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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Erinnerung
Eingestellt am 11. 12. 2005 21:08


Autor
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Gregorius
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

Werke: 20
Kommentare: 26
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Du kamst 21 Uhr und bist 9 Uhr gegangen.
Du sprachst vom Sex mit einem anderen.
Wenn ich kein Kind wollen w├╝rde, w├Ąre da schon jemand, der Dir eins machen wollen w├╝rde.
Als ich Dich Weihnachten 2002 anrief, fragtest Du mich, wieso ich Dich Heiligabend bei Deiner Familie st├Âren w├╝rde.
Ich sah Dich Weihnachten nicht, danach nicht und Silvester auch nicht.
Du warst immer am Boden zerst├Ârt, und als ich mal auf der Arbeit anrief, h├Ârte ich Dich laut scherzen...nichts davon war echt...aber es tat weh, denn wir lachten nie so...

Aber ich liebte Dich.

Vorw├╝rfe...ich w├╝rde Dich nicht lieben, Deine Hand nicht gern halten... In Cottbus und anderswo wurden sch├Âne Tage von Traurigkeit und Hilflosigkeit ├╝berlagert.

Ich wurde nicht gebraucht. Auch nicht in Deinem schwersten Moment, zu dem ich sofort aus Philadelphia zur├╝ck gekehrt w├Ąre. Und als ich zur├╝ck kehre, bist Du nicht da.

Ich versuchte es mit vielen Worten in einem kleinen Buch. Ich gab nicht auf es zu schreiben, genau wie die vielen Gedichte. Ich bekomme keine Reaktion...

Silvester f├Ąhrst Du nach Hause. Ich muss es verstehen, aber erneut tut es so weh.

Immer wenn ich an die Hoffnung wieder tiefer glaube, dass wir alles hinbekommen, gehst Du. Ich greife nach Dir und fasse ins Leere. Wenn ich dagegen rebelliere, sagst Du, ich w├╝rde Dich bedr├Ąngen, zwingen, nicht verstehen. Ich w├Ąre egoistisch, blind und wohl nicht ganz erwachsen.

Dabei liebe ich Dich.

Alles, was ich will, warst Du. Aber immer schlugst Du mir vor der Nase die T├╝r zu.
Es gab nur ganz wenige Momente, in denen ich eine Ahnung hatte, dass ich einzigartig f├╝r Dich bin und Du mich nie eintauschen w├╝rdest und dass Du mich wahrhaftig liebst.
Ich hatte immer Sehnsucht nach einem liebevollen Blick, nach einem ganz ehrlichen und innigen Gespr├Ąch mit Tr├Ąnen, Lachen, Schmusen, Gl├╝cklichsein.

Ich suchte Dich und fand Dich nicht. Ich erkannte Dich zwar, aber sah Dich kaum.
Alles war so schwer. Es war, als ob ich Dich sehen, aber nicht f├╝hlen kann. Du standest vor mir und warst doch nicht da.
Es war, als ob jemand tot ist, den man liebt, vor einem steht, man hin rennt und dann merkt, dass es nur ein Traum, eine T├Ąuschung war.
Ich wollte das, was in Dir gestorben ist, beleben. Ich scheiterte wieder und wieder.
Ich erreichte Dich nie.

Es war ein schmerzendes Gef├╝hl. Aber immerhin sah ich Dich. Und f├╝r eine Zeit konnte ich damit leben. Solange meine Kr├Ąfte reichten. Steter Tropfen h├Âhlt den Stein. Der Schmerz wuchs und wurde ein Teil von mir. Ein Stein auf meinem Herzen. Ich wollte zu Dir laufen, doch meine Beine wurden schwerer.
So ├Ąnderte sich vieles.

Aber immer liebte ich Dich.
Und ich werde Dich immer lieben.

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NewDawnK
???
Registriert: Sep 2005

Werke: 156
Kommentare: 2423
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Hallo Gregorius,

ich kann diese Gef├╝hle sehr gut nachvollziehen.
Die Liebe eines anderen Menschen kann man sich nicht "erarbeiten" - auch wenn das viele glauben.
Wer wirklich liebt, kann loslassen, auch wenn es im ersten Moment weh tut. Das schm├Ąlert wirkliche Liebe nicht im geringsten. Manchmal ist es sogar sehr n├Âtig, Abstand zu gewinnen, um in einer solchen Situation nicht vor die Hunde zu gehen.
Sich die eigenen Grenzen einzugestehen ist m.E. noch aus einem anderen Grund wichtig. Es w├Ąre schlie├člich tragisch, wenn man vor lauter Wehmut die Chance verpasst, dem Menschen zu begegnen, der bereit und auch in der Lage ist, einen gl├╝cklich zu machen - oder?

Gru├č, NDK

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Gregorius
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jan 2004

Werke: 20
Kommentare: 26
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Danke NewDawnK...

Sie liebte mich wohl... Aber sie war nicht f├Ąhig, sich ganz auf mich einzulassen, weil sie viel Schlechtes durchmachte, bevor ich sie traf.
Das ist das Frustrierendste daran.

Und jetzt, wo wir nicht mehr zusammen sind, sagt sie, sie liebt mich noch immer, aber k├Ânne nicht mehr an uns glauben, mir vertrauen.

Ich habe es einfach nicht geschafft, sie in meine Welt zu ziehen. Vielleicht war es auch der Fehler, dass ich das immer wieder versuchte...

LG
Gregor

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