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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Endlich Ferien
Eingestellt am 16. 12. 2001 23:02


Autor
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Uschi Sieberichs
Hobbydichter
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Endlich Ferien

Endlich Ferien
von Ursula Sieberichs

"Ruf mich doch bitte mal an oder schreib wenigstens," sagte sie zu ihm. Er hatte es eilig, wie immer, wenn seine Frau im Auto auf ihn wartete und ihn abholte. Er l├Âste sich langsam aus ihrer Umarmung und sagte leise: "Ich versuch's." Sie wusste, sie konnte ihn nicht zur├╝ckhalten, nicht jetzt ! Sie musste ihn gehen lassen, nur f├╝r vierzehn Tage, vierzehn Tage Ferien, vierzehn Tage ohne ihn. Allein zu Haus. Die Gedanken daran erf├╝llten sie mit Angst; Angst, dass seine Frau ihre Treffen verhindern w├╝rde, w├╝sste sie erst von ihr und ihnen beiden. Gehetzt, als h├Ątte sie etwas vergessen, rief sie hinter ihm hinterher: "Denk an mich !" Er war schon f├╝nf Meter entfernt, blieb stehen und blickte sie noch einmal z├Ąrtlich an. "Ich liebe Dich," sagte er. Gl├╝cklich ├╝ber seine Worte lief sie auf ihn zu, um ihn noch einmal zu k├╝ssen, um ihn so noch einen Augenblick l├Ąnger f├╝r sich zu haben, dann verschwand er durch die T├╝r. Widerwillig!

Sie ging zum Fenster und beobachtete, wie er zum Auto ging und zu seiner Frau einstieg. Es tat weh ! Eine endlose Leere ├╝berfiel sie, ein Gef├╝hl der Schwere und Erdanziehung machte sich breit. Sie wusste, er liebt nur sie, doch trotzdem waren da diese ├ängste, die immer wieder auftraten, je l├Ąnger sie ├╝ber sie beide nachdachte und versuchte, alles vernunftsm├Ą├čig zu erfassen und zu verstehen. Sie stellte sich vor, wie sch├Ân es sein m├╝sste, mit ihm zusammen Urlaub zu machen, das Leben zu genie├čen, unabh├Ąngig von den Zw├Ąngen des Alltags. "Das Leben kann ganz sch├Ân kompliziert sein", fl├╝sterte sie traurig vor sich hin. Da drau├čen auf der Stra├če, wo er eben abgeholt wurde, war nun nichts mehr zu sehen, nichts als der Mondschein und einige schummrige Stra├čenlaternen, die den feinen Nieselregen wie Kristalle anstrahlten. Der leise Nieselregen passte zu ihrer Stimmung.

Ihr Auto stand ziemlich versteckt und weit entfernt in einer dunklen Ecke der Stra├če. Der Weg dorthin wollte nicht enden; auch bemerkte sie nicht, dass es nun st├Ąrker regnete. Total in Gedanken versunken ging sie ganz langsam zu ihrem Auto. Als sie drinsa├č, wachte sie aus ihren Gedanken wieder auf. Die K├Ąlte der nassen Stoffe auf der Haut sp├╝rte sie erst jetzt. "Sauwetter", schimpfte sie, drehte den Z├╝ndschl├╝ssel herum und fuhr los. Als sie die Autobahn erreichte, gab sie Gas, als k├Ânne sie es nicht erwarten, nach Hause zu kommen und vierzehn Tage zu warten. Endlich Ferien !

__________________
Uschi Sieberichs

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Uschi Sieberichs
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Endlich Ferien

Hallo Willi,
Der Titel der Geschichte wird in der ├ťbersicht falsch angezeigt.Wei├čt Du wie man den nachtr├Ąglich ├Ąndern kann ?
Mit dem edit/delete-Button funktioniert das nicht, damit
kann ich nur im Text steuern.

Liebe Gr├╝├če
Uschi
__________________
Uschi Sieberichs

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flammarion
Foren-Redakteur
Routinierter Autor

Registriert: Jan 2001

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hallo, uschi,

ich finde diese geschichte etwas verwirrend. ferien sind doch eigentlich etwas, worauf man sich freut. vom liebsten getrennt zu werden ist aber keine freude. worauf bezieht sich also bitte das "endlich"? ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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Willi Corsten
Manchmal gelesener Autor
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Liebe Uschi,
herzlichen Gl├╝ckwunsch zu dieser Geschichte. Prima hinbekommen.
Sie bedarf aber, wie oldicke treffend sagt, einer kleinen Erkl├Ąrung. Ich vermute, dass deine Schlussbemerkung sarkastisch gemeint ist, doch das w├╝rde ich noch etwas deutlicher herausarbeiten. Doch daf├╝r steht die Geschichte ja in der LL. Ich bin zuversichtlich, dass der Text nach einer geringf├╝gigen ├ťberarbeitung topp in Ordnung sein wird.Ich vergleiche die Fassung gleich einmal mit dem Text, wie er im Buch steht und melde mich dann wieder.

Es gr├╝├čt dich ganz lieb
Willi

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Rote Socke
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Uschi,

also erstmal, den Forums-Titel kannst Du leider nicht mehr korrigieren. Da m├╝sste die Administration wirklich mal t├Ątig werden.

Zu Deiner Geschichte: Sicher kann man da geteilter Meinung sein, was die Erkl├Ąrungen betreffen, aber genau hier liegt f├╝r mich die geniale Crux der Story. Vielleicht muss man halt ├Ąhnliche Erfahrungen gemacht haben, um verstehen zu k├Ânnen, dass diese verschiedenen Variationen, welche eine vertrackte, heimliche Beziehung bieten, eben halt immer tausend Fragen aufwerfen: Da sind ├ängste, Sorgen, Fragen, aber auch die Lust mit dem Spiel des Feuers der Leidenschaft. Und ich finde das alles, kommt in Deinem Text zur Geltung, wenn man denn bereit ist, sich n├Ąher mit diesem Text vertraut zu machen. W├╝rdest Du alle Evantualit├Ąten, Fragen und Erkl├Ąrungen auflisten, dann g├Ąbe das ein langer, vielleicht langweiliger Text. So aber gef├Ąllt er mir prima.

Der Schlusssatz: Endlich Ferien, bedeutet f├╝r mich auch ein erleichtertes Aufatmen der Protagonistin. Sie nimmt all die Probleme, Hoffnungen und Sehns├╝chte pl├Âtzlich etwas gelassener und freut sich wieder auf ein St├╝ck Normalit├Ąt, mit der inneren Gewissheit, dass ihr der Liebhaber w├Ąhrend der 14 Tagen nicht abhanden kommt.

Liebe Gr├╝├če
Volkmar

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Willi Corsten
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Liebe Uschi,
zun├Ąchst muss ich mich entschuldigen, weil ich deine Frage weiter oben ├╝bersehen habe. Aber Volkmar hat ja darauf jetzt geantwortet.
Ich habe den Text noch einmal aufmerksam gelesen und tendiere immer mehr zu Volkmars Meinung: Die offen bleibenden Fragen machen den Reiz aus, der die Geschichte so lesenswert macht. Sicher, man k├Ânnte als Schlusssatz schreiben: Sch├Âne Ferien, ohne ihn! Damit w├Ąre die sarkastische Aussage klarer, aber macht das Sinn?
Mit herzlichen Gr├╝├čen
Willi

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