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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Erotik
Eingestellt am 01. 11. 2010 20:55


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Pejotre
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Oct 2010

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Das feuerrote Minikleid

Das feuerrote Minikleid

Es gibt viele schöne Frauen, die das Auge erfreuen; schön, aber doch verblasst das Bild irgendwann. Und dann gibt es unauslöschliche Erscheinungen. Zwei dieser Art, sind mir in meinem Leben bisher begegnet. Von einer will ich hier berichten.
Diese Geschichte ereignete sich irgendwann Mitte der Achtziger. Es handelt sich nicht etwa um einen Roman, sondern um lediglich eine erotische Beobachtung, die mich so eindringlich berĂĽhrt hat, dass ich mich trotz des beachtlichen Zeitraums, auch heute noch an die Magie des flĂĽchtigen Augenblicks erinnern kann. Deutlicher sogar, als an manches reale Abenteuer.
Entgegen meiner Gewohnheit, wähle ich in diesem Fall auch gern einmal die Rolle des Ich-Erzählers. Denn ich war in jener lauen Sommernacht zugegen...

Cadaqes war in jenen Tagen noch ein schönes, aufgewecktes Fischerörtchen am Rande der Pyrenäen; dort, wo der auslaufende Gebirgszug sanft ins Meer stößt. Damals störte es noch niemanden, wenn ein paar junge, nicht so zahlungskräftige Feriengäste außerhalb der Stadt in ihrem klapprigen Wohnmobil kampierten. Da gab es so eine verschlafene Landzunge, gleich gegenüber der abgelegenen Dali Villa. Der betagte Maler war in diesen Tagen wohl schon nicht mehr Zuhause.
Die heißen Sonnenstunden trieb ich mich meist mit meinen Kumpels in einer der abgelegenen Buchten herum, wo sich wunderbar baden ließ, und hin und wieder auch ein betrachtenswerter Hintern, oder ein blanker Touristinnenbusen aus dem Meer wippte. Nicht selten bekam man auch ein liebenswertes Lächeln für dieses optische Kompliment. Manchmal kam sogar eine zwanglose Plauderei dabei zustande. Ich fand diese Mußestunden jedenfalls immer sehr inspirierend, so dass es uns in diesen Jahren nicht nur einmal an jenen nahezu paradiesischen Ort zog. Damals brauchte man noch nicht viel...
Für den abendlichen „Shutteldienst“ hatten wir auch ein feuerrotes Moped dabei; drei Sitzplätze, wenn man den Gepäckträger mitzählte. Und weil wir ja zu viert waren, hatte ich einen leichten Seitenwagen mit Schnellanschluß konstruiert. In Deutschland undenkbar. Aber mit den spanischen Dorfpolizisten hatten wir schnell Freundschaft geschlossen. Sie lachten und winkten, und sperrten sogar manchmal für uns ab, wenn wir zum Frühstück holen in die einzige nennenswerte Kreuzung des Ortes einfuhren. Nur einmal hatte man uns angehalten; und zwar zu einer rein technischen Plauderei in gebrochenem Englisch, und mit viel Gelächter.
Zu viel Vorgeplänkel für eine erotische Geschichte? Vielleicht. Aber Erotik ist keine Pornographie. Hier kommt es einfach auf die Stimmung an. Und in diesen Sommernächten fand gewiß stündlich irgendwo am Strand oder in den Pensionsbetten, genau das statt, dessen reine Beschreibung man wohl als Pornographie bezeichnen würde.
Kommen wir nun zur Erotik...
Die „Viererbande“ hatte ihr Gespann direkt unter dem wachsamen Auge des Verkehrspolizisten, unter der ersten Laterne am Ortseingang geparkt. Ein Gemisch von Gebratenem, Badeöl und süßem Parfüm lag in der Luft. Die süße Blonde, die mit den langen Beinen und den hübschen, kleinen Brüsten, schlenderte wie fast täglich, im kurzen Geblümten, mit ihrem Einkaufsnetz von Laden zu laden. Sie besaß eine liebenswerte Hochnäsigkeit, und einen göttlichen Hintern dazu. Nachts kellnerte sie in unserer Lieblingskneipe, und wußte wohl, wie wir betrunken aussahen.
Zunächst gingen wir herunter zum kleinen Strand. Hier gab es eine Touristenbude, wo man wunderbare Hamburger essen konnte. Die hießen anders, hatten ein knackiges Brötchen, und die Einlage war aus echtem Fleisch. Andere mag ich gar nicht. Dazu gab es Bier, das auch den Namen verdiente.
Inzwischen war es dunkel. Gesättigt ging es in die Strandbar. Eine rustikale, großzügige Bretterbude mit Aussicht aufs Meer. Da saß Jana Wunderlich (ihren Namen habe ich frei erfunden, fand ihn aber passend). Sie war ne recht hübsche Landsmännin, mit schwarzen Haaren und stets verklärtem Blick. Vermute, sie hatte ein recht intimes Verhältnis mit einem schwarzen Afghanen. ...Sandalentouristin mit schönen Knien und festen Unterschenkeln. Auch sehr hübsche Füße und Schultern, aber mehr gab es von ihr nie zu sehen. Sie saß da, stellvertretend für eine ganze Generation von coolen akademischen Rühr-mich-nicht-ans. Gewiss wünschte sie sich nichts sehnlicher, als dass sie jemand anrührte. Doch gleichzeitig wachte ein zickiger Dämon über sie; hielt sie vielleicht sogar gefangen, und wollte erst besiegt werden. Das war eine zu anstrengende Urlaubsbeschäftigung... Außer ihr, und den gut gelaunten Einheimischen, saßen da noch mindestens sechzehn Vertreterinnen ihrer Zunft auf die Tische verteilt. Die meisten sogar in männlicher Begleitung, aber weit weniger hübsch. Die armen Kerle...




Na ja, wir waren ja auch arme Kerle; …aber wenigstens unter Freunden, und auf der Jagd...
Plötzlich war die Luft von einem tiefen Grollen erfüllt. Man konnte sie nicht sehen, aber der Klang war einfach unverkennbar. Eine alte Triumph Bonneville donnerte auf den Dorfplatz. Manch einer merkte auf. Das Donnern nahm Kurs auf die „Große Bahnhofsbar“. Hier gab es keine Bahnstrecke. Wie sie wirklich hieß, habe ich längst vergessen. Aber sie war wirklich hallenartig groß; hatte ein bahnhofshallenartiges Echo, eine riesige Fensterfront, und irgendwie mächtig Atmosphäre.
Der fossile Motor verfiel in schnaufendes Standgas. Etwa drei Minuten Später spie das Ungetüm erneut Feuer. Es entfernte sich über die Uferstraße von Bar zu Bar, …verstummte, startete, u.s.w.
Dann kehrte das Monster zurück; donnerte endlich direkt vor unserer Strandbude. Plötzlich wurde es ganz still im Raum. Scheins vermuteten alle, ein blutrünstiger Pistolero würde von Kneipe zu Kneipe ziehen, um alle Zecher zu erlegen. Doch es kam anders…
Higheels klackerten auf den hölzernen Treppenstufen. Die Tür sprang auf, und eine traumhaft schöne Göttin torkelte in knallengem Minikleid, leicht angetrunken in den Schankraum. Man hätte eine Stecknadel zu Boden fallen hören. Der feuerrote Stretch war nicht einmal superkurz. Er verhüllte noch den halben Oberschenkel, legte sich aber so verführerisch um die Konturen dieses langbeinigen Kurvenweibes, dass sie selbst splitternackt, nicht nackter hätte wirken können. Eine schwarze Lockenmähne rollte über den freien Rücken der Erscheinung. Wahrlich, ...ein schöner Rücken kann entzücken... Seine sonnenverwöhnte Nacktheit endete erst im spitzen V zwischen den nahezu verrucht betonten Hinterbacken der fleischlichen Statue. Jeder Schritt brachte Bewegung in die prall ausladenden Hintermuskeln. Auch die Muskeln der schlanken Luxusbeine erzählten bei jedem Schritt feuchte Geschichten. Die Schöne war sich dessen sicher.
Das war keine Alkoholikerin auf Zechtour. Gewiß war sie eine örtliche Größe. Vielleicht Schauspielerin in Barcelona? ...Tänzerin war wahrscheinlicher. Jede Bewegung erzählte mir auch ohne Worte, was sich hier abspielte:
Sie hatte eine Wette verloren. Jetzt zahlte die stolze Spanierin ihre Schulden: Ein Glas Tequilla in jeder Kneipe des Ortes. Sie war schon stark angeschossen. Trotz der enormen Körperbeherrschung, …die hohen Absätze wurden zum Problem. Gern hätte ich ihr aus den Schuhen geholfen. Vor meinem geistigen Auge schleckte ich mich bereits an ihrer Wade empor… Aber sie schaffte es noch aus eigener Kraft. Und noch immer mit einer unglaublichen Eleganz. Noch nie zuvor habe ich eine Frau gesehen, die sich so elegant die Schuhe ausziehen konnte. Doch dankbar nahm sie darauf den Barhocker zur Stütze, und parkte die Stilettos auf dem Tresen.
Der Wirt grinste über die volle Breite seiner nikotingelben Zähne. Ich beneidete seine Aussichtsposition. Der rote Stoff saß wie eine zweite Haut. Man konnte ihren Bauchnabel deutlich erkennen; und natürlich auch die Brüste. Die stolzen Knospen saßen wie zwei pralle Kirschen auf den großzügigen Halbkugeln. Genau dort, wo auch jeder Bildhauer sie platziert hätte. Eigentlich stehe ich ja auf kleinere. Aber das waren wirklich vorbildliche Melonen...
Kein Mann im Raum, aber auch nicht ein einziges weibliches Wesen, konnte dem Anblick widerstehen. Diese Sarazenenklinge hypnotisierte uns gleichermaßen mit ihren geschmeidigen Bewegungen, und den scharfen Formen. Salz rieselte auf ihren zierlichen Handrücken. Goldene Reifen klimperten an den Gelenken. Der verrucht breite Mund öffnete sich minutiös. Eine verboten lange Zunge fuhr über das würzige Kristall auf der goldbraunen Haut. Der Machowirt reichte ihr ein randvolles Glas, und grinste schadenfroh. Darauf biss sie in die angebotene Zitronenscheibe, und goss das scharfe Getränk hinterher. Aber die schwarzäugige Südländerin verzog keine Miene…
Würdevoll, jetzt barfüßig, stemmte sie sich vom Tresen hoch. Da war eine leichte Unsicherheit in den bildschönen Beinen. Ihre Schuhe griff sie bei den Riemen, und warf sie lässig, wenn auch leicht schwankend, über die Schulter. Ein vorletzter Blick war mir vergönnt. Er ruhte auf einem vollendeten Wahnsinnshintern, und saugte sich in verführerische Kniekehlen. Auf dem Vorplatz belebte sich ein grollender Motor. Durch die Seitenscheibe gelang mir ein letzter Blick. Die Luxusbeine klammerten sich um einen kahlköpfigen Mittvierziger. Der satte Busen war fest in seinen Rücken geschmiegt. Wie ich ihn beneidete. Das Motorrad schoss davon. Nun würden sie die andere Seite der Ortschaft abgrasen. Die Schöne tat mir ehrlich leid. Auch hier gab es noch manche Kneipe. Am nächsten Morgen würde sie wohl schreckliche Schmerzen unter der Lockenmähne leiden. Gewiß würde der Glatzkopf sie trösten. Er sah nicht unfreundlich aus, aber dennoch wie ein stolzer Wettsieger...
...Zeitloch...
...Die Tür fiel hörbar ins Schloß. Schlagartig war der Geräuschpegel wieder hochgeschnellt.
„Ne,…ne,…neee“, ...grinste Christian, Marco schloß den Mund. Jörg hob sein Glas, und grinste still in sich hinein. Wer weiß, was er gesehen hat?
Ich warf meinen Blick in die Runde.
Mißgünstige Weiber zerrissen sich die Mäuler. ...Betretene Männer starrten auf ihre Birkenstocksandalen. Die Einheimischen wurden gleich drei Gänge fröhlicher. Sie lachten, …und ich konnte mir vorstellen, dass sie nicht über die stolze Schöne lachten…
Nur Fräulein Wunderlich lächelte gewohnt entrückt; ...nein, sogar noch etwas entrückter. Scheinbar hatte sie den Schalter ihres Zauberstabes gefunden. Sie war in diesem Augenblick das einzige, neidfreie Weibchen im Saal. Eigentlich fand ich sie sehr niedlich. Aber zwecklos… Ihr Sinnen kreiste im Augenblick genau um dieselben Konturen, die auch das Meine gerade so tief beschäftigten...

Es war wohl schon tiefste Nacht, als der Scheinwerfer unseres feuerroten Mopedgespanns aufflackerte. O…wie beschissen das Ding manchmal ansprang…
Über enge Serpentinenstraßen, sägte sich das gequälte Motörchen in Richtung des geparkten Blechhotels. Auch wir hatten noch manche Musikkneipe durchforstet, um das schnelle Glück zu jagen. …Nun, in dieser Nacht hat es keiner von uns gefunden. Aber wir hatten trotzdem unseren Spaß...Und morgens konnte sich unser Schädel gewiss mit dem der Wetterin messen…
Zwei Tage später starteten wir den Busmotor, und brachen zum Strandurlaub nach Rosas auf. Weniger Landschaft, weniger Fischerromantik, aber viel mehr Sandstrand, und prall gefüllte Hotelburgen. Friseusen zeigen auch ganz gern Haut, und sind auch sonst deutlich unkomplizierter...

In Erinnerung an Jörg


__________________
p.Hu.

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