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Leselupe.de > Gereimtes
Erinnerungen
Eingestellt am 11. 03. 2010 12:21


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Estrella fugaz
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Erinnerungen (nach einem Besuch im Altenheim)

Warum siehst du so traurig aus?
Möcht dir die Sorgenfalten streichen
aus deinem lieben Gesicht heraus.
Wie zaubre ich in deine Augen
das LĂ€cheln aus vergangener Zeit?
Komm, lass uns jetzt an TrÀume glauben.

Du kannst noch Glut im Herzen spĂŒren,
gedenkst du all der schönen Stunden,
nimm meine Hand und lass dich fĂŒhren.
Ich bring dir doch die Jugendzeit:
die Kinderjahre, Sonnenschein
den Regenbogen, ZĂ€rtlichkeit.

Erinnere dich! Was war denn schön?
Liefst barfuß du auf grĂŒner Wiese
und hast den Störchen zugesehn?
Gib her die Finger, lass uns laufen
den Strand entlang, mit nackten FĂŒĂŸen,
Wasser riechen, im Sand uns raufen.

Ungebremste Lebensfreude,
herrlich war die Sommerzeit,
drum spĂŒr die Sonne hier und heute.
Der Duft der Blumen, diese Pracht,
bunte FĂŒlle – zum Verlieben,
gepflochtnen Kranz ins Haar gebracht.

Die erste Liebe, weißt du noch?
Das Herz zersprang vor wilder Lust,
sĂŒĂŸer Schmerz – erinnre dich doch.
Der Mond, er glÀnzte wunderbar,
nie schien die Sonne jemals heller,
die NĂ€chte – ach, so sternenklar.

Und Schneegestöber, Schlittenfahren,
Eiskristalle an den Scheiben,
Schneeballschlacht vor vielen Jahren.
Weihnachtszeit - welch große Freud.
Die WĂŒnsche schienen riesengroß –
doch wie anders ist es heut.

Was du erlebt hast, wird immer bleiben,
auch Lebenslust und GlĂŒcklichsein!
Drum schließ die Augen – lass dich treiben...


Herzlichen Dank an Heidrun, die versucht hat, mir den Jambus nahezubringen.
__________________
Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

Version vom 11. 03. 2010 12:21
Version vom 13. 03. 2010 10:32
Version vom 14. 03. 2010 19:21
Version vom 14. 03. 2010 19:59

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Rhea_Gift
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Liebe Estrella,

inhaltlich sehr schön und berĂŒhrend - metrisch einige Hopser und fĂŒr den Reim etwas ungelenk klingende Formulierungen wie z.B.

Möchte streichen deine Sorgenfalten
aus deinem lieben Gesicht heraus.

>> hier vielleicht

Streichen möcht ich die Sorgenfalten
aus deinem lieben Gesicht heraus
zaubern möcht ich in deine Augen
ein LĂ€cheln wie in alten Zeiten
komm, lass uns wieder an TrÀume glauben

>>herausstreichen klingt aber auch nicht so gut - mir fÀllt auf "aus" aber jetzt grad auch kein besserer Reim ein...


Kannst du die WĂ€rme im Herzen spĂŒren
wenn du denkst an die erlebten Stunden?

>> hier vielleicht

erinnernd dich an erlebte Stunden?

in bunter FĂŒlle - zum Verlieben
gebundenen Kranz ins Haar gebracht.

>> hier fĂŒr offeneren Klang vielleicht:

gebundene KrÀnze ins Haar gebracht

>>alles nur VorschlÀge...

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Estrella fugaz
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Hi Rhea,

erste Änderung.
Möcht streicheln, statt streichen - wie findest du das?
Zaubern will ich, habe ich genommen, weil ich sonst "möchte" doppelt hÀtte.
Erinnernd dich an erlebte Stunden geht nicht, "erinnern" wĂŒrde sich in der folgenden Strophe wiederholen. Oder ich mĂŒsste das dort dann abĂ€ndern.

Lieben Gruß,
Estrella


Erinnerungen (nach einem Besuch im Altenheim)

Warum siehst du so traurig aus?
Streicheln möcht ich die Sorgenfalten
aus deinem lieben Gesicht heraus.
Zaubern will ich in deine Augen
ein LĂ€cheln wie in alten Zeiten.
Komm, lass uns wieder an TrÀume glauben.

Kannst du die WĂ€rme im Herzen spĂŒren
wenn du denkst an erlebte Stunden?
Nimm meine Hand und lass dich fĂŒhren.
Ich bring dir doch die Jugendzeit
die Kinderjahre und Sonnenschein
den Regenbogen aus der Vergangenheit.

Erinnere dich! Was war denn schön?
Liefst barfuß du auf grĂŒner Wiese
und hast die Störche auch gesehŽn?
Gib mir die Hand und lass uns laufen
den Strand entlang, mit nackten FĂŒĂŸen
das Wasser riechen, im Sand uns raufen.

Ungebremst die Lebensfreude
so herrlich war die Sommerzeit.
SpĂŒrst du die Sonne hier und heute?
Der Duft der Blumen - diese Pracht
in bunter FĂŒlle - zum Verlieben
gebundene KrÀnze ins Haar gebracht.

Die erste Liebe, weißt du noch?
Das Herz zersprang vor Begeisterung
der sĂŒĂŸe Schmerz - erinnere dich doch!
Der Mond, er glÀnzte wunderbar
nie schien die Sonne jemals heller
die NĂ€chte - ach, so sternenklar.

Schneegestöber, Schlittenfahren
Eiskristalle an den Scheiben
Schneeballschlacht vor vielen Jahren.
Weihnachtszeit - welch eine Freude
der Wunschzettel war ellenlang
doch wie anders ist es heute.

Was du erlebt hast, wird immer bleiben!
Verbundenheit, Lebenslust, GlĂŒcklichsein.
Schließ die Augen und lass dich treiben!




__________________
Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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Rhea_Gift
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Hallo Estrella,

streicheln klingt besser - und mit der Wiederholung bei erinnern hast du recht - hab ich in dem Moment nicht dran gedacht...

LG, Rhea
__________________
...Seele, bist du nun erwacht?...Und sie zittert, und sie lacht allen Himmelssternen zu... (Hesse)

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Heidrun D.
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Liebe Estrella,

dir ist ein herzergreifendes Gedicht gelungen, wie wir es hier nicht oft zu lesen bekommen - zum Heulen schön. Und deshalb hast du auch schon eine gute Wertung erhalten.

Metrisch zeigst du noch ein paar MĂ€ngel, aber man lernt das halt nicht in 4 Wochen ...

Ich stelle dir jetzt mal eine "geglÀttete" Version ein, die manches leicht verÀndert, aber hoffentlich den Kern deines so lieben Gedichts erhÀlt:

quote:
Erinnerungen (nach einem Besuch im Altenheim)

Warum siehst du so traurig aus?
Ich möchte deine Sorgenfalten
stirnwÀrts streichen, ganz heraus.
Wie zaubre ich nur in deine Augen
das LĂ€cheln aus vergangner Zeit?
Komm, lass uns jetzt an TrÀume glauben.

Du kannst noch Glut im Herzen spĂŒren,
gedenkst du all der schönen Stunden,
nimm meine Hand und lass dich fĂŒhren.
Ich bring dir doch die Jugendzeit:
die Kinderjahre, Sonnenschein
den Regenbogen, ZĂ€rtlichkeit.

Erinnre dich! Was war denn schön?
Liefst barfuß du auf grĂŒner Wiese
und hast den Störchen zugesehn?
Gib her die Finger, lass uns laufen
den Strand entlang, mit nackten FĂŒĂŸen,
das Wasser riechen, Schiffe taufen!

Ungebremste Lebensfreude,
herrlich war die Sommerzeit;
drum spĂŒr die Sonne hier und heute,
den Duft von Blumen - jene sĂŒĂŸe
bunte FĂŒlle - zum Verlieben,
geflochtnen Kranz ins Haar gebracht.

Die erste Liebe, weißt du noch?
Das Herz zersprang vor wilder Lust
und sĂŒĂŸem Schmerz – jedoch
der Mond, er glÀnzte wunderbar;
nie schienen Sterne jemals heller,
die NĂ€chte - ach, so herrlich klar.

Und Schneegestöber, Schlittenfahrten,
Eiskristalle, Silberscheiben,
Schneeballschlacht vor vielen Jahren.
Weihnachtszeit - welch große Freud.
Die WĂŒnsche schienen riesengroß -
wie anders ist das heut.

Was du erlebt hast, wird dir immer bleiben,
auch Lebenslust und GlĂŒcklichsein!
Drum schließ die Augen - lass dich treiben ...

Du siehst, ich habe nur den Rhythmus verÀndert, nicht aber in jedem Vers die Silben gezÀhlt. - Mittlerweile wird so etwas auch von vielen akzeptiert.

Ich wĂŒnsche dir einen schönen Samstag
Heidrun

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Estrella fugaz
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Liebe Heidrun,

danke fĂŒr deinen wundervollen Kommentar. Ich freue mich natĂŒrlich, dass es dir gefĂ€llt. Vor allem aber, dass du auch noch etwas daran geschliffen hast! Ich finde nicht, dass es sich weit von meinem Original entfernt, im Gegenteil. Da werde ich gern einiges von ĂŒbernehmen. Ich bemerke auch bei deiner Version ganz deutlich den Rhythmus. Irgendwie fehlt mir ja das Gehör und GespĂŒr fĂŒr die Reimerei. Keine Ahnung, ob ich das je in den Griff bekomme. Sonst muss ich mich eben in Kurzgeschichten versuchen. WĂ€re vielleicht ein Alternative? :-))

Liebe Marie-Luise,

auch dir meinen herzlichen Dank. Mit dem "aus deinem lieben Gesicht heraus" ist mir ganz wichtig:
Als ich das erste Mal in dem Altenheim ankam (wollte ehrenamtlich tĂ€tig sein), saß ein sehr alter Herr auf der Terrasse. Er hatte einen Panamahut auf. Der Blick seiner Augen, dieser Gesichtsausdruck.... Ich werde ihn nie vergessen. So gern hĂ€tte ich sein Gesicht gestreichelt. Kaum konnte ich mich zurĂŒck halten. Es ist weit ĂŒber 10 Jahre her, und immer noch habe ich dieses unbĂ€dnige, intensive GefĂŒhl. Es wird nie vergehen.

Deshalb sind einige Passagen so wichtig fĂŒr mich. Ich werde versuchen, GefĂŒhle mit der Metrik einigermaßen zu vereinen.

Ich bin so glĂŒcklich ĂŒber eure VorschlĂ€ge. Das bekomme ich irgendwie hin.

Liebe GrĂŒĂŸe,
Estrella

P.S. Das ist auch mit der Grund, wenn hier Gedichte ĂŒber alternde Menschen erscheinen, dass es mich jedes Mal umhaut.
__________________
Ich schließe meine Augen, um zu sehen. (Paul Gauguin)

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