesmal, wenn das Stadion links von ihm auftauchte, überkam ihn diese ungeheure Faszination und er konnte es kaum mehr erwarten in das weite Rund des Stadions zu blicken. Da er zeitig dran war, so seine Überlegung, konnte er vielleicht sogar auf einem der vorderen Parkplätze das Auto abstellen, was ihm ein diebisches Lächeln entlockte. Die anderen würden vor Neid erblassen, wenn sie seinen Passat in der ersten Reihe erblicken würden, fast bei den Limousinen der Spieler. Genau das war es was er brauchte. Er trat aufs Gaspedal und fast augenblicklich begann der Motor aufzuheulen. Während er auf die Neckarbrücke einbog hatte er das Stadion fest im Blick. An der nächsten Kreuzung bog er wieder rechts ab. Abrupt wurde seine Fahrt von einem Parkwächter mit einer orangefarbenen Kelle gestoppt. Er trat auf die Bremse und kam nur wenige Zentimeter vor dem Mann zum Stehen. Der ging gemächlich um das Auto herum, eine kurze Handbewegung deutete ihm an, er solle die Scheibe herunterkurbeln. * Na Herr Laasen, sie sind aber heute früh dran *, der Mann steckte den Kopf fast bis ins Innere des Wagens. Nico roch den Alkohol. Wahrscheinlich hatte der Mann einen oder zwei Flachmänner in der Tasche, aus denen er sich zwischendurch immer wieder bediente, wenn er der Meinung war, nicht beobachtet zu werden. Die Nähe des Mannes widerte Nico an. Er sah die Ruine im Mund des Mannes, mehrer Zähne waren verfault, mindestens drei der Schneidezähne schienen zu fehlen, so genau konnte es Nico nicht erkennen. Angewidert drehte er sich zur Seite und wiederstand dem Drang sich zu übergeben. Dann nickte er dem Mann freundlich zu, was ihm einiges an Überwindung abverlangte und hob die Augenbrauen, weil der Mann sich nicht von der Stelle rührte. * Gibt’s sonst noch was ? * Der Mann schüttelte den Kopf, trat dann einen Schritt zur Seite und winkte ihn durch das Tor. Nachdenklich stellte er den Passat auf einem der freien Parkplätze ab, stieg aus dem Auto und streckte sich. Seltsamer Typ, dachte er als ihm plötzlich und ohne Vorwarnung ein eigentümlicher Gedanke durch den Kopf schoss, * Woher zum Teufel hatte der Parkwächter eigentlich seinen Namen gewusst? Er war ihm noch nie zuvor begegnet.* Nico verdrängte den mysteriöse Gedanken augenblicklich. Er war gerade im Begriff zu einer der Kassen zu gehen, als er an der Schulter gepackt wurde, etwas dass er bis aufs Blut nicht ausstehen konnte. Wutschnaubend drehte er sich auf dem Absatz um, die Hände zu Fäusten geballt und das Gesicht rot vor Zorn, * Was soll diese ... *, mitten im Satz hielt er inne, denn er starrte direkt in das Objektiv einer Fernsehkamera. Neben der Kamera stand ein ihm bekanntes Gesicht und hielt ein Mikrofon in der anderen Hand. Er mochte Herber Niefer, den SAT 1 Moderator eigentlich, aber was wollte er ausgerechnet von ihm ? *Meine hochverehrten Zuschauer, nutzen sie mit mir die Gelegenheit, direkt vor dem heutigen Schlagerspiel ein paar Informationen aus berufenem Mund zu erhalten. Neben mir steht unser aller Nico Laasen, auf dem auch heute wieder die Hoffnungen der Stuttgarter ruhen dürften*. Nico verstand nur Bahnhof. Hatte der Typ denn einen Schuss ? Er betrachtete Herbert Niefer aus der Nähe, in Natura wirkte er viel älter als am Bildschirm.* Dann schoss ihm der gleiche Gedanke wie zuvor bei dem Parkwächter durch den Kopf und ihm wurde flau im Magen. Auch Herbert Niefer hatte ihn mit seinem Namen angesprochen. Etwas hier war faul, das spürte er, aber was ? Nico riss sich zusammen, wenn er jetzt vor laufender Kamera ausrasten würde, dann wäre er für sehr lange Zeit das Gespött der ganzen Stadt, also versuchte er die Nerven zu bewahren. * Nico ? * In der Stimme des Reporters schwang Besorgnis mit. * Nico, alles in Ordnung mit Dir ? *, Herbert Niefer war verwirrt, das konnte er am Gesichtsausdruck des Reporters ablesen. * Geht es ihnen nicht gut ? *, ein paar Kids nutzten die Anwesenheit des Fernsehteams uns stellten sich direkt hinter Nico und dem Reporter in Position. Sie begannen augenblicklich mit ihren Schlachtgesängen *Zieht den Bayern die Lederhosen aus, Lederhosen aus, Lederhosen aus ... Ole ole ole ole ... *. Niefer schüttelte resigniert den Kopf, dann wandte er sich an Nico, * Ok, belassen wir es dabei, machen wir das Interview eben nach dem Spiel, wenn Dir das recht ist ?* Verwundert registrierte Nico, dass er und der Reporter offensichtlich per Du zu schein schienen, er ergriff die Hand die ihm entgegengestreckt wurde und schüttelte sie kraftlos. Die Innenflächen seiner Hände waren schweißnaß, was ihm aus einem ihm unbekannten Grund äußerst peinlich war. * Na ja, wenn schon. Er dachte an seine Kumpels und an ihre Reaktion wenn er ihnen von diesem unglaublichen Vorfall berichten würde. * Wenn ich das Henning erzähle *, überlegte er, *der glaubt mir kein Wort *. Die Fernsehleute waren dabei ihre Ausrüstung zusammenzupacken, offensichtlich hatten sie schon genügend Material gesammelt. Als Nico davon schlenderte, hörte er wie hinter ihm der Kameramann mit dem Tontechniker tuschelte * Arrogantes Arschloch dieser Laasen, verdient 5 Millionen Netto im Jahr und kriegt keinen anständigen Satz zustande, ich hoffe der bricht sich bald die Knochen*. Nico war verwirrt, IHN konnten die beiden doch nicht gemeint haben. *Wahrscheinlich hatten sie über einen der hochdotierten Profis gesprochen*, überlegte er, * ja so musste es gewesen sein*. Nico teilte ihre Meinung. Verdienten alle das X-fache von dem was er verdiente und dann trabten sie häufig auch noch lustlos über den Platz. * Wenn ich Trainer wäre* dachte er verärgert, * denen würde ich gewaltig in den Arsch treten*. Nico lächelte, als ein vielleicht 5 jähriger Junge in einem VFB Trikot vor ihm stehen blieb. In der rechten Hand hielt er eine Fahne, in der linken einen Kugelschreiber. Schüchtern sprach ihn der Junge an. *Guten Tag Herr Laasen, könnte ich vielleicht ein Autogramm von Ihnen bekommen*. Nico spürte die Aufregung des Kindes, verstand jedoch nicht warum dem so war, überhaupt, warum in drei Teufels Namen sollte er dem Jungen ein Autogramm geben? *Sind denn auf einmal alle übergeschnappt ? * Nico griff nach dem Kugelschreiber, überlegte kurz, dann nahm er den jungen am Arm und drehte ihn um 180 Grad um seinen Namen auf die Rückseite des Trikots zu schreiben. Er war gerade dabei den Kugelschreiber auf dem Stoff aufzusetzen, als er die Rückennummer und den darunter steheneden Spielernamen las, es war die 13 und der Name des Spielers war Laasen. Die Welt begann sich um Nico herum zu drehen, erst langsam, dann immer schneller. Ihm war schlecht. Es musste doch einen Ausweg aus diesem Alptraum geben, doch ihm blieb keine Zeit zum Nachdenken. Während er noch völlig verwirrt vor dem kleinen Jungen stand, unfähig einen klaren Gedanken zu fassen, hörte er aus einiger Entfernung eine Horde Jugendlicher schreien * He, da ist Laasen, los kommt, den machen wir fertig *. Nico wandte seinen Blick in die Richtung aus der die Schreie gekommen waren, was er sah, versetzte ihn in Angst und Schrecken. Ungefähr 10 bis 15 Jugendliche, allesamt in Bayern Trikots, rannten auf ihn zu. In ihren Gesichtern las er blanken Hass und er spürte, dass es an der Zeit war, schleunigst das Weite zu suchen.

Instinktiv rannte er in Richtung der Katakomben. Die Luft in seinen Lungen brannte und er spürte sein Herz bis zum Hals schlage, ein schnelles, stakkatoartiges Pulsieren und Pochen. * Gleich krieg ich einen Herzinfarkt*, doch er rannte einfach weiter. Neugierige Blicke folgten ihm, doch niemand machte Anstalten ihm zu helfen. Für einen Moment überlegte er ob es Sinn machte um Hilfe zu schreien, verwarf diesen Gedanken aber rasch wieder. Er wollte seine Energie lieber für das Laufen aufbewahren, als sie unnötig zu vergeuden. Es waren noch mindestens 50 Meter bis zum Eingang für die Spieler, einem sicheren Zufluchtsort wie er vermutete. Dort gab es bestimmt jede Menge Ordner, vielleicht sogar Polizisten. Auf jeden Fall würde er dort in Sicherheit sein, nur, diese 50 Meter würde er nicht mehr schaffen, jeden Augenblick rechnete er damit entweder zu kollabieren oder von den Verfolgern eingeholt zu werden, aber nichts davon geschah. Er schloss die Augen um sich aufs Laufen konzentrieren zu könne, sofort wurde ihm schwindelig. Sofort öffnete er sie wieder, gerade rechtzeitig um zu bemerken, dass mehrere Ordner in seine Richtung blickten, aufgeregt mit den Armen in der Luft herumfuchtelten und dann auf ihn zustürmten. Nico verspürte Dankbarkeit. Als er seinen Blick nach hinten wandte ohne jedoch mit dem Rennen aufzuhören sah er, dass die Bayern Fans stehen geblieben waren. Sie bedachten ihn mit dem Mittelfinger und anderen obszönen Gesten. Niko bückte sich, stütze sich mit den Armen auf den Oberschenkeln ab und schnappte nach Luft. Ihm war schwarz vor Augen. Mehrere Ordner kümmerten sich um ihn. Ihre Stimmen klangen aufgeregt, er war aber außer Stande zu verstehen was die Männer sagten, zu Laut dröhnte das Hämmern in seinen Schläfen. Jeden Augenblick rechnete er damit dass sein Kopf explodieren würde. Dann nahm ihn einer der Männer an der Hand und führte ihn durch eine Tür in die Katakomben unter der Haupttribüne, Nico folgte dem Mann willenlos, dankbar, dass sich überhaupt jemand um ihn kümmerte. * Wahrscheinlich bringt er mich zu einem Arzt,*, sein Herz beruhigte sich allmählich und sein Puls ging langsamer. * Haben sie etwas Wasser für mich * er brachte nur ein heißeres Krächzen zustande. * Etwas zu trinken, bitte ? * *Kein Problem Herr Laasen*, sagte der Ordner freundlich, in der Kabine haben sie alles was sie brauchen.

Nachdem sie durch ein Labyrinth von dunklen Gängen gewandert waren, wurde Nico durch eine weitere Tür geführt. Durch einen dichten, milchigen Schleier hindurch nahm er die Silhouetten von mehreren Männern war, die entweder auf Bänken saßen oder mitten im Raum standen. *Mein Gott Laasen, na endlich, wo kommst DU jetzt her, und wie du aussiehst,*, der Mann schien sichtlich erleichtert zugleich aber auch fassungslos * wenn das der Trainer erfährt, der schmeißt dich sofort raus *, Nico kannte den Mannes, dessen war er sich sicher, allerdings konnte er die Stimme keinem Gesicht zuordnen. *Was passiert bloß mit mir *, Nico war überzeugt davon, dass er dabei war den Verstand zu verlieren. Unbewusst rieb er sich die Augen um besser sehen zu können und tatsächlich das Bild vor ihm klärte sich auf. Allerdings trug das was er sah in keinster Weise zu seiner Beruhigung bei. Die Männer in den rot weißen Trikots starrten ihn mit einer Mischung aus Unverständnis und Teilnahmslosigkeit an, dann machten sie dort weiter, wo sie bei seinem Erscheinen aufgehört hatten.*Oh mein Gott,* mehr als ein heißeres Flüstern brachte Nico nicht zustande, es gab keine Erklärung, weshalb er sich in sich in der Kabine des VFB Stuttgart befand, und schon gar nicht für den Umstand, dass ihn hier alle zu kennen schienen. Schiere Panik hatte ihn gepackt und er musste sich an der Wand festhalten um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Rings um ihn herum erhob sich schallendes Gelächter. * Seid still und macht euch fertig *, der Mann der mit schneidender Stimme gesprochen hatte, war wie aus dem Nichts aufgetaucht. Er trat dicht an Nico heran, legte den Arm um seine Schultern und sprach beschwörend auf ihn ein *Mensch, Laasen, reiß dich zusammen*. Auch diesen Mann kannte er aus dem Fernsehen, aber wie zum Henker konnte es sein, dass Torsten Weling, der VFB Trainer ihn kannte? Unzählige Male hatte er ihn im Fernsehen oder im Kicker gesehen, das schon, aber er war ihm noch nie zuvor begegnet, soviel stand fest, doch nun stand er leibhaftig vor ihm. Nicos begann innerlich zu beben, er zitterte am ganzen Körper. Etwas unglaubliches, unvorstellbares ging hier vor sich, etwas, das schlimmer war, als alles was er sich in seiner Phantasie hätte vorstellen können. Plötzlich hatte er eine Eingebung und er begann sich zu beruhigen. Ein verschmitztes Lächeln huschte über sein Gesicht und er hob den Finger* Nicht mit mir Freunde, nicht mit mir *, Nico lachte, die ganze Anspannung schien von ihm abgefallen zu sein, * die Versteckte Kamera, wo ist diese verdammte Kamera ?* Weling runzelte die Stirn, * Sag mal Laasen, hast Du irgendwelche Pillen genommen ? Jetzt hab ich langsam aber sicher die Schnauze gestrichen voll, mach dass du dich umziehst und dann wirst du da raus gehen und dich warm machen wie die anderen auch *. Noch während Weling gesprochen hatte, waren die Spieler einer nach dem anderen durch eine Tür an der gegenüberliegenden Wand der Kabine verschwunden. Von draußen drang Musik und Lärm in die Kabine, Stadiongeräusche. Nico setzte sich. Vor zwei Minuten war er sich sicher gewesen, dass er Opfer einer dieser bescheuerten Sendungen mit versteckter Kamera geworden war, und nun saß er hier mit seinen 15 Kilo Übergewicht und sollte sich für ein Bundesligaspiel bereit machen. Das konnte doch alles nicht war sein. Resigniert fügte er sich in sein Schicksal. Er nahm das Trikot mit der Nummer 13 vom Haken, legte es vorsichtig neben sich auf die Bank, dann begann er damit sich umzuziehen. Als erstes knöpfte er das Hemd auf, bedächtig, so als könnten zu schnelle Bewegungen alles noch viel schlimmer machen. Dann kam das Unterhemd, als nächstes die Schuhe und als Letztes die Buntfaltenhose, die er fein säuberlich über einen Bügel hängte. Er nahm die Stutzen aus dem Koffer vor ihm, glättete sie in dem er sie lang zog und stülpte sie anschließend über die Socken. Die weiße Sporthose war viel zu eng, also hielt er die Luft an, zog links, dann rechts und zuletzt wieder links um sie über die Hüften zu ziehen ohne sie zu zerreißen. Bei den Stollenschuhen ging es deutlich einfacher denn die Größe stimmte. Zu guter Letzt war das Trikot an der Reihe, das ebenfalls viel zu eng für ihn war. Die Tortur es überzustreifen dauerte mehrere Minuten, doch dann hatte er es endlich geschafft, er war fertig. Langsam ging er hinüber zu dem großen Spiegel an der gegenüberliegenden Wand und betrachtete sich. Er sah einfach nur lächerlich aus. Sein Spiegelbild starrte ihn hämisch grinsend an, so als würde es ihn verspotten. Lächerlich, ja das traf den Nagel auf den Kopf, aber die ganze Situation war doch eine Farce. Das was hier mit ihm passierte konnte einfach nicht sein real sein, dennoch geschah es hier und jetzt.

Nico öffnete die Tür uns späte vorsichtig hinaus. Vor ihm lag ein langer heller Gang, an dessen Ende er das grün des Spielfeldrandes sehen konnte. Dann schien sich der Boden unter seinen Füßen zu bewegen, als er die Menge draußen nach ihm rufen hörte* Laasen, Nico Laasen, Fuuuuuußballllllllgottttttt *, seine Knie wurden weich und er hatte einen dicken Klos im Hals. Das Stadion war mit 60 000 Zuschauern ausverkauft und keine 10 Pferde würden ihn dazu bringen dort hinauszugehen. Er wollte sich gerade auf dem Absatz umdrehen um zurück in die Kabine zu flüchten, als er von hinten einen Leichten Stoß erhielt. * Da geht’s lang, Laasen, ich will dass ihr den Bayern heut den Schneid abkauft *. Nico, der nicht mehr die Kraft besaß aufzubegehren, sprach gerade ein Stoßgebet, als etwas mit ihm geschah, dass er sich noch weniger erklären konnte, als alles was bisher mit ihm geschehen war. Er spürte wie etwas in seinen Körper eindrang, sich in ihm festsetzen. Er wollte Schreien, doch er hatte die Gewalt über seinen Körper verloren, statt dessen lenkte das was sich nun in ihm befand seine Bewegungen. Gegen seinen Willen setzte er nun einen Fuß vor den anderen und lief in Richtung Spielfeld * Zwei Kisten mach ich heute selber * hörte er sich sagen. Der andere Mann der neben ihm lief, lachte *gut so Laasen, das ist die richtige Einstellung *. Als sie gemeinsam durch die Plexiglasröhre hindurchtraten, die Spieler vor den Fans schützen sollte, brach die Menge in Jubelschreie aus * Laaasssssssseeeennnnnnn* , sein Name hallte durchs weite Rund, und ein wohliger Schauer lief an seinem Rücken entlang. Was für ein berauschendes Gefühl, dachte er bei sich, für den Bruchteil einer Sekunde vergessend, dass er nicht einmal mehr Herr seiner selbst war, dann unterbrach ihn eine Stimme die sich mitten in seinem Kopf zu befinden schien, eine Stimme so kalt wie Eis. Hi Nico, welcome to the Show

Dann begann der Alptraum. Vor dem Fernseher, selbst von den Rängen aus sah das Spiel längst nicht so schnell aus, wie es tatsächlich war. Die Bälle flogen ihm nur so um die Ohren und er bemerkte schnell, dass er in seiner körperlichen Verfassung keine 5 Minuten würde überstehen können, doch ihm blieb keine Zeit zum Nachdenken. Einer seiner Mitspieler hatte ihm den Ball zugespielt und ehe er sich versah, lag er auch schon mit höllisch schmerzendem Schienbein auf dem Rasen. Er hörte sich schreien, und sein eigenes Brüllen ging ihm in Mark und Bein. Ein Arzt und mehrer Sanitäter kamen angelaufen. Sie nahmen Eisspray und besprühten damit sein Bein, sofort setzte Taubheit ein, dann halfen sie ihm wieder auf die Beine. Er wollte den Arzt etwas fragen, doch eher er den Mund zum Sprechen öffnen konnte, war dieser bereits wieder unterwegs zurück zur Bank. Das Spiel wurde fortgesetzt. Nico tat sein bestes, aber jedes Mal wenn der Ball in seine Nähe kam, ertönte schallendes Gelächter von der Tribüne herab, am schlimmsten jedoch war das Gelächter in seinem Kopf.
Plötzlich veränderte sich die Stimmung im Stadion. Was zuvor noch fröhlich und aufmunternd geklungen hatte, verwandelte sich nun in Schmähungen, Obszönitäten und Hasstiraden. Er blickte verstört in das weite Rund. Zu seinem Entsetzen entdeckte er an verschiedenen Stellen schwarze Rauchwolken die in Höhe stiegen, verursacht von einer Vielzahl brennender Fahnen. Vereinzelt sah er wie helle Flammen aus dem dichten Qualm hervor schossen. Im A-Block stiegen die Flammen immer Höher, es würde nicht mehr lange dauern und sie würden das Stadiondach in Brand setzten. Panik breitete sich in Nico aus. Er wartete darauf, dass sich die Stimme in seinem Kopf zu Wort meldete, doch nichts dergleichen geschah. Statt dessen fühlte er auf einmal wie Energie durch seinen Körper strömte und er sich wieder frei bewegen konnte. Was immer sich seiner bemächtigt hatte, es hatte seinen Körper verlassen. Überall kam es zu Tumulten auf den Rängen, vereinzelt sah er wie sich die Menschen prügelten und wild aufeinander einschlugen. Warum unternahm denn niemand etwas, es musste doch irgend jemanden geben der für Sicherheit verantwortlich war. Er sah sich nach allen Seiten um, doch ehe er sich weitere Gedanken machen konnte, ereignete sich bereits die nächste Katastrophe. Aus den Augenwinkeln heraus beobachtete er, wie im Bayernblock die Menge versuchte die Absperrzäune einzureißen. Es schien kein Halten mehr zu geben. Leuchtraketen wurden wahllos abgefeuert, einige davon schlugen nur wenige Meter vor Nico im Rasen ein. Die Verrückten schienen gezielt auf die Spieler zu schießen. Nico war vor Entsetzen wie gelähmt, seine Beine waren schwer wie Blei und sein Herz raste. Die anderen Spieler waren längst in Richtung Katakomben gerannt und darin verschwunden, er stand als einziger mitten auf dem Rasen, wie auf dem Präsentierteller. * Los Renn Du Idiot, oder willst Du Dich abschlachten lassen ? *, er hatte zu sich selbst gesprochen. Mittlerweile herrschte ohrenbetäubender Lärm im Stadion, von allen Seiten drangen Hilfeschreie aus Menge zu Nico, Schreie in größter Verzweiflung ausgestoßen. In ihnen Schwang die Gewissheit, dass es keinen Ausweg gab, Todesschreie. Die Menge gierte nach Blut, seinem Blut und es war nur eine Frage der Zeit, wann sie es sich holen würde. So also mussten sich die Christen gefühlt haben, während sie im Coloseum darauf gewartete hatten, dass man die Löwen zu ihnen in die Arena ließ. Nein, er wollte nicht sterben. Schließlich hatte er Frau und Kind. Er war 35, entschieden zu jung zum Sterben, außerdem gehörte er überhaupt nicht hier her. In seiner Verzweiflung begann auch er um Hilfe zu schreien, unfähig die Sinnlosigkeit seiner Handlung zu erkennen, er schrie sich die Seele aus dem Leib, doch niemand nahm von ihm Notiz, dafür löste sich seine Erstarrung. Gehetzt blickte er zu den Katakomben hinüber, aus denen er zuvor gekommen war. Wie lange mochte das nun schon her sein ? Minuten ? Ihm kam es vor wie eine halbe Ewigkeit. Hinter ihm auf dem Rasen schlug eine Handgranate ein. Die Druckwelle schleuderte ihn hoch durch die Luft und er landete mit dem Gesicht voraus auf dem Rasen. Eine rießige Menge Erde prasselte auf ihn hernieder. Als der Erdregen vorüber war, rappelte er sich rasch auf und begann zu rennen. Sein Atem war flach, seine Lungenflügel brannten und er spürte einen stechenden Schmerz in seiner rechten Seite, doch er rannte weiter. Mittlerweile hatte auch die Stadionüberdachung Feuer gefangen und brannte lichterloh. Während er sich schwerfällig vorwärtsbewegte, schaute er immer wieder nach oben, denn er fürchtete, dass brennende Dachteile auf ihn herabfallen konnten, doch was fiel war der Absperrzaun. Sofort strömte die tollwütige Menge in den Innenraum, sie kam direkt auf ihn zu. Er war noch 4 oder 5 Meter vom Ausgang entfernt, als die Tür direkt vor seiner Nase von innen zugeschlagen wurde. Bestürzt rüttelte er am Metallgriff, doch die Stahltür ließ sich nicht öffnen. Vor Furcht zitternd, blickte er über die Schulter zurück. Die vorderste Reihe der Angreifer hatte schon die halbe Strecke zurückgelegt und war ihm dicht auf den Fersen. Auch auf diese Entfernung meinte er die Mordlust in ihren Augen funkeln zu sehen. Resigniert wollte er aufgeben und sich in sein Schicksal fügen, als ihm Monika und Marco in den Sinn kamen. Wäre er doch nur zu Hause geblieben und hätte mit Marco und der Modelleisenbahn gespielt, er sehnte sich danach Monika im Haushalt zu helfen. Alles war besser , als dieser Wahnsinn aus dem es kein Entrinnen mehr zu geben schien. Der Gedanke, dass er die beiden,wenn er jetzt aufgab nie wiedersehen würde, verlieh ihm neue Kräfte. Kurz davor die Besinnung zu verlieren, rüttelte er ein letztes Mal an der Tür, die zu seiner Überraschung unter lautem Ächzen aufsprang.
Eine Unsichtbare Hand zog ihn nach innen und zog die Tür hinter ihm rasch wieder ins Schloss.

Er landete unsanft auf dem Boden, jedoch erleichtert in letzte Sekunde entkommen zu sein. Da kein Licht brannte konnte er in der Dunkelheit kaum etwas erkennen. Alles um ihn herum war schemenhaft, verschwommene Konturen die sich kaum vom schwarzen Hintergrund der Wände abhoben. Es war unheimlich und irgendwie beruhigend zugleich. Von draußen hörte er wie sich die Menge näherte, dann wurde an der Tür gerüttelt und mit roher Gewalt dagegen getreten. Wieder und wieder. Durch den größer werdenden Spalt unter der Tür fiel ein schmaler Lichtstreifen der mit jedem Schlag größer wurde und Nico signalisierte, dass die Tür nicht ewig halten würde. Froh die Tür zwischen sich und den Angreifern zu haben, begann er den Gang entlang zulaufen. Er tastete sich vorsichtig an der Wand entlang, immer mit einem Hindernis rechnend. Hinter sich hörte er Metall auf Metall schlagen, sie benutzten einen Gegenstand um die Tür aufzubrechen, die den ungestümen Attacken sicher nicht mehr lange standhalten würde. Sie würden einen Weg finden die Tür aus den Angeln zu heben, dessen war er sich sicher. Er schwor sich, dass er, sollte er es schaffen, von diesem unglückseeligen Ort zu entkommen, nie wieder einen Fuß in ein Stadion setzten würde, nie wieder. Außerdem verstand er sowieso nicht mehr, was man an Fußball finden konnte. Sein Interesse für Fußball hatte sich durch die Ereignissen des Nachmittags schlagartig dem Nullpunkt genähert. Nico lief und lief. Der Gang schien kein Ende zu nehmen, doch plötzlich befand er sich vor einer weiteren Metalltür. Durch den Spalt unter der Tür drang Licht, tageslicht. Er legte den Kopf an die Tür um zu lauschen, draußen vor der Tür schien alles ruhig zu sein.Vorsichtig nahm er den Griff in die Hand. Kurz hielt er in der Bewegung inne. Hinter sich hörte er wie die Metalltür unter dem Ansturm nachgab und unter lautem scheppern nach innen fiel. Er gab sich einen Ruck und drückte die Klinke nach unten. Er rechnete damit, dass die Tür verschlossen sein würde, doch zu seiner eigenen Überraschung ließ sie sich öffnen und er stürzte hinaus ins Freie.

Alles war friedlich. Die dunklen Rauchwolken hatten sich verzogen so dass die Sonne vor einem strahlend blauen Himmel schien. Die Menschen, die an ihm vorüber gingen, nahmen keinerlei Notiz von ihm und er war froh darüber. Nico atmete die frisch Luft tief ein der Alptraum war vorüber. Er kramte in seiner Hosentasche nach seinem Schlüssel, als er ihn gefunden hatte, machte er sich auf die Suche nach dem Passat. Auf der Heimfahrt ließ er das Radio bewusst aus, da er fürchtete, dass ihn der Alptraum wieder einholen könnte, wenn das Wort Fußball erwähnt würde. Als er viel zu früh nach Hause kam, schaute Monika überrascht zur Uhr, * Ist das Spiel denn schon aus ? * Ehe sie sich versah hatte er sie an sich gezogen.Er küsste sie zärtlich auf die Stirn, streichelte ihr liebevoll durchs Haar,* Ich liebe Dich * war alles was er hervorbrachte. Unterdessen war Marco aus dem Kinderzimmer gekommen. Er hatte sein Kuschelmonster auf dem Arm und strahlte übers ganze Gesicht. * Papi, Papi, spielst Du mit mir und Kuschel ? *.Nico legte seinen Arm nun auch um Marco, Tränen des Glücks rannen über seine Wangen. * Mami , kann Papi mit mir spielen, bitte bitte sag ja ? * Nico schaute erst zu Monika, die stumm nickte, dann zu Marco, auf dessen Arm das Kuschelmonster saß, und für einen Moment glaubte er dass Kuschel ihm zuzwinkerte.




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