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Leselupe.de > Humor und Satire
Entschuldigung Welt, ich lebe!
Eingestellt am 07. 11. 2004 14:25


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Aragorn
One-Hit-Wonder-Autor
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Entschuldigung Welt, ich lebe!

Ach was ist es wieder ein verdammt heiliger Sonntag.
Viele Omis stolzieren in bester Ausgangsmanier zur Kirche
und wieder werde ich nur schrÀg angesehen.
Ob es an meinen grĂŒnen Haaren liegt,
oder meiner eigens fĂŒr diesen Tag zerschlissenen Hose, kann ich nicht beurteilen, doch aber sagen, dass ich wohl nicht gerade den Geschmack von Oma Elsa getroffen habe.
Auf Ihre Frage, warum ich denn kaputte Hosen tragen wĂŒrde, antwortete ich, dass ich sie einfach geil fĂ€nde. Wieder ist sie geschockt, da das Wort „geil“ gar nicht so ihrem Vokabular entspricht und ich entschuldige mich fĂŒr meine vulgĂ€re Ausdrucksweise und mach mich schnurstracks vom Acker.

In der NĂ€he des Spielplatzes finde ich ein paar meiner Kumpels, die wieder etwas bewusstseinsgestört ĂŒber das KlettergerĂŒst hergefallen sind. Nein, ich wundere mich nicht darĂŒber, nur zĂŒnde ich meinen Joint an, um ihnen bald folgen zu können, in diese wunderschöne Welt der bunten Farben und Sorglosigkeit.

Es laufen Muttis mit Kleinkindern vorbei, die nur mit dem Kopf schĂŒtteln und sich eher bemĂŒhen, schnell vorĂŒber zu gehen, da wir auf jeden Fall eine Gefahr darstellen und womöglich sogar Schwerverbrecher sind. Eben nichts fĂŒr Kinderaugen wĂŒrde man meinen.
Meine Freundin schlingt ihre Arme um mich und wir beginnen, natĂŒrlich extra fĂŒr alle Zuschauer zu knutschen, ganz genau so, das wirklich Jeder unsere ZungenschlĂ€ge sehen kann.
Was wir wollen? Na klar, wir hoffen die Aufregung des Nachmittags zu sein, wir haben nichts Besseres zu tun und etwas Spaß darf man sich sicher noch gönnen.

Auf dem Weg nach Hause, mach ich mir bereits Gedanken, was ich am Montag, den weiteren Tag meiner auf dem Staat lebenden Faulheit, tun werde. Ich plane gedankenverloren einen Bankraub, natĂŒrlich ohne Geiseln, ich bin ja kein Schwein.

Zuhause sitzt Mutter wieder mal heulend in der KĂŒche, ich denke sie wird die letzte Dose Billigerasco aus dem Sozialmarkt aufgebraucht haben und Vater hat ihr vorzĂŒglich die Fresse poliert , denn ein Mann braucht Nahrung, um vor der Glotze nicht noch abnehmen zu mĂŒssen, wenn schon der Alkohol das VöllegefĂŒhl nicht mehr bringt.

Das blauviolette Auge meiner Mutter hat diesmal eine besonders schöne FÀrbung, und als ich mir das ganze nÀher ansehen möchte, stelle ich schon am Lichtschalter fest, das wir keinen Strom mehr haben, diese Stadtwichser haben den doch wirklich abgestellt, diese Arschlöcher.

Vater liegt in seiner eigenen Kotze, die unseren Flickenteppich ziert...

...und ich lebe

© Ara, 7.11.04


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Stephanie Seelig
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Hallo Aragorn

Ist es wirklich Humor und Satire? Ist es nicht die RealitĂ€t? Will der Junge es oder hat er gar keine andere Chance? Vielleicht frage ich mich, warum schlĂ€gt er der Mutter nicht auch noch ins Gesicht, dass sie es sich gefallen lĂ€ĂŸt. Ich weiß, dass ist der falsche Weg. (Das ist meine persönliche Meinung). Finde die Geschichte hier fehl am Platz. Auch, wenn er meint er lebt. Lachen konnte ich nicht.
Genau so..... lieben Gruß Stephanie
__________________
GesprÀche sind Leitplanken

GezÀhmte Lippen

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Aragorn
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Registriert: Jun 2004

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Liebe Stephanie,

stimmt, evtl. hÀtte ich die Rubrik wechseln sollen,
doch hatte ich es ausgangs als Satire gedacht.
schlimm ist, das es so nah an das Reale geht...

Ich danke fĂŒr Deine Worte...sorry, dass ich so spĂ€t antwortete...

LG Ara

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