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Leselupe.de > Gereimtes
Entrückte Sicht
Eingestellt am 04. 08. 2001 14:47


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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

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EIN BEOBACHTUNGSPOSTEN

Zu schweigsame Menschen, wenn sie sich erheben,
um endlich mal wieder den Ton anzugeben,
bemerken sehr selten und wenn viel zu spät,
dass kaum jemand zuhört und niemand versteht.

Und dennoch, vergesst nicht, euch täglich zu zwingen,
den Geist und die Seele gen Himmel zu schwingen,
um besser von oben und außen zu checken,
was Menschen dort treiben, zu schändlichen Zwecken!

__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fühl'ich mich, das reicht, genug!

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cumulus
One-Hit-Wonder-Autor
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Dietmar Hoehn

Wir zwei dichten nicht in der gleichen Liga, soviel ist klar. Hoffentlich sei trotzdem eine Bemerkung erlaubt. Dein Gedicht, oder sollte ich sagen Mahnung?, liest sich sehr flüssig. Die erste Zeile macht es einem aber ziemlich schwer, in den Rhythmus zu kommen.
Und dann ist mir nicht ganz klar, an wen sich die Mahnung richtet. An diejenigen, die den Mund nicht aufkriegen?
Geist und Seele gen Himmel zu schwingen klingt für mich ziemlich nach Religion und Glaube. Dann könnte der Beobachtungsposten für eine Bemessungsgrundlage stehen. Nicht klar ist mir, was Menschen im Himmel zu schändlichen Zwecken treiben könnten.

cumulus

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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

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Missverständnis

Hallo cumulu,

Danke zunächst für deine ausgewogenen Worte. Tut mir Leid, wenn du in den wenigen Zeilen gleich auf mehrere Missverständnisse gestoßen bist.

Die Aufforderung ..."den Geist und die Seele gen Himmel zu schwingen" ist lediglich eine Metapher, die nichts anderes zum Ausdruck bringen will als sich mutig und mit etwas mehr Lebensfreude aufzumachen, um den Schreihälse dieser Welt paroli zu bieten, sie zu hinterfragen. Mit Religion hat das nichts zu tun, selbst wenn...

Natürlich wollte ich diejenigen ansprechen, die tatsächlich etwas zu sagen hätten, sich aber nicht so recht getrauen und lieber alles so hinnehmen wie's halt kommt.

"Um besser von oben und außen zu checken..." bezieht sich natürlich auf den bildhaften Rückblick zur Erde, obwohl ich schändliche Himmelszwecke durchaus in einem anderen Zusammenhang ebenfalls für möglich halte, das wäre allerdings ein anderes Thema.

Fazit: macht euch möglichst täglich geistig auf und bietet den Unbilden der Zeit möglichst viel Stirn.

In diesem Sinne und gerne auf bald; Dietmar
__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
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Bernd
Foren-Redakteur
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Merkwürdigerweise sieht die Welt von Cumuluswolken aus betrachtet viel kleiner aus.
(Von schwarzen Gewitterwolken aus würde man eher gar nichts sehen.)

Rhythmisch ist das Gedicht sehr ausgewogen. Ich hätte zur Unterstreichung der Form wohl noch ein Komma mehr gesetzt, hinter "und wenn". Die rhythmische Gestaltung ist perfekt.

Die erste und zweite Strophe bilden einen Kontrast, denn die, die in der ersten Strophe getadelt werden, werden in der zweiten Strophe beflügelt, um die, die in der ersten Strophe nicht vorkommen, zu beobachten und aus ihrem Verhalten zu lernen.

Selten nur aber wachsen die poetischen Flügel so kräftig, daß sie auch gleichzeitig Schutz bieten.

Denn der jetzt beobachtet, war vorher mittendrin und wird hinterher mittendrin sein.

Viele Grüße an Dietmar und an cumulus.
__________________
Copy-Left, samisdada, Dada Dresden

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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

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Treffliche Analyse

Hallo Bermd,
welch treffliche fast schon philosophische Einlassung auf meine Beobachtungsposten - aus dem Osten - ich danke dir, auf bald.
Dietmar
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