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Leselupe.de > Ungereimtes
Engel am Kreuz
Eingestellt am 17. 07. 2002 00:04


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Eilan
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Wellen schlagen,
zerschellen am Fels,
Meeresrauschen,
eine leichte Brise,
wiegend die Palmenblätter
zwischen denen der silberne
Mond durch scheint
mit seinem Licht
Wasser und Felsen kĂĽsst.

Hängender Kopf,
schwarzes Haar in Strähnen
das Gesicht bedeckend
Der Wind zerrt an dem
weissen Gewand
in Unschuld getaucht
doch
so wie die FlĂĽgel
die zerzaust,
schlaff am Körper hängen
von Blut benetzt, bespritzt
rein gewaschen.

Das Herz keiner SĂĽnde bewusst,
Nur Gutes sein Leben gebracht
und deswegen
nun genagelt
an ein
auf dem Felsen stehendes
hölzernes Kreuz
welches verziert von Rinnsalen aus Blut
Ein Engel
gestorben an dem Unverständnis der Menschen.

Wellen schlagen,
zerschellen am Fels,
Meeresrauschen,
eine leichte Brise
ĂĽber das Meer
davontragend die Seele
geleitet vom Licht des Mondes.


__________________
Das Licht findest du in der Dunkelheit

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lapismont
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Hallo Eilan,

zwischen den Störgeräuschen der Beschreibungen, taucht dieser Engel auf, tot, und Du lieferst ein Motiv.
Unverständnis der Menschen.
Muss ich mir das wie die "Unendliche Geschichte" vorstellen?
Wir Menschen glauben nicht mehr an Engel, also sterben sie?
Nun gut, sag ich, da es sie nie gab, ist mir das eh egal.

Dein Bild erklärt sich mir nicht.

Mit der Bitte um Erläuterung
lap
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Eilan
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Hi Lap

Ich habe hier, wie ich in "Engel" schon ankĂĽndigte, ein Bild welches ich vor einigen Tagen malte, in einem Gedicht beschrieben.
Braucht es immer ein Erklärung für unsere Taten?
Vielleicht hilft dir das Gedicht von Häuptlich Dan George:

Wenn du mit Tieren sprichst,
werden sie mit dir sprechen,
und ihr werdet einander kennenlernen.
Wenn du nicht mit den Tieren sprichst,
wirst du sie nicht kennen,
was du nicht kennst,
das fĂĽrchtest du.
Was man fürchtet, zerstört man.

Wieso wurden die Indianer ausgerottet? Weil wir sie nicht verstehen und kennen konnten.
Könntest du einen Engeln kennen, ihn verstehen?
Hat ein Mörder immer ein Motiv um sein Opfer zu töten? Er sucht sich einfach eines, er wird schon irgendwas finden, was er zum Motiv machen kann.

Der Engel sollte etwas symbolisieren: Was wir Menschen nicht verstehen, das fürchten wir, was wir fürchten wird ausgelöscht.

Vielleicht etwas Erkenntnis geben konnte
Eilan
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lapismont
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Ach so und also doch

Hallo Eilan,

Du brachtest da tatsächlich mehr Licht in die Kammer hinter meinen hochgezogenen Augenbrauen.
Es ist natürlich schwierig, ein Motiv wie den Engel zu benutzen, um etwas Unreligiöses darzustellen.
Da fĂĽhrst Du den Leser schnell in eine andere Richtung.

Deine Aussage bezĂĽglich Furcht und Unkenntnis trifft ĂĽbrigens auch auf ein Kernthema der "Unendlichen Geschichte".
Insofern war ich da schon auf der Spur.

Taten brauchen nicht immer eine Erklären, haben aber immer eine.

Das Gedicht von Häuptlich Dan George gefällt mir übrigens sehr gut und es passt auch wunderbar zum Thema.

Danke sagt Dir
lap
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Eilan
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:0)

Hi Lap

Schön dass ich etwas Licht in die dunkle Stube bringen konnte...;0) Phu, da ist es aber etwas staubig und erst diese vielen Spinnweben die hier herumhängen! *g*
Klar, aber meiner Meinung nach sind Engel sowieso nicht unbedingt religiöse Geschöpfe. Eher etwas wie Fabelwesen.
Ă–hm... die unendliche Geschichte... ist schon ziemlich lange her seit ich sie das letzte Mal gelesen habe...:0S
Mir gefällt das Gedicht von dem Häuptling auch sehr gut, weil es der Wahrheit entspricht, und etwas aussagt was wir uns selbst nicht bewusst sind.

Die Bibliothek nach der Unendlichen Geschichte absuchen wird
Eilan


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dolly's meat
Schriftsteller-Lehrling
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hallo!
oh,das ging aber schnell...:-)
dein gedicht gefällt mir!
ich finde es ist sehr schön ge- und beschrieben ...und es macht mich nachdenklich...
lg dm

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