Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92257
Momentan online:
185 Gäste und 5 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Experimentelle Lyrik
Erkenntnis
Eingestellt am 14. 06. 2002 21:54


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Angeleyesblue
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Feb 2001

Werke: 7
Kommentare: 5
Die besten Werke
 
Email senden
Profil

Ich habe mich gefragt ob es SĂĽnde ist zu lieben.
Ich habe mich gefragt ob es falsch ist nach mehr zu streben.
Ich habe mich gefragt ob es andere wie mich gibt.
Ich habe die Augen geschlossen und stumm gelitten.
Ich habe Träume zu Visionen gemacht.
Ich habe Angst zu Schatten gemacht, die mich begleiten.
Ich habe begonnen die Nacht dem Tag vorzuziehen.
Begonnen Traum gegen Realität einzutauschen.
Habe dem Sehnen nachgegeben das tief in meiner Seele vergraben liegt.
Habe Bilder umklammert und Szenen gelöscht.
Habe tief in mir die Einsamkeit verflucht.
Habe Mauern um mich gebaut.
Ohne TĂĽren, ohne Fenstern.
Habe mich eingemauert. Mit Absicht.
Wollte das verdrängen was mir weh tut.
Das bannen was mir Angst macht.
Wollte mich dem entziehen was mir bestimmt ist.
Wollte flĂĽchten.
Vor mir, dem was ich sehe, dem was ich fĂĽhle.
Ich habe mich tief eingegraben.
Habe das getan was ich nie wollte.
Mich selbst betrogen.
Habe zu spät erkannt das es kein zurück gibt.
Zu spät gesehen was ich sehen sollte.
Bereut nicht mutiger gewesen zu sein.
Trauere um mich und meine Feigheit.
Drehe mich um,
um mein Gesicht nicht im Spiegel sehen zu mĂĽssen,
weil ich den Anblick nicht ertrage.
Schliesse meine Augen weil das Licht mich blendet.
Oder sind es die ungeweinten Tränen die brennen?
Unfähig das zu erkennen.
Unfähig mich selbst zu erkennen laufe ich durch die dunkle Nacht.
Obwohl ich mich vor der Finsternis fĂĽrchte ist sie das
einzige das mir Mut gibt.
Mut zum Atmen.
Mut dem Tag zu trotzen.
Mut die Hoffnung zu haben auf die nächste Nacht.
Doch gerade das ist es was mir Schrecken einjagt.
Das Messer das kratzend ĂĽber meinen RĂĽcken streicht
um in der Dunkelheit der neuen Nacht seine Tat zu vollbringen.
Wenn ich meine Augen schliesse frag ich mich ob ich sie
je wieder öffnen werde.
Und dann verlassen mich Mut und Hoffnung.
Dann legen sich dunkle Fesseln um mich.
Schwarze Bänder binden mich an meine Mauern.
Nichts ist mehr da was mich retten könnte.
Keine Hoffnung, keine Zuversicht, keine Liebe.
Und ich sehe den Dolch vor mir.
Und ich schliesse die Augen als sich der Dolch langsam in meine Brust gräbt.
Und ich kann das Gefühl nicht nennen welches stärker ist.
Der Schmerz? oder die Erlösung die das Ende bringt?


__________________
Sometimes the Angel look out the Blue Eyes

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Stefan_Senn
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2002

Werke: 148
Kommentare: 108
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Stefan_Senn eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

kraftvoll, wortgewaltig, dynamisch wow dafür gibt´s 10 punkte
__________________
violent sorrows seem
a modern ecstasy

Bearbeiten/Löschen    


ZurĂĽck zu:  Experimentelle Lyrik Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!