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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Erika (gelöscht)
Eingestellt am 11. 06. 2015 12:32


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Ofterdingen
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Man soll keine Dummheit zweimal begehen, die Auswahl ist schließlich groß genug. J. P. Sartre

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DocSchneider
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Hallo Ofterdingen,

verwirrender Text. Sehr erotisch auch nicht, eher gesellschaftskritisch. Frau muss sich auf diese Weise verdingen.

Einige Ungereimtheiten:

quote:
Willst du sehen?“ Er nahm ihre Hand und führte sie an die Stelle an seiner Hose,

"Willst du fühlen?" wäre passender.


quote:
Dann löste er den Haken ihres BHs.

„Früher standen sie prall geradeaus“, meinte sie entschuldigend.

Wer? Die Haken?!


quote:
Für eine dreifache Mutter siehst du verdammt gut aus.“

Beleidigend. Eigentlich siehst du nicht toll aus, aber na gut, du hast drei Kinder, dafür geht es noch!


Der letzte Abschnitt ist verwirrend. Sie lässt ihn für frisch gepressten Orangensaft gewähren? Wo sind die Kinder, als sie das Lokal verlässt? Wie bringt sie die durch? Wohl kaum mit Saft.


LG DS
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Manchmal denke ich, der Himmel besteht aus ununterbrochenem, niemals ermüdendem Lesen. (Virgina Woolf)

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Ofterdingen
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Eine neue Version:

ERIKA

Der Morgen kreischte mit der ersten Straßenbahn durch die Müllerstraße, Fensterscheiben flammten auf, getroffen von Sonnenstrahlen, die allmählich auf alle Häuser und Straßen übergriffen bis in die hintersten Hinterhöfe, die noch nach dem Schlaf, dem Schweiß und der Mühsal ihrer Bewohner rochen. Die Schienen und die regennasse Straße schimmerten in tausenderlei Farben, gerade so als ob die ganze Stadt eine Ölpfütze wäre.

Die Ratten machten sich davon, liefen zurück in ihre Abwasserkanäle, und die Penner auf den Bänken im Englischen Garten blinzelten nur kurz in den erwachenden Tag und drehten sich dann um, weil sie nichts zu erwarten hatten und schon gar nicht um diese Zeit.

Ein kaum Fünfzigjähriger, dessen quer über den Schädel gebürstete Haare alle schon grau waren, schob seinen Karren zur Schellingstraße oben an der U-Bahntreppe der Universität, und in seinem Erscheinen zu dieser frühen Stunde lag etwas Verzweifeltes, denn er wusste natürlich, dass die Studenten und andere Interessenten erst viel später kommen würden, um sein Obst zu kaufen. Er schlief schlecht, weil die Geschäfte nicht gut gegangen waren in letzter Zeit und auch wegen der Geschichte mit Gerda, und da war es egal, dass er zu früh aufstand und jetzt eben herumstehen und warten musste, bis die ersten Kunden erschienen.

Erika erhielt an diesem Morgen zehn Blutorangen, frisch gepresst, diese zwei Gläser Saft trank sie gierig, in dem Café an der Ecke, nachdem sie mit dem Kerl aus dem Haus und in den Regen hinausgetreten war. Die Kinder schliefen noch, das Café war früh auf und die Inhaber dort verständnisvolle Türken und die hatten sich längst daran gewöhnt, dass sie morgens nicht immer mit demselben Mann daher kam.

„Macht euch raus auf den Hof!“, hatte der schmale, knochige Kerl gesagt. „Ich muss mich mit eurer Mami unterhalten.“

Die zwei Mädchen und der Junge, elf, zwölf und zehn, schnupperten, der Mann roch nach Schweiß, Zigaretten und Bier. Sie drehten ihre Gesichter zur Mutter hin, zögerten.

„Ja, geht!“ bestätigte Erika, und als die drei weg waren, sah sie ihm zu, wie er ihre Bluse aufknöpfte, mit einem Ruck auszog und auf einen Stuhl warf.

„Du musst dich also mit mir unterhalten? Du MUSST?“ fragte sie in nur halb amüsiertem Ton.

„Red keinen Scheiß!“ versetzte er. „Ich bin scharf auf dich. Hier fühl mal!“ Er nahm ihre Hand und führte sie an die Stelle an seiner Hose, wo etwas Hartes den Stoff ausbeulte.

Dann löste er den Haken ihres BHs.

„Früher standen sie prall geradeaus“, meinte sie entschuldigend.

„Und jetzt hängen sie ein bisschen“, ergänzte er. „Macht doch nichts. Für eine dreifache Mutter siehst du verdammt gut aus.“

Als er sich an ihrem Gürtel und Hosenknopf zu schaffen machte, fragte sie: „Ist das alles, was ich von dir zu hören kriege?“

„Pst!“ zischte er und legte ihr seinen rechten Zeigefinger auf den Mund. „Magie. Verstehst du? Magie! Hör auf zu quasseln! Lass einfach geschehen!“

Und sie fügte sich und erhielt dafür am Morgen die erwähnten zehn Blutorangen.

Wenn sie morgens ins Café kam, war da nicht jedes Mal ein Neuer, nur manchmal, denn Liebe ist wie ein Porzellanteller: Fällt runter und zerbricht. Allzu oft ist da mehr Teller als Liebe. Wenig haltbar. Und trotz allem wusste sie: Mochte auch alles zu Boden fallen und zerspringen, nie würde sie aufgeben, selbst dann nicht, wenn sie irgendwann nur noch hilflos herumsitzen und mit dem Kopf wackeln sollte.

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Arno Abendschön
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Geschätzter Ofterdingen,

die erste Version (nach einzelnen Hinweisen ja bereits verbessert) sagt mir deutlich mehr zu, ich finde sie sogar gut bis sehr gut. Der ausgebaute Anfang des zweiten Versuchs wirkt dagegen auf mich bewusst aufgepeppt. (Man merkt die Absicht usw.). Dadurch geht das Selbstverständliche, Glaubwürdige der Handlung ein wenig verloren.

Nur eine kritische Frage: Müssen es wirklich Blutorangen sein? Das kommt mir nicht recht passend für dieses Milieu vor. Vielleicht lieber Bloody Mary? Na ja, ist beim Türken auch nicht eben wahrscheinlich. Dann halt türk. Mokka.

Amüsiert hat mich die eine Kritikermeinung hier, erotische Literatur müsse beim Lesen Lust bereiten. Das bleibt doch immer eine subjektive Sache. Das Missvergnügen, das ich selbst diesem oder jenem hier verschafft habe, wurde mir auch schon per Wertung entgolten. Meinen am schlechtesten bewerteten erotischen Text habe ich dann zufällig auf der Internetseite einer erotischen Kontaktbörse (ohne Angabe zu Quelle und Autor) entdeckt.

Freundlichen Gruß
Arno Abendschön

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DocSchneider
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Die neue Version gefällt mir wesentlich besser als die erste, weil die Vorgeschichte viel klarer wird und der Leser die nachfolgende Episode einordnen kann. (Geschmäcker sind halt verschieden. )

Der missverständliche Bezug bei den Haken stört mich zwar noch immer und auch die dreifache Mutter ist noch ein bisschen schief, aber sonst okay.


LG DS
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