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Leselupe.de > Ungereimtes
Entschleiert
Eingestellt am 10. 03. 2008 22:49


Autor
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Joh
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2008

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Entschleiert


Ohne zu wollen
entzaubere ich dich und die Schleier
in die meine Sehnsucht dich geschlungen hat
- verdunsten

habe mein W├╝nschen
mit deinem Blick auf mich verbunden
und Liebevolles begierig aufgesogen
nicht h├Ârend, da├č du zu Allen freundlich bist

ich bin err├Âtend aufgewacht
und erleichtert,
da├č du nicht in mich sehen kannst
- ├╝be jetzt Unbefangenheit








Version vom 10. 03. 2008 22:49

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Eve
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2001

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Hallo Joh,

herzlich Willkommen auf der Lupe :-)

Dein erster Text wirft allerdings ein paar Fragen in mir auf ... wieso w├Ąhlst du die zentrierte Form? Finde ich etwas "st├Ârend" beim Lesen, da der Text auch nicht experimentell ist, ist es wohl eher eine grafische Gestaltungsidee? Aber das ist ja nun Geschmackssache ;-)

Das "verdunsten" in der ersten Strophe verstehe ich nicht ganz, was verdunstet? Die Schleier? "Mein F├╝hlen" w├╝rde ich ersetzen, vielleicht mit "meine Sehnsucht, meine W├╝nsche, meine Tr├Ąume ..." auch der Beginn "ungewollt entzaubert sie ihn selbst" - ist das wirklich so? Will sie lieber in der Illusion leben, es g├Ąbe da mehr zwischen ihrer beider Blicke? Oder entzaubert nicht eher die Erkenntnis, hervorgerufen durch ihre Beobachtung, dass er sich zu allen Menschen um ihn herum genauso verh├Ąlt, eher ihre falsche Annahme?

Ansonsten umschreibt dein Text eine Situation, die sicher jeder schon erlebt hat ... einer legt mehr in den Blick eines anderen hinein, als dieser damit beabsichtigte - du hast das vielleicht etwas "umst├Ąndlich" umgesetzt, man k├Ânnte sicher noch einiges zusammenziehen und verdichten, aber als Basis bietet der Text eine gute Grundlage daf├╝r, dieses peinliche Gef├╝hl des Zuviel-Hinein-Interpretierens zu beschreiben :-)

Vielleicht kannst du mit meinen Gedanken etwas anfangen?

Viele Gr├╝├če,
Eve

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Joh
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Mar 2008

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Entschleiert

Hallo Eve,

danke erst einmal f├╝r Dein Willkommen, und f├╝r Deinen ausf├╝hrlichen Kommentar!

Habe ich etwas nicht mitbekommen, seit wann wird denn die zentrierte Form bei Gedichten nicht mehr verwendet (Lach)?

Ich werde Deine Gedanken einfach mal "abarbeiten". Das "verdunsten" bezieht sich auf die Schleier. Dein Hinweis mit dem "F├╝hlen" h├Ârt sich gut an, ich werde mir Gedanken machen, durch welches Wort ich es am treffensten ersetzten kann. Und ungewolltes entzaubern finde ich sehr passend, denn sich von diesen Gef├╝hlen zu verabschieden, ist schon auch eine Sache der Vernunft, denn sie kann helfen die Situation klarer zu sehen, auch wenn das Gef├╝hl nur langsam folgen kann. Raffen m├Âchte ich eigentlich nicht, es gibt Themen, die auch etwas mehr vertragen k├Ânnen, ohne ├╝berladen zu sein.

ein Gru├č an Dich, Johanna

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Hallo Johanna,
einen besonderen Moment hast du hier lyrisch eingefangen. Manchmal ist es ganz gut, dass Blicke nicht alles verraten. Dann haben wir Zeit, Wunsch und Realit├Ąt noch einmal zu sortieren.
Als Anregung k├Ânntest du eventuell die gew├Ąhlte Zeitform ├╝berdenken. Eine einheitliche Darstellung wirkt bei kurzen Texten manchmal fl├╝ssiger.
LG
Manfred




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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

Werke: 1029
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Hallo Johanna,
nur mal als Anregung ein Vorschlag f├╝r eine "reine" Gegenwartsversion:

Entschleiert


Ohne zu wollen
entzaubere ich dich und die Schleier
in die meine Sehnsucht dich h├╝llt
- verdunsten

mein W├╝nschen
bindet deinen Blick auf mich
und saugt Liebevolles begierig auf
h├Ârt nicht, dass du zu Allen freundlich bist

ich wache err├Âtend
und erleichtert auf,
dass du nicht in mich siehst
- ├╝be jetzt Unbefangenheit

Nat├╝rlich w├Ąre auch eine reine Vergangenheitsform als Alternative m├Âglich. Wie gesagt alles nur Anregungen!
LG
Manfred

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Oblomow
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2006

Werke: 10
Kommentare: 13
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... da aber der Logik halber die zweite Strophe zeitich vor der ersten liegen muss, m├╝sste man, wenn man unbedingt im Pr├Ąsens schreiben will, die erste mit der zweiten Strophe tauschen.

Im ├ťbrigen finde ich die urspr├╝ngliche Version besser: Auf Grund des Themas sollte die Dynamik (die hier durch verschiedene Zeitformen erreicht wird) nicht f├╝r Einheitlichkeit aufgegeben werden.
Fl├╝ssiger finde ich Deinen Vorschlag nicht ÔÇô beim Lesen bin ich ins Stocken geraten. Dass erinnertere Augenblicke pl├Âtzlich aus der Vergangenheit in die Gegenwart springen, verwirrt nur, da sie in der ersten Strophe bereits bew├Ąltigt werden, bzw. die Bew├Ąltigung dort einsetzt.
__________________
Damals, als es noch Galgen gab,
da, nicht wahr, gab es
ein Oben. (Paul Celan)

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