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Leselupe.de > Science Fiction
Enthauptungsschlag (Teil1)
Eingestellt am 16. 07. 2003 21:34


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Empi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2003

Werke: 8
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Der kleine, unauffĂ€llige Transportgleiter bahnte sich langsam seinen Weg durch einen wahren Irrgarten aus Asteroiden und Wrackteilen alter Raumschiffe. Hier und dort waren sogar die HĂŒllen kompletter Schiffe zu sehen, bei nĂ€herer Betrachtung aber erkannte man rasch die geschwĂ€rzten Stellen und klaffenden Löcher; keines der hier zu sehenden Raumfahrzeuge war noch intakt, obwohl viele davon einst einer kampfstarken und stolzen Flotte angehört hatten.
„Wir sind bald da!“ rief Ted aus dem Cockpit.
Dexter drehte sich von der Scheibe weg, durch die er die letzte halbe Stunde gestarrt hatte. „Wir sollten uns fertig machen, Symon“, sagte er zu seinem Partner, wĂ€hrend er selbst gleichfalls damit begann, seine AusrĂŒstung zu ĂŒberprĂŒfen: Intercom, NachtsichtgerĂ€t, Messer, WĂŒrgeseil, Painkiller und die Hammer, eine extrem durchschlagkrĂ€ftige, schallgedĂ€mpfte Handfeuerwaffe.
„Wie lange noch, Ted?“ fragte Dexter.
„UngefĂ€hr zwei Minuten. Ich kann sie bereits sehen.“
Beide Agenten eilten ins Cockpit, um einen Blick auf die gewaltige Raumstation zu werfen, die sich, obwohl die Sicht teilweise von umhertreibenden Hindernissen blockiert wurde, vor ihnen aufbaute. Es war keine Raumstation im eigentlichen Sinne; keine moderne, symmetrische und dem Auge wohlgefĂ€llige Form - nein - dieses Ding vor ihnen war ein Hybrid, bestehend aus einer Unzahl unterschiedlichster Raumschiffe, welche ĂŒber die Jahre hinweg einfach aneinander geschweißt worden waren. In der Galaxie nannte man das Gebilde nur den Moloch; es war das Sodom und Gomorra der Zukunft, ein Treff fĂŒr alle, die ihre Laster hemmungslos ausleben wollten.
WĂŒrde allein der ungewĂŒnschte Bodensatz der Zivilisation dort sein Unwesen treiben, so hĂ€tte der Rat sicher beschlossen, das groteske Ding einfach in die Luft zu jagen. Aber dafĂŒr war es jetzt zu spĂ€t: mittlerweile war die verderbliche Saat des Molochs nĂ€mlich auch in den Reihen berĂŒhmter KĂŒnstler und Politiker aufgegangen. Immer mehr aufrechte Lebensformen erlagen dem unheilvollen Einfluss des Molochs. KĂ€men somit bei einem Angriff hohe WĂŒrdentrĂ€ger verschiedener Staaten um, könnte die erst geformte Allianz daran zerbrechen. Infolgedessen hatte man entschieden, subtiler vorzugehen: um ein Ungeheuer zu töten, reichte es ja, wenn man ihm den Kopf abschlĂ€gt - und der Kopf des Molochs hieß Bedragu, Assimil Bedragu.
Die tiefe Stimme Symons riss Dexter aus seinen Gedanken. „Wie sollen wir unseren Informanten in diesem Riesending jemals finden? Das kann ja ewig dauern.“
Dexter zuckte nur mit den Schultern. „Farian hat mir gesagt, der ÜberlĂ€ufer warte im Blutrausch auf uns. Mehr weiß ich auch nicht.“ Als Dexter den unglĂ€ubigen Blick - oder war es Angst? - seines Partners auffing, fĂŒgte er hinzu: „Keine Sorge. Wir finden den Informanten, dann dringen wir in Bedragus Privatbereich ein und legen den Kerl um. So einfach ist das.“
Simon nickte schwach. „Wenn du meinst.“
Dexter konnte seinen Partner verstehen; selbst ihn beschlich beim Anblick des unförmigen Kolosses ein ungutes GefĂŒhl, das mehr war als bloße Anspannung. Obwohl er im Dienste der neuen Allianz bereits einige risikoreiche AuftrĂ€ge erledigt hatte, war dieser Gang in die Höhle des Löwen schon ein extrem wagemutiges Unterfangen. Selbst ihre gute AusrĂŒstung wĂŒrde sie nicht retten können, wenn ihr heimliches Eindringen bemerkt wurde. Bei dieser Mission war UnauffĂ€lligkeit ihr einzig wahrer Trumpf.
Mittlerweile waren sie an der untersten Stelle des Molochs, angekommen - ein schrottreifer Frachter, der nicht mehr benutzt wurde. Der Transportgleiter dockte sachte an.
„Meinst du, die haben uns geortet?“ fragte Symon beunruhigt.
„Kann ich mir nicht vorstellen,“ antwortete Ted. „Unser Schiff ist so klein und wir sind extrem langsam geflogen, so dass man uns inmitten der TrĂŒmmer und Asteroiden kaum hĂ€tte entdecken können.“ Ted fasste Dexter an die Schulter. „Viel GlĂŒck. Ich warte hier auf euch.“
„Danke. Können wir gebrauchen. Es kann eine Weile dauern.“
Ted zwinkerte. „Kein Problem.“
Symon und Dexter betraten daraufhin die Schleuse und krochen durch einen gummiartigen Schlauch, bis sie an der Bordwand des alten Frachters angelangt waren. Es dauerte fĂŒnf Minuten, dann hatten sie ein kleines Loch in die HĂŒlle gebrannt. Mit dem Kopf voran quetschten sie sich hindurch und fanden sich in einem völlig dunklen Laderaum wieder. Sie aktivierten ihre NachtsichtgerĂ€te.
„Ab jetzt nur noch Handzeichen,“ flĂŒsterte Dexter.
Symon hob den Daumen.
WĂ€hrend sie sich wie auf Samtpfoten durch das verlassene Schiff bewegten, dachte Dexter daran, wie ĂŒberflĂŒssig diese Mission jetzt wĂ€re, hĂ€tte man dem Treiben Bedragus frĂŒher Einhalt geboten. Nach dem großen Krieg war Bedragu - damals ein berĂŒchtigter Waffenschieber - in finanzielle Schwierigkeiten geraten, weil ihm eine stattliche Waffenladung abhanden gekommen war. Bis auf eines hatte er all seine Schiffe verkaufen mĂŒssen, um seine Schulden zu begleichen. Danach war Bedragu hier hergekommen; genau an die Stelle, wo die letzte und entscheidende Schlacht des großen Krieges stattgefunden hatte. Einige Jahre hatte er sich ĂŒber Wasser gehalten, indem er die ĂŒberall zu findenden Wracks ausgeschlachtet hatte. Keiner hatte ihn auf der Rechnung gehabt, bis eben die Kunde von Mord, Drogen und exzessiven Ausschweifungen langsam die Runde gemacht hatte. Aber selbst dann hatte man die Gefahr noch nicht erkannt, und Assimil Bedragu hatte Zeit gehabt, sein böses Netz immer weiter zu spinnen. Man munkelte sogar, er habe inzwischen eine neue, nicht nachweisbare Droge entwickelt, die Menschen (und Nichtmenschen) zu willenlosen Marionetten machte - wenn das stimmte, war höchste Eile geboten!
Sein Partner, der vor ihm ging, spĂ€hte um eine Biegung und hob plötzlich die Hand. Dann reckte er zwei Finger in die Höhe. Dexter verstand. Symon und er waren ein perfektes Team. Über die Jahre hinweg hatten sie sich meisterhaft aufeinander abgestimmt. WĂ€hrend Symon im Nahkampf unĂŒbertroffen war und daher immer vorausging, blieb Dexter stets ein wenig zurĂŒck, um seine Treffsicherheit mit Waffen jeglicher Art wirksam einsetzen zu können.
Mit lautlosen Schritten schlich sich Dexter nun ebenfalls an die Biegung und lugte um die Ecke: Zwanzig Meter entfernt, im Lichtkreis einer kleinen Lampe, standen zwei MĂ€nner mit Waffen und unterhielten sich leise. Dexter blickte zu Symon, zeigte ihm fĂŒnf Finger und begann rĂŒckwĂ€rts zu zĂ€hlen. Bei Null schnellten beide Agenten aus ihrer Deckung und feuerten ihre Waffen ab. Nur das eigentĂŒmliche Zischen der SchalldĂ€mpfer war kurz zu hören, dann sackten die Wachen in sich zusammen.
Nachdem sie die Leichen in einen kleinen, dreckigen Raum geschleift hatten, durchsuchte Symon die beiden Toten und fand eine Chipkarte, mit der sich eine verschlossene TĂŒr öffnen ließ. Dahinter lag ein beleuchteter Korridor, der bis auf ein paar vergammelte Kartonreste leer war.
Die Agenten schalteten ihre NachtsichtgerÀte aus und bewegten sich vorsichtig weiter. Einige Minuten verstrichen als Symon und Dexter versuchten, einen Weg durch ein wahres Labyrinth aus GÀngen suchten. Einmal wÀren sie beinahe einer Patrouille in die Arme gelaufen, doch hatten sie sich gerade noch in eine finstere Nische pressen können. Da ihnen bewusst war, dass sie noch stundenlang durch die verfallenen Wracks irren könnten, ohne einen Zugang zu den Hauptbereichen des Molochs zu finden, gingen sie das Risiko ein, der Patrouille zu folgen.
Schon als sie meinten, dass sich dieses Vorgehen als nutzlos erweisen wĂŒrde, fasste Dexter seinem Partner an die Schulter und bedeutete ihm innezuhalten. Der letzte Mann der Patrouille verschwand gerade in einem abzweigendem Gang. Als die Fußschritte verhallt waren, war ein schwaches Brummen zu hören, das aus einer Passage zu ihrer Rechten kam. Beide Agenten nickten einander zu und folgten dem GerĂ€usch, das mit jedem Schritt an StĂ€rke zunahm. Was sich eingangs wie ein großes, summendes Insekt angehört hatte, entpuppte sich beim NĂ€herkommen als dumpfe Musik.
„Wir können wieder reden. Die Musik ĂŒbertönt unsere Stimmen“ raunte Symon.
„Wir mĂŒssen einen Weg finden, um in den Kern des Molochs zu gelangen. Das hier waren bis jetzt ausschließlich unbenutzte Außenbezirke.“
„FĂŒr unbenutzte Außenbezirke sind sie aber gut bewacht,“ gab Symon zu bedenken.
Dexter ĂŒberlegte kurz. „Stimmt. Aber das ist normal, denke ich. Bedragu ist nicht dumm. Er muss wissen, dass seine Station der neuen Allianz ein Dorn im Auge ist.“
„Und wir sind hier, um ihn zu ziehen.“
„Richtig!“ Dexter klopfte seinem Partner ermutigend auf die Schulter.
Mittlerweile waren sie sich sicher, dass die Musik ĂŒber ihnen dröhnte, denn die LautstĂ€rke verĂ€nderte sich nicht mehr, auch als sie weitereilten.
„Vielleicht ist irgendwo ein Aufzug“, bemerkte Symon, wĂ€hrend er wachsam die Umgebung im Auge behielt.
Dexter wollte eben zustimmen, da hörten sie das Zischen von GleittĂŒren, das aus einem Korridor zu ihrer Linken kam. Kurz darauf war ein Stimmengemurmel wahrzunehmen. Symon und Dexter zogen ihre Waffen und schlichen vorsichtig bis an die Ecke heran.
„Haltet die Augen offen,“ befahl jemand barsch.
„Wird gemacht, Boss.“ Der Sprecher der Antwort wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sich seine Augen in KĂŒrze fĂŒr immer schließen wĂŒrden.
Dann erklang erneut das Zischen, begleitet von einem Surren, das schnell schwÀcher wurde. Der erhoffte Aufzug befand sich anscheinend direkt vor ihrer Nase.
Plötzlich war ein SchnĂŒffeln zu hören, begleitet von einem tiefen Grunzen.
„Hey! Brutus scheint etwas gewittert zu haben!“ rief eine Stimme.
Beide Agenten warfen sich alarmierte Blicke zu, dann fuhr sich Dexter symbolisch mit dem Zeigefinger ĂŒber die Gurgel. Simon nickte grimmig. Sie sprangen aus ihrer Lauerstellung hervor und ließen die Waffen sprechen.
Zwei MĂ€nner waren nur wenige Meter entfernt, als die Projektile sie trafen. Beide wurden durch die Wucht von den Beinen gefegt. Bevor sie ĂŒberhaupt eine Chance hatten, zu reagieren, lagen drei weitere Wachen tot am Boden. Der letzte Überlebende wollte fliehen, aber ein gezielter Schuss Dexters riss ein faustgroßes Loch in dessen RĂŒcken. Ohne einen Laut stĂŒrzte der Mann zu Boden.
Ein schwarzer Schatten schoss mit einem Mal aus einer dunklen Ecke hervor und stĂŒrzte sich auf Symon. Beide gingen zu Boden. Das wilde Biest war ein Kruul: wenn aufgerichtet war es mannshoch, und seine scharfen Klauen und reißenden Kiefer konnten Muskeln und Sehnen mĂŒhelos durchtrennen. Das musste wohl Brutus sein. Nur auf Grund seiner Kraft und schnellen Reflexe konnte sich Symon vorerst retten. Sein Unterarm wurde zwar von den Krallen aufgeschlitzt, es gelang ihm aber, sein Gesicht zu schĂŒtzen. Dexter ließ die Hammer fallen, zog das im Stiefel verborgene Messer und trieb es tief in den Hals des UngetĂŒms. Mit einem Röcheln brach der `Wachhund` zusammen. Dexter legte das Messer beiseite und kĂŒmmerte sich um seinen Partner, nachdem er sich vergewissert hatte, das vorerst keine weiteren Gefahren auf die zwei Agenten lauerten.
Symon keuchte vor Schmerz und hielt seinen aufgerissenen Unterarm mit der rechten Hand umklammert. Dunkles Blut quoll zwischen seinen Fingern hervor.
„Dein Bruder hat doch gesagt, dieser Bereich sei nicht ĂŒbermĂ€ĂŸig gesichert!“ Symons Stimme war vor Schmerz verzerrt.
Dexter musste ihm leider zustimmen. Bislang war sein Bruder Farian, der wie er fĂŒr die GET (Geheime Eingreif-Truppe) arbeitete, mit seinen Nachforschungen stets richtig gelegen. Durch seine gute Missionsplanung hatte Farian schon viele brenzlige Missionen erheblich entschĂ€rft. Das er sich so tĂ€uschte, was die Sicherheit des zu infiltrierenden Objekts anbelangte, war fĂŒr Dexter ein RĂ€tsel. Nach Farians Erkundigungen hĂ€tte in diesem Bereich höchstenfalls ein altersschwacher Greis den Fahrstuhl sichern sollen. Andererseits war es bis jetzt keinem außer Farian gelungen, ĂŒberhaupt etwas ĂŒber den Moloch in Erfahrung zu bringen. Wie dem auch sei - diese Überlegungen brachten ihn momentan auch nicht weiter und lenkten ihn obendrein nur bei der Versorgung von Symons Verletzung ab. Dexter kramte einen Painkiller hervor und injizierte die schmerzhemmende FlĂŒssigkeit in Symons Arm. Fast augenblicklich entspannten sich dessen GesichtszĂŒge.
„Danke“, hauchte er erleichtert. „Verdammt schmerzhafte Sache.“ Dexter verband danach den Unterarm und betrachtete Symon kritisch. „Ich glaube es ist besser, wenn du zu Ted zurĂŒckkehrst.“
„Blödsinn“, entgegnete sein Partner. „Ist nur ein Kratzer. Wir ziehen das zusammen durch.“
„Der Painkiller wirkt bestenfalls zwei Stunden.“
„Dann nehme ich eben noch einen.“
„Mehr als ein Painkiller kann Halluzinationen hervorrufen; zudem macht er mĂŒde und vermindert die Konzentr-.“
Simon hatte sich inzwischen aufgehockt, den Zeigefinger belehrend gehoben und Àffte Dexter nach.
„Du bist ein Idiot, Symon.“
„Ich liebe dich auch, Dexter!“
Die nĂ€chsten fĂŒnf Minuten verbrachten sie damit, die Leichen in einen mit zerbrochenen Holzkisten ĂŒbersĂ€ten Raum zu schaffen. Dann schlĂŒpften die Agenten aus ihren schwarzen AnzĂŒgen, die sie bis dahin getragen hatten. Darunter kamen abgewetzte Hosen und schmuddelige Oberteile zum Vorschein.
„Jetzt sehen wir genauso aus wie die!“ sagte Symon, wĂ€hrend sein Finger auf die aufgetĂŒrmten Körper zeigte. „Lauter verkommene Drogenjunkies.“
Dexter packte der Ekel, als er an sich hinabsah. Er schĂ€tzte ein gute Tarnung, aber sich als dieses Pack auszugeben ging ihm gegen den Strich. „Lass uns zum Aufzug gehen.“ Am liebsten hĂ€tte er den Moloch mitsamt dem hier herumvegetierenden Abschaum - Politiker hin oder her - mit gut platzierten Sprengladungen pulverisiert.
Im Lift angelangt, bekam Dexters Laune noch einen zusĂ€tzlichen DĂ€mpfer. „Toll. Der Aufzug hat nur zwei Tasten. Ergo: Wir kommen nur eine Ebene nach oben. Bei unserem GlĂŒck landen wir wahrscheinlich in der KĂŒche.“ Trotzdem drĂŒckte Dexter den oberen Knopf - was fĂŒr eine andere Wahl hatten sie auch? Möglicherweise war dies der einzige Aufzug in weitem Umkreis. Mit einem Ruck ging die Fahrt nach oben. Entgegen der BefĂŒrchtungen Dexters kamen, als die TĂŒren wieder auseinander glitten, keine Kochutensilien zum Vorschein, sondern nur ein kurzer, schwarz angestrichener Gang. Symon und Dexter steckten ihre Waffen weg - keine Menschenseele war zu sehen. Der Gang endete in einem großen geöffneten Tor, aus dem weiße Nebelschwaden hervorkrochen. Dahinter lag Dunkelheit, die nur ab und an von grellen Lichtblitzen durchzuckt wurde. Laute, dumpfe Musik brandete ihnen entgegen.
„Anscheinend sind wir doch richtig,“ meinte Symon.
„Sieht so aus. Lass uns reingehen. Vielleicht erfahren wir hier, wo das Blutrausch zu finden ist.“
Als sie in die Dunkelheit vordrangen, bemerkten die beiden Agenten jedoch rasch, dass die hier versammelten Lebensformen nicht mehr in der Lage waren, eine ordentliche Wegbeschreibung abzugeben. Wann immer die Scheinwerfer kurz aufflammten, sahen sie wankende und taumelnde Formen, und auch solche, die am Boden lagen und sich gar nicht mehr regten. Der sĂŒĂŸliche Geruch von berauschenden KrĂ€utern aller Art schwĂ€ngerte die Luft; die große Halle war ein einziger Drogenpfuhl. Da ein lĂ€ngerer Aufenthalt hier nur Zeitverschwendung wĂ€re, begaben sie sich zĂŒgig zum gegenĂŒberliegenden Ausgang.

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