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Leselupe.de > Ungereimtes
Erinnerungen
Eingestellt am 10. 09. 2003 18:13


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Rhea_Gift
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Erinnerungen

Hypnotisiert irre ich durch das Bilderlabyrinth der Vergangenheit.
Oh Du verfluchte Neugier,
Du l√§√üt mich durch spaltbreit ge√∂ffnete T√ľren schauen,
läßt mich den Staub von so manchem Bild pusten-
Unerwartet √ľberf√§llt mich der Schrecken,
√ľberw√§ltigt schaue ich auf die grausame Szenerie,
lasse mich von ihr aufsaugen-
Augenblicke später
finde ich mich durch die Gänge hetzend wieder,
Todesangst im Nacken
treibt mich auf den Ausgang zu.

__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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roland
???
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Grusel-, nein, Schreckenskammern

du, Rhea_Gift, falls das möglich ist, sag bitte, wie bist Du ins Labyrinth reingekommen?
Mich schaudert es vor Deinem Bild des Blickes in die Vergangenheit, der mit panischer Flucht endet.
Vielleicht sagte Dir dort jemand, die grausame Szenerie sei l√§ngst vergangen schon, die Akteure handelten heute vielleicht entscheidend anders, waren damals wie von Sinnen. Erschrakst Du vielleicht damals als kleiner Mensch mehr als Du es heute m√ľ√ütest?
Nach meinem Empfinden könntest Du die Situation eines Kindes beschrieben haben und sein Erschrecken vor der Erinnerung als Erwachsener.
Wenn ich was von Dir zu w√ľnschen frei h√§tte, w√§re meine Bitte, kurz vor dem Ausgang des Labyrinths langsamer zu werden, vielleicht stehenzubleiben und Dich umzudrehen.
Gruß von Roland

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Rhea_Gift
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Erinnerungen

Hi Roland,

es geht eben darum, da√ü einen etwas in die Vergangenheit wirft, die Bilder schwammig sind bzw. staubig, dann versucht man, sich genauer zu erinnern - und wird mit Dingen konfrontiert, die man vielleicht lieber nicht gesehen h√§tte - der Kinderblick erschrickt, doch auch der Erwachsene. Das Erst-Erinnern ist nat√ľrlich erschreckender, als wenn man objektiver ein zweites Mal zur√ľckschaut - das Grausame wandelt sich dann in ein "das war aber nicht so toll".
Das Gedicht ist eine Momentaufnahme, Anfang und Ende daher nicht so wichtig, ob man sich nun gezielt zur√ľckerinnert oder durch Assoziation von Bildern √ľberfallen wird, ist auch egal - es kann trotzdem beides zu dieser Momentaufnahme f√ľhren...

LG, Rhea
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roland
???
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hallo Rhea,
entschuldige bitte, ich hatte Deinen Beitrag erst heute Vormittag entdeckt. Die Benachrichtigung in meiner mailbox stammte von gestern, Dein Beitag aber vom 10. oder 11.9.- Wie das kommt, weiß ich nicht, ganz bestimmt hätte ich Dir schon eher geantwortet.

Meine Gedanken blieben an Deinem "lieber nicht gesehn h√§tte" h√§ngen. Ja, es macht Schmerzen und "sch√∂ner" w√§re es ohne die Erinnerungen. Es macht Schmerzen, Vorgefallenes, Geschehenes wirklich an sich heranzulassen. Es ist weit verbreitet, die schwierigeren Seiten des eigenen Erlebens von sich wegzudr√ľcken, sie stumm und schweigend zu √ľbergehen. Denkverbot, Erinnerungsverbot. Damit meine ich nicht Dich und das, was ich aus Deinem Text erfuhr, sondern allgemeines Verhalten. Du beschreibst ja, wie Du es wagst und erschrickst. Deinen Gedanken mit der Momentaufnahme konnte ich - glaube ich- verstehen.

In diesem Bereich des Erinnerns als Erwachsener (des Zulassens der dazugeh√∂renden Schmerzen) liegt nach meiner Meinung eine gro√üe Chance f√ľr den Einzelnen, f√ľr sich und die eigene Seele etwas Positives zu erreichen. Irgendwo aus diffusen Schmerzen herauszukommen und sich bei sich selbst besser auszukennen, Bescheid zu wissen, auf "alte Bekannte" zu sto√üen.
Wie Du es sagst, mit der zweiten und den folgenden Erinnerungen an das Schmerzende setzt ein Wandel ein, Grausames wird erinnerbarer...
Ich w√ľnsche Dir, da√ü Du nicht aufh√∂rst, den Staub von Verstaubtem abzupusten und genau hinzuschauen.
LG von Roland

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Rhea_Gift
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Hi Roland,

danke f√ľr die guten W√ľnsche...
Das Gedicht ist recht alt, da stand ich noch am Anfang eines Weges - und immer wieder aktuell, denn soviel man sich auch mit Verstaubtem besch√§ftigt, hin und wieder √ľberf√§llt es einen doch wieder, wie das erste Mal - doch auch damit lernt man umgehen...

Die Seele/Gef√ľhle sind ein seltsam Ding, sie haben ihr Eigenleben, egal, wie oft man sie dreht und wendet - und √úberraschungen gibts immer wieder... Doch man gew√∂hnt sich dran, wie an so manches andere, das einfach zu einem geh√∂rt.

That's life,

lg, Rhea

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