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Leselupe.de > Kindergeschichten
Entsetzliches Entwarnungslachen
Eingestellt am 21. 04. 2004 22:56


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Katjuscha
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Entsetzliches Entwarnungslachen
Warum kann man sich nicht selber kitzeln?

Du bist furchtbar kitzelig und machst dir immer fast in die Hosen vor Lachen, wenn dich jemand durchkitzelt? Mach dir nichts draus, es geht sehr vielen Menschen so. Aber hast du dich schon einmal gefragt, warum man sich dabei vor Lachen immer fast ausschĂŒtten muss, aber nichts passiert, wenn du dich selber kitzeln willst?
Hirnforscher vermuten, dass das Kitzeln Ă€hnliche Ursachen hat wie ein Witz. Über diesen musst du lachen, weil du in deiner Erwartung enttĂ€uscht wirst und durch eine plötzliche Wendung der Geschichte deine bisherig Deutung der Handlung völlig auf den Kopf gestellt wird. Die Kunst des WitzeserzĂ€hlens besteht ja darin, seinen Zuhörer auf die falsche FĂ€hrte zu locken. Dadurch wird langsam Spannung erzeugt und durch die Wendung plötzlich abgebaut. Darum muss man lachen.
Wenn du von jemandem gekitzelt wirst, werden bestimmte Gebiete in deinem Großhirn aktiviert, nĂ€mlich die, die BerĂŒhrungen wahrnehmen und angenehme GefĂŒhle vermitteln. Dabei wird langsam Spannung aufgebaut, die sich vor allem durch Verkrampfung und Anspannung ausdrĂŒckt, vor allem, wenn du versuchst, nicht zu lachen und das Kitzeln oft auch eine sehr extreme BerĂŒhrung ist.
Aber warum muss man dann lachen? Eine Spannung entsteht auch dadurch, dass sich eine fremde Hand auf einen zugbewegt. Das Gehirn schickt ganz schnell eine Botschaft, nĂ€mlich: Gefahr im Anzug! Kurz darauf merkt es aber, dass die Hand harmlos ist. Die Spannung entlĂ€dt sich und du musst lachen. Das Lachen drĂŒckt somit Entwarnung aus. Da die Hand dich aber nicht stĂ€ndig berĂŒhrt, sondern dich antippt, dann wieder verschwindet und plötzlich wieder loskitzelt, wiederholt sich die ganze Spannungsauf- und -entladung und du kommst aus dem Entwarnungslachen gar nicht mehr heraus. Nur mit sehr viel Selbstbeherrschung kann man das Lachen unterbinden.
Wenn du nun versuchst, dich selbst zu kitzeln, schaltet sich vor dem Großhirn schon das Kleinhirn ein und das sendet ans Großhirn: „Achtung, Achtung! Die gleich eintreffenden Sinnesreize haben nichts zu bedeuten und sind deshalb zu ignorieren!“ Das geht natĂŒrlich nicht mit Lautsprechern, sondern mit elektrischen Impulsen auf einer ganz bestimmten Frequenz. Da du ja schon vorher weißt, was gleich passiert, braucht es auch kein Entwarnungslachen, weil sich erst gar keine Spannung aufbaut, denn das Grundschema des Kitzelns lautet: „Wirkt bedrohlich, ist aber harmlos!“ Und was ist an der eigenen Hand schon Bedrohliches?
Noch mehr solche spannenden Fragen und ihre Antworten findest du in dem Buch „Warum fallen Katzen immer auf die FĂŒĂŸe ... und andere RĂ€tsel der Alltags“ (Hanser, 14,90 €) von Gerhard Staguhn. Manche Fragen stellen sich einem erst, wenn man nĂ€her drĂŒber nachdenkt. So erklĂ€rt der Autor anschaulich, warum es Wind gibt, warum wir uns nicht selber kitzeln können oder warum man Fieber bekommt. Allerdings verwendet er manchmal ein paar schwierige Wörter, die man nicht gleich versteht. Daher ist das Buch erst fĂŒr Kinder ab etwas 11 oder 12 Jahren geeignet.
__________________
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist wirklich ein Mensch. (Erich KĂ€stner)

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