Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92225
Momentan online:
152 Gäste und 7 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Erotische Geschichten
Er jagte sie
Eingestellt am 26. 06. 2002 22:53


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Eilan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

Werke: 42
Kommentare: 40
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Eilan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es war Nacht. Der Mond stand am Himmel, doch kein einziger Stern leuchtete an der Himmelskuppel. Stille umh├╝llte die junge Frau, die auf einem schmalen Pfad durch den d├╝steren Wald lief. Nur das knacken der zerbrechenden Zweige unter ihren F├╝ssen war zu h├Âren und das rascheln der ├äste die sie streifte.
Angst jagte sie durch den Wald. Die Angst vor dem Mann. Dem Mann der sie in den Wald hineingetrieben hatte. Der ihr gefolgt war, um sie wie ein Wild zu erlegen. Sich das zu nehmen was sich ihm darbot.
Ihre langen blonden Haare und ihr weisses kn├Âchellanges Kleid flatterten. Ihre t├╝rkisfarbenen Augen in einer irren Verzweiflung glitzernd.
├ängstlich warf sie ein Blick zur├╝ck. In diesem unachtsamen Moment ├╝bersah sie eine Wurzel und fiel der L├Ąnge nach hin. Ihr schlanker K├Ârper lag am Boden ausgestreckt. Sie dachte an den Mann…dessen Ehefrau sie nun war, dessen Spielzeug. Diese Nacht war ihre Hochzeitsnacht. Es war sein Recht sie sich zu nehmen. Grauen ├╝berfiel sie beim Gedanken an ihn, wie er sich schwer Atmend mit l├╝sternem Blick auf sie st├╝rzen wollte.
Hastig stand sie wieder auf. Sie h├Ârte seine dumpfen Schritte… blad w├╝rde er sie entdecken.
Da h├Ârte sie von nahem eine Musik spielen, fr├Âhliches Lachen und Stimmen. Sie wandte sich in die Richtung aus der die Musik kam und rannte durch Geb├╝sch und Astgewirr. Die Musik schien ihr schon sehr nahe. Mit allerletzter Kraft st├╝rzte sie durch ein Gestr├╝pp und mitten auf einen Festplatz. Dutzende von Menschen tanzten, lachten und tranken. Niemand hatte ihr Auftauchen bemerkt.




├ťberrascht sah sie sich um. Auf den ersten Blick konnte man die Tanzenden f├╝r Menschen halten, doch bei l├Ąngerem Betrachten fielen einem die Ohren auf, die oben spitz zusammen liefen. Sie war in der Elfenwelt gelandet. Sie hatte einen verborgenen Tor durchschritten und war so in die Anderswelt gelangt. Ob nun ein Elf oder eine Elfe… allesamt hatten lange Haare. Sie hatten feingeschnittene Gesichter mit grossen Augen.
├ťberall hingen Lampions und Gl├╝hw├╝rmchen schwebten ├╝ber den K├Âpfen der Tanzenden und ersetzten die Sterne am Himmel.
Langsam schritt sie am Rande um den Tanzplatz herum. Entdeckte dann umgest├╝rzte Baumst├Ąmme die als B├Ąnke dienten. Baumst├╝mpfe als Tische.
Alles genau betrachtend setzte sie sich auf einen der St├Ąmme. Fasziniert sah sie den Elfen zu, die ausgelassen ├╝ber den Platz wirbelten, in nat├╝rlicher Eleganz. Ein Spektakel der magischen Natur.
Ein l├Ącheln schlich sich in ihr Gesicht. Wie gl├╝cklich und fr├Âhlich sie alle aussahen. Wie sorglos und unbek├╝mmert. Kleinen Kindern ├Ąhnlich. Wenn sie doch auch so sein k├Ânnte.
Da sp├╝rte sie pl├Âtzlich wie ihr jemand leicht ins Haar blies. Erschrocken drehte sie sich um. In der Angst, ihr l├╝sterner brutaler Mann k├Ânnte hinter ihr stehen. Mit angespanntem K├Ârper, wild entschlossen sich mit ihrem Leben gegen ihn zu verteidigen, sah sie unter ihren Haarstr├Ąnen hervor.
Doch es war jemand anderes. Ein junger Mann mit schwarzem Haar und sturmblauen Augen kniete hinter dem Stamm. Einer aus dem Elfenvolk.
L├Ąchelnd sah er sie an. Betrachtete sie mit einem z├Ąrtlichen Blick, wie man es f├╝r einen Fremden kaum m├Âglich gehalten h├Ątte. Sie begann sich zu entspannen und eine wohlige W├Ąrme machte sich in ihr breit, als sie ihm ihn die Augen sah. Seine Augen waren wild und sanft zugleich.
Seine Hand n├Ąherte sich ihrem Gesicht. Sie sp├╝rte die sanfte Ber├╝hrung seiner Fingerspitzen. Die W├Ąrme seiner Handfl├Ąche auf ihrer Wange. Ein tiefer Blick. Sanfte Lippen die die ihren fanden und sich ├╝ber ihr Gesicht den Hals hinunter zu ihrem Nacken tasteten. Zu ihren Schultern zur├╝ck fanden und dann wieder ihre Lippen trafen. Sie ├Âffnete leicht ihren Mund, verschmolz in einem s├╝ssen Kuss. Und versank, unter dem Licht des Mondes, in wilder, leidenschaftlicher Z├Ąrtlichkeit, deren S├╝sse sie in einen Strudel der Verz├╝ckung trieb.

__________________
Das Licht findest du in der Dunkelheit

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


caruso
Guest
Registriert: Not Yet

Stupenda!

Favoloso !

Saluto, caruso

Bearbeiten/Löschen    


Aceta
???
Registriert: Apr 2002

Werke: 122
Kommentare: 715
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aceta eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Es ist fl├╝ssig geschrieben - der kleine Horror am Anfang verliert seinen Schrecken, es lesend bedeutet mitf├╝hlen und g├Ânnen - die Freude, in der anderen Welt eine Liebe gefunden zu haben, die in dieser Welt nur schrecklich sein sollte ... etwas klischeehaft die Darstellung: sie: in wei├čem Kleid und mit langen blonden Haaren ... und t├╝rkisgr├╝nen Augen (im Mondlicht ??) *l├Ąchel*
vom Verfolger bleibt nur der Schrecken - keine Begr├╝ndung, keine weitere Information - immerhin hat sie den geheiratet, es ist daher eher ein Fragment, noch keine vollst├Ąndige Geschichte ...
regt aber die Phantasie an und entl├Ą├čt die Leser in einen kleinen Traum, wie es dann weiter gehen k├Ânnte ...
das ist gut gelungen!
*l├Ąchel*

Aceta

__________________
mit dem Herzen sehen ... (der kleine Prinz)

Bearbeiten/Löschen    


Eilan
Festzeitungsschreiber
Registriert: Jun 2002

Werke: 42
Kommentare: 40
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Eilan eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Der Ehemann

Hallo Aceta

Diese Geschichte handelt von der Zeit der R├Âmer. Als die M├Ądchen einfach verheiratet wurden.
Naja, ich habe es vergessen in den Text einzubauen.
Es mag wirklich klischeehaft klingen *l├Ąchel*, aber ich konnte mir die Gestallt der jungen Frau nicht anders vorstellen.

Auf jeden Fall habe ich mich sehr dar├╝ber gefreut, dass dir die Geschichte gefallen hat.

Hi Caruso

Grazie! ;0)
Habe Anfangs noch gewerweisst, ob es nun was positives oder was negatives sei, da ich von Italienisch null Ahnung habe...aber gl├╝cklicherweise stand in meinem Regal ein Italienisch-W├Ârterbuch... *freu*
Obwohl, so aufschlussreich war dieses auch nicht.
Hoffe nur, ich habe mich jetzt nicht geirrt, sonst ist┬┤s mir dann etwas peinlich...:0S

Cu
Eilan
P.s.: Euch beiden noch einen sch├Ânen Abend!
__________________
Das Licht findest du in der Dunkelheit

Bearbeiten/Löschen    


GabiSils
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 1
Kommentare: 1405
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um GabiSils eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Eilan,

"gewerweisst" ist super

Gru├č
Gabi

Bearbeiten/Löschen    


Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
Kommentare: 1400
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Ralph Ronneberger eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Eilan,

das ist nun schon die dritte Geschichte von dir, die ich auf diesem Forum gelesen habe. Und ich mu├č sagen, sie gef├Ąllt mir von den dreien am besten. Die Idee, Erotik - und das in der von dir wohltuend zur├╝ckhaltenden (vielleicht auch leisen) Art - mit etwas M├Ąrchenhaftem zu verbinden, finde ich sch├Ân. Darauf lie├če sich aufbauen. Ja aufbauen, denn so, wie die Geschichte sich hier pr├Ąsentiert, empfinde ich sie als l├Ąngst noch nicht fertig. Inhaltlich w├╝rde ich mir beispielsweise noch Folgendes w├╝nschen:
1. Eine Winzigkeit von Vorgeschichte, aus der man den Grund f├╝r die Angst der Frau vor diesem Mann erf├Ąhrt. (Zum Beispiel kann ich mir nicht vorstellen, dass er sie in den Wald gejagt hat. Mir kam es eher so vor, als w├Ąre sie vor ihm in den Wald gefl├╝chtet und wird n u n von ihm gejagt. Warum?

2. Der ├ťbergang von panischer Angst zu so urpl├Âtzlicher Ruhe beim Anblick der Elfen ist mir zu aprupt. La├č die Frau ein wenig Atem sch├Âpfen und erst langsam ihre Angst verlieren und gleichzeitig ihr Zutrauen zu den Elfen finden.

3. Gib der Geschichte eine kleine Pointe. Ich k├Ânnte mir vorstellen, dass sie, w├Ąhrend sie sich bereits in den Armen des Elferichs endlich geborgen f├╝hlt, so ganz am Rande mitbekommt, dass die anderen Fabelwesen den Verf├Âlger f├╝rchterlich verwackeln, ihn zu Tode erschrecken oder irgendeine andere sp├╝rbare Lektion erteilen.

Stilistisch g├Ąbe es auch noch eine Menge zu feilen. Doch darauf im Einzelnen einzugehen, w├╝rde hier den Rahmen sprengen. W├Ąrst Du einverstanden, wenn ich da mal etwas genauer dr├╝ber gehe und dir das Ergebnis (allerdings nicht vor Sonntag) r├╝ber maile?

Gru├č Ralph


__________________
Schreib ├╝ber das, was du kennst!

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Erotische Geschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!