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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Endstation: Wahres Leben
Eingestellt am 09. 09. 2001 15:30


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k@thrin@
Hobbydichter
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Endstation: Wahres Leben

Es regnete in str├Âmen. Der Himmel war grau und die schwarzen Wolken zogen sich immer mehr zusammmen. Ein lauter Donner war zu h├Âren und ein Blitz folgte. Die Stra├čenbahn welche die Stra├če entlang kam hielt an der n├Ąchsten Station und ein junge Frau bepackt mit Einkaufst├╝ten stieg ein. Sie schien anfang 30 vielleicht auch J├╝nger, dass war schwer zu sagen. Die Kleidung der Frau war schon ziemlich abgetragen und sah mehr nach "Rot Kreuz" aus oder schon uralt. Das Regenwassser tropfte von dem alten dreckigen, grauen Mantel auf den Boden der Stra├čenbahn. Ihre Haare waren fettig und ungepflegt, sie war sicherlich schon seit Monaten nicht mehr beim Friseur gewesen. Sie setzte sich auf einen der freien Pl├Ątze und platzierte die Einkaufstaschen auf dem Sitz neben ihr. In ihrem Gesicht war zu sehen, dass sie ungl├╝cklich war und deswegen oft weinte. Tr├Ąumerisch sah sie aus dem Fenster. Tr├Ąume das war wahrscheinlich das einzige was sie noch hatte. Sie dachte nach ├╝ber ihr Leben und ├╝ber das was sie eigentlich erreichen wollte. Sie hatte doch Pl├Ąne und Tr├Ąume gehabt, aber die waren alle weg. Waren weg gewesen mit einem mal. Und jetzt fuhr sie gerade nach Hause in ihr kleines, spie├čiges Leben, ein Leben das nie gewollt hatte. Ein Leben, welches sie schon mit 14 verabscheut hat und gegen das sie immer gek├Ąmpft hatte. Vielleicht auch das Leben, wie es ihre Eltern jahrelang gef├╝hrt haben und sicherlich auch schon ihre Gro├čeltern. Tr├Ąnen stiegen in ihr auf. Und sie dachte an den Tag zur├╝ck der alles ver├Ąndert hatte. Damals war sie gl├╝cklich gewesen, sie war mit dem Mann zusammen den sie liebte und auch jetzt noch heimlich liebte. Der Mann den sie nie vergessen konnte. Auch wenn es schon ├╝ber 6 Jahre her war. Sie war damals gerade 20 gewesen, aber es war die Liebe nach der sie gesucht hatte, vor allem weil er ihr die Geborgenheit gab, die sie nie bekommen hatte, weder von ihren Eltern noch von jemand anders. Sie sp├╝rte wieder diese tiefe Sehnsucht in ihr die sie seit Jahren sp├╝rte nur diesmal weit intensiver als sonst. Sie hatte mit ihm das Gef├╝hl gehabt fliegen zu k├Ânnen und das Gef├╝hl, dass er da war wenn sie sich fallen lassen wollte. Er war da als es ihr schlecht ging und wenn sie nur weinen wollte hielt er sie einfach in seine Armen. Sie hatte das erste mal ein Gef├╝hl von Geborgenheit und Liebe gesp├╝rt. Doch mit einem Schlag hat sich alles ver├Ąndert. Es hatte ein paar dumme Mi├čverst├Ąndnisse gegeben, die sie gerne gekl├Ąrt h├Ątte, aber von ihm kam nur der Spruch: "Ich will es nicht mehr, akzeptier es oder lass es!" Tr├Ąnen kamen ihr in die Augen und rollten ├╝ber die Wange. Mit diesem Crash starben auch ihre Tr├Ąume und die Ziele die sie hatte. Mutlosigkeit und das Gef├╝hl versagt zu haben kamen in ihr auf. Sie hatte keinen Ziele und keine Pl├Ąne mehr und akzeptierte alles nur noch was um sie herum passierte. Sie dachte daran wie gerne sie die Welt gesehen h├Ątte um andere Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Aber nur mit dem Menschen der auch ihre Gef├╝hle und Interessen verstanden hatte. Aber nicht mit dem den sie geheiratet hatte. Nachdem Crash war der Mann f├╝r sie da der sie immer geliebt hatte, aber den sie nicht wollte, weil seine Eifersucht sie einengte. Und er war immer eifers├╝chtig. Sie liebte die Freiheit, aber die hatte sie nicht mehr. Es war vielleicht ein kleiner Anflug von Liebe gewesen, weil er ihr eine zeitlang die Geborgenheit gab, die sie suchte und nach der sie sich seit der andere weg war sehnte. Die Geborgenheit ging im Alltag unter und nach ihrer Hochzeit 1 Jahr sp├Ąter war sie ganz verschwunden. Sie sollte ihre Arbeit aufgeben, weil er angst hatte sie k├Ânnte einen anderen kennen lernen. Von ihren Freunden hat sie seit dem keinen mehr gesehen. Es herrschte immer nur Druck auf ihrer Seele und die Angst entg├╝ltig eingeengt zu sein. Und als dann die Kinder kamen, hatte sich das Gef├╝hl der Leere weitgehend in ihr breit gemacht und Besitz von ihr ergriffen. Die Tr├Ąnen liefen jetzt wie ein Wasserfall ├╝ber die Wangen! Aber auch Weinen half nichts mehr, denn es brachte die Gef├╝hle nicht mehr zum Leben. Sie war kalt und einsam. So f├╝hlte sie sich. Sie suchte nach Geborgenheit und W├Ąrme. Gut ihr MAnn k├╝mmerte sich um sie, aber er merkte nie wenn etwas los war. Er hielt sie nie in den Armen und sie redeten auch nie ├╝ber Probleme. Er war immer nur Eifers├╝chtig und machte ihr das Leben so nur noch schwieriger.

Die Stra├čenbahn hielt an. Ein Mann, mit zwei kleinen Kindern stieg ein. Sie erkannte den Mann den sie einst geliebt hatte und den sie immer noch liebte. Den Mann nachdem sie sich jede Nacht sehnte. Sie hatte wieder diese Schmetterlinge im Bauch, aber auch die Angst das es irgendwann alles kaputt war. Es war ja schon alles kaputt. Als er sich neben sie setzte und auch noch gr├╝├čte, zersprang beinahe ihr Herz. Sie nickte nur und hielt die beiden Einkaufstaschen im Arm. Das kleine M├Ądchen sa├č auf seinen Beinen und der Junge sa├č auf den Sitz neben an. Er mu├čte 7 oder 6 Jahre sein. Sie dachte daran das sie sicherlich f├╝rchterlich nach Schwei├č roch. Er sah immer noch so gut aus wie vor 6 Jahren kam es ihr in den Sinn. Er war immer noch so gut gekleidet. Sie versuchte sich die Tr├Ąnen aus den Augen zu wischen, aber es ging nicht so recht. Im Moment war sie nur einfach gl├╝cklich in wieder zu sehen. Sie sp├╝rte ein kleines Feuerwerk in sich, ein Feuerwerk was Leben zur├╝ck brachte. Wenn auch nur f├╝r einen kurzen Moment. Aber sie genoss dieses Gl├╝cksgef├╝hl und sp├╝rte auch ein wenig Leben in sich. Zur├╝ck gekehrtes Leben. Vielleicht war es auch nur der Grund zu wissen: "Er lebt noch in meiner Stadt!" Das Gl├╝cksgef├╝hl war wirklich nur f├╝r den Moment die n├Ąchste Haltestelle stieg er aus. Er verabschiedete sich und stieg aus. An der T├╝r drehte er sich um und man sah ihn an wie er ├╝berlegte. Sie sah ihn von ihren Platz aus nach wo er hin ging. Kurz ├╝berlegte sie ob sie nicht einmal schauen sollte, ob sie seine Adresse f├Ąnde im Telefonbuch. Sie verwarf den Gedanken. Dann wurde ihr einiges klar, die beiden waren also der Grund warum er gegangen war damals. Der Grund warum alles so pl├Âtzlich geschah. Den richtigen Grund hatte sie nie erfahren, er hatte einfach gesagt: "Such dir einen aus und nehm den mit dem es dir am leichtesten f├Ąllt!"
Tr├Ąnen liefen wieder ├╝ber die Wangen, aber sie brachten nicht die erhoffte Erleichterung. Leider nicht!

Die n├Ąchste Station war ihre und gleichzeitig auch die Endstation. Sie stieg aus und stand vor einem riesigen Hochh├Ąuserkomplex in dem auch sie lebte. Das erste Haus war gleich das ihre. Der Lift war kaputt also musste sie in den 8. Stock laufen. Sie hoffte nur nicht eine der alten Tratschweiber w├╝rder heraus kommen und wieder fragen warum sie geweint h├Ątte, wie das letzte mal. Vor ihrer T├╝r stellte sie die T├╝ten ab. Gemischte Gef├╝hle stiegen in ihr auf als sie aufschloss. Ihr Mann begr├╝├čte sie, nahm ihr die T├╝ten aber nicht ab sonder sagte nur: " Wo warst du solange?"
"Tschuldigung!" presste sie hervor.
Sie r├Ąumte alles weg und brachte ihn sein Bier. Da dachte sie wieder daran nach zu schauen wo er lebe. Sie nahm das Telefonbuch und suchte die Adresse heraus. Wenig sp├Ąter griff sie zum H├Ârer und rief an. Ein Frau nahm ab. Sie h├Ârte ihn fragen, wer es sei. Die Frau antwortete: "Niemand mein, Schatz." "Achso schade, dachte nur," h├Ârte sie ihn traurig sagen. Sie legte auf und ging zu ihren Mann und beiden Kindern. Sie wu├čte auf einmal, dass dieses Leben die Endstation ihres Lebens war. Ein lebenlang nur noch mit kochen, waschen, mit dem Kindern lernen, b├╝geln, putzen usw. das war nun ihrer Welt. Ein Leben das sie in alle Ewigkeiten hassen w├╝rde. Doch f├╝r einen kleinen Moment war sie noch mal gl├╝cklich gewesen, nur f├╝r einen kleinen, winzig kleinen Moment. Diesmal huschte auch ein kleines L├Ącheln ├╝ber ihr sonst so trauriges Gesicht. Aber der Blick war immer noch leer. Aber die Erinnerung sie w├╝rde bleiben!

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flammarion
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ja,

genau so sch├Ân und so schlecht wie deine andere geschichte in diesem forum. sollte dringend gr├╝ndlich ├╝berarbeitet werden. und nimm die unz├Ąhligen ausrufezeichen raus, denn so sehr zum schreien ist die sache nicht. lg
__________________
Old Icke

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k@thrin@
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 3
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Nu was hat denn jetzt wieder nicht gepasst! Ich hasse so immer nur halb fertig gesagte S├Ątze!! War es, dass das es wahrscheinlich zu realistisch ist? H├Ątte gerne mal eine Antwort drauf! Das ist das Leben!

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flammarion
Foren-Redakteur
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ja,

liebe katharina, du hast ja recht, so ist das leben. aber geschichtenschreiben ist nicht so, wie du es machst. wei├čt du, heute morgen beim fr├╝hst├╝ck hab ich an deine geschichten denken m├╝ssen und da fiel mir ein, da├č ich bei meiner ersten alltagsgeschichte, die ich mit 12 jahren schrieb, fast ebensoviele ausrufezeichen benutzt habe. m├Ąrchen konnte ich wunderbar schreiben, da hat die freundin meiner mutter immer gel├Ąchelt. aber bei meiner alltagsgeschichte sagte sie nur: hier kommt kein ausrufezeichen hin, hier nicht und da nicht und dort nicht und ich bekam den mund nicht auf, um ihr zu sagen, da├č hinter dem ausrufezeichen ja noch viel mehr steckt, da├č das ausrufezeichen auf etwas hinweisen will, auf die seelische zerrissenheit der handelnden person. ich glaube, bei dir ist es genauso. wenn es so ist, dann nimm dir bitte jedes ausrufezeichen einzeln vor, gaaanz langsam, st├╝ck f├╝r st├╝ck und schildere, was die frau f├╝hlt und denkt. ich glaube, dann kommt deine geschichte wesentlich besser r├╝ber. du hast gute ideen und auch talent, nutze beides. ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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kolibri
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo k@thrin@,

ich denke flammarion hat Recht, da├č es eindeutig zu viele der Ausrufezeichen sind und die Geschichte einer ├ťberarbeitung bedarf, denn so wie sie da auf gr├╝nem Hintergrund vor sich hin schreit, mag sie zwar bedingt die Realit├Ąt widerspiegeln, ist jedoch nicht sonderlich aufregend. Als ich z.B. las ÔÇ×Die Spitzen hatten SplissÔÇť wohlbemerkt mit Ausrufezeichen, dachte ich mir, da├č die Geschichte sicherlich auch in einer Frauenzeitschrift zu finden sein k├Ânnte. Mehr und mehr erscheint mir das ganze dann (Klischees soll man pflegen) wie das typische Eheleben, das besagte Frau unter 30 gerne anders ausleben w├╝rde, da sie innere Widerspr├╝che empfindet, die allerdings ziemlich kurz und oberfl├Ąchlich dargestellt werden. Schade, denn das h├Ątte mich mehr interessiert als der blanke Alltagstrott der die Geschichte ├╝berwiegend ausf├╝llt.

Gru├č
kolibri

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gladiator
Manchmal gelesener Autor
Registriert: May 2001

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Ganz klar!

Wenn Du in dieser Masse Ausrufzeichen verwendest, gehen sie unter! Sie werden irgendwann ├╝berlesen und verkommen zu Punkten! Damit werden sie bedeutungslos wie das Leben, da├č Du beschreibst!

Genug der Ausrufezeichen! (ups ).

Also im Ernst: In der angloamerikanischen Literatur hei├čt es doch immer so sch├Ân: Don't tell, show. Ich habe es lange nicht begriffen, was damit gemeint ist. Deine Geschichte hier zeigt es klar und deutlich auf.

Sage dem Leser nicht andauernd, wie furchtbar alles ist und wie sehr die Frau ihren Tr├Ąumen hinterher trauert, sondern zeige es, in dem beschreibst.
Zeige es, in dem Du sie beschreibst und auf ihre Umwelt reagieren l├Ą├čt. Die Begegnung mit dem fr├╝heren Mann ihrer Tr├Ąume ist stark genug und sagt so viel, was sich der Leser denken kann. S├Ątze wie
Sie hatte aus ihren Leben das gemacht was sie nicht wollte! Hatte von der Welt zu wenig gesehen! Und denjenigen der ihr wichtig war, hatte sie auch niemehr gesehen.

Jetzt lebte sie mit einen Menschen zusammen der sie einengte und denn sie nicht liebte! Aber sie blieb wegen der Kinder!

braucht der Leser nicht.

Er braucht S├Ątze wie
Er verabschiedete sich und drehte sich an der T├╝r noch mal neugierig um! Es war ihm anzusehen das er ├╝berlegte. Sie sah ihm nach und dachte sich: " Wahrscheinlich kennt er mich nicht mal mehr!"

Sie trug das Bier ins Wohnzimmer!

Ohne Ausrufezeichen nat├╝rlich. Diese beiden S├Ątze sagen und treffen viel mehr als das ganze vorangegangene "Gejammer". Denn nichts Anderes ist es ja.
In einem Buch ├╝ber das Schreiben habe ich mal gelesen, der Autor sollte in seinen Texten Wehleidigkeit und Larmoyanz vermeiden, weil sie den Leser letztlich abst├Â├čt. Da ist viel Wahres dran.

Gru├č
Gladiator

__________________
Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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