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Leselupe.de > Gereimtes
Er.lahmt
Eingestellt am 07. 10. 2008 10:05


Autor
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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Er.lahmt


Es bleibt an diesem falschen Ende
Halt eine lahme Manneslende:
Er will nicht so, wie er es will.
Er schweigt ganz stumm und leidet still.

Was macht ihn denn im Kern jetzt aus?
Dass er es kann und zum Applaus
Der Dame diese richtig liebt
Und ihr die h├Âchsten L├╝ste gibt?

Er zweifelt an sich und verschwindet
Im Schweigen, wo er sich dann windet
Am Tag und nachts und wochenlang.
Sie leidet auch, und ihr wird bang,

Weil er nicht spricht und nichts mehr sagt.
Sehr unwirsch ist er, wenn sie fragt,
Wie es ihm geht. Wenn er nicht steht,
Wei├č er nicht mehr, wieÔÇÖs weitergeht.

Doch eines Tages, nach viel Wein,
Will sie nicht mehr alleine sein.
Sie reibt ihn z├Ąrtlich, hier und da,
Und beide kommen sich ganz nah.

Auf einmal kann er wieder lieben,
Selbstzweifel schnell beiseite schieben.
Das Gl├╝ck, es scheint zur├╝ckgekehrt:
Er f├╝hlt sich ganz und unversehrt.

Sie freut sich mit ihm, l├Ąchelt leise.
Die Frauen sind in Dingen weise,
Die manche M├Ąnner niemals sehn,
Weil sie nicht mal sich selbst verstehn.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 07. 10. 2008 10:05
Version vom 07. 10. 2008 18:34
Version vom 07. 10. 2008 20:17

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Sta.tor
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Doch weh, die Kraft ist nicht von Dauer.
Weshalb die Frau, schon wieder sauer,
zum Mittel einer Bluttat greift.
Nun liegt er da, total versteift.

Weil Du schriebst:

quote:
Das Gl├╝ck, es scheint zur├╝ckgekehrt

konnte Dein Ende nicht der Weisheit letzter Schluss sein.
Da musste noch eine deftige Pointe her, lieber Walther

Viele Gr├╝├če
Thomas
__________________
schlimmer geht immer

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Walther
Routinierter Autor
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Lb. Sta.Tor,

gute Strophe - guter Vorschlag. Allerdings wollte ich einen typischen Hollywood-Schlu├č, der einen Mehrteiler zul├Ą├čt. Daher diese Version.

Wir leben ja heute in einer Welt der Endlosschleifen. Ich werde zwar den 99. Batmann ebenso wenig erleben wie den 1007. Bond. Aber da├č beide gedreht werden, bleibt auf alle F├Ąlle zu erwarten.

Egal, ob wir zwei dann total versteift daliegen, oder nicht. . Gereimt ├Ąh gedreht wird immer.

Gru├č W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Karneol
???
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In der vierten Zeile w├╝rde ich *sagt* in *wagt* wandeln,
denn: nicht sprechen ist schon nichts sagen.
_______________________________

Sie kommen sich ganz schrecklich nah,
________________________________

kommt sich ganz erschreckend nah
oder so ├Ąhnlich, holpert vielleicht weniger (?)

Ansonsten ein lesenswerter Text und das Besiegeln einer infragegestellten Beziehung.
LG, Isabella

__________________
F r e i ~ bin ich, wovon ich lassen kann.

"Perfektionismus" ist der gr├Â├čte Feind des Gl├╝cksÔÇŽ

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

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Tja, es hindert vermutlich nichts mehr am wahren Gl├╝cklichsein als die Klischees, die sich irgendwann einmal im Hinterkopf festgesetzt haben und von denen man/frau dann nicht mehr loskommt, wenn die Zeit der Ver├Ąnderungen gekommen ist...

Ein heikles Thema - gut umgesetzt, Walther!

Nur mit der letzten Strophe habe auch ich Probleme: Willst Du wirklich eine Endlosschleife dichten? Alle Doofheit noch einmal von vorn? Wird das nicht schrecklich langweilig werden f├╝r Deine Protagonisten?

Wie w├Ąre es mit einer ├╝berraschenden Wendung in der letzten Strophe:

Auf einmal kann er selbst sich lieben,
Die Zweifel schnell beiseite schieben.
Sein Gl├╝ck, es ist zur├╝ckgekehrt:
Er f├╝hlt sich ganz und unversehrt.

Oder wahlweise:

Auf einmal kann sie selbst sich lieben,
Die Zweifel schnell beiseite schieben.
Ihr Gl├╝ck, es ist zur├╝ckgekehrt:
Sie f├╝hlt sich ganz und unversehrt.

Oder noch besser eine Kombination aus beiderlei Gl├╝ck?

Sch├Âne Gr├╝├če, NDK

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Walther
Routinierter Autor
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Hallo NDK,

ich habe einfach eine Strophe angeflanscht, die die Moritat nach hinten "abrundet". So sollte das "offene Ende" ein geschlossenes geworden sein.

Hi Karneol,

ich kann Deinen Einwand nicht ganz nachvollziehen, da das Metrum wirklich "stimmt". K├Ânntest Du noch ein wenig exakter Deinen Schmerz mit dieser Formulierung beschreiben? Lieben Dank!

Bester Gru├č

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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