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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Erotische Zweitbeziehung gesucht (Teil 2)
Eingestellt am 28. 10. 2003 15:45


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farbe
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- Die (unerotische) Fortsetzung der Story vom 22.10.03 -


Ich will ihm kurz mein zu Hause, die R├Ąume zeigen, in denen wir unser Begehren ausleben und einander hingeben werden. Er wird mich nach Hause fahren, noch einen Kaffee bei mir trinken. Mehr nicht! Denn wir wollen unsere Lieben auskosten, und daf├╝r ist heute nicht mehr gen├╝gend Zeit.

Ich kenne den sich weich anf├╝hlenden Stoff seines Anzuges, die elegante Sicherheit seiner Bewegungen, seine Ausdrucksweise, die sich dadurch auftuende gute Bildung, gerade in seinen einfachen Gedanken und Worten. Auch wei├č ich inzwischen um seinen beruflichen Wirkungskreis. Und erstmals entspringt meinem Kopf: Welches Auto f├Ąhrt er? Ich r├╝ge mich um diese Frage, diskutiere kurz mit mir, komme zu dem Schluss, dass mir der Stil, den ein Mann lebt, wichtig ist; er macht ihn in seiner Ausstrahlung aus, seiner Anziehungskraft f├╝r mich. Auf dem Parkplatz gehen wir vorbei an der ganzen Palette von Attributen, und er ├Âffnet mir, bereits im D├Ąmmerlicht, die T├╝r seines dunklen Jaguars. Wei├če Ledersitze, Gro├čz├╝gigkeit, elit├Ąres Wohlf├╝hlen. Passt, denke ich, wenn es auch wie im Film ist.

Die Dramaturgie geht setzt sich fort.
Sein Fahrstil ist ausgewogen, ohne Hast passt er sich dem Stra├čenverkehr an. Trotzdem versp├╝re ich eine Unruhe, die von ihm ausgeht. Ich denke daran, dass zu Hause eine Frau auf ihn wartet, er sich durch unsere ├╝berraschenden Aktionen auf dem H├╝gel sicherlich versp├Ąteten wird. Sichtlich fahrig ruft er seine Handyinformationen ab. Der gleiche Mensch, aber mit anderer Ausstrahlung. Ich ziehe meine Hand zur├╝ck. Er bemerkt es, entschuldigt sich f├╝r seine Unaufmerksamkeit mir gegen├╝ber, er habe immer noch nicht die Spitzfindigkeiten dieses Dings ganz heraus, und er hat eine dringende Nachricht erhalten. Ich lasse ihm die Zeit, die er daf├╝r braucht, dirigiere ihn sparsam durch die wenigen Stra├čen zu meinem Haus, und schon sind wir angelangt.





Er m├Âchte zuerst vom Auto aus ein wichtiges Telefonat erledigen, w├╝nscht sich, dass ich schon vor gehe, er wird nachkommen. Auf mein Angebot, diesen Anruf in Ruhe von meiner Terrasse aus zu erledigen, geht er nicht ein. Also bereite ich schon einmal einen Espresso vor, schminke mich auf die Schnelle etwas nach, werfe einen kurzen Blick durch die R├Ąume. Es ist alles so, wie ich es ihm zeigen will.
Er klingelt, obwohl ich die Haust├╝re nur angelehnt habe. Und er wirkt derma├čen verst├Ârt, dass ich mit gro├čen Augen frage, ob etwas geschehen sei. Ja, sagt er, es ist etwas sehr Schlimmes geschehen (ich denke ÔÇ×Tod der Mutter! ÔÇť), meine Frau hat alles mitgeh├Ârt. Unverst├Ąndlich und gleichzeitig entsetzt stelle ich ein gro├čes Was??! in den Raum. Angespannt und suchend nach einen Wie-Konnte-Das-Geschehen l├Ąuft er in der Halle hin und her. In seinem Gesicht, durch seine Geb├Ąrden, seine innere Aufruhr sp├╝re ich die gro├če Angst in ihm. Verzweiflung, gleichzeitig das schnelle Arbeiten von Bauch und Kopf. Ich hole erst einmal ein Wasser, gie├če ihm ein. Er trinkt nur einen Schluck, fragt mich nach einem Internetzugang im Haus, er m├╝sse alle l├Âschen, was seine Anzeigenaktivit├Ąten betrifft. Den habe ich zu bieten. In meinem Arbeitszimmer fahre ich den PC hoch, lasse ich ihn alleine, h├Âre, wie er telefoniert, mit dem Provider und auch mit ihr. Erkl├Ąrungen, Behauptungen, Beruhigungen flie├čen durch den ├äther.

Im Schlafzimmer, auf meinem Bett sitze ich. Ich komme mir alleingelassen vor, eine seltsame Ruhe breitet sich in mir aus, obwohl ich denke: Werden wir jemals hier liegen? Ist es zu Ende, jetzt schon? Nach langen Minuten tritt er ein und erkl├Ąrt, er habe wohl, w├Ąhrend wir im intensiven Gespr├Ąch am Tisch des Gartenlokales sa├čen, versehentlich sein Handy aktiviert, und durch irgend einen dummen Zufall ist eine Verbindung zu seinem Homeoffice entstanden. Seine Frau habe lange mitgeh├Ârt, ihm Details aus unserem sehr intimen Gespr├Ąch wiedergegeben. Er wei├č nicht, wie lange sie unser Zusammensein angeh├Ârt hat, sie habe irgendwann ausgeschaltet, ist am Durchdrehen, er m├╝sse sofort nach Hause.

Ich begleite ihn nach unten. Wir schauen uns f├╝r einige Sekunden ins Gesicht. Ernst sind wir. Das starke Hochgef├╝hl des Miteinanders ist verschwunden, macht Platz f├╝r das stille Wissen darum, dass wir uns nicht mehr sehen d├╝rfen, zumindest f├╝r eine sehr lange Zeit nicht. Nach einer z├Ąrtlichen Umarmung zum Abschied ist uns beiden nicht mehr.

Das Bild einer platzenden Seifenblase entsteht in mir, nachdem ich die T├╝re hinter ihm schlie├če.

Zwei Tage sp├Ąter ruft er mich an, vom Flughafen aus. Er will seine Beziehung in Ordnung bringen. Wir werden uns nicht mehr wieder sehen.

Aus der Seifenblase machte ich mir mit der Zeit einen warmen Sommerregen.

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caruso
Guest
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Ver├Ąppelung?

Liebe farbe,

sehr fl├╝ssig und real geschrieben.

Was empfindet "Frau" danach?

Leere?

Oder Ver├Ąppelung?

Manchesmal - nach solchen Erlebnissen - h├Ârt man den Wind lauter s├Ąuseln als sonst aber w├Ąhren die Bl├Ątter im Winde flattern beginnt ein neuer Tag.........!

LG caruso

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farbe
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ich schrieb doch ...

"eine seltsame Ruhe breitet sich (in mir) aus ..."

Gru├č aus der Stadt der T├╝rme,
farbe
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B.Wahr
???
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Die Ruhe vor dem Sturm?

Liebe farbe,

ob echt, halbecht oder ganz erfunden. Ich finde, Du hast diese Erotik-Story gut r├╝bergebracht.

Erhaben, unpeinlich und doch fast nachvollziehbar.
Nat├╝rlich lese ich "sowas" normalerweise" nie!

Schreib DU nur weiter!

LG
B.Wahr
__________________
Auch Schweigen kann Vielsagend sein!

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farbe
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mercie

liebe/r b.wahr!
Als Erotik-Story kann man diesen 2. Teil ja kaum bezeichnen (falls man den 1. nicht kennt).

Gute Nacht!
farbe
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farbe
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Liebe/r b.wahr,
jetzt interessiert mich aber doch noch, was Du mit dem "fast" meinst. Was ist nicht nachvollziehbar?
Danke,
farbe
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