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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Er ist wieder da...
Eingestellt am 17. 08. 2006 21:56


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elke
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2006

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Er ist wieder da ...
von Elke Link


Plötzlich stockt mein Atem, wÀhrend dessen ich mich im Badezimmerspiegel beobachte.
Ich habe mit mir selbst Blickkontakt und erkenne Sprachlosigkeit und eine aufkommende Angst in meinen Augen. Die Unheimlichkeit dieser Situation lĂ€sst - fĂŒr einen Moment - alle meine weiteren Bewegungen einfrieren.
Ich weiß, dass ich alleine im Hause bin. Wie jeden Abend habe ich die FensterlĂ€den geschlossen und die HaustĂŒre mit dem Sicherheitsschloss verriegelt.
Vorsorglich habe ich, bevor es dunkel wurde, noch mal von innen am Garagentor gerĂŒttelt, um mich zu vergewissern, dass es zu ist.
Seitdem ich alleine bin, habe ich Angst vor der Nacht, Angst alleine zu sein.
Und nun höre ich GerÀusche, nicht irgendwelche undefinierbaren GerÀusche, sondern ganz spezielle aus dem oberen Stockwerk meines Hauses.
\"Das Badewasser rauscht\", stelle ich mit Erschrecken fest.
\"Und mit welcher Macht schießt es im oberen Badezimmer in die Wanne hinein!\"
\"Es ist außer mir niemand im Hause - oder?\" ist mein nĂ€chster Gedanke.
Mittlerweile stehe ich am Fuße der Treppe, die in die obere Etage fĂŒhrt und bin auf alles gefasst. Jetzt bemerke ich, dass jemand mittlerweile das Badewasser abgedreht haben muss, ich höre ein PlĂ€tschern und, was mich noch mehr erzittern lĂ€sst, eine vertraute MĂ€nnerstimme, die leise vor sich hin singt.
\"Jo - er ist wieder da\", ist mein nÀchster Gedanke.
Es ist kaum zu fassen, dass ER da sein soll. Wir haben ihn doch letzten Monat zu Grabe getragen. Er kann nicht oben in der Badewanne sitzen und singen.
Vorsichtig und kaum zu hören, steige ich auf Zehenspitzen Treppenstufe fĂŒr Treppenstufe nach oben. Mein Blick fĂ€llt auf die, nur ein ganz klein wenig geöffnete BadezimmertĂŒr, durch die ein Lichtstrahl, ein ganz schwacher dĂŒnner, nach draußen zu mir dringt.
Wieder diese furchtbare Angst, die mir den Hals rauf steigt und mir den Boden unter den FĂŒĂŸen wegzuziehen droht.
Und nun höre ich Musik, leise Musik, und ein \"Komm doch herein, Kleines\", veranlasst mich, ganz langsam die TĂŒre zu öffnen.
Die Badewanne ist leer. Ich starre auf das Wasser, auf welchem ein rotes Rosenblatt schwimmt. Nur die Wellen, die Jo verursacht, plÀtschern an die Badewannenwand.
Ich entkleide mich langsam, hebe meinen Fuß ĂŒber den Rand der Badewanne und steige in das Wasser, ganz vorsichtig, um IHM so wenig wie möglich Platz wegzunehmen.
Nun liege ich ganz ruhig in diesem Wasser, fĂŒhle seinen Blick, der auf mir ruht, beobachte die Wellen, die mir so viel erzĂ€hlen, dazu seine Stimme, die singt ..


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Law
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo Elke,

na ja, etwas skurril. Aber irgendwie hat das "Ding" seinen Reiz, jedenfalls hab ichs mehrmals gelesen, nun schreibe ich auch was. Was fĂŒr mich paradox ist. Entweder ist er der Göttergatte..dann hat man keine Angst ihm wiederauferstanden in der Wanne zu begegnen, selbst sollte er dort nackt sein.
Oder die Protagonistin fĂŒrchtet sich vor ihm, weil sie an seinem Ableben schuld war. Also zum Beispiel mit ihm drei Flaschen Wein trinken und dann sagen he fahr mal schnellBetonung auf schnell, zum Kiosk und hol noch ne Flasche Sekt, was er dann schnell tat, aber eben von der Fahrbahn abkam.

Oder wie in Deinem Fall beschrieben. Sie fĂŒrchtet sich und diese Situation kenne ich von meiner Frau, wenn ich auf GeschĂ€ftsreise bin. Die bekĂ€men dann keine zehn Pferde in eine Badewanne wo evt. ein verblichener Kerl oder ein ĂŒbriggebliebener Klempner in der blauen Latzhose auf sie wartet.

Wortreich und schlecht von mir erzÀhlt, also das Fazit, irgendwas ist an Deiner Geschichte wirklich mysteriös.

Darf ich ne 5 werten?

Gruß
LAW

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