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Leselupe.de > Erz├Ąhlungen
Erinnerung
Eingestellt am 02. 03. 2003 20:22


Autor
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nally
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2001

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Ich habe ein schwarz – wei├č Foto von meiner Uroma und mir, das Bild liebe ich ├╝ber alles. Das ist so was, was ich auf jeden Fall auf eine einsame Insel mit nehmen w├╝rde. Diese Sache mit der Insel ist zwar sowieso utopisch, weil wenn es noch einsame Inseln gibt – besitzen diese meist reiche Menschen und die k├Ânnen sich ja eh alle mitnehmen, was sie wollen oder die Iseln werden Showplatz so eines komischen Adventure Spiels. Auf jeden Fall ist mir das Foto unheimlich wichtig, sowieso gibt’s nur wenige Fotos von Oma Maria. Wenn mir nach richtig warmer Geborgenheit ist: betrachte ich diese Frau, in ihrem Kleid (es soll gr├╝n – wei├č gewesen sein, ich kann mich nicht mehr daran erinnern). Das Kleid geht ihr bis zu den Knien, es hat Kn├Âpfe bis zum G├╝rtel (den man nicht richtig sieht) und sie tr├Ągt schwarze Sandalen, die (und das wei├č ich noch) aus Kort waren. Oma Maria hatte kurzen wei├čes Haar, kleine Locken und sie trug immer eine Brille – die sie streng machte, aber das war sie nie. Im Gegenteil, sie gab mir immer Butterkekse und die mochte ich ├╝ber alles. Ich liebte es, wenn sie ├╝ber das Bild (das ├╝ber ihrem riesen Bett hing) redete oder wenn sie so stolz ├╝ber ihren Ehemann Michael berichtete mit wundervollen Details. Leider kannte nicht mal mehr meine mom ihn, aber mir kommt es trotzdem vor: als h├Ątte ich ihn schon mal gesehen – so lebhaft redete sie von ihm. Auf dem Foto h├Ąlt sie mich an meiner recht Hand – ich bin noch so klein, dass ich ihr gerade mal bis zur H├╝fte reiche. Ich habe ein wei├čes Kleid an mit bunten Punkten und einem roten G├╝rtel. Ich trage, wie meine mom immer, eine Plastik-Gliederkette – die fand ich damals immer klasse. Unter meinen Sandalen trage ich Socke... und meine rechten Zehen ber├╝hren meine linken. Diese X-Beinstellung mache ich heute noch, wenn’s mir gut geht. Oma Maria war f├╝r mich immer wie’n St├╝ck Himmel, besonders wenn sie mir immer so sch├Âne Geschichten ins Ohr fl├╝sterte. Sp├Ąter als sie immer vergesslicher und verwirrter wurde – musste ich of weinen, weil sie nichts mehr von Engeln auf dem Bild wusste, dann erz├Ąhlte ich ihr immer die Geschichte dazu. Als sie dann sp├Ąter nur noch im Bett lag – lass ich ihr aus Zeitschriften vor, wenn ich zu Besuch in Berlin war. Ich f├╝tterte sie mit Bananen und den kleinen Weintrauben, die sie so mochte. Sie sprach nicht viel, eigentlich gar nicht – aber als ich ihr dann das Bild nach Berlin brachte und es wieder ├╝ber ihr Bett hing – da lief ihr eine Tr├Ąne ├╝ber die Wange und ich wusste sie tr├Ąumt sich zu den Engeln.
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"Ich werde nie aufgeben captain, denn ich will im Spiel der M├Ąchte weiter bestehen und meinen Vers dazu beitragen."
Club der toten Dichter

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Zefira
???
Registriert: Jan 2001

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Liebe nally,

die Geschichte ist authentisch und warmherzig erz├Ąhlt (der kleine Schlenzer mit der Insel am Anfang gef├Ąllt mir besonders!).

EIn wenig durcheinander geht es allerdings. Zun├Ąchst mal erschweren die vielen Klammers├Ątze und Gedankenstriche das Lesen. Und dann ist mir auch manchmal nicht richtig klar, von wie vielen Bildern hier die Rede ist: das Bild, das ├╝ber ihrem Bett hing, ist das das hier beschriebene oder ein anderes? Wie kommen auf einmal Engel "auf dem Bild" ins Spiel - sind wir noch beim gleichen Bild? Hier fehlt einiges zum Verst├Ąndnis, finde ich. In der jetzigen Form hat der Text mehr den Charakter eines Tagebucheintrags, wie aus einem gr├Â├čeren Ganzen entnommen. Ein wenig Ausbau w├Ąre nicht schlecht.

Liebe Gr├╝├če,
Zefira

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nally
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2001

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Den Text hat mir meine Tante mitgebracht - die Tochter also meiner Uroma und somit ist der Text schon zwei Jahre alt. Ich h├Ątte noch so vieles ver├Ąndert... aber ich mag diese einfach Erinnerung. (Es handelt sich um ein Bild). Aber ansonsten sehe ich das genauso wie du; es ist ausbauf├Ąhig. Aber halt Francis mit 17 Jahren.
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margot
???
Registriert: Mar 2002

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fl├╝ssig, einfach, bildreich und anr├╝hrend erz├Ąhlt.
die kleine geschichte erf├╝llt alle bedingungen, um
mein dichterherz zum schw├Ąrmen zu bringen.

gru├č
ralph
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schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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nally
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2001

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:-) - das ist mein ralph
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