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Leselupe.de > Ungereimtes
Er schöpfte Muse
Eingestellt am 08. 09. 2009 16:29


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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
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Er schöpfte Muse


Da sitz ich
Von der brüchigen Sorte
Drei Stockwerke hoch
In einem Zimmer
Aus fallenden Blättern
Am Morgen
Im entschwundenen Glanz
Von den Sternen
Belle den Mond an
Jetzt im Mai
Der gekommen
Als du gingst
Mit einem Lachen
Auf der Hand
So wie du kamst


Da sitz ich
An meinem Schreibtisch
Vor einem Stapel zynischer Blätter
Und verfluche
sechsundzwanzig stumme Könige
die mich nur Kreise
malen lassen
Als du die Sprache mitnamst
Und mich wortlos
Hier liest
So wie du kamst

Da bin ich
Benommen zwischen meinen Büchern
Verloren zwischen den Zeilen
Habe ich mich
In meinen Worthülsen
Verlaufen
Und warte auf dich
So wie es war
Bevor du kamst

__________________
RL

Version vom 08. 09. 2009 16:29
Version vom 08. 09. 2009 17:30
Version vom 27. 09. 2009 16:09

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10341
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Hallo Ralf,

das "mitnamst" und das "hier liest" hat bisher wohl niemand bemerkt als Dinge, die mit Benennen und mit Lesen etwas zu tun haben.

"Ein Zimmer aus fallenden Blättern", eine gültige Metapher für das Empfinden, dass es mit einem abwärts geht.

Der Irrgarten aus "Worthülsen", welcher Schreiberling kennte ihn nicht!?

Es gibt sehr viele Texte über das Schreiben in der LL; aber dieser hier gefältt mir auch.

Liebe Grüße
Vera-Lena


__________________
Der Mensch ist sich selbst das größte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Franke
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2009

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Hallo Ralf!

Ein sehr ansprechendes Gedicht, in dem mir vor allem die leise Melancholie gefällt, in der es geschrieben ist.
Dieses Blättern in alten Aufzeichnungen kennen wir wohl alle, aber irgendwo dort ist dann immer das Zauberwort versteckt, das uns wieder anfangen lässt zu schreiben.
Wegen der "1" würde ich mir keine Gedanken machen. Da hast du wohl mal jemandem eine schlechte Kritik verpasst und das ist nun die Rache. Ist mir auch schon passiert. Da muss man drüberstehen.
Sehr gerne gelesen!

Liebe Grüße
Manfred
__________________
Das Leben ist eine Krankheit der Materie (Thomas Mann)

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Über das Schreiben zu schreiben, ist immer wieder nett, habe es selber auch schon öfter getan.

Die Strophen für sich gefallen mir gut, leider überfrachtest du sie mit einer Vielzahl von Bildern. - Weniger wäre hier mehr gewesen (Vera-Lena hat in der Abteilung "Theorie" einmal sehr interessant darüber referiert.)

Ich denke, dass du grundsätzlich Schwierigkeiten mit deiner ausgeprägten Weitschweifigkeit haben wirst ... in der Lyrik geht es ja eher um Verdichtung.

Versuch doch einfach beim nächsten Mal, e i n e n Gedanken konsequent zu Ende zu führen und dabei mit möglichst wenigen Bildern auszukommen!

Sprache bringst du uns mit, sodass ich mir schon vorstellen kann, dass du nach gründlicher "Abspeckung" ein guter Lyriker werden könntest.

Zur Zeit fühle ich mich durch deine Texte eher erschlagen.

Nicht böse sein.
Heidrun

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

Werke: 209
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Prosalyrik

Hallo Ralf,

in gewissem Maße gebe ich Heidrun recht mit ihren Argumenten, aber ...

Es gibt der Lyrik zugehörig die Grauzone hin zur Prosa. Inhaltlich und sprachlich tendiert dein Gedicht dorthin. Allerdings dürfte es dazu in weniger Umbrüchen dargestellt und sprachlich noch etwas abgerundet werden.

Das wäre vielleicht noch einen Umgestaltungsversuch wert.


In etwa so beginnend?

Ich, von der brüchigen Sorte
sitze drei Stockwerke hoch
in einem Zimmer aus fallenden Blättern
...

Außerdem finde ich, solltest du dich für einen der beiden Titel entscheiden oder sie geschickt verquicken und den Inhalt entsprechend noch einmal unter die Lupe nehmen.

Liebe Grüße,

Elke



__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Ralf Langer
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2009

Werke: 304
Kommentare: 2919
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HILFE

Wie komme ich denn an den Titel
"Krone der Schöpfung" ran
um ihn zu ändern?

Krieg ich nicht hin!
lg an alle
Ralf
__________________
RL

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