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Leselupe.de > Gereimtes
Er war ein echter Fortschrittsbolzen
Eingestellt am 10. 10. 2009 17:23


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Raul Reiser
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Registriert: Aug 2008

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Er war ein echter Fortschrittsbolzen
dagegen stets, was Alle wollten
Aus biederem Beamtenhaus
hing er den großen Prolo raus

Er wusste immer alles besser
Die Worte kamen wie die Messer
Theorien bis zum Gähnen
Am nächsten Tag die Irrtumstränen

Er war der Held der Demonstranten
der schnellste, wenn sie alle rannten
der erste, der nach Niederlagen
erholt war, rief, erneut zu schlagen

ER schlug sich wild im Leben rum
Manchmal besser, öfter dumm
Die Richtung wechselnd unaufhörlich
F√ľr nicht viel Frauen sehr begehrlich

Er k√§mpfte f√ľr sein Image hart
es blieb nicht sehr viel, Glatze, Bart
dann holte ihn ein Erbe ein
das er bewohnte, fett und fein

Seine großen Vorbildhelden
Castro, Che und Ho Chi Min
Blassten an Dekorstrichwänden
Langsam aber sicher hin

So nach dem dritten, vierten Bier
wusste jeder, doch nur hier
Man hat niemals auf ihn gehört
Deshalb ist diese Welt zerstört

Den Psalm der Internationalen
verschmettert' er im Brauhaussaale
und war dabei erhöht allein
lachte, schrie: So muss es sein!

Er starb, man möcht es gar nicht wissen
sanft und ruhig in seinen Kissen
Er war ein Kämpfer, nicht der beste
Ein Spießer, nie mit blut'ger Weste


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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Gut gemacht!

Ein paar Kleinigkeiten sitzen klanglich noch nicht:

quote:
Er war ein echter Fortschrittsbolzen
dagegen stets, was alle wollten
Aus biederem Beamtenhaus
hing er den großen Prolo raus

Er wusste immer alles besser
Die Worte kamen wie die Messer
Theorien und Thesen bis zum Gähnen
Am nächsten Tag die Irrtumstränen

Er war der ein Held der Demonstranten
der Schnellste, wenn sie alle rannten
der erste, der nach Niederlagen
erholt war, rief, erneut zu schlagen

Er schlug sich wild im Leben rum
mal besser, aber meistens dumm
Die Richtung wechselnd unaufhörlich
F√ľr nicht viel viele Frauen sehr begehrlich

Er k√§mpfte f√ľr sein Image hart
es blieb nicht viel, nur Glatze, Bart
dann holte ihn ein Erbe ein
das er bewohnte, fett und fein

Und seine eine großen Vorbildhelden
der Castro, Che und Ho Chi Min
die blassten an Dekorstrichwänden
so langsam vor sich hin

So nach dem dritten, vierten Bier
da wusste jeder, doch nur hier
Man hat habe niemals auf ihn gehört
und deshalb ist sei die Welt zerstört

Den Psalm der Internationalen
verschmettert' er im Brauhaussaale
und war dabei erhöht allein
er lachte, schrie: So muss es sein!

Er starb, man möcht es gar nicht wissen
ganz sanft und ruhig in seinen dem Kissen
Er war ein Kämpfer, nicht der beste
Ein Spießer, nie mit blut'ger Weste
So klingt es ansprechender finde ich.

Sehr schön:
quote:
Und seine großen Vorbildhelden
der Castro, Che und Ho Chi Min
die blassten an Dekorstrichwänden
so langsam vor sich hin
Mehr davon ...

Liebe Gr√ľ√üe
Heidrun

P.S.: Die letzten beiden Verse sind (von der Logik her) vielleicht auch noch √ľberarbeitungsw√ľrdig ...

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JoteS
Foren-Redakteur - tippende Inquisition
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Hallo

Ich muss meiner Vorrednerin hier heftig widersprechen:
Das gezeichnete Charakterbild ist zu klischeehaft, f√ľr Humor fehlt es an originellen Spitzen und an einer Pointe. Sprachlich hat das Gedicht durch das Zw√§ngen in ein Versmass, welches metrisch zudem sehr unsauber ist, arg gelitten. Der Tonfall schwankt zudem zwischen gek√ľnstelt altmeisterlich und schlampig-flapsig.
Auch fehlt es der Litanei an Tempo.

Sorry.

J√ľrgen
__________________
Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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