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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Erotisches Improtheater absurd
Eingestellt am 18. 07. 2015 11:49


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Susi M. Paul
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Oct 2013

Werke: 21
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Erotisches Improtheater absurd

Die BĂŒhne ist in Halbdunkel gehĂŒllt. Vorne links erleuchtet ein greller Spot einen einfachen Holztisch. Darauf zwei brennende Kerzen, ein paar Blumen in einer Vase, eine rosa Gummimuschi und ein lila Glasdildo. Im Hintergrund sind mit MĂŒhe zwei StĂŒhle erkennbar. Ein Mann in hellem T-Shirt und engen Shorts tritt auf und setzt sich wortlos auf einen der StĂŒhle. Gleich darauf kommt eine Frau, mit T-Shirt und einem kurzen, weißen Rock bekleidet. Sie geht nach vorne, schaut sich den Tisch mit den Utensilien an, wendet sich nach hinten und setzt sich dem Mann gegenĂŒber.
Sie - Kennen wir uns?
Er - Ich glaube nicht. Sollten wir?
Sie - Ich weiß es nicht.
Er - Was machen wir hier?
Sie - Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, wir sollen spielen.
Er - Was sollen wir spielen?
Sie - Ich weiß es nicht.
Er - Du weiß nicht viel.
Sie - Das ist richtig. Du aber auch nicht.
Er - Das ist richtig.
Sie - Es sieht so aus, als ob wir jetzt einige Zeit miteinander verbringen wĂŒrden.
Er - Dann werden wir uns bestimmt nÀher kennenlernen.
Sie - Bei diesem Licht sehen uns die Zuschauer gar nicht richtig.
Er - Dann sollten wir uns vorstellen. FĂ€ngst du an?
Sie - Du bist das, was unter uns Frauen als ein schöner Mann gilt. Ich wĂŒrde fast so weit gehen zu sagen, als ein attraktiver und erotisch anziehender Mann. Mittelgroß. Schlank. Kurze, braune Haare. Dreitagesbart. Behaarte, starke Beine. Unter dem T-Shirt zeichnet sich ein durchtrainierter Körper ab. Als ob du eine Tanzausbildung durchlaufen hĂ€ttest. Die Shorts liegen eng an. Lassen erahnen, was sie verbergen.
Er - Du bist das, was MĂ€nner gemeinhin eine schöne Frau nennen. Um nicht eine derbere und ins Sexuelle abdriftende Bezeichnung zu wĂ€hlen. Mittellanges, dunkelblondes Haar. Sanfte GesichtszĂŒge. Deine BrĂŒste sind klein, aber fest. Die Warzen zeichnen sich deutlich unter dem T-Shirt ab. Schlanker und drahtiger Körper. Als ob du viel tanzen wĂŒrdest. Der Rock verdeckt gerade noch, was er verdecken soll. Die Schenkel sind muskulös. Du hast sie leicht geöffnet, ohne dass es bereits obszön wirken wĂŒrde.
Sie - Was wĂ€re eine derbere Bezeichnung fĂŒr schön?
Er - Rattenscharf. Affengeil.
Sie - Reichlich tierisch, finde ich.
Er - Du hast recht. Deshalb habe ich mich zurĂŒckgehalten.
Sie - Das ehrt dich. Hast du Vorgaben fĂŒr das StĂŒck bekommen?
Er - Selbst wenn, dĂŒrfte ich es dir wahrscheinlich nicht sagen. Und du?
Sie - Mir sagte man, es wĂŒrde sich von selbst entwickeln. Ich solle mich der Eigendynamik stellen.
Er - Ein schöner Mann und eine schöne Frau sitzen sich gegenĂŒber. Welche Entwicklung wird erwartet? Worauf hoffen die Zuschauer? Wohin fĂŒhrt uns die Dynamik?
Sie - Ob die Hoffnungen und Erwartungen sich darauf stĂŒtzen, dass wir ein Mann und eine Frau sind?
Er - Wie meinst du das?
Sie - Du wirst es erahnen, da du meine BrĂŒste im Auge behĂ€ltst. Versuchst, meine halb geöffneten Schenkel zu ergrĂŒnden.
Er - Ich erahne es, da sich dein Blick auf meine Shorts richtet. Da du versuchst, jede Bewegung darin zu verfolgen.
Sie - Ist dies bereits die erwartete Dynamik?
Er - Die dynamische Spannung, die sich zwischen Mann und Frau aufzutun pflegt?
Sie - Indem ich meine Schenkel etwas weiter spreize, so dass du, bei besserem Licht, tiefere Einblicke bekÀmst?
Er - Indem ich die schĂŒtzende Hand von meinem Schoß wegziehe, so dass du selbst bei diesem Licht eine gewisse Wölbung erkennen kannst?
Sie - Warst du an der Auswahl der Requisiten beteiligt?
Er - Nein. Und du?
Sie - Nein. Wollen wir sie betrachten?
Sie stehen auf, fassen sich an der Hand und schreiten auf den Tisch zu, ins Licht.
Er - Ein Altar zu Ehren von Gott Phallus.
Sie - Und zu Ehren von Göttin Vulva.
Er - GefÀllt dir diese Vulva?
Sie - Ein ausnehmend scheußliches Exemplar. Ein geschmackloses Gummiding zum Abspritzen. Ohne jegliche Ă€sthetische Sorgfalt produziert. Welch eine Beleidigung fĂŒr die Augen und fĂŒr uns Frauen!
Er - GefĂ€llt dir eine Vulva in ihrer natĂŒrlichen Umgebung. Deine Vulva, um ein Beispiel zu nehmen.
Sie - Ein wahres Gesamtkunstwerk fĂŒr alle Sinne. FĂŒr mich, die ich sie tragen und spĂŒren darf. FĂŒr den, der sie betrachten, erspĂŒren und erfahren darf. Könnte es etwas Schöneres geben?
Er - Ich weiß es nicht. Ich kenne sie nicht.
Sie - GefÀllt dir der Phallus?
Er - Er ist schön geformt. GlĂ€sern durchscheinend. Das Farbenspiel im Licht ist entzĂŒckend. Die Auswahl des Materials verrĂ€t Geschmack. Die Verantwortlichen fĂŒr die Requisiten haben die mĂ€nnlichen Attribute bevorzugt. Doch ist er kalt und starr.
Sie - GefÀllt dir dein Phallus?
Er - Ich trage ihn mit Stolz. Ist er nicht alleine dadurch schön, dass er sich warm und kraftvoll zu erheben vermag? Dass er Freude fĂŒr mich verheißt und fĂŒr diejenige, die ihn zu schĂ€tzen weiß? Dass er die Dynamik der Begegnung von Mann und Frau verkörpert?
Sie - Ich weiß es nicht. Ich kenne ihn nicht.
Er - Wir werden eine lange Zeit miteinander verbringen. Vielleicht wirst du ihn kennenlernen.
Sie - Wie auch du vielleicht meine Vulva kennenlernen wirst. Lass uns zurĂŒckgehen!
Sie fassen sich an der Hand und schreiten zurĂŒck zu den StĂŒhlen. Sie setzen sich und rĂŒcken dabei unmerklich nĂ€her aneinander heran.
Sie - Was macht es mit dir, wenn du eine Vulva betrachtest? Nicht jene dort. Eine lebendige, blĂŒhende, von Begierde durchzogene Vulva.
Er - Mein Herz gerĂ€t in Wallung und schlĂ€gt gegen den Brustkorb. Mein Magen scheint sich einzuschnĂŒren. Die Bauchdecke verhĂ€rtet sich und gibt diese HĂ€rte weiter an den Penis. Der richtet sich auf. Neugierig. Wissend, dass es die Partnerin des sĂŒĂŸen Spiels ist, die ihn anspricht. Wie du sagtest, von Begierde durchzogen. Wenn die Betrachtung der aufgeblĂ€tterten Scham fortschreitet, verharrt mein Phallus in devoter Wartestellung. Ohne sein Zutun regen sich in ihm die hilfreichen Geister. Diejenigen, die Tröpfchen fĂŒr Tröpfchen den Gleitfilm nach vorne schicken, so dass er glĂ€nzend und feucht sich seiner Gastgeberin prĂ€sentieren kann.
Sie - Willst du wissen, was der Anblick eines harten, von Adern durchfurchten Phallus mit mir macht?
Er - Nichts lieber als das.
Sie - Mein Herz gerÀt in Wallung, die Atmung schwillt an, die Brustwarzen konzentrieren sich.
Er - Mehr noch, als sie dies jetzt schon tun?
Sie - Es ist, als sĂ€he ich den imaginĂ€ren Phallus vor mir, den du beschrieben hast. Daher glauben meine beiden HĂŒgelspitzen, dass sie bereits beginnen dĂŒrfen.
Er - Erlaubst du es ihnen?
Sie - Wie sollte ich es ihnen verwehren, da sie es doch sind, die den Takt angeben. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den zarten Lippen der Vulva. Diese unterlassen nichts, um sich vollzupumpen mit dem erregenden Blut, das ihnen FĂŒlle gibt. Und was soll ich sagen von meinen hilfreichen Geistern? Sie schicken nicht nur das eine oder andere Tröpfchen, sondern befeuchten den ganzen, noch gerafften, aber sich bald verzehrend geweiteten Raum in meinem Inneren. Und was will ich sprechen von dem Organ, das all das Schwellen und Begehren in sich aufzunehmen vermag? Wie ein kollabierter Phallus erscheint unsere Perle der Ekstase, doch sie punktet mit durchschlagend weiblicher StĂ€rke. Wusstest du, dass bereits die alten Griechen dies ĂŒber sie wussten: dass sie, verglichen mit der Freude des Mannes, uns die neunfach stĂ€rkere Wollust bereitet. Aber ist sie ihm auch neunfach ĂŒberlegen, so erfĂŒllt es sie doch ein jedes Mal mit wahrhaftigem VergnĂŒgen, dem aufrechten Penis zu begegnen. Freut sich darauf, ihm Einlass zu gewĂ€hren in ihr Reich.
Er - Darf ich dir eine indiskrete Frage stellen?
Sie - Aber selbstverstÀndlich. Das scheint man geradezu von uns zu erwarten.
Er - Als du dein KostĂŒm anziehen wolltest, hast auch du genau zwei KleidungsstĂŒcke vorgefunden?




Sie - Das T-Shirt und den Rock. Ich ahne, worauf du hinaus willst. Auf meine Nacktheit. Und du hast recht. Die UnterwÀsche wurde mir verweigert. Ich fragte nach dem Grund, bekam aber keine Antwort.
Er - Mir ging es genauso. Was sollen wir tun? Ist dies Teil des StĂŒcks? Wie gehst du damit um?
Sie - Mit meiner Nacktheit? Nun, das DĂ€mmerlicht und die Entfernung schĂŒtzen mich vor den allzu bedrĂ€ngenden Blicken der Zuschauer. Nur deinem lĂŒsternen SpĂ€hen bin ich ausgesetzt.
Er - Stört es dich?
Sie - Bin ich nicht immer einem SpÀhen ausgesetzt?
Er - So wie ich dem deinen. Und indirekt dem, was du von dem Geschauten verrĂ€tst, um die Erwartungen der Zuschauer zu erfĂŒllen.
Sie - Ich soll preisgeben, was ich von deiner Nacktheit sehe?
Er - Und ich, was du mir von deiner Nacktheit preisgibst. Sind wir nicht deswegen hier?
Sie - Ich weiß es nicht. Hat man mit dir die Erwartungen an uns abgeklĂ€rt? Wollen die Zuschauer genau dies wissen? Den Anblick unserer Nacktheit? Den Bericht vom Anblick unserer Nacktheit?
Er - Ich glaube, wir drehen uns im Kreis.
Sie - Ist das nicht ein Kennzeichen fĂŒr die Art von Theater, das wir hier spielen?
Er - Du hast recht.
Beide schweigen. Sie beugt sich nach vorne.
Sie - DĂŒrfte ich ihn einmal betrachten?
Er - Wen?
Sie - Deinen Schwanz.
Er - Welch ein Wort!
Sie - Es gibt Situationen, da muss Sprache griffig werden. Darf ich?
Er - Warum?
Sie - Du hast mich neugierig gemacht.
Er - Auf was?
Sie - Ich weiß es nicht. Einfach so. Es muss etwas geschehen. Wir können nicht nur warten, dass die Zeit ablĂ€uft. Das wĂ€re absurd. Die Zuschauer wĂŒrden sich beschweren.
Er - Du hast vielleicht recht. Obwohl alles absurd ist.
Sie - Trotzdem ist es spannend fĂŒr uns, fĂŒr mich.
Er - Du hast vielleicht recht. Und da du es möchtest. Und ich stolz auf ihn bin. Warte!
Er öffnet umstĂ€ndlich die drei Knöpfe, die den Eingriff verschließen, und holt etwas heraus. Zumindest tut er so, als ob er etwas herausholen wĂŒrde.
Sie - Er ist ja tatsÀchlich angesteift.
Er - NatĂŒrlich! Ein solches GesprĂ€ch, wie wir es gefĂŒhrt haben, geht nicht einfach so an ihm vorbei. War es fĂŒr dich etwa rein akademisch?
Sie - Dazu möchte ich jetzt nichts sagen. Oder meinst du, die Freiheit, nichts zu sagen, habe ich hier nicht?
Er - Ich bin sicher, dass keiner dich zwingen kann, vor allen Leuten konkrete Aussagen ĂŒber den Grad der Erregung zwischen deinen Beinen zu treffen. Andererseits: Wer sollte es ĂŒberprĂŒfen, wenn du etwas Beliebiges behaupten wĂŒrdest? Etwa, dass du total aufgegeilt nass seist, jetzt, da du meinen erigierten Schwanz vor Augen hast. Oder dass die Erregung noch nicht in deiner Möse angekommen sei, da du die theatertheoretischen Aspekte unseres GesprĂ€ches in den Mittelpunkt gestellt hast? Die Zuschauer hĂ€tten kein Mittel, dich der LĂŒge zu ĂŒberfĂŒhren.
Sie - Aber du.
Er - Nur, wenn du mir erlaubtest, deine Vulva zu berĂŒhren. Was ich, nebenbei gesagt, gerne tun wĂŒrde.
Sie - Das werde ich mir noch ĂŒberlegen Ich kann mir nicht vorstellen, dass man das von uns erwartet.
Er - Ich gebe zu, das wĂŒrde unser StĂŒck ziemlich nahe an die Pornographie heranrĂŒcken.
Sie - Davon war in der Tat nicht die Rede, als man mich unter Vertrag nahm.
Er - Hast du schon einmal in einem Porno mitgespielt?
Sie - Muss ich darauf antworten?
Er - Zwingen kann dich niemand, aber es interessiert mich.
Sie - Wenn ich ja sage, bin ich eine Schlampe. Wenn ich nein sage, bin ich womöglich uninteressant. Hast du schon einmal in einem Porno mitgespielt? Dein Schwanz kann sich ja, soweit ich es beurteilen kann, durchaus sehen lassen.
Er - Pornographie im eigentlichen Sinne, nein. Andererseits bin ich durchaus nicht abgeneigt, bis an gewisse Grenzen zu gehen. Was tue ich denn gerade anderes, als solche Grenzen auszuloten. Auch wenn die Zuschauer nicht sehen können, ob es tatsÀchlich mein steifer Penis ist, den ich hier in der Hand halte.
Sie - Ich könnte ihnen sagen, dass es dein Schwanz ist, der jetzt, so will es mir scheinen, zu voller GrĂ¶ĂŸe aufgerichtet ist.
Er - Ob sie es dir glauben?
Sie - Ich könnte Details hinzufĂŒgen. Dass die hochrot geschwollene Eichel von einem feuchten Film ĂŒberzogen ist. Zumindest deutet ein gewisses Glitzern darauf hin. Dass dein Hodensack reichlich behaart ist. Dass du mit deiner rechten Hand den Schaft umfasst. Meinst du, das genĂŒgt? Meinst du, ich habe sie ĂŒberzeugt, dass du wirklich deinen eigenen StĂ€nder hĂ€ltst und vor meinen Augen mit der Masturbation beginnst?
Er - Ich weiß es nicht. Wenn sie es glauben möchten, dann werden sie es glauben. Die Zweifler unter ihnen wirst du jedoch nicht ĂŒberzeugen. Sie wĂŒrden es auch nicht glauben, wenn ich aufstĂŒnde, damit sie es besser sehen könnten. Sie wĂŒrden glauben, ich hielte einen Dildo in der Hand, wĂ€hrend ich meinen Phallus klein und verschrumpelt in der Unterhose verberge.
Sie - Die Zweifler wĂŒrden mir auch nicht glauben, wenn ich schwören wĂŒrde, dass du keine Unterhose trĂ€gst.
Er - Nein, das wĂŒrden sie nicht. Denn wir spielen Theater. Was ist da ein Schwur schon wert?
Sie - Wenn ich Pornoschauspielerin wĂ€re, mĂŒsste ich mich jetzt niederknien und dich schlecken und melken.
Er - Das mĂŒsstest du. Aber die Erwartungen an eine Schauspielerin im Improvisationstheater sind anders gelagert.
Sie kniet sich vor ihm auf den Boden und tut so, als ob sie seinen Penis tief in ihren Rachen stoßen wĂŒrde.
Sie - Du hast recht. Wir spielen ein Spiel mit Erwartungen, Erwartungserwartungen und dem Durchbrechen von Erwartungen. Hat es dir gefallen?
Er - Du hast ihn doch gar nicht in den Mund genommen.
Sie - FĂŒr die Zuschauer muss es so ausgesehen haben. Woher sollen sie wissen, dass du jetzt die Wahrheit sagst. Vielleicht habe ich ihn in den Mund genommen, weil es mir, weil es uns Spaß macht. Nur damit das StĂŒck nicht als Porno verboten wird, haben wir uns darauf geeinigt zu sagen, dass nichts passiert ist, dass ich ihn nicht in den Mund genommen, dass ich ihn nicht bis in den Rachen getrieben habe.
Sie setzt sich wieder auf den Stuhl. Steht auf, dreht den Stuhl um, so dass die RĂŒckenlehne zu ihm zeigt. Sie setzt sich, leicht nach hinten geneigt, breitbeinig darauf, die Zehenspitzen noch auf dem Boden abgestĂŒtzt. Nicht zufrieden damit, hebt sie die FĂŒĂŸe hoch und grĂ€tscht die Beine, so weit sie es vermag, was angesichts ihrer Ballettausbildung sehr weit ist.
Sie - Was siehst du?
Er - Ich sehe ein Universum der LĂŒste. Die Nacktheit aller Nacktheiten. Ich sehe die UrsĂŒnde, vom Feigenblatt befreit. Daher auch befreit von der Last, SĂŒnde zu sein. Ich sehe zwei weiche, mollige DĂ€mme, die mich einladen, meine Wangen an ihnen zu reiben. Ich sehe zwei rosige SchmetterlingsflĂŒgel, die zum Flug der Begierden ansetzen. Ich sehe einen zarten Steg, der von oben kommt und der auf die Summe der fleischlichen Freuden hinlĂ€uft, auf die in Kugelform gegossene Wollust. Ich sehe das glitzernde, schlĂŒpfrige Werk der guten Geister, die seit geraumer Zeit nichts anderes tun, als den Gang der Liebesverheißung mit dem köstlichsten Balsam auszukleiden.
Sie - Bravo! Welch ein Lob der Geilheit! Aber sag, was möchtest du nun gerne tun?
Er - Welch eine Frage! Kann ich denn anderes tun, als diesem Anblick zu verfallen? Soll ich etwa den heiliger Antonius geben, der solchen VerfĂŒhrungen hartnĂ€ckig widerstand? Das kannst du von mir nicht erwarten. Oder ist es das, was man von uns erwartet? Das Spiel der Versuchung und des Widerstehens zu spielen? Bist du gar von Natur aus die Versucherin, die hier ihre eigene Rolle spielt. Ich dagegen wĂ€re das arme Schwein, das das Spiel mitspielen muss, ohne zu wissen, wohin es geht? Eines gestehe ich dir aber zu: Einerlei, ob du die Versucherin bist oder sie spielst, deine Versuchung ĂŒberzeugt.
Er lehnt sich nach vorne. Zittert auffÀllig. Stöhnt laut auf.
Sie - Aber was tust du da? Was quillt aus dir heraus? Warum lĂ€sst du Millionen von potentiellen Menschlein auf den sterilen Boden tropfen? Noch schlimmer, warum wĂ€hlst du die egoistische Variante der dynamischen Spannung zwischen Mann und Frau? Ist es das, was die Zuschauer erwarten? Vergossenen Samen. Verschossenes Pulver. Einsamen Orgasmus live? Wobei niemand sich dafĂŒr interessiert, ob er echt oder gespielt ist.
Er - Bin ich schuld daran? Wer hat mich so weit getrieben? Wer hat die Beine breit gemacht, bis die HĂŒftgelenke krachen und die Muschi klafft? Das warst doch du. Schau, was du angerichtet hast! Berichte, was du siehst! Rieche das strenge Aroma des Mannes! Schmecke, wenn du sicher sein willst, dass es kein Taschenspielertrick war! FĂŒhle, wie die HĂ€rte des Phallus schwindet!
Sie - Glaubst du, mein Zeugnis hat Gewicht? Wer hat gesehen, dass unter meinem Rock die reine Nacktheit leuchtet? Du und nur du. Wer hat gesehen, dass der nun unfruchtbare Segen dem Schlitz in deiner Eichel entsprungen ist? Ich und nur ich. Reich mir deine samennasse Hand!
Er tut es. Sie riecht daran, sie leckt daran, steht dann auf und wendet sich dem Publikum zu.
Sie - Verehrte Theaterbesucher. Hiermit bezeuge ich feierlich, dass der hier anwesende Mann soeben etwas vergossen hat. Was er vergossen hat, hat die Konsistenz, den Geruch und den Geschmack von mĂ€nnlichem Sperma. Deshalb schließe ich daraus, dass er sich ergossen und seinen Samen vergossen hat. Hat er damit eure Erwartungen erfĂŒllt?
Sie macht drei Schritte nach vorne, kehrt um, setzt sich mit geschlossenen Beinen und aufrechtem Oberkörper auf den Stuhl.
Er - Keine Reaktion.
Sie - Keinerlei Reaktion.
Er - Ein beschissenes Publikum.
Sie - Meinst du, von uns wird Publikumsbeschimpfung erwartet?
Er - Nein, ich glaube nicht. Verzeih!
Sie - Was tun wir jetzt?
Er - Ich glaube, du bist dran.
Sie - Dran? Wie?
Er - Rock hochkrempeln. Beine auseinander. Einen oder mehrere Finger in dich hineinstecken. Vielleicht die Klitoris stimulieren, damit es schneller geht.
Sie - Wie es technisch funktioniert, mir einen runterzuholen, weiß ich selbst.
Er - Dann tu es!
Sie - Warum?
Er - Um das StĂŒck voranzubringen und die Zuschauer zu unterhalten.
Sie - Wie soll ich das machen? Einen Orgasmus bekomme ich nur, wenn ich mich auf den Orgasmus konzentriere. Hier hingegen muss ich mich auf den Text konzentrieren.
Er - Es gibt keinen Text. Dies ist ein ImprovisationsstĂŒck.
Sie - Umso mehr muss ich mich auf den Text konzentrieren, den ich improvisiere.
Er - Warum benutzt du nicht die Textbausteine von Pornofilmen? „Ahhh“; „ohhh“; „uhhh“; „jaaa, das ist gut“; „ich spĂŒr schon, wies mir kommt“. Und so weiter. Dann könntest du dich auf deinen Orgasmus konzentrieren.
Sie - Ich habe noch nie in einem Porno mitgespielt. Ich mĂŒsste mich auch auf die Ahhhs und Ohhhs konzentrieren.
Er - Aha!
Sie - Was bedeutet aha?
Er - Dass du noch nie in einem Porno mitgespielt hast. Vorher wolltest du mir das nicht verraten.
Sie - Jetzt weißt du es. Also, was soll ich machen? Den Orgasmus mit Ohhhs und Ahhhs vorspielen, damit keiner ihn glaubt? Oder mich auf den Orgasmus konzentrieren? Dann dĂŒrfte ich nicht reden.
Er - Glaubst du, sie wĂŒrden dir das glauben? Dass du an deinem Orgasmus arbeitest, wĂ€hrend du nicht sprichst.
Sie - Du könntest sie in dieser Zeit ablenken und zugleich ĂŒberzeugen. Dann glauben sie es leichter.
Er - Wie denn?
Sie - Improvisiere. Dort hinten stehen die Requisiten.
Er - Brauchst du den Dildo?
Sie - Das wĂ€re nicht schlecht. Es wĂŒrde bestimmt helfen.
Er holt ihr den Dildo und nimmt ihn auf dem Weg zu ihr in den Mund. Sie rĂŒckt die StĂŒhle zurecht, so dass sie mit dem RĂŒcken zum Publikum sitzt. Das linke Bein stellt sie demonstrativ auf den zweiten Stuhl und beugt sich dann nach vorne. Sie steckt den Dildo tief in sich hinein, zumindest tut sie so, als ob sie dies tun wĂŒrde. Dann stöhnt sie auf und beginnt, mit der rechten Hand rhythmische Bewegungen auszufĂŒhren.
Er - Verehrtes Publikum! Aus GrĂŒnden des Anstands und der Moral können wir Ihnen das, was im Hintergrund der BĂŒhne gerade geschieht, nicht in voller Beleuchtung zeigen. Aber wir erklĂ€ren es anschaulich. Sehen Sie diese Kerze! Stellen Sie sich vor, es wĂ€re der glĂ€serne Dildo, der vorher hier stand und in diesem Moment in meiner Kollegin reibt. Ich fĂŒhre die Kerze jetzt in die Gummivagina ein. Ich gebe zu, dieses rosa Ding sieht scheußlich aus und fĂŒhlt sich scheußlich an. Doch lassen Sie ihre Fantasie spielen! Stellen Sie sich eine von Meisterhand gestaltete und ziselierte Vulva vor: zarte Schamlippen, einen flauschig-glitschigen Scheideneingang, sanft massierende HöhlenwĂ€nde. Und schon haben Sie eine Vorstellung von der vollendeten Muschi, die dort hinten dem Höhepunkt zustrebt. Kerze in GummiungetĂŒm analog zu Glasdildo in lebendiger Scheide. Liebe Frauen, spĂŒrt ihr schon, wie eure Höschen nass werden? Liebe MĂ€nner, ihr fragt euch sicher seit geraumer Zeit, wohin mit euren StĂ€ndern. Ich rufe euch zu: Habt Geduld! Mösen, Fotzen, Ofenlöcher, HĂ€mmer, Bohrer, Besen: Fallt nicht vorzeitig ĂŒbereinander her!
Er legt die Requisiten auf den Tisch, wendet sich um, geht nach hinten und tuschelt ihr leise ins Ohr.
Er - Dauert es noch lange?
Sie - Ahhh, gleich. Noch einen Moment.
Er wendet sich wieder um, erhebt die Stimme.
Er - Hochverehrtes Publikum! Ich rate dringend dazu, die umsitzenden Nachbarn um Erlaubnis zu bitten, bevor Sie unzĂŒchtige Handlungen jeglicher Art an sich, Ihrem Partner, Ihrer Partnerin oder den Nachbarn vornehmen. Holen Sie die Erlaubnis jetzt ein, denn gleich kann es zu spĂ€t sein.
Er wird unterbrochen durch einen lauten Aufschrei von ihr.
Sie - Komm her! Halt mich!
Ihr Ausruf geht in unverstĂ€ndliches Stammeln ĂŒber, sie verkrampft. Er stellt sich hinter sie und umarmt sie lĂ€ngere Zeit. Sie zieht den Dildo aus sich heraus. Er nimmt ihn, steckt ihn sich in den Mund, schleckt ihn ab. Dann wendet er sich um, den glĂ€sernen, lilafarbenen Phallus hochhaltend.
Er - Sehen Sie! So schnell kann es gehen, wenn die menschliche SchwĂ€che auf die ĂŒbermenschliche Begierde trifft. Der Orgasmus hat sie getroffen wir ein Blitz. Sie kann nicht sprechen noch sich bewegen. Wird sie sich jemals wieder erholen? Deshalb handeln Sie klug! MĂ€ĂŸigen Sie Ihre Triebe! Steuern Sie Ihre LĂŒste auf die rechte Bahn!
Sie - Ich habe es wirklich geschafft. Ich habe einen Orgasmus auf der BĂŒhne bkommen. Meinst du, die haben uns das abgenommen?
Er - Ich glaube, denen ist es völlig egal, ob der Orgasmus echt oder gespielt war. Solange er nur ihren Erwartungen entspricht.
Sie - Habe ich den Erwartungen entsprochen?
Er - Haben wir den Erwartungen entsprochen?
Sie - Du hast einen StÀnder, der aus deinen Shorts herausschaut.
Er - Du hast eine nasse Muschi, die noch immer vor Geilheit tropft.
Sie - Was machen die Zuschauer?
Er - Sie ficken wie wild.
Sie - Dann waren wir unser Geld wert?
Er - Sind wir jetzt Pornodarsteller?
Sie - Das weiß ich nicht.
Er - Kennen wir uns jetzt?
Sie - Du hast mich noch nicht erkannt.
Er - Gehen wir in die Garderobe?
Sie - Zum Ficken?
Er - Wozu sonst?
Sie - Gehen wir!
Er - Oder warten wir auf Anweisungen?
Sie - Du hast vielleicht recht.
Er - Vielleicht dĂŒrfen wir nicht gehen.
Sie - Vielleicht dĂŒrfen wir noch nicht ficken.
Er - Erst, wenn das StĂŒck zu Ende ist.
Sie - Woher wissen wir, dass das StĂŒck zu Ende ist?
Er - Warten wir auf Anweisungen.
Sie - Was machen wir mit meiner nassen Muschi?
Er - Was machen wir mit meinem steifen Schwanz?
Sie - Ich weiß es nicht.
Er - Ich weiß es auch nicht.

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

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Hallo Susi,

nachdem ich im zarten Alter von dreizehn Jahren mumpsgebeutelt im Bett gelegen und mir aus purer Langeweile nahezu das komplette Lebenswerk von Meister Shakespeare zur Brust genommen hatte, musste ich mich damit so ĂŒberfressen haben, dass ich mir schwor, nie wieder auf ein TheaterstĂŒck als LektĂŒre zurĂŒckzugreifen.

Und nun das hier.
Ich gebe zu, dass ich mich ziemlich lustlos deinem Text genĂ€hert habe. Dieses ewige „Er“ und „Sie“ am Zeilenanfang ließen einen ermĂŒdenden Dauerdialog mit wahrscheinlich ausgesprochen dĂŒnnem Plot befĂŒrchten.
Lange Rede – kurzer Sinn. Ich habe das wahrlich nicht gerade kurz geratene "Impro-StĂŒck" (immerhin ĂŒber 22.000 AnschlĂ€ge) gleich zweimal gelesen. Wie der anfangs vor sich hin plĂ€tschernde Dialog immer mehr Fahrt aufnimmt und zum Ende hin

quote:
Sie - Was machen die Zuschauer?
Er - Sie ficken wie wild.
Sie - Dann waren wir unser Geld wert


nicht nur das Publikum, sondern auch mich außer Rand und Band geraten ließ – das fand ich schon beeindruckend.

Am Ende war ich allerdings verdammt sauer, denn ich hatte ein schon seit langem geplantes Vorhaben gerade zum Abschluss gebracht und fast zur Veröffentlichung gefĂŒhrt.
Es handelt sich dabei um das von mir auf der Grundlage langjĂ€hriger LL-Erotik-Erfahrung entwickelte Handbuch mit dem Titel „Erotik-Texte zum Selbstbauen“, das auch absolute Schreib-Laien in die Lage versetzen soll, aus einem relativ bescheidenen Fundus von gern benutzten Wörtern, etlichen ebenfalls gern gebrauchten Standart-Formulierungen bis hin zu gĂ€ngigen Textbausteinen zu schöpfen.
Der Einband sollte dann noch vor dem Druck fĂŒr einige Tage in feinsten Klischee-Sirup eingelegt werden.

Mit immerhin dreizehn Taschenbuchseiten (Die SchriftgrĂ¶ĂŸe ist auch fĂŒr Leute mit SehschwĂ€che geeignet) glaubte ich, fast alles, was bei erotischen Texten gebraucht wird, komplett abdecken zu können.

Und dann kommst du!!!

Mit deinem völlig unkonventionellen, mitunter fast poetischen Passagen versaust du alle liebgewordenen Klischees. Ich hab da mal ein paar Beispiele:

Beschreibung der Vulva:
quote:
Ein wahres Gesamtkunstwerk fĂŒr alle Sinne. FĂŒr mich, die ich sie tragen und spĂŒren darf. FĂŒr den, der sie betrachten, erspĂŒren und erfahren darf. 
 Ich sehe ein Universum der LĂŒste. Die Nacktheit aller Nacktheiten. Ich sehe die UrsĂŒnde, vom Feigenblatt befreit. Daher auch befreit von der Last, SĂŒnde zu sein. Ich sehe zwei weiche, mollige DĂ€mme, die mich einladen, meine Wangen an ihnen zu reiben. Ich sehe zwei rosige SchmetterlingsflĂŒgel, die zum Flug der Begierden ansetzen. Ich sehe einen zarten Steg, der von oben kommt und der auf die Summe der fleischlichen Freuden hinlĂ€uft, auf die in Kugelform gegossene Wollust. Ich sehe das glitzernde, schlĂŒpfrige Werk der guten Geister, die seit geraumer Zeit nichts anderes tun, als den Gang der Liebesverheißung mit dem köstlichsten Balsam auszukleiden.


Beschreibung des Phallus:
quote:
Ich trage ihn mit Stolz. Ist er nicht alleine dadurch schön, dass er sich warm und kraftvoll zu erheben vermag? Dass er Freude fĂŒr mich verheißt und fĂŒr diejenige, die ihn zu schĂ€tzen weiß? Dass er die Dynamik der Begegnung von Mann und Frau verkörpert?


Errektion:
quote:

 Die Bauchdecke verhĂ€rtet sich und gibt diese HĂ€rte weiter an den Penis. Der richtet sich auf. Neugierig. Wissend, dass es die Partnerin des sĂŒĂŸen Spiels ist, die ihn anspricht. Wie du sagtest, von Begierde durchzogen. Wenn die Betrachtung der aufgeblĂ€tterten Scham fortschreitet, verharrt mein Phallus in devoter Wartestellung.


Erregung der Frau:
quote:
Mein Herz gerĂ€t in Wallung, die Atmung schwillt an, die Brustwarzen konzentrieren sich. 
. Gemeinsam mit ihren Freundinnen, den zarten Lippen der Vulva. Diese unterlassen nichts, um sich vollzupumpen mit dem erregenden Blut, das ihnen FĂŒlle gibt. Und was soll ich sagen von meinen hilfreichen Geistern? Sie schicken nicht nur das eine oder andere Tröpfchen, sondern befeuchten den ganzen, noch gerafften, aber sich bald verzehrend geweiteten Raum in meinem Inneren. Und was will ich sprechen von dem Organ, das all das Schwellen und Begehren in sich aufzunehmen vermag? Wie ein kollabierter Phallus erscheint unsere Perle der Ekstase,


Kommentierung des mÀnnlichen Orgasmus:
quote:
Was quillt aus dir heraus? Warum lÀsst du Millionen von potentiellen Menschlein auf den sterilen Boden tropfen?

(Hier habe ich mich vor Lachen fast weggeschmissen)


Hinter all diesen Formulierungen glaubte ich, ein breites Autorengrinsen zu erkennen. Und wer dieses Grinsen versteht, der kann auch sagen: „Tolle Sprache. Toll formuliert. Toll gemacht“

Dass du auch anders kannst, hast du ebenfalls in diesem Text deutlich bewiesen. Doch dafĂŒr gibt es dann ÜbergĂ€nge wie diesen:
quote:
Sie - Deinen Schwanz.
Er - Welch ein Wort!
Sie - Es gibt Situationen, da muss Sprache griffig werden.



Und dann wird es konventionell, aber auch originell.
Z. B.:
quote:
Wer hat die Beine breit gemacht, bis die HĂŒftgelenke krachen und die Muschi klafft?



Ich bitte dich, welcher gestandene und vielleicht sogar erfolgsverwöhnte LL-Erotiker lĂ€sst die HĂŒften seiner Protagonistin krachen?

Und dann kommen die Worte, die du aus meinem oben genannten Manuskript geklaut haben musst:
quote:
„Ahhh“; „ohhh“; „uhhh“; „jaaa, das ist gut“; „ich spĂŒr schon, wies mir kommt“... Mösen, Fotzen, Ofenlöcher, HĂ€mmer, Bohrer, Besen.


"Griffiger“ geht’s kaum.


Zum Abschluss noch eine Stelle, die das gekonnte Hin- und Herschalten zwischen poetischer und vulgÀrer Sprache deutlich macht:

quote:
Sie - Du hast mich noch nicht erkannt.
(„erkannt“ – das könnte der Bibel entlehnt sein)
quote:
Er - Gehen wir in die Garderobe?

quote:
Sie - Zum Ficken?
(Das wiederum scheint meines Wissens nicht in der Bibel vorzukommen)


Summa summarum – eine gelungene Vorstellung aus dem Erotischen Improtheater, die ich trotz meiner anfĂ€nglichen Vorbehalte sehr gern genossen Ă€h gelesen habe – und das sogar mehrfach.
Mein Erotik-Texte-Selbstbastel-Buch kann ich allerdings in die Tonne kloppen. Erotik kann eben doch vielfÀltig und abwechslungsreich geschrieben sein. Das hast du (wieder einmal) sehr anschaulich unter Beweis gestellt.

Gruß Ralph

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