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Leselupe.de > Kurzprosa
Er
Eingestellt am 06. 08. 2004 17:25


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palandun
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2004

Werke: 4
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Am Anfang war Nichts. Dann kam die Kollision im Nichts. Er ward. Klein. Sehr klein. Er war neu. Und klein. Doch Er wuchs. Seine GrĂ¶ĂŸe verdoppelte sich, verdreifachte sich, vervierfachte sich. Er wurde noch grĂ¶ĂŸer. Das GrĂ¶ĂŸte im Nichts. Er verĂ€nderte sich. WĂ€hrend Er wuchs. Bald wußte Er, wo Er war. Im Nichts.

Dann prallte Er auf etwas. Den Rand des Nichts. Er prallte auf. Es tat nicht weh. Er spĂŒrte nichts. Er löste sich bald wieder. Doch blieb ein Faden zum Rand. Eine Verbindung zum Rand. Sie bedeutete Leben.

Er war umgeben von Etwas. Etwas schĂŒtzte Ihn vor dem Nichts. Eine Haut. Nicht seine Haut. Eine Schutzhaut. Er war in der Schutzhaut. Die Schutzhaut war in dem Nichts.

Er wuchs weiter. Wurde noch grĂ¶ĂŸer. VerĂ€nderte sich. Es bildete sich etwas in Ihm. Sein Körper bildete sich. Etwas begann zu schlagen. Sein Herz. Es schlug. Langsam. Schneller. UnregelmĂ€ĂŸig. RegelmĂ€ĂŸiger.

An seinem Oben bildeten sich zwei Dinge. Sie waren gleich. Sie sollten das gleiche tun. Mit ihnen sollte Er das etwas tun können. Etwas anderes können als Tasten. Doch erst in einer Unendlichkeit. Sehr viel Zeit.

Anderes bildete sich. Noch zwei Dinge. Wieder an seinem Oben. Auch mit ihnen sollte Er etwas tun. Auch nicht tasten. Wieder etwas anderes. Doch erst in einer Unendlichkeit. Sehr viel Zeit.

Und Er wurde immer grĂ¶ĂŸer. Der Faden nĂ€hrte Ihn. Aus Ihm ernĂ€hrte Er sich. Sein Herz schlug. Er war glĂŒcklich. Er bewegte sich. Er schwamm im Nichts. Es gab keine Hindernisse fĂŒr Ihn außer den Rand. Und das Ende des Nichts. Durch das Ende des Nichts mußte Er. Nicht jetzt. Erst in einer Unendlichkeit. Sehr viel Zeit.

Doch dann kam Es. Es sog. Wollte Ihn aus dem Nichts saugen. Er wollte nicht. Blieb lieber im Nichts. Es sog stĂ€rker. Er verlor etwas. Nicht viel. Aber Er fĂŒhlte Schmerzen. Starke Schmerzen. Sein Körper schmerzte. Es sog weiter. Er wurde zerrissen. Auseinandergezogen. ZerstĂŒckelt. Sein letzter Gedanke: „Warum?“ Dann konnte Er sich nicht mehr bewegen. Er war nicht mehr. Denn Er war getötet. Von einem Wesen außerhalb des Nichts. Er war zerrissen. ZerstĂŒckelt.

Abgetrieben.

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Heidi Hof
Guest
Registriert: Not Yet

Mensch, das ist hart, Palandun.

Aber es ist sehr gut geschrieben, gerade die ganz kurzen SĂ€tze bringen es gut rĂŒber.
Puh, GĂ€nsehaut, aber gut.


LG Heidi

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Telchar
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2004

Werke: 1
Kommentare: 9
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Da du im ersten Teil viel von langen Zeitdauern schreibst, halte ich die sehr spartanische Syntax nicht fĂŒr notwendig. Im gegenteil: erst am höhepunkt kann man mit den plötzlichen, kurzen SĂ€tzen Spannung erreichen.

sonst witzig.

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