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Leselupe.de > Gereimtes
Ernst und Erna III: Gut geturnt
Eingestellt am 10. 10. 2008 18:11


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Walther
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Ernst und Erna III: Gut geturnt
- fĂĽr Riecke -

Es treibt bis fast zur SinnestrĂĽbung
Die Erna ihre LeibesĂĽbung.
Sie las in ‚Bunte’ und ‚Für Sie’:
„Gymnastik hält Dich jung wie nie!“

Und auch im ‚Cosmopolitan’
Stand eine ganze Serie drin.
Um Ernst mit Spannkraft zu beglĂĽcken
Trainiert sie HĂĽfte, Beine, RĂĽcken

Und auch den wohlgeformten Po.
(Den mag der Ernst doch sowieso.)
Sie hat mit all dem Sport begonnen,
Seit unten bei den Abfalltonnen

Bei seiner MĂĽllentsorgungspflicht
Ihr Ernst mit lächelndem Gesicht
Der Nachbarstochter nachgeschaut,
Die, jung und hĂĽbsch und gut gebaut,

An ihm mit Schwung vorĂĽberging.
Da machte es in Erna ‚Pling!’,
Die Angst durchfuhr sie radikal,
Dass ihren Ernst `ne andre stahl.

Der Ernst hört abends Knie knacken,
Er hört, wie hell die Dielen klacken,
Er riecht die Winde, wie sie wehen,
Wenn Menschen sich im Sport ergehen.

Die Erna kraust die Stirn in SchweiĂź,
Die Bäckchen rot, ihr ist so heiß,
Die Augen blitzen richtig fesch.
Dem Ernst wird’s um die Hüfte resch.

„Sag, Erna, Liebes, was ist los,
Warum machst Du das Turnen bloß!“
Links stemmt die Erna in die HĂĽfte,
Die Rechte wedelt ZorneslĂĽfte:

„Ich habe Dich zuletzt gesehn,
Du konntest kaum noch ruhig stehn,
Der Nora hast Du nachgestiert
Und hast Dich nicht dafür geniert!“

„Schau, Spatz, ich hol mir Appetit,
Mit Dir sing ich mein Liebeslied.
Sei gut, mein Schatz, gib mir ´nen Kuss,
Weil ich Dich ganz fest drücken muss!“

So wurde aus der Turnverrenkung
Die wilde Insichreinversenkung.
Man sieht die beiden heftig toben,
Mal ist sie unten, mal sie oben:

Das ist die schönste Leibesübung
Am besten bis zur SinnestrĂĽbung.
Und nach dem lauten Liebesrausch
Folgt noch ein leiser Liebesplausch.

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

Version vom 10. 10. 2008 18:11

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presque_rien
???
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Hi Walther,

ich find's witzig und auch nicht unbedingt zu lang , aber ein Paar Anmerkungen hätte ich:

Es treibt bis fast zur SinnestrĂĽbung
Die Erna ihre LeibesĂĽbung.
Sie las in ‚Bunte’ und ‚Für Sie’:
„Gymnastik hält Dich jung wie nie!“ (Was hälst du von "macht"? Das wäre noch etwas pointierter, außerdem ist Erna ja nicht mehr "richtig" jung nach meinem Verständnis)

Und auch im ‚Cosmopolitain’ (Auch wenn du's mit "i" schreibst, reimt es sich trotzdem nicht auf "drin" . Das ist übrigens Kritik an der Orthographie, nicht am unreinen Reim.)
Stand eine ganze Serie drin.
Um Ernst mit Spannkraft zu beglĂĽcken
Trainiert sie HĂĽfte, Beine, RĂĽcken

Und auch den wohlgeformten Po.
Den mag der Ernst doch sowieso. (Nach meinem GefĂĽhl passt "doch" hier nicht. So liest sich der Satz wie ein Grund gegen das Training.)
Sie hat mit all dem Sport begonnen,
Seit unten bei den Abfalltonnen

Bei seiner Müllentsorgungspflicht (sehr schön )
Ihr Ernst mit lächelndem Gesicht
Der Nachbarstochter nachgeschaut,
Die, jung und hĂĽbsch und gut gebaut,

An ihm mit Schwung vorĂĽberging.
Da machte es in Erna ‚Pling!’,
Die Angst durchfuhr sie radikal, (in diesem Zusammenhang komisch)
Dass ihren Ernst `ne andre stahl.

Der Ernst hört abends Knie knacken,
Er hört die Füße dazu klacken, (1. Trainiert die Frau in Stöckelschuhen?!? 2. "dazu" würde rhytmisch besser passen z.B. in "Dazu hört er" oder "Er hört dazu")
Er spĂĽrt die Winde, wie sie wehen,
Wenn Menschen sich im Sport ergehen.
(Ă„hm.. Also hier habe ich ganz bestimmte Assoziationen, die du, glaube ich, nicht besabsichtigt hast . Diese zwei Verse sind eher unfreiwillig als beabsichtigt witzig...)

Die Erna kraust die Stirn in SchweiĂź,
Die Bäckchen rot, ihr ist so heiß,
Die Augen blitzen richtig fesch.
Dem Ernst wird’s um die Hüfte resch. (Hab' ich nicht verstanden. Knusprig? Grobstückig? Ich steh auf dem Schlauch )

„Sag, Erna, Liebes, was ist los,
Warum machst Du das Turnen bloß!“
Die Erna stemmt links in die HĂĽfte, (Vielleicht besser: "Links stemmt die Erna in die HĂĽfte")
Die Rechte wedelt Zorneslüfte: (schöner Vers!)

„Ich habe Dich zuletzt gesehn, (Kann man das so sagen? Wäre nicht "Ich habe letztens dich geseh'n" besser?)
Du konntest kaum noch ruhig stehn,
Der Nora hast Du nachgestiert
Und hast Dich nicht dafür geniert!“

„Schau, Spatz, ich hol mir Appetit,
Mit Dir sing ich mein Liebeslied. (Finde ich zu schmalzig im sonst umgangssprachlichen Rahmen. Zumal das reimtechnisch auch nicht so glatt ist.)
Sei gut, mein Schatz, gib mir ´nen Kuss,
Weil ich Dich ganz fest drücken muss!“

So wurde aus der Turnverrenkung
Die wilde Insichreinversenkung. (eher "ineinander"...)
Man sieht die beiden sich austoben, (ich find' Marie-Luises Vorschlag gut)
Mal ist sie unten, mal sie oben: (Die Wiederholung des "sie" ist seltsam. Vielleicht besser: "Mal ist sie unten, und mal oben" / ".. mal auch oben")

Das ist die schönste Leibesübung
Am besten bis zur SinnestrĂĽbung. (Toll, wie du zum Anfang zurĂĽckkehrst!)

Und nach dem lauten Liebesrausch
Folgt noch ein leiser Liebesplausch. (Allerdings hätte ich mir hier eine Pointe gewünscht zum Thema "Sex als Sport" - so ist der Schluss leider etwas enttäuschend)


Lg presque

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Walther
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Hallo Julia,

daĂź Dich dieser Schwachsinn zu einer solchen Detailkritik verfĂĽhrt!

Vielen Dank für die vielen Anregungen, in den Dank seien Heidrun und Marie-Louise einbezogen, die ich fast alle umgesetzt habe. Den Schluß lasse ich so, bis mir ein Gag einfällt, jetzt habe ich gerade eine kleine Blödsinnsblockade.

Das Wort "resch" (auch "rösch") bedeutet "scharf gebacken". Im Süddeutschen heißt eine resche Frau auch eine "scharfe" Frau, die zum Anbeißen ist. Hier wird es Ernst um die Hüfte "resch", also etwas hitzig.

Lieber GruĂź W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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