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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Erotisches
Eingestellt am 25. 06. 2004 09:10


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Heike Wulf
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2004

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Tabu

Er geht gerade aus dem Haus. Ich ziehe die Gardinen wieder zur├╝ck.
Fast jeden Tag sehe ich ihn. Er sieht gut aus. Viel zu gut. Und er wei├č es. Mit jeder Faser seines K├Ârpers zeigt er es uns. Er ist verheiratet, nat├╝rlich. Solche M├Ąnner sind nicht lange auf dem Markt. Ich stehe auch nicht mehr zum Verkauf. Zumindest im Moment nicht. Eigentlich habe ich es ganz gut getroffen. Er liebt mich. Verg├Âttert mich fast. Er verdient gutes Geld. Ohne dem w├╝rden wir nicht in dieser sch├Ânen Neubau-Wohngegend wohnen. Wir fahren zwei mal im Jahr im Urlaub. Ich brauche nur halbtags arbeiten zu gehen. Ich zeige damit meinen guten Willen, auch etwas dabei zu tun und nicht nur Zuhause rum zu sitzen. Au├čerdem habe ich dadurch eine gute Entschuldigung f├╝r unsere Putzfrau. Schlie├člich kann ich ja nicht alles machen. Nachmittags k├╝mmere ich mich um mich. Fris├Âr, Kosmetik, Sport und Manik├╝re sind meine Hauptausflugsziele. Schlie├člich will ich ja gut aussehen. Nicht nur f├╝r meinen Mann, obwohl er es wahrscheinlich kaum bemerkt. Der Arme muss viel arbeiten. Und oft, wenn er sp├Ąt abends nach Hause kommt, legt er sich auf die Couch, trinkt einen Whisky und schl├Ąft rasch ein. Ich finde das in Ordnung. Mir macht das nichts aus. Schon lange nicht mehr. Das ist mir lieber, als wenn er mich mit seiner Arbeit nervt: Hoch- und Tiefbau. Es ist so ernorm langweilig, dass ich ├╝ber jeden Abend froh bin, an dem er mich verschont. Er kennt nichts anderes mehr.




Die Langeweile hat von ihm Besitz ergriffen. Ich wei├č nicht genau wann. Er ist nicht einen Tag wach geworden und war langweilig. Das kam so p├ a p├Â. Manchmal im Urlaub, nach ein paar Tagen, da kommt der junge Kerl zum Vorschein, den ich mal geliebt habe. Dieser unnachahmliche Humor, dieses Blitzen in den Augen. Aber es h├Ąlt nicht lang.
Unser Leben ist friedlich. Ich habe das, was ich mir immer gew├╝nscht habe: Geld, ein Haus, gesellschaftliches Ansehen, einen lieben treuen Ehemann.
Es klingelt. Ob der Postbote schon kommt? Ich ├Âffne die T├╝r und er steht vor mir. Nicht der Postbote, nein, er. Unser Nachbar. Er fragt mich etwas. Aber was? Er wiederholt es: „Guten Morgen, Frau Nachbarin. Ich wollte nur fragen, ob Sie eine Zeitung bekommen haben. Wir haben jetzt schon zwei Tage hintereinander keine erhalten.“
„Nein.“ rief ich ├╝bertrieben entsetzt. Warum kann ich nicht sagen. Auch die n├Ąchsten Worte kamen eindeutig nicht von mir. Ich mache so etwas nicht. So was ist tabu. „Kommen Sie rein und lesen sie doch unsere. Mein Mann ist bereits im B├╝ro.“
Er stutzt einen kurzen Moment. Dann blickt er sich um, kommt herein und schlie├čt die T├╝r hinter sich. Stellt seinen Koffer an die Seite und zieht meinen Morgenmantel aus. Er k├╝sst meinen Hals, meinen Busen, kniete sich vor mich zieht mir den Schl├╝pfer aus, ganz langsam. Dann sp├╝re ich seine Finger. ├ťberall. Kurze Zeit sp├Ąter liegen wir auf der Couch. Er dringt in mcih ein. Es ist animalisch. Galaktisch.
Hier jetzt und heute wei├č ich, ich gehe. Wenn nicht mit ihm, dann mit einem anderen oder auch nicht, oder allein. Ganz egal. Ich werde gehen. Ich werde mich nicht mehr daf├╝r bezahlen lassen, das ich da war.



Ich w├╝rde diesen sch├Ânen K├Ąfig der Ruhe und des Friedens verlassen und in den Krieg ziehen.

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freifrau von l├Âwe
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2004

Werke: 47
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bonjour heike wulf

deine geschichte ist an sich nicht schlecht, den letzten satz ganz unten nach dem gro├čen absatz w├╝rd ich aber rausnehmen, er passt ├╝berhaupt nicht zum rest der geschichte. du hast kurze pr├Ągnante s├Ątze verwandt - gut.

du hast dieses gute, satte und doch langweiige ganz gut r├╝ber gebracht, die eigentliche erotische szene h├Ątte ich schon etwas detaillierter geschildert und auch, was frau dabei empfand. so kommt die dynamik der geschichte etwas seltsam: man wird so zwischen tristem alltag und oberfl├Ąchlicher zufriedenheit hin und her geschaukelt, und das erotische wird am schluss in einem absatz im schnellverfahren abgehandelt. da bin ich dann als leser entt├Ąuscht.

├╝ber ein paar fehlerchen bin ich noch gestolpert:
Ohne dem (dies oder es, wenn ├╝brhaupt, aber der satz ist recht ungl├╝cklich) w├╝rden wir nicht in dieser sch├Ânen Neubau-Wohngegend wohnen.
vorschlag ==> verkn├╝pfung mit dem nachfolgenden satz:
Wir fahren zwei mal im Jahr im Urlaub und wohnen in einer dieser sch├Ânen Neubau-Gegenden... (die au├čerhalb der Stadt liegen...)

Er ist nicht einen Tag wach geworden und war langweilig.
Hier finde ich geschickter:
Er wurde nicht eines Tages einfach wach und war langweilig.

sorry, aber das wort "Schl├╝pfer" kommt in einer erotischen Geschichte nicht grad sehr erotisch r├╝ber. Slip vielleicht?

Er dringt in mcih mich ein.

Galaktisch.
Was genau darf ich mir darunter vorstellen? *kopfkratz*

der schluss, dass zu dich bezahlten l├Ąsst ist ziemlich gut. letzten satz unbedingt eliminieren. in der mitte fehlt mir wie gesagt noch was.

__________________
Freifrau von L├Âwe

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Betty Blue
Guest
Registriert: Not Yet

Sorry, aber....

Hallo Heike

(da ich keine gute Bewertung abgegeben habe, m├Âchte ich auch begr├╝nden, warum ich das tat)

Sorry, aber ich frage mich, wo in dieser Story die Erotik ist...ich kann sie beim besten Willen nirgends entdecken.

Dieser Geschichte von der gelangweilten "Neubausiedlungs-halbtagsarbeitenden-unzufriedenen" Ehefrau, die ihren Ehemann verl├Ąsst, nur weil sie einmal von einem (vielleicht) gutaussehendem, aber v├Âllig unf├Ąhigem Don Juan gef.... wurde, kann ich ├╝berhaupt nichts abgewinnen.

Es ist keine Spannung da, es gibt keine H├Âhen und Tiefen, keine echten Emotionen....und vor allem, keine Erotik.

Nimms mir nicht ├╝bel, aber diesen Text w├╝rde ich an deiner Stelle eher in der Schreibwerkstatt unterbringen.
Vielleicht gibt es ja den Einen oder Anderen, der einen Tipp f├╝r dich h├Ątte, wie du das Ganze ein wenig aufp├Ąppeln k├Ânntest.

Mir ist klar, dass ich mich jetzt nicht gerade bei dir beliebt gemacht habe, aber ich denke, konstruktive Kritik bringt einen weiter.

Also, nichts f├╝r ungut und einen sch├Ânen Abend w├╝nscht dir

Betty Blue





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strolch
???
Registriert: Jan 2004

Werke: 14
Kommentare: 539
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ja also

die geschichte hat schon was und wenn man freifraus hinweise beachten - ist schon mal ok.
aber erotik, nicht unbedingt.

denn die aussage ist doch eher, im goldenk├Ąfig leben... nein lieber ins pralle leben.

lg brigitte
__________________
"Ich will nicht, da├č Frauen Macht ├╝ber die M├Ąnner, sondern ├╝ber sich selbst erlangen."(Mary Wollstonecraft)

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Mumpf Lunse
Routinierter Autor
Registriert: May 2004

Werke: 11
Kommentare: 387
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hallo heike,

es ist erotisch! und es besticht durch die lakonische k├╝rze,
ich w├╝rde (ausser fehlern) nichts ver├Ąndern.

quote:
Ohne dem w├╝rden wir nicht in dieser sch├Ânen Neubau-Wohngegend wohnen.
- selbst das w├╝rde ich lassen. es passt einfach auch wenns nicht korrekt ist. wir schreiben ja nicht an einer fortsetzung des dudens.
ich verstehe sehr gut was du schreibst: schnell, animalisch, "galaktisch", das erwachen nach jahren der abstinenz.- "Schl├╝pfer" scheint mir genau das richtige Wort: bodenst├Ąndig und pr├Ązise. (typisch mann? nein nein!)
quote:
Wenn nicht mit ihm, dann mit einem anderen oder auch nicht, oder allein.
ein sch├Âner satz

viele gr├╝├če gunter
__________________
┬ę by Mumpf Lunse
Schreiben ist etwas ├╝berraschendes

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